Membranstruktur: Stimmt es dass...

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,

    Zitat von Chaomaniac
    Bitte zeig mir Messungen von ein und demselben Treiber in unterschiedlichen Schallwänden!
    Nein, kannst du in Boxsim nachvollziehen, indem du einen unbeschalteten Treiber mal in unterschiedlichen Schallwänden simulierst. Da ändert sich der Energiefrequenzgang (Ja auch in Boxsim heißt es Energie) nicht.

    Funktioniert nicht nur auf Achse, sondern bei geschickter Auswahl der Gehäusemaße im Verhältnis zur Membrangröße in einem sehr viel größeren Bereich, im Idealfall fast über die gesamte vordere Hemisphäre.
    Hintenrum ist die Grenzfrequenz dominant von der Schallwandbreite abhängig, ab welcher Frequenz ein Großteil des Pegels abgeschattet wird. Eben durch den stark verminderten Pegel ist der Frequenzgang der hinteren Hemisphäre nicht mehr ganz so wichtig, da der rückwärtig abgegebene Schall erst nach einer Reflexion mit zusätzlichem Pegelverlust wieder nach vorne kommt.
    1. Siehe oben
    2. Um Raumakustik ging es bei den Betrachtungen noch nicht, sondern darum, welche Schallleistung der Treiber in den Raum einspeist. Wie man dann damit umgeht ist eine andere Geschichte.

    An den Spiegelpunkten sollte sowieso absorbiert werden, was den Einfluss des rückwärtigen Frequenzverlaufs weiter mindert.
    Ob "sollte" gibt es ja durchaus unterschiedliche Meinungen, hängt ja auch von der Aufstellung ab.

    Hab mal für die Concorde eine 90°-Weiche entwickelt. Interessierte (fast) keinen. Aber, ist das wichtig für Dich?
    Nicht wirklich, nur interessant, daß es mal tatsächlich jemand versucht hat..

    Was ist daran nicht zu verstehen, dass jede Schallwand eine Schallführung/WG mit ebensolchen Eigenschaften ist?
    Siehe erste Antwort oben

    Und warum sollte dann ein "Krüppeltrichter" das Energieverhalten ändern, wenn es eine Schallwand nicht tut? Du widersprichst Dir doch selber mit dieser Aussage?!
    Etwas hornartiges (also auch ein WG) erhöht in bestimmten Frequenzbereichen den Strahlungswiderstand und damit auch die Schallleistung in dem Frequenzband. Damit ändert sich aber auch der Leistungsfrequenzgang bezogen auf 4 Pi, was bei einer ebenen Schallwand nicht passiert.

    Puh, man kann nicht nur, man muss diese Vorgänge getrennt betrachten!
    Und warum sollte die Bündelung nicht da einsetzen, wo es die Theorie vorhersagt? Wie gesagt, das "Schlabbern" und die Bündelung sind 2 getrennte Dinge!
    Sooo schwer?
    Man kann man die beiden Vorgänge zwar getrennt betrachten, in der Realität kann ich diese und möglicherweise noch andere Vorgänge ja nicht voneinender trennen, da gibt es halt nur die Gemengelage als akustischen Output. Wenn ich also einen Treiber vor dem Mikro habe, um ihn auf Eignung für ein Projekt zu untersuchen, kann ich nur das verwerten was rauskommt, das wie und warum ist da eher nebensächlich.

    Ach was...Deshalb sind ja auch noch die beiden anderen Screenshots mit dabei, die einen Treiber, der in unendlicher Schallwand einen ebenen Frequenzgang aufweist, in eben derselben Schallwand zeigen
    Was mich aber mehr interessiert als Dein Tip, wie kommst Du darauf und wo liegt Deiner Meinung nach die Bündelungsfrequenz/maximale Einsatzfrequenz nach Deiner bevorzugten Herangehensweise?
    Bündelungsverlauf und die Winkelfrequenzgänge......
    Ich würde, wenn es nicht gerade um einen HT geht, sogar noch deutlich unterhalb der Bündelungsfrequenz trennen, um auch möglichst auf der abfallenden Filterflanke noch keine Bündelungseffekte zu haben.

    Wenn es doch so ein dominant wichtiger Faktor ist, muss doch die entsprechende Frequenz auch eindeutig identifizierbar und damit aus den Diagrammen die Membrangröße des Treibers eindeutig bestimmbar sein.
    Wie macht Ihr das? Und warum soll dieser isolierte Parameter so wichtig sein?
    Für mich ist es dann ein dominanter Faktor, wenn ich einen Lautsprecher mit möglichst konstantem Energieverlauf / Schallleistungsverlauf konstruieren will (im Ht geht es zwar nicht, bzw. ist schwierig).
    Wem das Diffusfeldverhalten wurscht ist, kann den Parameter gerne vernachlässigen.

    Gruß
    Peter Krips

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  • Frankynstone
    antwortet
    Inzwischen sind wir bei 100% OT. Ich hatte mal versucht, das Thema zu retten. Wenn ich noch kein Diplom hätte, würde ich über Membranstrukturen eine Diplomarbeit schreiben. Es gibt da so interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Auch Sicken und Zentrierspinnen beeinflussen den Frequenzgang, wie wir oben schon diskutiert hatten, was wahnsinnig spannende Themen sind und jeweils mindestens eine Studienarbeit hergibt.

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  • Rudolf
    antwortet
    Zitat von Peter K
    Ich weiß es nicht, wie Audiocad den Durchschnittspegel berechnet, da musst du den Michael Uibel fragen.
    Auf Uibels Website ist ein Beispiel mit Messungen bei 0, 15, 30, 45 und 60°. Unter der Darstellung der Einzelkurven ist die Darstellung "Durchschnitt". Über "Durchschnitt" steht:
    "Zur Bewertung des Energiefrequenzgangs und des Bündelungsverhaltens wird auch der Durchschnitt der Kurven gebildet". (Hervorhebung von mir)
    Die Durchschnittskurve folgt grob der 30°-Kurve. Das heißt, dass alle Kurven gleich gewertet werden.
    Das ist krass falsch, wenn daraus irgendeine Leistungs- oder Energieverteilung abgeleitet werden soll.
    Und noch etwas: Der Schalleistungspegel eines Treibers im 4 Pi-Raum ist unabhängig von der Schallwandgröße, da eine Treiberkonstante.
    Das mag sein, ist aber nur von begrenztem Interesse. Ist es nicht wichtiger, wie die Gesamt-Schallleistung (auch frequenzabhängig) über den Raum verteilt wird?

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  • krabat
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Peter K
    Obwohl eigentlich falsch, hat sich der Begriff so eingebürgert. Wenn man nicht Erbsenzählerei betreiben will ...
    Oh doch, das will man unbedingt! Vorsicht Glatteis!! Lawinengefahr!!! Aber:

    Zitat von Peter K
    Ich weiß es nicht, wie Audiocad den Durchschnittspegel berechnet, da musst du den Michael Uibel fragen.
    Du benutzt Rechenmethoden, von denen du nicht weisst was sie eigentlich mit deinen Daten anstellen?

    (gelöscht)

    Fazit: man sollte sich an solch wirren Debattierereien eigentlich nicht beteiligen, echt nicht ...
    Zuletzt geändert von Gast; 20.04.2013, 13:05.

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,
    Zitat von Rudolf
    Peter,
    wir hatten über Deine Durchschnittsbildung schon mal diskutiert. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, in welchem Thread das war. Deshalb noch mal meine Frage: Ist das eine arithmetische, geometrische oder wie auch immer einfache Durchschnittsbildung der Messkurven, oder wird jede Messkurve winkelgerecht gewichtet?
    Im ersteren Fall wäre es kein Wunder, dass der (Durchschnitts)Verlauf weitgehend unabhängig von der Schallwand ist - er wäre dann aber auch immer falsch.
    Ich weiß es nicht, wie Audiocad den Durchschnittspegel berechnet, da musst du den Michael Uibel fragen.

    Der Abfall oberhalb K1 ist in der Tat nicht ganz "lehrbuchgemäß", aber bei allen von mir bisher gemachten Treibermessungen und Durchschnittssimus mit unterschiedlichen Schallwandbreiten ist der "Knick" immer da, wo er zu erwarten war.

    Gruß
    Peter Krips

    Und noch etwas: Der Schalleistungspegel eines Treibers im 4 Pi-Raum ist unabhängig von der Schallwandgröße, da eine Treiberkonstante.

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,
    Zitat von krabat
    Wenn Du Lautsprecher in der Schule gehabt hättest, würdest Du jetzt einfach die Raumintegrale über dei Bessel-Funktion rechnen (a) für den Treiber und (b) eine boundary-layer Numerik für die Schallwand laufen lassen.
    Beeindruckend, kannst du das ?

    Wegen der laserschwertigen Kalotte würdest Du die partielle Differentialgleichung mit Randbedingungen nicht lösen, sondern wegen der enormen Schwierigkeit wie in (b) vorgehen. Trotzdem würdest Du verstehen, dass ein Wellenfeld vorliegt, dessen Eigenschaften erst NACH der - hier tatsächlich substanziell theoretischen Betrachtung besprochen werden können. Dieser ewige K(r)ampf mit Faustregeln, sogenannt "vereinfachten" Erklärungen und selbstgebastelten Messungen.
    Was hast du gegen selbsgebastelte Messungen ? Ich messe immer 360 Grad horizontal in 10-15 Grad-Rastern, wenn möglich auch vertikal. Dann kann man leicht erkennen, was es mit der Bündelung auf sich hat.

    Dein "Energiefrequenzgang" taugt nicht - er ist nicht definiert! Guck mal, für "Energie" wird die Amplitude quadriert, iss' so. Wenn ich bündle, bekomme ich überproportionale Energie. Was sagst'?
    Obwohl eigentlich falsch, hat sich der Begriff so eingebürgert. Wenn man nicht Erbsenzählerei betreiben will, kann man aber verstehen, was gemeint ist. Korrekt müsste es wohl "Schallleistungsfrequenzgang" heißen.

    Kennst Du den Unterschied zwischen einem GF-schlagmichtot-Bass und einer BG2000-Breitbandquetsche? Beide sind voll am rumbündeln, aber die "Schlabbermembran" im Breitbänder zieht Dir mit ihrer Hochtonenergie den Scheitel nach. Woher nimmt der die?
    a) aus der Bündelung auf Achse b) u.U. aus der Reduzierung der abstrahlenden Fläche, da Schlabbermembran.
    Schon mal weit ausser Achse so ein Teil angehört ? Da leidet dein Scheitel plötzlich nicht mehr.

    Waveguide ein "Krüppelhorn"?! Na hörn'se mal!
    Die Horntheorie muss man dir jetzt aber nicht noch erklären ?

    Nur weil man mal was von Bündelung aufgeschnappt hat, und sich gegenseitig der Fachmannschaft bestätigt durch die saloppe Verwendung von In-Vokabular, kann man noch keine "Theorie".

    Peter, nimm's bitte nicht persönlich, aber diese "Bündelungsding" nervt langsam. Überall und zu jedem Anlass wird das "diskutiert" - furchtbar.
    Und mich nervt gewaltig, daß du hier eine grundlegende Treibereigenschaft nicht wahr haben willst und stattdessen polemisierst.

    Gruß
    Peter Krips

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  • krabat
    Ein Gast antwortete
    Dein "Energiefrequenzgang" taugt nicht - er ist nicht definiert!
    Zitat von fabi
    ISO 3745:2012
    Acoustics -- Determination of sound power levels and sound energy levels of noise sources using sound pressure -- Precision methods for anechoic rooms and hemi-anechoic rooms
    Gemeint war, und geschrieben steht, dass die recht eigensinnige und verwirrende Verwendung des Begriffs durch PeterK nicht (von ihm) definiert ist.

    Die Sache ist Hobby, das ist nicht zu leugnen. Wäre es nicht dennoch heilsam, Fachbegriffe korrekt zu nutzen? Das Palaver um "Bündelung" nimmt schon zwanghafte Züge an, ohne - wie gesehen, mit der Realität konform zu gehen. Das meint beileibe nicht PeterK im speziellen - t'schuldige Peter, nix für ungut! Diese Art Debatten ist typisch für bei den Beteiligten nur beiläufig als Nebensache interessierende Themen, siehe Modellflieger, Sportangler, Jollensegler ... wenn man eine Angelegenheit ganz ohne Ernst angeht, dann im immer bestehenden Zweifel eher tiefstapeln! Ganz schlimm ist's, wenn das Hobby zur bier-ernsten Angelegenheit wird ...

    Meine Messgröße: ICD-10; L70, das hat man nun davon!
    Zuletzt geändert von Gast; 20.04.2013, 09:40.

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  • LIFU
    antwortet
    Hoi Markus

    Zitat von Markus
    @ Gustl: gleiche Frage!

    Wenn es doch so ein dominant wichtiger Faktor ist, muss doch die entsprechende Frequenz auch eindeutig identifizierbar und damit aus den Diagrammen die Membrangröße des Treibers eindeutig bestimmbar sein.
    Wie macht Ihr das? Und warum soll dieser isolierte Parameter so wichtig sein?
    Nein, es ist kein dominanter Faktor.


    Ich habe etwas höher geschrieben:
    Zitat von LIFU
    Die ka=1 Vorgabe ist wohl als Richtschnur zu sehen.
    Effektive Winkelmessungen der jeweiligen Treiber geben genauer Auskunft.

    Die Uebergänge sind auch etwas fliessend.
    Trotzdem ist das ein verlässlicher Baustein um keinen Müll zu bauen.
    Einen dominanten Faktor gibt es bei Lautsprechern nie.
    Es ist immer die Summe aus allem.


    Zurück zu Deiner 1" Kalotte.

    Wenn wir uns Deinen Versuchaufbau wieder auf die originalgrosse Normwand ändern, wird deutlich, dass man mit der Schallwandgestalltung das Bündelungsmass nur bis zu einem Bereich beeinflussen kann.




    Darüber hast Du mit der Schallwand keinen Einfluss mehr.

    Diesen Treiber würde ich, wenn es kein Hochtöner währe, so bei 6 KHz trennen.


    Zitat von Markus
    ... die Membrangröße des Treibers eindeutig bestimmbar sein.
    Wie macht Ihr das?
    Erst geschätzt und jetzt Deinen Versuchaufbau nachsimuliert. Eindeutig eine 1" Kalotte.


    Freundliche Grüsse

    Gustav
    Angehängte Dateien

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  • fabi
    antwortet
    Dein "Energiefrequenzgang" taugt nicht - er ist nicht definiert!
    ISO 3745:2012
    Acoustics -- Determination of sound power levels and sound energy levels of noise sources using sound pressure -- Precision methods for anechoic rooms and hemi-anechoic rooms

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  • Chaomaniac
    antwortet
    Zitat von Peter K
    Hallo,


    ich nicht, weil es keine Annahme ist, sondern sich aus den nackten Treibereigenschaften ergibt. Und die ändern sich nicht grundlegend auf einer planen Schallwand.
    Bitte zeig mir Messungen von ein und demselben Treiber in unterschiedlichen Schallwänden!
    Zitat von Peter K
    ...
    Ja, die Geschichte, den Bafflestep und seine Überhöhung auf über K=1 zu legen. Funzt aber leider nur auf Achse, wenn du das ganze 360 Grad betrachtest ist der Effekt aber weg. Da bleibt leider nur genau das übrig, was der Treiber alleine liefert.
    Funktioniert nicht nur auf Achse, sondern bei geschickter Auswahl der Gehäusemaße im Verhältnis zur Membrangröße in einem sehr viel größeren Bereich, im Idealfall fast über die gesamte vordere Hemisphäre.
    Hintenrum ist die Grenzfrequenz dominant von der Schallwandbreite abhängig, ab welcher Frequenz ein Großteil des Pegels abgeschattet wird. Eben durch den stark verminderten Pegel ist der Frequenzgang der hinteren Hemisphäre nicht mehr ganz so wichtig, da der rückwärtig abgegebene Schall erst nach einer Reflexion mit zusätzlichem Pegelverlust wieder nach vorne kommt. An den Spiegelpunkten sollte sowieso absorbiert werden, was den Einfluss des rückwärtigen Frequenzverlaufs weiter mindert.
    Zitat von Peter K
    Auch abseits des Optimierers reden doch alle nur und entwickeln Weichen auch so, auf optimale Phasenlage und -6 dB Schnittpunkt. oder hast du da andere, davon abweichende Beispiele zu liefern ?
    Hab mal für die Concorde eine 90°-Weiche entwickelt. Interessierte (fast) keinen. Aber, ist das wichtig für Dich?
    Zitat von Peter K
    Zunächst gelten die Aussagen für plane Schallwände, wie allgemein üblich. Ein WG ist ein Krüppelhorn, was aber dennoch in bestimmten Frequenzbereichen den Wirkungsgrad steigert und somit das Energieverhalten ändert und somit auch die Eigenschaften gegenüber einem freistrahlenden Treiber auf einer ebenen Schallwand. Was ist daran nicht zu verstehen ?
    Was ist daran nicht zu verstehen, dass jede Schallwand eine Schallführung/WG mit ebensolchen Eigenschaften ist? Und warum sollte dann ein "Krüppeltrichter" das Energieverhalten ändern, wenn es eine Schallwand nicht tut? Du widersprichst Dir doch selber mit dieser Aussage?!
    Zitat von Peter K
    ...
    Klar kann man das getrennt betrachten, interessant ist nur, daß auch bei solche Schlabbermembranen interessanterweise in den meisten Fällen die Bündelung da einsetzt, wo es die Theorie voraussagt.
    Puh, man kann nicht nur, man muss diese Vorgänge getrennt betrachten!
    Und warum sollte die Bündelung nicht da einsetzen, wo es die Theorie vorhersagt? Wie gesagt, das "Schlabbern" und die Bündelung sind 2 getrennte Dinge!
    Sooo schwer?
    Zitat von Peter K
    ...Ich mache solche Weichen auch nicht mehr, weil sehr schwer abzustimmen und die asymetrische Abstrahlung schon stören kann
    ...
    Ach was...
    Zitat von Peter K
    ...Die Pegelnormierung auf die 0 Grad-Achse ist nicht sehr hilfreich,
    Deshalb sind ja auch noch die beiden anderen Screenshots mit dabei, die einen Treiber, der in unendlicher Schallwand einen ebenen Frequenzgang aufweist, in eben derselben Schallwand zeigen
    Zitat von Peter K
    ich tippe auf eine 19er Kalotte oder eine 25er mit Diffusorfolie.
    Was mich aber mehr interessiert als Dein Tip, wie kommst Du darauf und wo liegt Deiner Meinung nach die Bündelungsfrequenz/maximale Einsatzfrequenz nach Deiner bevorzugten Herangehensweise?

    @ Gustl: gleiche Frage!

    Wenn es doch so ein dominant wichtiger Faktor ist, muss doch die entsprechende Frequenz auch eindeutig identifizierbar und damit aus den Diagrammen die Membrangröße des Treibers eindeutig bestimmbar sein.
    Wie macht Ihr das? Und warum soll dieser isolierte Parameter so wichtig sein?

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  • Rudolf
    antwortet
    Zitat von Peter K
    ... ich habe auch für diverse Fremdprojekte schon ähnlich große Treiber 360 Grad gemessen und dann die Durchschnittsbildung gemacht. Deswegen weiß ich, daß der Verlauf unabhängig von der Schallwanddimension ist und immer die Bündelung da einsetzt, wie von der Theorie her zu erwarten ist.
    An dem Punkt gibt es für mich nichts mehr zu diskutieren, meine Messergebnisse und die Auswertung derselben sind da eindeutig.
    Peter,
    wir hatten über Deine Durchschnittsbildung schon mal diskutiert. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, in welchem Thread das war. Deshalb noch mal meine Frage: Ist das eine arithmetische, geometrische oder wie auch immer einfache Durchschnittsbildung der Messkurven, oder wird jede Messkurve winkelgerecht gewichtet?
    Im ersteren Fall wäre es kein Wunder, dass der (Durchschnitts)Verlauf weitgehend unabhängig von der Schallwand ist - er wäre dann aber auch immer falsch.

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  • krabat
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Peter K
    Hallo,
    ...
    Nein, meine bisherigen Messungen ... Durchschnittspegels ... Energieverhalten ... auf über K=1 zu legen. Funzt aber ... reden doch alle nur und entwickeln Weichen ... optimale Phasenlage und -6 dB Schnittpunkt ... WG ist ein Krüppelhorn ... Wirkungsgrad steigert ... Energieverhalten ... inwieweit das dem WG gelingt, wenn die darin sitzende Kalotte schon bündelt wie ein Laserschwert ... auch bei solche Schlabbermembranen ... Bündelung ... Theorie ...

    ... Durchschnittspegel, sieht man es eigentlich eindeutig.
    ... immer die Bündelung da einsetzt, wie von der Theorie her zu erwarten ist. ... nichts mehr zu diskutieren ...
    Ich mache daher auch meist Linkwitz, allerdings 6. Ordnung akustisch....
    ... Pegelnormierung
    Wenn Du Lautsprecher in der Schule gehabt hättest, würdest Du jetzt einfach die Raumintegrale über dei Bessel-Funktion rechnen (a) für den Treiber und (b) eine boundary-layer Numerik für die Schallwand laufen lassen. Wegen der laserschwertigen Kalotte würdest Du die partielle Differentialgleichung mit Randbedingungen nicht lösen, sondern wegen der enormen Schwierigkeit wie in (b) vorgehen. Trotzdem würdest Du verstehen, dass ein Wellenfeld vorliegt, dessen Eigenschaften erst NACH der - hier tatsächlich substanziell theoretischen Betrachtung besprochen werden können. Dieser ewige K(r)ampf mit Faustregeln, sogenannt "vereinfachten" Erklärungen und selbstgebastelten Messungen.

    Dein "Energiefrequenzgang" taugt nicht - er ist nicht definiert! Guck mal, für "Energie" wird die Amplitude quadriert, iss' so. Wenn ich bündle, bekomme ich überproportionale Energie. Was sagst'?

    Kennst Du den Unterschied zwischen einem GF-schlagmichtot-Bass und einer BG2000-Breitbandquetsche? Beide sind voll am rumbündeln, aber die "Schlabbermembran" im Breitbänder zieht Dir mit ihrer Hochtonenergie den Scheitel nach. Woher nimmt der die? Waveguide ein "Krüppelhorn"?! Na hörn'se mal!

    Nur weil man mal was von Bündelung aufgeschnappt hat, und sich gegenseitig der Fachmannschaft bestätigt durch die saloppe Verwendung von In-Vokabular, kann man noch keine "Theorie".

    Peter, nimm's bitte nicht persönlich, aber diese "Bündelungsding" nervt langsam. Überall und zu jedem Anlass wird das "diskutiert" - furchtbar.
    Zuletzt geändert von Gast; 19.04.2013, 23:38.

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,

    Zitat von Chaomaniac
    Diese Annahme halte ich für falsch.
    ich nicht, weil es keine Annahme ist, sondern sich aus den nackten Treibereigenschaften ergibt. Und die ändern sich nicht grundlegend auf einer planen Schallwand.

    Das Energieverhalten eines Treibers kann nur in neutraler Umgebung ermittelt werden und eine solche ist nur durch den Einbau in eine unendliche Schallwand gegeben. Sobald eine Schallwand mit endlichen Abmessungen im Spiel ist, entstehen an deren Grenzen Impedanzsprünge, die das Gesamtenergieverhalten beeinflussen.
    Nein, meine bisherigen Messungen (360 Grad) und Ermittlungen des Durchschnittspegels haben IMMER das von den Treiberabmessungen zu erwartende Energieverhalten gezeigt, unabhängig von den Schallwandmaßen.

    Legt man durch geplante Schallwandgestaltung die betreffenen Frequenzen geschickt, kann man eben mit der Membrangrößenbedingten Bündelung (also zum Teil betrieben weit über dem ka=1-Punkt) ein gutes Kompensationsgeschäft machen, das in der Summe ein gleichmäßigeres Abstrahlverhalten erzeugen kann, als das sture Einhalten der ka=1-Regel.
    Ja, die Geschichte, den Bafflestep und seine Überhöhung auf über K=1 zu legen. Funzt aber leider nur auf Achse, wenn du das ganze 360 Grad betrachtest ist der Effekt aber weg. Da bleibt leider nur genau das übrig, was der Treiber alleine liefert.



    Wenn Du das Modul „Optimierer” mit dem Gesamtprogramm Boxsim gleichsetzt…
    Auch abseits des Optimierers reden doch alle nur und entwickeln Weichen auch so, auf optimale Phasenlage und -6 dB Schnittpunkt. oder hast du da andere, davon abweichende Beispiele zu liefern ?


    Ist Deine Aussage also nicht richtig, wenn man nicht über „normale Schallwände” spricht?
    Das entbehrt irgendwie einer nachvollziehbaren Logik, denn:
    Jegliche Fläche, wie auch immer diese geartet ist, die an eine Schallwandlermembran anschließt, ist eine Schallführung…
    Zunächst gelten die Aussagen für plane Schallwände, wie allgemein üblich. Ein WG ist ein Krüppelhorn, was aber dennoch in bestimmten Frequenzbereichen den Wirkungsgrad steigert und somit das Energieverhalten ändert und somit auch die Eigenschaften gegenüber einem freistrahlenden Treiber auf einer ebenen Schallwand. Was ist daran nicht zu verstehen ?

    Die Aufgabe bei der Entwicklung eines bündelnden CD-Trichters ist doch, genau an dieses Verhalten „weit oben” anzuschließen??
    Die Frage ist, inwieweit das dem WG gelingt, wenn die darin sitzende Kalotte schon bündelt wie ein Laserschwert. Und im unteren Bereich eine gleich schmale Abstrahlkeule bekommen normale WG's wohl kaum hin.

    Das Klippelvideo zeigt das Verhalten der Membran an sich bei unterschiedlichen Frequenzen. Dieses ist bedingt durch konstruktive Eigenheiten (Material, Formgebung, …) und hat erst mal nichts mit der Luftschallgeschwindigkeitsbedingten Bündelungsfrequenz zu tun. Es handelt sich also um zwei getrennte Vorgänge, die miteinander ein ganzes ergeben, aber trotzdem getrennt betrachtet werden müssen.
    Klar kann man das getrennt betrachten, interessant ist nur, daß auch bei solche Schlabbermembranen interessanterweise in den meisten Fällen die Bündelung da einsetzt, wo es die Theorie voraussagt.

    Wollen schon, aber können nicht.
    Dann kann ich dir auch nicht helfen, im 2. Diagramm, dem Durchschnittspegel, sieht man es eigentlich eindeutig.

    Ich sehe jede Menge Einflüsse der verwendeten Schallwand (besonders in den Winkeln über 90°), deshalb auch meine vorherige Nachfrage, ob Du den selben Treiber auch mal in einer anderen Schallwand so vermessen willst.
    Das was Du da gemessen hast, ist das Verhalten der Kombination aus Treiber und Schallführung und m. M. n. nicht die Eigenschaften des isoliert betrachteten Treibers.
    ich habe auch für diverse Fremdprojekte schon ähnlich große Treiber 360 Grad gemessen und dann die Durchschnittsbildung gemacht. Deswegen weiß ich, daß der Verlauf unabhängig von der Schallwanddimension ist und immer die Bündelung da einsetzt, wie von der Theorie her zu erwarten ist.
    An dem Punkt gibt es für mich nichts mehr zu diskutieren, meine Messergebnisse und die Auswertung derselben sind da eindeutig.

    Ist das nich ein klassischer Fall von „den Teufel mit dem Belzebub austreiben”?
    Ich mache solche Weichen auch nicht mehr, weil sehr schwer abzustimmen und die asymetrische Abstrahlung schon stören kann
    Ich mache daher auch meist Linkwitz, allerdings 6. Ordnung akustisch....

    So, jetzt eine kleine Aufgabe. Kann jemand anhand folgender Simu die Frequenz bestimmen, an der ka gleich 1 ist (bzw. sagen, wie groß der simulierte Treiberdurchmesser ist) und mir dies erklären?
    Die verwendete Schallwand ist eine kleine Normwand um den Faktor 10 verkleinert (also 13,5 ×16,5 cm mit entsprechend angepasster Treibeposition).
    Einmal mit axial linearisiertem Frequenzgang:
    [ATTACH]18042[/ATTACH][ATTACH]18043[/ATTACH]
    Und nochmal das gleiche mit linearem Treiberfrequenzgang in unendlicher Schallwand:
    [ATTACH]18044[/ATTACH][ATTACH]18045[/ATTACH]
    Die Pegelnormierung auf die 0 Grad-Achse ist nicht sehr hilfreich, ich tippe auf eine 19er Kalotte oder eine 25er mit Diffusorfolie.

    Gruß
    Peter Krips

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  • LIFU
    antwortet
    Hoi Markus

    Zitat von Chaomaniac
    So, jetzt eine kleine Aufgabe.
    Es dürfte sich um eine 1" Kalotte handeln.

    Freundliche Grüsse

    Gustav

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,
    danke rechtsklick + neuer Tab funzt....

    Gruß
    Peter Krips

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