Und bevor man die Studio 1 in dieser Beziehung als Vorbild darstellt

Mal zum Vergleich die Quintett und die Concorde Mk 3


Auch die Quintett strahlt gerichtet ab, aber hat nicht die starken Einbrüche im Mittelton, sie sind bei tieferen Frequenzen. Aber was sagt uns das?
Ich erwarte (wenn überhaupt) nur kleine Änderungen in der Vertikalen Abstrahlung, weil die Trennfrequenz niedriger ist und das WG vieleicht etwas ändert. Das spricht wieder für die Ke, weil sie tiefer getrennt wird als die G 25 (2000/2500 Hz), warum auch immer. Die Studio mit 1500 Hz Trennung und den direkt benachbarten TMT ist eindeutig besser in diese Beziehung.
Wenn man sich an der Abstrahlung der C stört (weil es nicht schön aussieht, oder weil sie nicht gut klingt?), muss man einen perfekten Coax nehmen (wenn man ihn findet) oder ein richtiges Line-Array.
D'Appo, egal wie gut gemacht, wird immer Unregelmäßigkeiten in der Vertikalen haben und noch niemand hat das "richtige" D'Appo gebaut, geschweige denn eine Messung gezeigt.
Und ich behaupte: Diese Interferenzen und Kammfilter (vertikal) sind nicht schlimm, weil wir es ganz anders hören als es gemessen wird. Wer das nicht glaubt, mag sich durch den Toole und andere Literatur quälen.
Beispiel hier (ja, in englisch):
http://sound.westhost.com/articles/dsp.htm

"Note in particular the depth of the notches at 172Hz and 500Hz. Believe it or not, these are achievable using a microphone. When a system showing such deep notches is auditioned, we hear nothing of the sort. We will hear notches that are created by an incorrectly set up crossover network or out-of-phase drivers (often referred to as a "suck-out"), but we do not hear deep notches caused by room reflections. "
Dieses Beispiel gilt für Wandreflektionenen. Chassis, die nicht in Phase sind und Kammfilter erzeugen, hört man allerdings. Was gilt jetzt für Kammfilter durch versetzte Chassis? Ich weiß es nicht!
Ich weiß nur eines: Für mich und meine vielen Besucher klang da nichts verkehrt, was dafür spricht, dass die vertikale Abstrahlung eines D'Appo nur auf dem Papier "schlecht" ist.
Es hat aber auch Vorteile:
- Die akustische Mitte (vertikal) wandert nicht wie bei klassischen Systemen.
- Die Abstrahlung ist immer horizontal.
- Reflektionen an Boden und Decke sind geringer.
- Die Raummoden in der vertikalen werden gleichmäßiger angeregt (wenn auch die TT D'Appo sind).
Einziger hörbarer Nachteil: Man muss den HT auf Ohrhöhe haben, es ist keine Box für Partys.
Fazit:
Man sollte bei allen Bausätzen die horizontalen Sonogramme zeigen, aber die vertikalen auch? Sagen sie so viel aus oder verwirren sie? Analog den Klirrfaktoren, die auch nicht gezeigt werden oder (extrem) Jitterwerte bei digitalen Quellen?
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