Selbstbau vs. Stangenware

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  • albondiga
    antwortet
    Man kann viele Größen messen, dann weiß man aber noch lange nicht, ob bzw. wie oder in welchem Umfang sich eine Größe klanglich bemerkbar macht.
    Da kann man z.B. mal an die Diskussionen über den Klirrfaktor denken.
    Wenn man aus theoretische Überlegungen heraus dann die Box auf Größen optimiert, die klanglich keine Rolle spielen, verschenkt man Potential bzw. Freiheitsgrade für die Optimierung der relevanten Größen.
    Von daher ist es unabdingbar, einen Zusammenhang herzustellen zwischen dem Gemessenen und dem Gehörten. Und ja, das ist subjektiv, solange du aber kein USB-Port am Schädel hast, muss es halt so.
    Zuletzt geändert von albondiga; 25.07.2015, 23:27.

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  • andik
    Ein Gast antwortete
    Bleibt mir letztlich nichts anderes übrig als solide Boxen zu bauen, sie zu messen, mit anderen zu vergleichen und mir die persönliche Frage zu stellen, ob ich sie gut klingend finde
    Anders gehts nicht und ist der einzige Weg. Nur weil 1000Leute schreiben "genau DIESER" Lautsprecher ist der beste, muss das noch lange nicht heisen das er auch dir gefällt.
    Viele persönlichen Einschätzungen sind nunmal sehr subjektiv
    So ist es, egal ob selbst gebaut oder nicht. Beim Selbstbau kommt halt noch des 'Habe selbst gemacht'Gefühl dazu das die ganze Sache angenehm unterstreicht, auch in gedanklich besserem Klang. Ich betrachte Selbstbau als ein Hobby, und wenn es mehr Geld kostet als ein fertiger LS, jo mei dann is halt so ne, jedes Hobby kostet Geld, pfeif drauf, ein überdickes Konto lässt sich nicht mit ins Grab nehmen ne.

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  • kmm
    antwortet
    Es ist sehr wohl erforscht, wann LS gut klingen
    eine Wahrnehmung ist eine subjektiv erfahrbare "Realität". Dem gegenüber
    stehen Realitäten die eher durch Messungen manifestiert sind, wie z.B. Geschwindigkeiten.
    Die kann zwar auch subjektiv wahrgenommen werden, unterliegt aber nicht dem
    Werteurteil von "gefällt" bis "gefällt nicht". Im Kehrschluß dazu bezweifel ich,
    daß eine auf subjektive Reaktion basierende "Tatsache" so "erforschbar" ist,
    daß man ihr Allgemeingültigkeit bescheinigen könnte. Das wäre IMHO schon ein
    Widerspruch in sich. Es sei denn das Ergebnis soll sein "hat zu gefallen" bis
    "hat nicht zu gefallen". Da bewegen wir uns aber auch schon auf dünnem Eis,
    weils darauf hinausläuft, "mit dir ist was nicht in Ordnung, laß dich mal untersuchen"
    Zuletzt geändert von kmm; 25.07.2015, 20:29.

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  • walwal
    antwortet
    Es ist sehr wohl erforscht, wann LS gut klingen und was es mit der Raumakustik auf sich hat.

    Hier zu lesen:


    500 Seiten, englisch, aber lohnenswert.

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  • jhohm
    antwortet
    Moin Sincinaty,

    das Problem ist, Geschmack ist subjektiv und lässt sich nicht messen....
    Und was nützt es, wenn Du was ganz tolles baust, und jemand kommt daher und sagt, die Jamo klingen besser... - Wie willst Du ihm erklären, das sein gehör/sein Geschmack schlecht sind, nur weil Du so super Messwerte hast?

    Und was, wenn jemand sagt, deine Boxen klingen zwar besser, aber mir gefallen die Jamo optisch besser, die passen besser ins Wohnzimmer?

    Von daher ist Deine Herangehensweise zwar legitim, das Ergebmnis aber wohl nur für Dich richtig...

    Gruß Jörn

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  • boeserody
    antwortet
    objektiveFakten

    Zitat von Sincinaty
    Insgesamt muss ich etwas enttäuscht feststellen, dass sehr viele versierte Nutzer hier ziemlich unwissenschaftlich an die gesamte Thematik herangehen. Die Hälfte der Sachen die hier geschrieben werden, sind nichts weiter als subjektive Behauptungen.

    Sind hier so wenig Leute an einer für das menschliche Ohr relevanten Herangehensweise interessiert?
    Kann man besseres Bauen ? Ja
    Kann man schlechteres bauen ? Ja

    Kann man für das gleiche Budget das Konzept der Jamo ( Anzahl der Treiber,Anordung,etc ) günstiger und besser nachbauen ? Die Frage kann objektiv nur jemand beantworten, der die Jamo´s gehört,gemessen und gesehen hat. Ein Testbericht hilft da nicht weiter.

    Du kannst ja einfach mal den Materialbedarf zusammen rechnen. Dann hast du einen Anhaltswert. Ohne zu wissen ob das wirklich besser klingt.

    Aber das wurde hier schon x-mal geschrieben.

    Viele persönlichen Einschätzungen sind nunmal sehr subjektiv

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  • Sincinaty
    antwortet
    Insgesamt muss ich etwas enttäuscht feststellen, dass sehr viele versierte Nutzer hier ziemlich unwissenschaftlich an die gesamte Thematik herangehen. Die Hälfte der Sachen die hier geschrieben werden, sind nichts weiter als subjektive Behauptungen.

    Sind hier so wenig Leute an einer für das menschliche Ohr relevanten Herangehensweise interessiert?

    Ich weiß, wissenschaftlich korrekt ausgeführte Tests sind häufig nicht trivial und kosten unter Umständen Zeit und Geld. Aber mich befriedigt eine Behauptung ohne relevante Messwerte überhaupt nicht.

    Mich interessiert welche Unterschiede kann ich messen und welche vielleicht noch messbaren Unterschiede kann das menschliche Ohr im Blindtest überhaupt registrieren.

    Ich gebe zu meine zu Beginn gestellte Frage ist vielleicht auch etwas zu komplex Nachdem ich jetzt den Thread durchgelesen habe, vermuten manche, dass man im Selbstbau für das selbe Budget bessere Boxen, als das JAMO Set bauen kann. Andere denken dies sei nicht möglich, und wiederum andere sehen Fertigboxen klar im Vorteil egal in welchem Preissegment.

    Bleibt mir letztlich nichts anderes übrig als solide Boxen zu bauen, sie zu messen, mit anderen zu vergleichen und mir die persönliche Frage zu stellen, ob ich sie gut klingend finde

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  • jhohm
    antwortet
    Zitat von Daniel Düsentrieb
    Hi Jörn,



    Stimmt, der Raumeinfluss ist ein nicht zu unterschätzendesr Faktor.

    Der Raum ist zumeist nicht korrigierbar, ich lebe nämlich in meinem Wohnzimmer.
    Wenn ich ins Tonstudio möchte, dann tue ich das auch.

    Für ein Musikhörzimmer hat es bei mir nicht ausgereicht, mein Musikzimmer mit Stutzflügel, Bass, Gitarre und was man so alles hat, hat da schon zu viel Platz in Anspruch genommen.

    Gruß
    DD
    Hallo DD,

    den Raum kann man leicht korrigieren; via "Software" , also AntiMode, Dirac, etc oder per "Hardware" also Absorber, jeglicher Art.
    Gerade Wohnzimmer profitieren doch durch eine auf den Hörplatz bezogene korrektur; zumindest im Bassbereich -> Raummoden

    Gruß Jörn

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  • Daniel Düsentrieb
    antwortet
    Hi Jörn,

    Ich habe mir das angehängte pdf-Dokument der Tonmeister-Tagung mal durchgelesen.
    Da wird schön geschildert, dass der Lautsprecher als solches letztendlich nur bedingten Einfluss auf das Endergebnis, insbesondere Abstrahlverhalten hat. Hier spielt der Raum die entscheidende Rolle.
    Stimmt, der Raumeinfluss ist ein nicht zu unterschätzendesr Faktor.

    Der Raum ist zumeist nicht korrigierbar, ich lebe nämlich in meinem Wohnzimmer.
    Wenn ich ins Tonstudio möchte, dann tue ich das auch.

    Für ein Musikhörzimmer hat es bei mir nicht ausgereicht, mein Musikzimmer mit Stutzflügel, Bass, Gitarre und was man so alles hat, hat da schon zu viel Platz in Anspruch genommen.

    Gruß
    DD

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  • walwal
    antwortet
    Selbst ich lebe mit Kompromissen und sitze (nur) beim "Heimkino" direkt vor der Wand. Auch mit hohen Lehnen, die absorbieren. Der Bass kommt stärker als bei mehr Abstand, aber das kann man ja einstellen.

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  • jhohm
    antwortet
    Zitat von kmm
    Sitzplatz direkt vor einer Wand bringt immer eine unschärfere Stereoortung
    als mit ca. einem Meter Luft dazwischen. Kann man sofort ohne jegliches Rumrücken
    überprüfen: einfach vorne halbbackig auf der Sofakante sitzend gegenüber
    zurückgelehnter Hörposition vergleichen.

    Kann ich nicht nachvollziehen; ich habe allerdings sehr hohe Sofalehnen mit Kopfstützen, die als Absorber wirken, und höre über stark bündende lautsprecher...

    Gruß Jörn

    P.S.oftmals sind es Sachzwänge, die zu dieser Lösung führen, und die IMHO nicht schlecht ist; etwas Basotec hinter einem Seidentuch als Absorber sieht gutz aus und wirkt Wunder

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  • jhohm
    antwortet
    Hi DD,

    Zitat von Daniel Düsentrieb
    Ich habe mir das angehängte pdf-Dokument der Tonmeister-Tagung mal durchgelesen.
    Da wird schön geschildert, dass der Lautsprecher als solches letztendlich nur bedingten Einfluss auf das Endergebnis, insbesondere Abstrahlverhalten hat. Hier spielt der Raum die entscheidende Rolle.

    Insofern würde der "perfekte Lautsprecher" auch nur bedingt zum besseren Ergebnis beitragen.
    Schlimmer ist die Situation im heimischen Wohnzimmer, da ist es nahezu unmöglich vernünftige räumliche Bedingungen zu schaffen.

    Ergo kann man über den Nutzen abstrahlungsoptimierter Lautsprecher sinieren, was allerdings nicht bedeutet, dass dies vernachlässigbar ist.
    MfG
    DD



    was habe ich daran missverstanden???
    Ganz eindeutig schreibst Du, das der Raum, was dass Abstrahlverhalten anbelangt, wichtiger sei als der lautsprecher...

    Genau DAS bezweifle ich und behaupte, um ein gutes Ergebnis im Raum zu bekommen, ist eine gleichmässige Abstrhlung SEHR wichtig, weil man dem Raum korrigieren kann (Antimode etc)

    Gruß Jörn

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  • boeserody
    antwortet
    Spannend

    Es ist schon spannend wie viele z.T unterschiedliche Meinungen und Begründungen gibt. Alle sogar
    nachvollziehbar. Wie soll da Otto Normalverbraucher wissen was er tun soll.

    Am Ende entscheidet das Ohr. Aber die Wege dahin sind schon nicht ohne.

    Walwal bin ich übrigens sehr dankbar für den Ratschlag bit der breiten Fase am HT. Der Unterschied ist
    schon hörbar.

    Die Trennung bei 2-Wegern um 2 KHz ist doch auch nur das Erbenisse von Kompromissen. Kleine Box,tiefer Bass.. Dazu wenige HT die man tief trennen kann. Eine 30cm hohe 3-Wege box , bei 20 cm
    Breite ist auch sehr rar.

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  • boeserody
    antwortet
    Situation

    Aber sieht es doch bei vielen so aus, Vom Händler und Kumpel werden Stanboxen empfohlen und auch Probegehört. Toller Klang. Alle begeistert. Zuhause werden die LS dann eingesperrt. Ab inne Ecke.

    Oh je, wie klingt denn das. Sind sie kaputt ?


    Also sind reflektionen im HT weniger schlimm ? ( Wellenlänge) Bei tiefen Frequenzen
    merkt man die Eckaufstellung sehr stark. Bei Regal-LS , auch bei Seitenwandnaher
    Aufstellung ist ein WG oder breites Abstrahlverhalten von Vorteil ?

    Ich wunder mich halt manchmal über die Aufstellung der LS in diversen Foren,
    wo man seine Selbstbau-LS vorstellt. Super toll verarbeitete LS. Schöne,große Stand-LS, die
    dann im 10qm Arbeitszimmer/Gästezimmer oder im kleinen Wohnzimmer mit Kanonen auf Spatzen
    schießen. Das kann jeder machen wie er will. Manchmal finde ich es übertrieben
    oder unterdimensoniert.

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  • kmm
    antwortet
    also Sofa direkt an der Wand ist IMHO nicht schlecht, weil die Reflexionen sehr schnell am Ohr sind.
    Sitzplatz direkt vor einer Wand bringt immer eine unschärfere Stereoortung
    als mit ca. einem Meter Luft dazwischen. Kann man sofort ohne jegliches Rumrücken
    überprüfen: einfach vorne halbbackig auf der Sofakante sitzend gegenüber
    zurückgelehnter Hörposition vergleichen.

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