die Exkursion in den Bereich der Schwinungstechnik neigt sich scheinbar dem Ende zu.
Ausgehend von den vorherigen Messungen, wollte ich die dämpfende Magnetstütze testen. Zuvor habe ich mit Fraggles Ersatzschaltbild zum Masse-Feder-Schwinger ein wenig experimentiert (siehe Abbildung unten). Die Werte für die Federn sind so eingestellt, dass sie in etwa den Beobachtungen der Resonanzfrequenzen von Korb sowie Tieftöner mit Exoskelett entsprechen. Weiter ist parallel zum Korb eine Magnetstütze mit Dämpfer modelliert. Von der Idee her der schon bekannte FraWal-Steg. Das dämpfende Element, welches in Serie zur Stütze liegt, wird mit verschiedene Dämfungsfaktoren simuliert.
Aus dem Simulationsergebnis für die Bewegung des Magneten geht hervor, dass bei geringer Dämpfung (blau) sich eine Resonanz mit hoher güte zu hohen Frequenzen ergibt. Wird die Dämpfung erhöht, verringert sich die Güte der Resonanz und die (dominante) Resonanzfrequenz wandert hin zu niedrigeren Frequenzen. Ist die Dämpfung zu hoch, erscheint wieder eine Resonanz mit hoher güte, jedoch zu einer niedrigeren Frequenz (gelb). Im mittleren Bereich lässt sich eine gute Dämpfung der beiden Resonanzen einstellen (Fraggle hatte dies schon zuvor bemerkt). Wie auch schon von Fraggle angemerkt, liegt die Herausforderung in der Auswahl des dämpfenden Materials. Zudem muss aber auch die Magnetstütze steifer sein, als das federnde Element im Korb. Da aber das Exoskelett dies schon gezeigt hat, sollte ein ähnliches Ergebnis wie in der Simulation erzielbar sein.
Für weitere Experimente, habe ich eine Magnetstütze, ähnlich dem Exoskelett, aufgebaut. Jedoch mit der Möglichkeit, verschiedene dämpfende Materialen zwischen Magnet und Stütze zu klemmen. Im ersten Durchgang habe ich (walwal im Ohr) eine dicke schicht Butyl verwendet. Diese wird beim Pressen auf ca. 1cm zusammen gedrückt.
Die nachfolgende Abbildung zeigt den Aufbau mit und ohne Magnet-Dämpfer sowie die Messergebnisse.
Aus den Messergebnissen ist zu entnehmen, dass die Resonanz in Amplitude und Ausschwingveralten gut gedämpft werden kann. Zudem werden die Klirrprodukte um die Resonanzfrequenz gut unterdrückt. Insbesondere sind die hohen Anteile, dargestellt in 6+ (grün), deutlich geringer.
Im Vergleich des Amplitudenverlaufs zwischen Simulation und der Messung könnte man annehmen, dass das Butyl noch eine zu geringe Dämpfung hat. Ein Material mit höheren dämpfenden Eigenschaften könnte den Aufbau noch optimieren. Jedoch ist diese Konstruktion in meinen Augen jetzt schon ein großer Fortschritt.
Grüße
Sven
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