ZU der idealen Absorption:
"a" ist richtig
"b" nicht ganz, das Problem ist nicht (nur) die TT-Membran, sondern die stehenden Wellen, die durch den Reflexkanal austreten. Die stören, weil bestimmte Frequenzen betont werden.
Das Sonogramm lässt einen harten Klang erwarten, da 3-4 kHz betont sind. Ähnlich der Bijou, die hatte ich mal, da hatte die Einmessautomatik heftig korrigiert. Aber ist Geschmacksache. Kannst ja später den Bereich leiser stellen.
ich würde versuchen, die Überhöhung zwischen 2000 und 3000 Hz unter Winkel nach oben zu reduzieren, ohne dass der Energiefrequenzgang eine Senke bekommt. Das kann man mit dem Equalizer nachträglich nicht machen.
Um zu bewerten, ob das notwendig ist, stell das Klangorakel auf fixen Pegel ein. Kann sein, dass es gar nicht so viel ist, wie es jetzt aussieht.
Ich habe versucht, die letzten Posts von blindrabbit und walwal nachzuvollziehen und was draus zu machen. Ergebnis ist nun V9.0.3, die im Vergleich zu V9.0.2 nur im HT-Zweig den Kondensator und den zweiten Widerstand in den Werten erhöht. Hier zur besseren Nachvollziehbarkeit mit additiven Bauteilen gezeichnet:
Dadurch wird der Energiefrequenzgang im Vgl. zur vorherigen V9.0.2 im Bereich 2-6 kHz gleichmäßiger. Leider(?) sackt der Energiefrequenzgang oberhalb von 6 Khz dann aber auch ab (dazu später mehr).
Nun zu den Klangorakeln (Achtung: andere Einstellungen als zuvor), zuerst V9.0.2, dann die neue V9.0.3, die mir im Verlauf der lila Linie (analog zum Klangorakel Post) eine Nuance gleichmäßiger erscheint.
Würdet ihr V9.0.3 tatsächlich als besser werten?
Das oben angesprochene Absacken des Energiefrequenzgangs ab 6 Khz könnte man in etwa rückgängig machen, indem man einen zus. 1,5 µF Kondensator parallel zu dem zweiten HT-Widerstand schaltet. Wäre das sinnvoll?
Hallo Ragi,
das sieht doch gut aus. Ich würde in diesem Vergleich auch die 2te variante vorziehen. Kommt aber auch drauf an, wie die vertikale Abstrahlung aussieht. Wenn die Überhöhung noch da ist, würde eine Korrektur per EQ - falls die nach Gehör notwendig ist - den EFG verschlechtern.
Die Option, den Hochton durch Kondensator parallel zum Widerstand anzuheben finde ich sinnvoll. Würde da aber zuerst die Ohren befragen und schauen ob der Equalizer das erledigen kann.
VG
Es ist meine Meinung, die ohne Angaben von Gründen geändert werden kann. Fehler oder Irrtümer vorbehalten! Für die Richtigkeit der Angaben kann keine Gewähr übernommen werden
Also mir wäre bei V9.0.3 der Bereich zwischen 1kHz und etwa 2,5kHz zu vorlaut. Gerade in dem Bereich ist das Ohr sehr empfindlich. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden...
Würde ich auch sagen, jedenfalls im Direktschall und besonders wenn sich die Box unter Orhöhe befindet. da müsste der Bereich 1-2 dB leiser.
Im Energiefrequenzgang nicht.
Jetzt kann man vielleicht darüber streiten, wie sehr das tatsächlich auffällt...
edit: Oops, Verwirrung. Ich meine Ragi's Vorschlag, donhighend den von Markus.
edit2: ragi in dem vertikalen Plot hast Du die Referenzebene 1dB höher gelegt. Das nennt man schummeln.
So kann man aber auch erkennen, dass unter Winkel nach oben der FG nicht mehr so gleichmäßig ist.
Zuletzt geändert von blindrabbit; 29.07.2024, 23:47.
blindrabbit Mit dem vertikalen Plot hatte ich das bewusst gemacht. Aber nicht um zu schummeln , sondern der Anweisung "Pegel so einstellen, dass die schwarze Fläche minimal ist" aus dem Klangorakel thread folgend...
Ich hatte donhighend so verstanden, dass er meinen V9.0.3 meinte und nicht den "V9.0.3 SW" Vorschlag von Markus213. Daraufhin habe ich gestern spät nochmal die Frequenzgang-Feile angesetzt, aber nur feine Körnung, und eine V9.0.4 gemacht --> Absenkung um ca 0,5 dB im Bereich 1,5-2,5 kHz. Mehr wollte ich nicht absenken, um nicht wieder eine tiefere Abwärts-Delle im Energie-F-Gang zu bekommen. Alles beeinflusst sich gegenseitig...
Hier der Vergleich zu meiner V9.0.3 (gestrichelt).
12 µF --> 10 µF in TT-Zweig
3,9 µF --> 3,63 µF im HT-Zweig (man könnte auch auf 3,3 µF runter gehen... die 0,33 µF parallel sind vielleicht etwas akademisch)
Für diese V9.0.4 habe ich jetzt die fehlenden Bauteile bestellt. Am WE soll's ans Löten gehen, Sohnemann wird ungeduldig...
So, am Sonntag Nachmittag war fertig gelötet und alles zusammen gebaut. Es folgte Aufstellen der Boxen im Wohnzimmer (ca. 3,90 x 7,60 m) und Probe hören. Das Ergebnis war für mich verblüffend, weil von vornherein einfach stimmig! Auch meine Frau und natürlich der Sohn waren direkt überzeugt.
Gebaut habe ich jetzt die Weiche mit zusätzlichem 33 Ohm + 100 nF Kondensator im TT-Zweig. Einfach, weil ich die kleinen Teile ohnehin noch in meiner vor Jahren entstandenen Teilesammlung hatte, sie problemlos unter zu bringen waren, und der Gedanke "vom TT mit wenig Aufwand noch mehr fernhalten was er ohnehin nicht wiedergeben soll kann nicht schaden" da war.
Die Boxen haben für ihre Größe meiner Meinung nach respektablen Tiefgang. Natürlich nicht so ein tiefes Fundament wie die hausinterne Referenz Canton Ergo 690 DC (kann ja auch gar nicht), aber verstecken müssen sie sich nicht.
Die restliche Tonalität finde ich auch sehr gut. Eine Spur weniger Höhen als die Ergos, aber ich habe mich nicht veranlasst gefühlt das zu ändern. Man könnte das auch als "die Ergos spielen vielleicht minimal zu hoch" auslegen - je nach Präferenzen.
Ich habe Sonntag bis spät einfach durch alles mögliche gehört (auch einige hochwertig aufgenommene Stücke) und bin rundum zufrieden. Mein Sohn auch, und so musste ich sie gestern doch tatsächlich hergeben, und wir haben sie in seinem Zimmer aufgestellt.
Leute, was hier die Visaton Chassis, Boxsim und dieses Forum alles zusammen genommen zustande gebracht haben, das finde ich außergewöhnlich gut! Vielen Dank für Eure Tipps und Unterstützung!
Es stellt sich ein bisschen Wehmut ein, wie bei anderen schaffenden Hobbys auch: Jetzt ist es fertig, und was nun?
Ich poste noch ein paar Bilder von dem Einbau der Weiche und insbesondere der Gestaltung der Dämmung.
[Edit 26.09.2024: Mir fällt beim durchschauen meines Thread an dieser Stelle gerade auf, dass der vorherige Post, auf den das hier die Antwort ist, gar nicht mehr da ist. Da hatte ein User die 33 Ohm + 100 nF Reihenschaltung parallel zur TT 1,5 mH Spule in ihrer Sinnhaftigkeit in Zweifel gestellt (in etwa "was bringt das?" wurde gefragt). Zwecks Nachvollziehbarkeit bzw. Verständlichkeit ergänze ich das hier.]
Was es laut Boxsim Simulation bewirkt sieht man hier (Achtung: Vertikale bewusst auf 0..90 dB gestellt). Das Gezackel oberhalb 5 kHz beim TT wird nach unten gezogen.
Was es nun bringt?
Ja ja, auf den eigentlichen Frequenzgang hat es kaum Einfluss. Es senkt eben nur den Pegel für den TT in Frequenzbereichen wo er ohnehin nichts abstrahlen soll, aber auch schon ordentlich abgesenkt ist. Potentiell bringt es also nur innere Beruhigung für mich.
Hier nun noch die Bilder von der Schlussphase des Baus und wie die Dämmung eingebaut ist. Die Lücken zwischen der wellenförmig eingelegten Sonofil Matte gibt es natürlich nicht wirklich. Für diese wellenförmige Einlage hat sich der Versteifungsriegel zufällig als sehr praktisch und an der genau richtigen Position erwiesen.
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