Vielleicht wieder ein wenig zu viel Zwischen-den-Zeilen-Leserei und falsche Übersetzung. Toole sagt, dass Resonanzeffekte, die nur auf Achse zu finden sind nix im DI verloren haben.
Gehörphysiologsche Betrachtung von Übernahmefrequenzen
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krabat
meiner auffassung nach schreibt Toole nicht von resonanzeffekten sondern von "diffraction", also streueffekten, speziell an den gehäusekanten.
die eben nicht zwischen den zeilen gelesene, sondern wörtlich genommene argumentation enthält einen zirkelschluss.
es sollen nur die berücksichtigt werden, die eine bedeutung haben, weil die anderen keine bedeutung haben. warum sie keine bedeutung haben, wird nicht erläutert. das wäre aber mal zu hinterfragen (bevor man sowas aus dem zusammenhang herausgenommen zitiert)!
aber die begründung fehlt (s/o)! und schlussendlich - wenn eine box auf achse krumm ist, und die BÜNDELUNG nicht das alleinige kriterium für "lineare linearität" ist, warum dann dieses verschleiernde umschichten der unvermeidbaren welligkeiten? wenn man die empfehlung "fundamentally wrong" - immerhin eine sehr starke formulierung!, einmal "schritt für schritt" durchgeht, irgendwie ist das gar nicht so stark, da fehlt eine ganze menge ...Zitat von LineArray... es geht u.a. darum, Interferenzeffekte ... weniger stark zu gewichten.Kommentar
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Richtig, Interferenzeffekte, nicht Resonanzeffekte.
Wenn man sich vergegenwärtigt, was DI im Zusammenhang aussagt, dann sollte klar sein weshalb Effekte, die nur auf Achse zu finden sind ausgeschlossen werden sollten. DI ist ein Mass fuer die Nach-Vorne-Gerichtetheit.Kommentar
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krabat
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Aus meiner Sicht ist das fundamental falsch, auch wenn es von Toole ist. Jeder Interferenzeffekt nach vorn (aufgrund von Diffraktion an der Schallwandkante) hat eine Entsprechung außerhalb der Achse. Sowohl das eine wie auch das andere muss berücksichtigt werden (wenn man es überhaupt für wichtig hält).It was decided to depart from this convention because it is often found that because of symmetry in the layout of transducers on baffles, the on-axis frequency response contains acoustical interference artifacts, due to diffraction, that do not appear in any other measurement."
Toole, "Sound reproduction", S. 377
Das einfache Zusammenaddieren von Winkelfrequenzgängen zu einer "Gesamtenergiekurve" kann natürlich nicht funktionieren, wenn die einzelnen Winkel nicht entsprechend verschieden gewichtet werden. Bei richtiger Gewichtung muss (und wird) die 0°-Messung zur Bedeutungslosigkeit verschwinden, weil sie den mit Abstand geringsten Energie-Eintag in den Raum repräsentiert.Kommentar
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krabat
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Ja, aber doch nicht, wenn ich einfach eine Linie haben will, die mir zeigt wie eng oder weit ein Lautsprecher nach vorne leuchtet.Aus meiner Sicht ist das fundamental falsch, auch wenn es von Toole ist. Jeder Interferenzeffekt nach vorn (aufgrund von Diffraktion an der Schallwandkante) hat eine Entsprechung außerhalb der Achse. Sowohl das eine wie auch das andere muss berücksichtigt werden (wenn man es überhaupt für wichtig hält).
Verstehe den Zusammenhang nicht.Das einfache Zusammenaddieren von Winkelfrequenzgängen zu einer "Gesamtenergiekurve" kann natürlich nicht funktionieren, wenn die einzelnen Winkel nicht entsprechend verschieden gewichtet werden. Bei richtiger Gewichtung muss (und wird) die 0°-Messung zur Bedeutungslosigkeit verschwinden, weil sie den mit Abstand geringsten Energie-Eintag in den Raum repräsentiert.Kommentar
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Kommt mir aber komisch vor. Der Achsfrequenzgang wir doch genauso in den Raum entlassen, wie die unter Winkel. Einziger Unterschied ist, dass in dieser Richtung, wenn der Lautsprecher so ausgerichtet ist, der Schall zuerst das Ohr erreicht.
Grüße LutzKommentar
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krabat
zum "zusammenhang"
die zeigen beides, den "richtigen" und den "richtigeren", deshalb zwei kurven. tja, der zusammenhang scheint mit "fundamentally simple". aber ich will meine "deutungshoheit" nicht überstrapazieren, schließlich habe ich ein fachliches defizit.
mich interessiert - ehrlich - was ihr dazu denkt, nix ><((((*>Kommentar
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Hallo,
ich denke auch, daß der DI aus dem gemittelten Pegel aus dem Hörfenster ermittelt wird, als +-30 Grad horizontal und +- 10 Grad vertikal. somit bezieht sich die untere DI Kurve (rot) auf die entsprechende Kurve oben (grün)
Die obere DI (blau) bezieht sich auf die Kurve erste Reflexionen (oben rot)
Über die Kurve bin ich nicht ganz glücklich, weil Angaben zu Anzahl der Reflexionen und zu den Winkeln, von denen die, von der Box her gesehen, stammen leider fehlen.
Die vierte von oben (blau) ist dann die Energiekurve der Gesamtbox.
Da würde mich auch interessieren wie gemessen wurde....
Die Normierung des DI auf die Konstruktionsachse (hier wohl meist 0 Grad) finde ich eigentlich logischer, denn auf der Achse vorhandene Buckel durch Kanteneffekte werde ja von der Weiche "glattgebügelt", was aber dann unweigerlich Durchhänger im Energieverlauf und bei diversen Ausser-Achse Frequenzgängen nach sich zieht. Und einen eigentlich logischen Anstieg des Bündelungsmaßes dort.
Und diese Auswirkungen sind ja beim Abhören auf der 0-Grad Achse auch real im Raum vorhanden.
Oder übersehe ich da gerade was ???
Gruß
Peter KripsKommentar
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