Selbstbau vs. Stangenware

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  • Daniel Düsentrieb
    antwortet
    Hi Jürgen,

    tja, so isses, den Leuten wird Sch...-Gerät als High End auf's Auge gedrückt.
    Ich habe die ScaMo 15 als Vergleichslautsprecher - just for fun - gebaut.
    1 Hörstunde, dann war aus, das Teil klingt auch im Sweet Spot nicht.

    Gruß
    DD

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  • andik
    Ein Gast antwortete
    Soll heißen: neue Technik ist nicht immer besser als bewährte.
    Meistens ganz im Gegenteil, mit tut es immer leid wenn unsere Kunden ihre funktionierenden Geräte abgeben und sich was neues kaufen weil sie einfach mal wieder was neues haben wollen, damit setzen sie sich zumeist in die Schei.. und das Unheil nimmt seinen Lauf. Auf der anderen Seite freut uns das weil wir die Altgeräte dann für uns nehmen (Werkstattleute) und wissen das wir damit noch lange Zeit unseren Spaß haben werden.
    Die Smartphonewelle geht jetzt in alle Bereiche über, sehen wir mal wie das Zeug in 2-3 Jahren noch funktioniert.
    Sehr richtig, siehe oben, aber gut, wer es "braucht".

    Die Sonos Play1 werd ich mal die nächste Zeit probieren, bin gespannt wie es sich anhören wird. Aber in der Preisklasse lohnt sich der Selbstbau ja eh schon länger nicht mehr. Eher bei LS wie der Atlas Kompakt oder dergleichen, würde man sowas als fertige Kaufen möcht ich gar net wissen wieviel man dafür hinblättern müsste.

    Und mit den Preisen, wie sich da Grade an dem Jamoset aufgehängt wird, wer so argumentiert über Preisgeschichten, der hat das Thema Wirtschaft nicht verstanden, würden alle so denken wäre die Wirtschaft global alsbald am Ende und was dann passiert mag man sich lieber nicht ausmalen. Fackt ist, fließt Geld, geht es den Firmen gut, es können höhere Löhne gezahlt werden, fließt kein Geld werden Mitarbeiter entlassen und die verbliebenen müssen für 2 Arbeiten, die Qualität sinkt uws, könnte man stundenlang weiterführen. Naja wird halt weiter gemacht mit Geiz ist blabkabla. DAS ist was das ICH nimmer hören kann, oder wer arbeitet gerne für Dumpinglöhne? Einfach mal nachdenken man!
    Zuletzt geändert von Gast; 24.07.2015, 19:13.

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  • kmm
    antwortet
    Linear-Ziegen
    Heinz Rudolf Kunze sprach mal von "Ziegen in der Microwelle" und meinte die Bee Gees.
    Wie er da nur drauf gekommen ist?

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  • walwal
    antwortet
    Zitat von Daniel Düsentrieb
    ....außerhalb der Achse auch vorbildlich....
    Gruß
    DD
    Nie und nimmer ist das Ding vorbildlich. Nur im Werbetext.

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  • Daniel Düsentrieb
    antwortet
    Hi Jürgen,

    die letzten Linear-Ziegen waren die ScaMo 15 von Timmi.
    Für mich ein Graus, außerhalb der Achse auch vorbildlich.
    Es muss meine Aversion sein

    Gruß
    DD

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  • aurelian
    antwortet
    In der Preisklasse bis 500 Euro (Paar) bekommt man idR mit einer aktiven Behringer Truth, einer kleinen aktiven JBL etc den besseren Gegenwert, ich sehe hier den Selbstbau nicht als lohnenswert an, außer man bastelt halt um des Bastelns willen, weils so lustig ist (dass man sich den Verstärker erspart, ist auch noch zu berücksichtigen).

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  • boeserody
    antwortet
    Selbstbau

    Zitat von Daniel Düsentrieb
    Das isses auf den Punkt gebracht.
    Die meisten lassen sich von den paar Chassis preislich blenden, alles addiert zeigt dann aber, dass es sich nicht gelohnt hat.

    Zum einen baue ich Lautsprecher, die es so nicht zu kaufen gibt. Das ist mein Vorteil als Selbstversorger.

    Zum anderen kann ich Lautsprecher nach meinem klanglichen Geschmack bauen.

    Jedesmal wenn ich einen Bausatz oder Bauvorschlag nachbaue, kommt die große Enttäuschung. Kann ja nicht anders sein, schließlich baut man da Fertigware, für die man lediglich das Gehäuse selbst baut, es ist also nichts anderes als das, was man im Blödmarkt auch bekommt.

    Ich mag keine völlig linearen Kisten, diese klingen idR in meinem Wohnzimmer in den oberen Mitten zu grell und nerven schnell.
    Ich bevorzuge Abstimmungen mit einer leichten Banane in der Mitte, Lautsprecher, die auch verzeihen können.
    Somit kann ich meine CD-Sammlung weiterhin hören.

    Dieser Individualismus ist es, der mich anregt Lautsprecher zu entwickeln und zu bauen.

    Ich habe gestern einen 11 cm Breitbänder verbaut, der lt. Hersteller, Fachpresse und Entwickler völlig ohne Frequenzweiche auskommt.
    Was war es? - Linealfrequenzgang, seelenlos und nervig.
    Heute haben die Spaghetti einen Sperrkreis verpasst bekommen, weich abgesenkt bei ca. 2.500 Hz.
    Jetzt klingen sie gut, überraschend, was man aus solch einem kleinen Treiber auch an Tiefbass rausholen kann.
    Das Paar hat mich keine 70 € gekostet, allerdings waren BR-Rohr, Sperrkreisteile, Schrauben, Dämmwolle, Kabel und Anschlüsse aus meinem Fundus.

    MfG
    DD
    100 % Zustimmung. Das ist Selbstbau !

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  • walwal
    antwortet
    Zitat von Daniel Düsentrieb
    ...
    Ich mag keine völlig linearen Kisten, diese klingen idR in meinem Wohnzimmer in den oberen Mitten zu grell und nerven schnell.
    .....

    MfG
    DD
    Das kommt dabei raus, wenn man nur den Frequenzgang auf Achse optimiert.
    Musste ich auch leidvoll erfahren. Das im Anhang schrie mich auch an.
    Angehängte Dateien

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  • Daniel Düsentrieb
    antwortet
    Das isses auf den Punkt gebracht.
    Die meisten lassen sich von den paar Chassis preislich blenden, alles addiert zeigt dann aber, dass es sich nicht gelohnt hat.

    Zum einen baue ich Lautsprecher, die es so nicht zu kaufen gibt. Das ist mein Vorteil als Selbstversorger.

    Zum anderen kann ich Lautsprecher nach meinem klanglichen Geschmack bauen.

    Jedesmal wenn ich einen Bausatz oder Bauvorschlag nachbaue, kommt die große Enttäuschung. Kann ja nicht anders sein, schließlich baut man da Fertigware, für die man lediglich das Gehäuse selbst baut, es ist also nichts anderes als das, was man im Blödmarkt auch bekommt.

    Ich mag keine völlig linearen Kisten, diese klingen idR in meinem Wohnzimmer in den oberen Mitten zu grell und nerven schnell.
    Ich bevorzuge Abstimmungen mit einer leichten Banane in der Mitte, Lautsprecher, die auch verzeihen können.
    Somit kann ich meine CD-Sammlung weiterhin hören.

    Dieser Individualismus ist es, der mich anregt Lautsprecher zu entwickeln und zu bauen.

    Ich habe gestern einen 11 cm Breitbänder verbaut, der lt. Hersteller, Fachpresse und Entwickler völlig ohne Frequenzweiche auskommt.
    Was war es? - Linealfrequenzgang, seelenlos und nervig.
    Heute haben die Spaghetti einen Sperrkreis verpasst bekommen, weich abgesenkt bei ca. 2.500 Hz.
    Jetzt klingen sie gut, überraschend, was man aus solch einem kleinen Treiber auch an Tiefbass rausholen kann.
    Das Paar hat mich keine 70 € gekostet, allerdings waren BR-Rohr, Sperrkreisteile, Schrauben, Dämmwolle, Kabel und Anschlüsse aus meinem Fundus.

    MfG
    DD

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  • boeserody
    antwortet
    Ich hab doch nirgends behauptet, das Fertig Lautsprecher grundsätzlich schlecht sind und Bausätze immer gut. Auch habe ich nicht behautet das Cantom,Heco oder so schlechte Weichen bauen, ich habe nur geschrieben, das ein Entwickler bei 20 € keine Wunder vollbringen kann. Die machen eine Toparbeit. Aber wenn die Vorgabe 20,00 € ist, kriegt er 20,50 € nicht durch. Also muss er damit Arbeiten, was er zu Verfügung hat. Das eine Wiche mit vielen Bauteilen besser ist, wie eine mit wenigen hab ich auch nie geschrieben. Chassis und Weiche spielen ja miteinander.

    Und ja, ich hab schon einige Weichen diverser Hersteller gesehen und in Händen gehalten. Auch von sogenannten High End LS. Oder richtig teueren. Da war alles bei, von Freiluftverkabelung mit Minmalbauteilen bis hin zu top Verarbeitung, für jeden Zweig einzeln. Wobei selbsternantes " High-End " z.T. schlimmer war, wie Einsteiger oder Mittelklasse.

    Und du hast völlig Recht, Selbstbau lohnt sich nicht immer. Und in den unteren Preisregionen eigentlich nie. Da ist man nicht bereit 400 € für ein Fertig LS auszugeben, weil man die Einzelteile ja viel billiger bekommt. Und am Ende zählt man 350 € für alles zusammen, ohne seine eigene Arbeitszeit.
    Aber man hat ja soviel gespart.

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  • jhohm
    antwortet
    Zitat von aurelian
    Es war in den 70ern und frühen 80ern üblich, die Chassis so zu wählen, dass man mit mit ca. 4 Bauteilen für einen 2-Weger, 8 für einen 3-Weger und 12 für einen Vierweger auskommt. Diese Lautsprecher (einschließlich meines alten 4-Vierwegers) klangen durchaus nicht schlecht und maßen sich auch nicht schlecht (damals pflegten HiFi-Zeitschriften ja noch zu messen anstatt zu schwurbeln).
    Inzwischen ist es wohl eher üblich, irgendwelche Chassis zusammenzuwürfeln, die dann mit zig Saugkreisen und ähnlichem Schmonzes halbwegs auf gleich gebracht werden. Wo ist der Fortschritt?
    Na, dass es dank BoxSim jeder glaubt zu können

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  • aurelian
    antwortet
    Es war in den 70ern und frühen 80ern üblich, die Chassis so zu wählen, dass man mit mit ca. 4 Bauteilen für einen 2-Weger, 8 für einen 3-Weger und 12 für einen Vierweger auskommt. Diese Lautsprecher (einschließlich meines alten 4-Vierwegers) klangen durchaus nicht schlecht und maßen sich auch nicht schlecht (damals pflegten HiFi-Zeitschriften ja noch zu messen anstatt zu schwurbeln).
    Inzwischen ist es wohl eher üblich, irgendwelche Chassis zusammenzuwürfeln, die dann mit zig Saugkreisen und ähnlichem Schmonzes halbwegs auf gleich gebracht werden. Wo ist der Fortschritt?

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  • Daniel Düsentrieb
    antwortet
    1. hatte ich Deinen Preis als Stückpreis verstanden, zumal der ARIA Light Bausatz bereits 150 € kostet. Mit einem vernünftigen Gehäuse landet man dann bei 200 - 230 € und das ist unrentabel, ich kann in diesem Fall außer der eventuellen Baulust und dem Stolz etwas geschaffen zu haben keinen Vorteil des Selbstbaus erkennen.

    2. Wie ihr immer darauf kommt, dass Heco und Canton schlechte Weichen bauen würden, weiß ich nicht.
    Beide Firmen vergeben Aufträge an namhafte Entwickler, die in der absoluten Spitzenklasse angesiedelt sind.

    Hast Du schon einmal die Frequenzweichen von denen gesehen?

    Davon abgesehen, wenn Chassis so brav sind und zusammenpassen, dass ich die Weiche mit wenigen Bauteilen, womöglich nur 6 dB Flankensteilheit, hinbekomme, zeugt das von Qualität.

    Bauteilegräber bedeuten noch lange nicht guten Klang !

    Ich kann zwischenzeitlich diese Globalkritik an den Fertigprodukten nicht mehr hören.
    Es gibt gute und schlechte Fertiglautsprecher, genauso wie es gute und schlechte Bausätze gibt.

    MfG
    DD
    Zuletzt geändert von Daniel Düsentrieb; 24.07.2015, 12:27. Grund: Nachtrag

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  • boeserody
    antwortet
    Bausatz

    Der Bausatz einer Aria Light kostet da 150 € das Stk ( Preis Visaton ). Paarweise + Holz, da bist
    ungefähr bei 400 €. Ich finde schon, das man sie in dieser Klasse vergleichen sollte.
    Ist meine Meinung.
    Die meisten Selbstbauer überschätzen sich nicht. Auch nicht ihre Produkte. Ich glaube auch nicht, das der der Großteil meint, er könne das besser wie die Entwickler bei Jamo,Heco ,Canton etc,etc. Die haben nunmal Vorgaben, die Sie einhalten müssen. Und wenn die für 100 € VK einen LS entwickeln müssen, ist nunmal nicht viel Spielraum an Inovationen drin. 2 Chassis + 3 Weichenbauteile.

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  • Daniel Düsentrieb
    antwortet
    Bleib mal schön mit der Aria Light in der 100-150 € Klasse, 400 Euro würde Dir dafür keiner zahlen.
    Es gibt Lautsprecher bei denen sich der Selbstbau einfach nicht rechnet.
    Ihr dürft euer Selbstgebautes nicht überschätzen.

    MfG
    DD

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