So riesig finde ich die 1.1 nicht . Irgendwo zwischen einer Solo 50 und 100. Das Design ist nicht so übel.
Wenn man der Beschreibung glauben schenken kann, ist das schon was feines. Ein unbeschallteter 20 cm Breitbänder mit linearem Frequenzgang zwischen 40 hz und 15 kHz.
Ob man einen BG mit Resonatoren so glatt ziehen kann, weiß ich nicht. Aber vielleicht ist auch gar kein BG 20 ?
"... zeichnet eine einmalige Linearität aus ..." , was auch immer damit gemeint ist. Der BG ist ein wirklich Guter, aber einmalig linear ist er definitiv nicht
Löcher im Membranen stechen finde ich grundsätzlich doof.
Erst recht wenn ein Standartchassis dadurch finanziell vergoldet werden soll.
Leider habe ich immer eine eher wissenschaftlich interessiert begründete Sichtweise. Das engt den Horizont manchmal ein (um hier nicht bewußt Voodoo zu schreiben, ups, doch getan)
Die hier eigentlich besprochenen Sickenbeschichtungen, Polkernbedämpfung und durchlässige Dustcap dagegen sind messtechnisch belegt. Dazu den Aluzierring, das ist die Krönung.
Viele Grüße aus dem Bergischen Land
Jörg
Ab jetzt auch wieder Yamaha, ohne Kickstarter und breitem Lenker
Die hier eigentlich besprochenen Sickenbeschichtungen, Polkernbedämpfung und durchlässige Dustcap dagegen sind messtechnisch belegt. Dazu den Aluzierring, das ist die Krönung.
Alles eine Frage des Standpunktes, siehe unten. Versetz dich mal in den "Normalo", der seine Lautsprecher (jenseits allen Highend-Hype) nur auspackt und stell dir vor, was dem zum Thema Sicken anmalen und Membranen mit dem Teppichmesser kastrieren so alles durch den Kopf geht - Voodoo ist da noch harmlos ...
Es zählt nur was rauskommt in Relation zu dem, was es kostet (was nicht heißen soll, dass vielleicht die Mehrzahl der Teile wegen des Klavierlackes verkauft werden )
Also, meine Penta-BG´s waren jetzt endlich in der Klinik und wurden wie folgt behandelt:
- Membran 1x Molto-Tapetenschutz
- Sicken 3x Dekanol
- Schwirrkonus amputiert
- Dustcap ersatzlos amputiert (da Chassis hinter Stoffblende)
- Schwingspulen-Kavität mit je 4 Filzgleitern bedämpft
- Korb rückseitig mit einer Lage MEM-Bitumenband bedämpft
Der Vergleich zunächst Chassis alleine mit Sinusgenerator hinsichtlich dem von zxlimited beschriebenen Verhalten im Grundtonbereich macht zunächst skeptisch, da gehörmäßig nicht wirklich signifikant.
Aber dann: Chassis wieder eingebaut und die Sonne geht auf !!!
Die Pentatons klingen so (noch) viel freier und "aufgeräumter" als vor der Operation . Das CD-Regal rauf und runter gehört und der Effekt ist durchgängig.
Die Modifikationen sind für die Pentaton uneingeschränkt empfehlenswert (Voraussetzung ist nur funktionierende Feinmotorik ), wobei die Sickenresonanz bei neuen Chassis ja bereits werksseitig erledigt ist.
Dank an all die "Fummler" die da als Ideengeber aktiv waren, insbesondere natürlich an Martin .
Ich habe zwei "neue" BG's mit Stempel AH16 erhalten. Die Beschichtung ist sichtbar, aber nicht klebrig wie die in Eigenregie beschichtete Sicken mit Dekanol!
Ich schneide innen im Kegel, direkt über der kleinen Stufe und die Dustcap dann auch innerhalb des Schwingspulenträgersam Rande das Doms. So bleibt der Schwingspulenträger (und alles aus Kupfer) intakt. Auf den Bildern von zxlimited sind Kegel und Cap nach dem Schneiden noch zusammen, also schneidet er den Träger oben etwas weg - ist konsequenter, aber auch riskanter.
Habe gerade noch einen BG20-Fan gefunden: Bei Stein-Music wird der (modifizierte) BG als breitbandiger Mitteltöner in der masterclass SP 2.1 (für schlappe € 21.800,-- das Pärchen ) eingesetzt ...
F.H. hat sich am Wochenende mal rangesetzt und den BG20 in den unterschiedlichen "Ausbaustufen" gemessen.
Grün: ohne HTK, ohne Polkernbedämpfung und ohne Dustcap
Gelb: ohne HTK, ohne Dustcap mit Polkernbedämpfung
Rot: ohne HTK mit Polkernbedämpfung und mit Dustcap
Man sieht schön, dass der BG etwas linearer läuft. Ob der nicht unerhebliche Aufwand das nun rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich mache es allein schon wegen der Optik.
Achtung: ohne HTK fehlt ziemlich Hochton. In einer Solo dürfte es komisch klingen.
Man sieht schön, dass der BG etwas linearer läuft. Ob der nicht unerhebliche Aufwand das nun rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. ...
Niemals würde das den Aufwand rechtfertigen! Das hat aber auch nie jemand behauptet.
Falls Du Dich erinnerst, das Ganze fing mit einer hässlichen Sickenresonanz bei ca. 400Hz an, die ich durch mehrfaches Beschichten mit Dekalin wegbekam. Dafür müsste man eine Klirrmessung machen, da ist der Unterschied überdeutlich zu sehen.
Dann ging es weiter mit der Reduzierung mechanischer Verluste durch Belüftungsmaßnahmen (durchlässige Dustcap etc.). Um das darzustellen muss man Qms bzw. Rms messen. Auch beim Klirrfaktor merkt man hier Unterschiede.
Dass der Amplitudenfrequenzgang sich minimalst ändert ist nichts als ein vernachlässigbarer Nebeneffekt, das war nie das Ziel der Aktion!
Achtung: ohne HTK fehlt ziemlich Hochton. In einer Solo dürfte es komisch klingen.
In eine Solo gehört der BG auch nicht rein, weil Höhen halt nicht wirklich vorhanden. Ob der jetzt bei 10 oder 11 kHz fast senkrecht abstürzt ist dann auch egal
Wenn man übrigens den Messungen von KT glauben darf, geht dem serien-modifizierten BG oben rum auch mit Kegel etwas früher die Puste aus ...
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