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  • Sv.n.K
    antwortet
    Nabend,

    Klaus, interessanter Ansatz. Ich grüble noch wie ich zwischen den beiden Effekten unterscheiden kann.
    Wie finde ich deine angesprochene Untersuchung von F.H.?
    Achja, lass dich nicht von meinem Linoleum-Fußboden foppen.


    Ich habe derweil mal das Experiment mit dem von außen montierten Chassis ausgeführt. Der schon für frühere Experimente angefertigte Klemmring konnte hier wieder verwendet werden.

    Der Signalgenerator wird auf die Resonanzfrequenz von 282Hz eingestellt die Signalspannung auf 3Vrms.
    Die Resonanzfrequenz hat sich in dieser Konstellation leicht verschoben. Das nehme ich vorerst mal so hin. Weiter ergibt sich eindeutig das mir so bekannte Geräusch. Dies kann durch Einklemmen des Korbes oder durch festhalten des Magneten gut reduziert werden. Am besten ist es jedoch, wenn ich eine Schraubzwinge in einem bestimmten Winkel an dem Magneten halte.
    ---- Das ist kein Scherz! ----
    Das dies die Resonanz massiv reduziert ist ein Zufallsfund. Eigentlich wollte ich sehen, was passiert, wenn ich das Chassis gegen das Gehäuse klemme. Beim hantieren verschwand dann das Schnarren unter einem bestimmten Winkel.
    Bedingt durch den Magneten, haftet die Schraubzwinge ganz gut am Chassis (auch wenn es auf dem Bild anders aussieht, die Schraubzwinge hat Kontakt mit dem Magneten). Anbei die Messergebnisse. Dargestellt wird das Spektrum immer im Vergleich ohne einer zusätzlichen Dämpfung.


    Edit: Das Geheimnis um die Schraubzwinge hat sich zum Teil gelüftet. Der Impedanzfrequenzgang verrät, dass mit Schraubzwinge sich die Resonanzfrequenz verschiebt / oder gar auf zwei Frequenzen aufteilt (siehe Abbildung)

    Welche Erkenntnis ziehe jetzt daraus?

    Grüße
    Sven

    P.S. Ein Gehäuse aus dem vier Schraubzwingen schräg rausschauen bekomme ich nicht ins Wohnzimmer...
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    Zuletzt geändert von Sv.n.K; 27.06.2018, 22:47.

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  • mechanic
    antwortet
    Guten Morgen Sven!

    Und noch ein Erklärungsversuch, basierend auf der letzten blitzsauberen Versuchsauswertung (promovierst du gerade zum Thema ?):

    - die Gehäusekörper haben diskrete Eigenfrequenzen, bei denen sie in Resonanz gehen

    - bei gleicher Anregung durch den W130X zeigen deshalb unterschiedliche Gehäuse recht verschiedene Resonanzfrequenzen und Resonanzgüten, siehe Versuchsauswertung

    - die entkoppelten Gehäuse bewegen sich dabei (auch) in axialer Richtung und modulieren somit ein sehr unlineares höherfrequentes Signal auf das Lautsprechersignal auf. Das wäre per Definition doch Klirr, oder?

    - ohne Entkopplung ist die Bewegung eingeschränkt durch hohe Reibung, wahrscheinlich aber noch vorhanden. Dass ein harter Parkettboden da etwas wegdämpft, mag ich nicht glauben.

    Ansonsten hat F.H. vor langer Zeit mal sehr umfangreich Gehäuseschwingungen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Materialien untersucht, gibt es da vielleicht noch verwertbare Erklärungsansätze ?

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  • Sv.n.K
    antwortet
    Guten Morgen,

    ich möchte kurz auf eure Beiträge eingehen:

    @ yoogie: Ich vermute, dass es bei der Pacto und dem W130X-Sub auch auftritt. Nur werden die interessanten Frequenzen in beiden Fällen durch die Frequenzweiche gedämpft. Vielleicht hat du ja lust es auch mal ohne Weiche auszuprobieren .

    @ walal: Du hast wirklich einen tollen Fundus an Literatur !

    @ Uwe: Ich glaube den Unterschied zwischen der mit dem Boden gekoppelten und der entkoppelten Variante habe ich ausgearbeitet. Es tritt in beiden Fällen auf. Nur ist es bei der entkoppelten Variante deutlicher.

    Die Vorschläge von Axel und Klaus finde ich gut. Jedoch würde ich im ersten Anlauf das Chassis gedreht auf die Schallwand montieren wollen. Damit habe ich auch möglichst wenig geändert und kann trotzdem mal versuchen die Ursache mit der goofy_ac-Methode zu finden.
    Eine freie Aufhängung (Axel) oder über einen Winkel (Klaus) ist bestimmt auch möglich, aber ich denke es benötigt die Masse des Gehäuses, damit was zum Resonieren da ist. Jedenfalls will ich mich daran erinnern, dass ein in "der Hand gelagertes" Chassis keine derartigen Geräusche von sich gibt. Die Aufhängungen müsste also ein Gewicht in der Größenordnung des Gehäuses haben. Hebe ich mir auf, falls der erste Ansatz kein Ergebnis bringt.

    Grüße
    Sven

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  • Sv.n.K
    antwortet
    Nabend Zusammen,

    ich konnte eure Kommentare aus Zeitgründen leider nur überfliegen - aber ich sehe Lösungen .

    Bei jedoch soviel Zweifel habe ich die Messungen für alle drei Fälle wiederholt. Also AL130-Gehäuse, Testgehäuse 2 mit W130X und Testgehäuse 3 mit W130X. Es wird jeweils Impedanzfrequenzgang und Klirr für die gekoppelte und nicht gekoppelte Variante ermittelt. Gemessen mit nachbarfreundlichen 0,8Vrms. Ich habe darauf geachtet, dass keine Kabel oder ähnliches am Gehäuserand liegen.

    Für den AL130:


    Für TG2 mit W130X (Chassis A):


    Für TG3 mit W130X (Chassis B):


    Es bestätigen sich die bisherigen Erkenntnisse. Bei Resonanz misst man etwas, was wie Klirr aussieht. Auch bei den am Boden gekoppelten Varianten kann man bei genauem hinschauen dieses Verhalten erahnen. Mit genug Leistung, wird sich vermutlich
    auch das am Boden gekoppelte Gehäuse "losreißen" und Klirr erzeugen.
    Aus den Versuchen habe ich festgestellt, dass die Zusammensetzung des Obertonspektrums von der Amplitude abhängig ist. Ich vermute, dass das der Grund für die Abweichungen zu den früheren Messungen ist.
    Beim AL130-Gehäuse habe ich vielleicht auch schon den Übeltäter ausfindig gemacht. Schwingt das Gehäuse frei, merkt man deutliches Schwingen am zweifach Lautsprecherterminal. Berührt das Gehäuse den Boden, geht die Vibration zurück und das "singen" wird merklich gedämpft.
    Ferner hat das gestern frisch aufgebrachte Dichtband an TG3 einen Tag später keine Wirkung mehr (passt ins Bild).
    Ich denke, dass beim entkoppelten System das Gehäuse mit dem Treiber in Resonanz geht und dies einiges zum Schwingen anregt. Durch Kontakt mit dem Boden wird die Resonanz gedämpft und damit auch die Amplitude der Schwingung, was wiederum die hörbaren Schwingungen unterdrückt (ich glaube soweit waren wir aber schon). Das Dichtband scheint die Übertragung der Schwingung temporär zu dämpfen, so dass das Schnarren nicht auftritt.
    Die Herausforderung ist jetzt, das Schnaren am W130X zu finden. Beim Überfliegen eurer Beiträge habe ich aber schon die richtigen Ideen gelesen. Damit beschäftige ich mich morgen .

    Grüße
    Sven
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  • goofy_ac
    antwortet
    Spaß beiseite - es wird bei den TT doch immer vom akustischen Kurzschluss im offenen Betrieb gesprochen... Würde es evtl. Sinn machen, diesen Effekt für eine Teiluntersuchung zu nutzen? Das Chassis nackt an Schnüren o.ä. aufhängen, mit besagten 350Hz ansteuern, und mal darauf zu setzen, dass sich - sofern das Schnarren tatsächlich vom Chassis kommt - der reguläre Ton mehr oder weniger selbst auslöscht, und nur das Schnarren übrig bleibt und somit ortbar wird?

    ...nur für den Fall, dass das nicht schon vorher erwähnt wurde

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  • goofy_ac
    antwortet
    ...und das in einem Forum, in dem es um hören und nicht fühlen geht (mal abgesehen von den Bässen in der Magengrube)

    Bei dem grazilen Aufbau hätte ich wahrscheinlich eh auf einen halben Tischtennisball auf einer Reissnadel als Fühler gesetzt

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  • mechanic
    antwortet
    Zitat von goofy_ac Beitrag anzeigen
    Unterschätze metallische (Schall-)Leiter nicht... Das ist nicht nur was für saubere Finger - Du bekommst die Störquelle quasi direkt ins Ohr geliefert - ohne reflektierten Schall von drumherum
    Unterschätze du den Werkzeugmacherfinger nicht - der fühlt Sachen, da träumt der Schraubenschlüssel von !

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  • goofy_ac
    antwortet
    Zitat von mechanic Beitrag anzeigen
    Also aufmachen, Generator anwerfen und mit den Fingern checken, was vibriert (Der Schraubenschlüssel ist da wichtig, wo es ölig und/oder heiß ist !).
    Unterschätze metallische (Schall-)Leiter nicht... Das ist nicht nur was für saubere Finger - Du bekommst die Störquelle quasi direkt ins Ohr geliefert - ohne reflektierten Schall von drumherum

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  • mechanic
    antwortet
    Nochmal zurück auf Start:
    Der Effekt war in ähnlicher Form auch bei einem AL130 in einem anderen Gehäuse festzustellen (Post #338), auch da nur bei entkoppelten Gehäuse.


    Da ist ein prinzipielles Problem und keine losen Bretter oder so.

    Ich würde mal das nackte Chassis mit und ohne Entkopplung unter ansonsten identischen Bedingungen messen; evtl. mit einem Holzwinkel (unten als Korbaufstandsfläche und oben als Magnetstütze). Falls das dann immer noch "klingelt" wird es interessant.

    Generator auf Resonanz einstellen und Chassis lt. goofy_ac-Methode untersuchen ...

    Genau so etwas ist bei mir bei nächster Gelegenheit auch auf dem Plan: Meine BGMax-Koaxe klappern auch auf einer diskreten Frequenz aus den Reflexschlitzen. Fällt im Normalbetrieb nur bei ganz wenigen Musikpassagen auf (zumindest mir, Timo hat beim ersten Hören gemeint, "da schnarrt was" und ich hab´s erst mal nicht geglaubt ). Tritt bei beiden Lautsprechern, aber unterschiedlich stark auf. Ich vermute, dass die IHA´s, die ich als separate Kisten zu Testzwecken "saugend" eingeschoben habe, halt doch wackeln .
    Also aufmachen, Generator anwerfen und mit den Fingern checken, was vibriert (Der Schraubenschlüssel ist da wichtig, wo es ölig und/oder heiß ist !).

    P.S. Noch so eine Idee: Liegt das Mikro direkt auf dem Boden, und könnte eine Überlagerung von Direktschall und Körperschall da irgendwelche Sauereien produzieren?

    P.P.S. Wo liegen die ersten Stehwellen in den drei Gehäuseachsen ?

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  • walwal
    antwortet
    Zitat von UweG Beitrag anzeigen
    Stülpeffekt? Aber nicht bei 350 Hz. Viel zu hoch.
    Ok, dann fällt mir nix mehr ein.

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  • goofy_ac
    antwortet
    Hast Du evtl eine richtig schlecht verleimte Wand? Vielleicht im Bodenbereich?

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  • goofy_ac
    antwortet
    Gern geschehen

    Ehrliche Meinung? Vergiss das experimentieren mit unterschiedlichen Dichtschnüren, das wird Dich, glaube ich, nicht einen Schritt weiter bringen. Wenn das Schnarren jetzt noch da ist, müsste es sich massiv zu höheren Frequenzen hin verschoben haben, da der Hebel zwischen den Auflagepunkten halbiert wurde. Hab hier nicht von Anfang an mitgelesen - hast Du eine Möglichkeit, nen Sinus-Generator anzuklemmmen, getrimmt auf die Resonanzfrequenz? Bei Auto-Reparaturen gabs für „schiefe, undefinierbare Töne“ einen einfachen Trick bei der Suche: Schraubenschlüssel an Gehäuse und Ohr, und wie mit nem Stethoskop mal verschiedene Punkte abtasten. Der falsche Ton lässt sich sauberer hören, besser zuordnen. Vielleicht hörst Du so ein paar Feinheiten mehr, wo der Schuldige sitzt

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  • UweG
    antwortet
    Wieso verschwindet der Effekt, wenn die Box direkt auf dem Boden steht?
    Das muss doch etwas mit dem Gehäuse zu tun haben.

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  • UweG
    antwortet
    Stülpeffekt? Aber nicht bei 350 Hz. Viel zu hoch.

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  • yoogie
    antwortet
    Zitat von Sv.n.K Beitrag anzeigen
    Bin ich der Einzige mit dem Problem beim W130X?
    Ich habe es nicht, weder im W130x Sub im Auto oder Pacto, die letztere habe ich aber noch nicht seeehr laut gehört.

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