Original geschrieben von UweG Die sehr hohe Bündelung der VISATON-D'Appos bei und kurz unter der Trennfrequenz liegt daran, dass sie auf 0° Phasendifferenz abgestimmt werden. Würde man auf 90° Phasendifferenz abstimmen, was man bei einem D'Appo ohne weiteres tun kann, wäre bei diesen Frequenzen mehr Energie im Raum.
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Das werde ich mal probieren bei der Concorde, es reicht, zwei Kondensatoren zu tauschen um bei gleichem Frequenzgang von 20 Grad Abweichung auf 90 zu kommen. Mal sehen, ob es anders/besser klingt.
Im Polardiagramm sieht es von 2000-4000 viel gleichmäßiger aus. Energiefrequenzgang ist gleich.
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Original geschrieben von walwal:
Wenn D'Appo generell schlecht wäre, würden diese Konstruktionen nicht überzeugen. Und das kann man wirklich nicht behaupten.
Generell - ja - krankt es eben an der vertikal zu ausgedehnten schallabstrahlenden Fläche der Mitteltöner, bezogen auf eine obere Übernahmefrequenz zum Hochtöner (mit der Folge von Nebenmaxima und Interferenzen).
Wenn aber dieses für die Horizontale optimierte, quasi koaxiale Prinzip entsprechend umgesetzt wird... warum nicht (es läuft wohl nach wie vor hauptsächlich auf die Suche nach einem Hochtönerspezialisten hinaus, mit real schwer zu erfüllenden Eigenschaften).
Im Grunde ist das ja alles bereits bis zum Abwinken untersucht worden --> Suchmaschine.
Noch was, wenn D´Appo. doch besser ist, dann wär ein Verlgeich von Couplet+Sub mit Sonja interessant. Da der Bass bei der Couplet der "Schwachpunkt" ist, wobei der Bass trotz der Dimensionen der Couplet recht überzeugend ist.
Die Atlantis hatte ich vor Jahren nur bei Visaton gegen Vox und Concorde gehört, da hatte sie mir nicht gefallen, muss aber nichts heißen, kann am Raum liegen und es gab wohl mal eine falsche Weiche.
Also kann ich nichts zur Atlantis sagen.
Die Couplet hatte ich ja auch verglichen, der Schwachpunkt war nicht der Bass, der reichte völlig, sondern die Mitten. Wie schon geschrieben, in der Wohnung der Tochter war die Couplet eine Enttäuschung.
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Vor einiger Zeit hatte ich mich intensiv in das Thema D'Appo eingelesen. Es gab zu der Zeit im Forum schon mal wilde Diskussionen. Es ging mir jetzt nicht um Theorie, sondern um den praktischen Vergleich.
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Original geschrieben von walwal Das werde ich mal probieren bei der Concorde, es reicht, zwei Kondensatoren zu tauschen um bei gleichem Frequenzgang von 20 Grad Abweichung auf 90 zu kommen. Mal sehen, ob es anders/besser klingt.
Energiefrequenzgang ist gleich.
Gestern habe ich es probiert und siehe da, Uwe hat Recht!
Habe zuerst eine Weiche geändert und das Abstrahlverhalten durch Hören kontrolliert, die Änderung ist deutlich, die Nullphase ist horizontal scharf gerichtet und klingt auch "scharf", "hart".
Die 90 Grad-Version strahlt hörbar breiter nach oben (und unten) ab und klingt weicher, angenehmer.
Im Polardiagramm sieht es von 2000-4000 viel gleichmäßiger aus.
Hier bei 2700 Hz, da ist die Differenz am größten:
90 Grad
Phasengleich
Bitte die Wertungen nicht zu wörtlich nehmen, die Concorde klingt sehr gut. Es sind geringe Unterschiede.
Also habe ich beide Weichen umgebaut und gehört: Das gefällt mir gut so. Die Ortung ist genauso gut, nicht mehr so hart und es klingt sehr räumlich. Ich werde noch mal längere Zeit hören und vergleichen.
Man merkt den Effekt auch, wenn man im rechten Winkel zu den Boxen sitzt (da ist die Eßecke), es klingt deutlicher.
Man müsste es zwar untersuchen, aber es könnte durchaus sein, dass da eine Konstantspannungsfunktion (0°, 180° rel.) zur Konstantleistungsfunktion (90° rel.) mutierte. Beides hat Vor- und Nachteile, wobei eine Konstantleistungsfunktion 3. Ordnung im Mitteltonbereich in der Regel klanglich besser bewertet wird, als z.B. Linkwitz 2. und 4. Ordnung. Schrieb ein bekannter Götz von der Szene vor nun gut 20 Jahren.
Mir war auch so, seither ist eine deckungsgleiche Phasenlage bei fx kein erstrebenswerter Maßstab. Es kommt wohl doch nicht so sehr darauf an, welche Fehler messtechnisch ungünstig aussehen, sondern welche Fehler gehörmäßig toleriert werden können, um andere positive Eigenschaften dem Gehör zuliebe zu betonen. Vielleicht hat sich das bei Deinen Experimenten so ergeben.
Am langen Wochenende werde ich beide Versionen durch Umschalten am Hörplatz vergleichen. Lange Kabel, 2 Schalter auf 2 Kondensatoren. Nur so kann man sicher bewerten.
Bisher gefällt mir die 90 Grad-Version gut, es ist mehr Stereo, breiter.
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Da sind aber ganz sicher nicht 90° zwischen den Kanälen, oder?
Das gibt es nämlich auch, klingt dann auch breiter. Unser Fernseher betrachtet das als Feature, dafür kann man es aber auch abstellen. Wenn man damit Need for Speed zockt, hört man seinen eigenen Motor kaum noch und verschaltet sich ständig.
Jedenfalls klang das hier die letzten Beiträge irgendwie so, als wären es diese 90° (was ich mir aber eigentlich nicht vorstellen kann).
Original geschrieben von UweG Die sehr hohe Bündelung der VISATON-D'Appos bei und kurz unter der Trennfrequenz liegt daran, dass sie auf 0° Phasendifferenz abgestimmt werden. Würde man auf 90° Phasendifferenz abstimmen, was man bei einem D'Appo ohne weiteres tun kann, wäre bei diesen Frequenzen mehr Energie im Raum.
Ich glaube inzwischen, dass der subjektiv gehörte Unterschied zwischen D'Appo und konventioneller Anordnung nicht nur an dem anderenVerlauf des Bündelungsmaßes liegt sondern auch an der anderen räumlichen Verteilung der Energie im Raum.
Kommt dann der HT früher? Oder ist egal in welche Richtung die 90° gehen?
Interressanter Test. Der breitere Eindruck bei Stereo könnte durch Reflexionen verursacht werden. Diese Reflexionen sind jetzt im F-Gang ausgewogener und lassen sich vom Direktschall nicht mehr getrennt wahrnehmen.
Nur um das mal 120%ig klarzustellen. Mein Posting bezog sich auf die Phasendifferenz zwischen MT und HT, nicht etwa zwischen rechter Box und linker Box. Die hatte ich schon phasengleich unterstellt.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
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