Aktiv vs. Passvilautsprecher

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  • LANDO
    antwortet
    Zitat von tabw
    Ich wundere mich auch schon lange, warum das nicht für das traute Heim geht.
    Hier muss man immer deutlich mehr ausgeben und hat dann 7 Geräte rumstehen.
    Warum kann ein Heimkinoverstärker mit seinen 10 Endstufen nicht noch eine Frequenzweiche für den Aktivbetrieb mit an Bord haben? Kann doch soviel nicht kosten. Wenn so ein Verstäker z.B. den Funktionsumfang eines Mini DSP an Bord hätte, würde er sich in der Selbstbaugemeinschaft sicher gut verkaufen.
    Gibt es doch in der einen oder anderen Weise mit z.B. AUDYSSEY XT32PRO für DENON und Marantz AV Receiver. Ich habe einen Denon X4000 (gibt es jetzt gebraucht für ca. 350Euro): 8 Endstufen mit acht 64 fach EQs. In Summe 512! Diese erste Serie macht nach meiner Erfahrung nach 6 Jahren im Einsatz gerade um den Tiefton an den Raum anzubinden, die Aufgabe wirklich sehr gut. Vor ca.3-4 JAhren kam dann die Denon X4300/4400/4500 Serie raus. Bei dieser kann dann mit einer App direkt in die Kurven der EQs eingegriffen werden. Leider sind viele Besitzer gar nicht in der Lage zu messen oder Messungen denn zu deuten. Folge: Verschlimmbesserungen der feinsten Art.

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  • tabw
    antwortet
    Das war mir schon klar. Wollte nur hinweisen, wie groß die Spielwiese hier ist und dass es im Car Hifi Bereich offenbar deutlich preiswerte zu realisierende Aktivsysteme gibt, als daheim.

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  • jhohm
    antwortet
    @ tabw :

    ich meinte auch eher die Nachrüstsätze incl Lautsprecher, DSP und Endstufen, weniger Einbauradios im Low-End-Bereich

    Exemplarisch so etwas : https://www.toms-car-hifi.de/car-hif...1/apsp-g7?c=13

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  • tabw
    antwortet
    Zitat von jhohm
    Das sind zwei völlig verschiedene Welten!

    Im Car-Hifi- Bereich kauft man ein typenspezifisches Set, da ist der DSP voreingestellt, die Chassis und ihre Einbauorte stehen fest und gut...
    Bei meinem JVC Radio für 90€ waren das Fahrzeugmodell und die Lautsprecher nicht voreingestellt.



    Wie sieht das eigentlich mit der Laufzeitkorrektur zwischen den einzelnen Chassis einer Box aus? Benötigt man das? Hat das Vorteile? Macht das Sinn?

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  • Fosti
    antwortet
    Zitat von jhohm
    Ich glaube, es gibt noch einen Grund :

    Von den paar Selbstbauern und Highendern mal abgesehen, sind Lautsprecher, wie andere MÖBEL auch, Dinge, die einmal gekauft werden und dann für 10 Jahre ihren Dienst tuen.
    Da lohnt es sich finanziell einfach nicht, in Aktiv-Elektronik zu investieren.
    Das ist eher ein Grund FÜR Aktivelektronik. Meine Hypexe habe ich seit mehr als 10 Jahren. Und um neue Kombinationen ausprobieren zu können, brauchte ich eben nicht noch andere Spulen-, Kondensatoren- und Widerstandswerte hinzukaufen. Es gibt 4-fach, 6-fach und auch 8-fach Kabel und Stecker, wenn man keine Steckdosen bei den Lautsprechern will. Einmal angeschafft hat es sich mit der Verkabelung. Aber hey, es ist Hobby. Wer passiv bauen will, baut passiv. Neumann und Geithain verbauen u.A. den ST TDA7294 ....kostet 6 EUR.....wer also wirklich selber bauen will......

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  • Hiege
    antwortet
    Also ich finde eine Problem bei der Aktivierung ist die Verkabelung. Wenn man Module verwendet braucht man bei jedem Lautsprecher eine Steckdose, vielleicht noch etwas für ein Remote ein/aus. Wenn man die Endstufen außerhalb der Lautsprecher hat braucht man halt mehr Endstufen. Bei Stereo ist das ja noch überschaubar, aber vor allem bei einem großes Heimkino ganz schöner Heckmeck. Und wenn es dann noch 3 Wege Lautsprecher sind wird es noch mal nerviger.

    Da hat die Lösung AV Receiver Kabel zum Lautsprecher fertig, schon einen gewissen Vorteil.

    Aber gut hier geht ja nur darum was besser oder schlechter klingt.
    Zuletzt geändert von Hiege; 13.02.2021, 09:29.

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  • jhohm
    antwortet
    Zitat von Pollton
    ...

    Und ich glaube, es gibt 3 Hauptgründe, warum es noch Passiv-Lautsprecher gibt und es in 20 Jahren immer noch überwiegeng geben wird. ---

    Gruß
    Werner
    Ich glaube, es gibt noch einen Grund :

    Von den paar Selbstbauern und Highendern mal abgesehen, sind Lautsprecher, wie andere MÖBEL auch, Dinge, die einmal gekauft werden und dann für 10 Jahre ihren Dienst tuen.
    Da lohnt es sich finanziell einfach nicht, in Aktiv-Elektronik zu investieren.

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  • Pollton
    antwortet
    Hallo,

    was besser ist, hängt immer vom einzelnen Fall ab. Ein Aktiv-Lautsprecher muss ja genau so entwickelt werden, wie ein Passiv-Lautsprecher und am Ende zählt, was dabei heraus gekommen ist. Er gibt sehr gute Passiv-Lautsprecher, aber mit Aktiv hat man viel mehr Möglichkeiten, wenn alles richtig gemacht wurde, müsste Aktiv besser sein.
    Aber die Wahrnehmung vom Klang, beeinflusst der Lautsprecher Ansicht vielleicht nur zu 50%, da kommen natürlich noch sehr viele andere Faktoren hinzu.

    Und ich glaube, es gibt 3 Hauptgründe, warum es noch Passiv-Lautsprecher gibt und es in 20 Jahren immer noch überwiegeng geben wird.
    1. Hinter den Spulen, Kondensatoren und Widerständen steht ein Industriezweig, der sehr großes Interesse daran hat, das es weiterhin Passivlautsprecher gibt
    2. Kaum einer will sich bei einer 3 Wege-Box 6 Endstufen hinstellen. Man könnte z. B. auch mehrere kleine Class D Verstärker oder ein AVR nehmen, aber man muss damit auch umgehen können und wollen. Die meisten Leute wollen die Lautsprecher hinstellen, Kabel dran und fertig.
    3. Man könnte die Aktiv-Technik auch in Lautsprecher einbauen, nur dann wird es teuer, der Massenmarkt möchte Lautsprecher von 100 bis 500€. Erzähl das mal einem, dass ein Modul schon 500€ und mehr kosten kann.

    Gruß
    Werner

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  • jhohm
    antwortet
    Zitat von tabw
    Ich wundere mich auch schon lange, warum das nicht für das traute Heim geht.
    Hier muss man immer deutlich mehr ausgeben und hat dann 7 Geräte rumstehen.
    Warum kann ein Heimkinoverstärker mit seinen 10 Endstufen nicht noch eine Frequenzweiche für den Aktivbetrieb mit an Bord haben? Kann doch soviel nicht kosten. Wenn so ein Verstäker z.B. den Funktionsumfang eines Mini DSP an Bord hätte, würde er sich in der Selbstbaugemeinschaft sicher gut verkaufen.
    Das sind zwei völlig verschiedene Welten!

    Im Car-Hifi- Bereich kauft man ein typenspezifisches Set, da ist der DSP voreingestellt, die Chassis und ihre Einbauorte stehen fest und gut.

    Im Home-Hifi- Bereich geht das nicht, erstens gibt es keine standarisierten Wohnräume, und es gibt tausende von Chassis mit (fast) unendlichen vielen Kombinationsmöglichkeiten.
    Und wie schon geschrieben, die Selbstbaugemeinde ist unbedeutender als die skurrilen Gruppen, die man auf den unteren Plätzen von Wahlzetteln findet (Naturgesetz- Partei, mein Favorit ever -> https://de.wikipedia.org/wiki/Naturgesetz_Partei )

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  • walwal
    antwortet
    Zitat von tabw
    Ich wundere mich auch schon lange, warum das nicht für das traute Heim geht.
    Hier muss man immer deutlich mehr ausgeben und hat dann 7 Geräte rumstehen.
    Warum kann ein Heimkinoverstärker mit seinen 10 Endstufen nicht noch eine Frequenzweiche für den Aktivbetrieb mit an Bord haben? Kann doch soviel nicht kosten. Wenn so ein Verstäker z.B. den Funktionsumfang eines Mini DSP an Bord hätte, würde er sich in der Selbstbaugemeinschaft sicher gut verkaufen.
    Gibt es doch, die Plate-Amps von Hypex.
    Was voraussetzt, dass der Boxenbauer damit umgehen kann, er muss die Weiche ja planen, was nicht trivial ist.

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  • BigBox
    antwortet
    @tabw:
    ...würde er sich in der Selbstbaugemeinschaft sicher gut verkaufen...

    Das ist genau das Thema: Die Selbstbaugemeinde ist verschwindend gering.
    Die großen Hersteller würden die Teile also kaum verkaufen können. Daher lohnt sich selbst der (vermeintlich geringe) Aufwand nicht.

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  • tabw
    antwortet
    Ich wundere mich auch schon lange, warum das nicht für das traute Heim geht.
    Hier muss man immer deutlich mehr ausgeben und hat dann 7 Geräte rumstehen.
    Warum kann ein Heimkinoverstärker mit seinen 10 Endstufen nicht noch eine Frequenzweiche für den Aktivbetrieb mit an Bord haben? Kann doch soviel nicht kosten. Wenn so ein Verstäker z.B. den Funktionsumfang eines Mini DSP an Bord hätte, würde er sich in der Selbstbaugemeinschaft sicher gut verkaufen.

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  • LANDO
    antwortet
    Nur mal ein Beispiel was im Car-Hifi möglich ist. 150 Euro für eine 4 Wege Class D Endstufe, mit Bluetooth Modul und DSP mit 31 Band EQ, LZK usw... Durch die DIN Stecker der jeweiligen Autos größtenteils easy to use. Das sind keine Pegelendstufen, aber überwiegend berichteten die Käufer des Systems von einer erheblichen Steigerung zum Standard Werkssystem. Da man als Fahrer definitiv nicht symmetrisch sitzt, ist natürlich und der TMT oft im Fußbereich sitzt wirkt sich der DSP schon merklich aus. Es gibt da fertig eingestellte Systeme für speziell den Autotyp . Die Werksradios usw. sind meiner Meinung erheblich besser geworden, wobei auch ein Radio mit Navi mal ganz schnell über 1000 bis 2000 Euro in der Ausstattungsliste der Autohersteller kostet und aktiv ist da nichts und eine Weiche sieht oft sehr, sehr sparsam aus.

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  • ubix
    antwortet
    Interessantes Thema.

    Ich bin ja irgendwann auf Teilaktiv gekommen, weil ich einen Subwoofer (WSP 21) mittels Passivweiche auf unserem Firmensommerfest betrieben hatte, wobei ich aber nie richtig zufrieden war, weil er zwar schon recht gut war, aber, worauf ich erst später kam, durch die "genau berechnete passive Frequenzweiche" eine Mordserhöhung bei 80Hz hatte.

    Das bollerte zwar schön, aber für richtigen Tiefbass musste ich dann immer noch am Mischpult den Bassregler aufdrehen, und irgendwie kam alles nie wirklich gut herüber.

    Lange Rede, kurzer Sinn, ich kaufte mir noch eine Endstufe, dazu eine elektronische Frequenzweiche, und war das Problem los. Für einen Satelliten dazu braucht es keine riesigen Spulen, man kann etwas selber bauen, oder etwas fertig kaufen, und auch große und teure Drosselspulen für den Tieftöner und die Entzerrungen der Resonanz und Impedanz entfallen. Kleinere und mittlere PA Anlagen lassen sich so auch zumindestens bei den Satelliten passiv betreiben.

    Für mich ist das die einfachste Lösung.

    Nachtrag: Mittlerweise hat ein PAW 25 den WSP 21 ersetzt, mit sehr gutem Ergebniss.
    Zuletzt geändert von ubix; 11.02.2021, 00:22. Grund: Nachtrag

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  • tabw
    antwortet
    Ich zäum das Pferd mal andersherum auf. Nur weil es aktivtechnik gibt bastel ich gern mit Lautsprechern rum. Ich kann "einfach" ein paar Chassis in ein Gehäuse stopfen und mit dem Mini DSP so lange hin und her machen, bis es mir gefällt. Passiv würde ich das nicht anfangen, weil ich von der ganzen Frequenzweichenbastelei keine Ahnung habe. Die Einstellungen im DSP erschließen sich mir aber sehr schnell, allein schon, weil ich live messen und hören kann, was sich ändert.

    Komme ich damit beim perfekten Lautsprecher an? Sicher nicht.
    Schaffe ich damit einen für mich gut klingenden Lautsprecher für wenig Geld zu basteln - aber sicher.

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