Membranstruktur: Stimmt es dass...

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  • Chaomaniac
    antwortet
    Zitat von Rudolf
    Schaut euch mal die Richtdiagramme von AL 130 und SC 13 an. Da sind die Kurven für 2 und 4 kHz
    …
    Auch die Diagramme des SC13 und des WS 13 E sind nicht völlig gleich, obwohl die Chassis bis auf den geschirmten Antrieb des SC 13 identisch sind.
    Ohne die genauen Messbedingungen zu kennen, finde ich die Polardiagrarmme auch nicht sehr aussagekräftig.
    Wurden alle Chassis in der Normwand gemessen? Falls ja, wurden die Winkelfrequenzgänge alle in die gleiche Richtung aufgenommen (bei der rechteckigen Normwand gibt es ja parallel zu den Kanten insgesamt 4 Möglichkeiten)?

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  • Rudolf
    antwortet
    Schaut euch mal die Richtdiagramme von AL 130 und SC 13 an. Da sind die Kurven für 2 und 4 kHz. Für mich ergeben sich sehr verschiedene Bündelungsverhalten trotz exakt gleicher Membranfläche. Diese Richtwerte von AH sind auch nur sehr grob.

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  • Chaomaniac
    antwortet
    Hier mal zur Erweiterung der völligen OT-Fragestellung zwei Screenshots von Messungen eines AL 130 (Membrandurchmesser plus halbe Sicke gleich 10 cm) in sehr schmaler Schallwand. Winkelbereich von axial bis 60° horizontal in 15°-Schritten:
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: AL130-ViVi-F-Gaenge.png
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Größe: 23,6 KB
ID: 621055
    Und nochmal die Winkelfrequenzgänge normiert auf den axialen Frequenzgang:
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: AL130-ViVi-F-Gaenge realtiv.png
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Größe: 20,8 KB
ID: 621056
    Ich erkenne da weder bei 1095 Hz, noch bei knapp 2 kHz eine Auffälligkeit, die auf eine Notwendigkeit einer Trennung an diesen Stellen hindeutet.

    Zitat von Fosti
    …
    Ich habe mir mittlererweile testweise so etwas aufgebaut: AL200 - Seas H304 - Seas DXT mit Trennfrequenzen bei 650Hz und 2000Hz.
    …
    Die DXT arbeitet in neutraler Umgebung (unendliche Schallwand) bei weitem nicht neutral (CD) bis 2 kHz runter. Da liefert erst eine Schallwand in „richtiger” Breite und Gestaltung die nötigen schallführenden und ladenden Eigenschaften.

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  • Fosti
    antwortet
    Guido,

    Bündelung ist ja an sich nichts schlimmes. AH hatte dazu nur mal angemerkt, dass sich "für ihn" Chassis, die bis weit über ka=1 betrieben werden "irgendwie komisch" anhören.

    Ich habe mir mittlererweile testweise so etwas aufgebaut: AL200 - Seas H304 - Seas DXT mit Trennfrequenzen bei 650Hz und 2000Hz. Das gefällt mir so gut, dass ich meine 3 Frontlautsprecher genau so aufbauen werde.

    Viele Grüße,
    Christoph

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  • gargamel
    antwortet
    Hallo,

    da habe ich auch mal ne Frage dazu.
    Bedeutet das praktisch das bei einem 13cm Chassis 1900hz die obere tolerierbare Trennfrequenz ist?
    Weil darüber das Chassis zu sehr bündelt?

    Gruß
    Guido

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  • Chaomaniac
    antwortet
    Zitat von Fosti
    Markus, i lach ned

    1095 Hz ist richtig!
    Dann gehe ich mit dieser Regel nicht konform.
    Denn:
    Zitat von Peter K
    …
    genauso mache ich das auch schon geraume Zeit, weil es ausserhalb der WG-Welt eigentlich alternativlos und logisch ist....
    Meiner Meinung nach gibt es kein „außerhalb der WG-Welt". Jede Schallwand erfüllt neben der Funktion die Chassis zu halten, auch schallführende Aufgaben, ist also ein WG.
    Wichtig ist halt das Zusammenspiel der einzelnen beteiligten Komponenten. Dadurch können m. E. auch mal Trennfrequenzen bei einem vielfachen von ka=1 sinnvoll sein, niedrigere Trennfrequnezen wirken oft sogar kontraproduktiv auf eine gleichmäßige Abstrahlung.
    „Eigentlich” ist ein ziemlich blödes Wort (wie „ziemlich” auch), „alternativlos”… -naja. Bissl weit aus dem Fenster gelehnt.

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  • Fosti
    antwortet
    Markus, i lach ned

    1095 Hz ist richtig!

    Hier noch mal ein Zitat von AH:
    Hier nochmal überschlägig für die beliebtesten Chassisgrößen:

    Konuslautsprecher (Größenangaben immer auf Korb bezogen):

    12" (30cm): bis 430Hz keine Bündelung, bis 680Hz tolerabel, höchstens bis 2* 430Hz = 860Hz
    10" (25cm): bis 540Hz keine Bündelung, bis 850Hz tolerabel, höchstens ....
    8" (20cm): bis 650Hz keine Bündelung, bis 1060Hz tolerabel
    6,5" (17cm): bis 770Hz keine Bündelung, bis 1200Hz tolerabel
    5" (13cm): bis 1200Hz keine Bündelung, bis 1900Hz tolerabel
    4" (11cm): bis 1400Hz keine Bündelung, bis 2250Hz tolerabel

    Lautsprecher mit Kalottenmembrane (Größenangabe auf die Membrane bezogen):

    3" (76mm): 1400Hz / 2250Hz
    2" (50mm) 2200Hz / 3400Hz
    1,5" (38mm): 2800Hz / 4500Hz
    1" (25mm): 4300Hz / 6800Hz
    0,75" (19mm): 5700Hz / 8900Hz
    0,5" (12,5mm): 8700Hz / 13600Hz

    Membrangeometrie und Strukturstabilität (Verkleinerung des effektiven Strahlerdurchmesser mit zunehmender Frequenz bei manchen Weichkonuslautsprechern) sind in dieser Rechnung nicht berücksichtigt! Dennoch ist es eine ganz gute Richtschnur.

    Gruß

    Andreas

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  • Chaomaniac
    antwortet
    Zitat von Fosti
    …. Zu einer dieser Regeln gehört (inzwischen) für mich, das Chassis nur in einem Frequenzbereich einzusetzen, in dem es klein gegen die minimale Wellenlänge im Nutzbereich bleibt (OK bei Hochtönern haut das nicht mehr ganz hin, aber ist da wohl auch nicht so entscheidend).
    …
    Zitat von Fosti
    Hallo Till,

    sich mit Grundlagen auseinander zu setzen, daran ist nicht im Mindesten etwas auszusetzen. Mein Prof. hat mir mal gesagt: "Nach den Grundlagen kommt nicht mehr viel!"

    Worauf Du und Markus (Chaomaniac) hinaus wollt ist mir schon klar, nur wenn ein Chassis in dem von mir eingegrenzten Frequenzbereich schon unangenehm auffällt ist es sein Geld nicht wert. Wenn man auf Membranmaterialien mit hoher inneren Schallgeschwindigkeit setzt UND das Chassis noch weit über ka=1 betreiben will, der spielt natürlich mit dem Feuer.

    Viele Grüße,
    Christoph
    Nochmal nachgehakt (lach ned!):
    Ich hab weder Abi noch Stupidum, deshalb fehlen mir einige Grundlagen, bin aber lernwillig.
    Bei der angesprochenen Wellenlänge sprichst Du von der Wellenlänge des Luftschalls?
    Wie genau sieht dann Deine Regel aus?
    Ist „klein gegen die minimale Wellenlänge im Nutzbereich” nun ausgehend vom Membrandurchmesser, oder vom Membranumfang (Du hast ja die Kreiswellenzahl noch mit in's Spiel gebracht).
    Am Beispiel eines AL 130 mit einem Membranradius von 5 cm ergibt sich nach der Definition des Durchmessers eine Grenzfrequenz von unter 3440 Hz, nach der Definition mit der Kreiswellenzahl ka=1 aber nur 1095 Hz, oder hab ich mich da vertan?

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,
    Zitat von Fosti
    Wenn ich mich an ein paar sinnvolle Entwurfsregeln für Lautsprecherboxen (NICHT Chassis!!) halte, reichen grundsolide Chassis mit einem hinreichend guten Antrieb alle mal aus. Zu einer dieser Regeln gehört (inzwischen) für mich, das Chassis nur in einem Frequenzbereich einzusetzen, in dem es klein gegen die minimale Wellenlänge im Nutzbereich bleibt (OK bei Hochtönern haut das nicht mehr ganz hin, aber ist da wohl auch nicht so entscheidend). Wenn man sich daran hält, kann man 90% des Threadinhalts bedenkenlos überlesen und die Zeit anders (besser?) nutzen.....
    genauso mache ich das auch schon geraume Zeit, weil es ausserhalb der WG-Welt eigentlich alternativlos und logisch ist....

    Gruß
    Peter Krips

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  • Frankynstone
    antwortet
    Es gibt die Möglichkeit, ein Hochtonhorn facettenartig aufzuteilen und auszuwölben, so dass die Teilhörnchen in verschiedenste Richtungen strahlen. Das ist mechanisch schwierig herzustellen, gibt es aber schon fertig zu kaufen.

    Genau so funktioniert es, mehrere Hochtöner unter Winkeln zu verbauen, dass sie eintweder voneinander weg oder überkreuz strahlen. Man handelt sich dabei Auslöschungen unter Winkeln in der Horizontalen ein, die stören könnten.

    Ein ebenes Array aus Kleinlautsprechern eignet sich zur Synthese von besonders geformten Wellen. Man muss das Array gezielt in Bereiche unterteilen, die man mit unterschiedlichen Verzögerungszeiten versieht, der rechentechnische und elektronische Aufwand ist hoch.

    Auch ein Reflektorkegel geht, wenn er nicht die ganze Runde rum geht. Reflexionen zwischen Reflektorkegel und der horizontalen Schallwand, sowie eine ungleichmäßige Abstrahlung in der Vertikalen ein, da diese Konstruktion keine horizontale Symmetrieachse hat.

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  • Lui
    antwortet
    Zitat von markus7
    Und wie genau?
    Wenn ich das wüsste.

    Meine dass Biradialhörner so etwas leisten können, bis 120°.
    Zuletzt geändert von Lui; 18.04.2013, 06:41.

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  • Frankynstone
    antwortet
    Schallführung ist ein sehr gutes Stichwort. Eine Zeit lang waren Schallinsen sehr modern, um den Abstahlwinkel von Konuslautsprechern zu verbreitern. Zwischen den Lamellen der Schallinse ist die Schallgeschwindigkeit reduziert. Die Lamellen sind in der Mitte kurz und an den Seiten lang. Die angenommen ebene Wellenfront wird so in der Mitte kaum, am Rand jedoch stärker verzögert und so zylinderförmig oder ähnlich gekrümmt.

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  • markus7
    antwortet
    Zitat von Lui
    Horn, Wellenleiter, Schallführung oder so !?
    Und wie genau?

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  • Lui
    antwortet
    Horn, Wellenleiter, Schallführung oder so !?

    Aber 180° ist ganz schön viel

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  • markus7
    antwortet
    Zitat von Fosti
    bei Hochtönern haut das nicht mehr ganz hin
    Dazu haette ich eine Frage: was kann man tun, um richtig breite Abstrahlung (180°) im Hochton zu erzielen?

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