Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Kampf den Raumresonanzen, Bassanhebung im Hörraum

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • walwal
    antwortet
    Neue Ergebnisse, hier die Wand mit Boxen (+Sonja). Ein Übeltäter ist das Highboard!



    Aber nur die rechte Seite, die recht leer ist. Mache ich die Tür auf, sinkt die Reso bei 105 Hz von 17 auf 11. Da muss man erst mal draufkommen!!!

    Links hat das Öffnen keine Wirkung. Wahrscheinlich dann, wenn ich es leer räume. Mach ich aber nicht.

    Ich weiß ja, dass zwischen den Boxen nichts stehen sollte, aber das Highboard kann ich nirgendwo anders aufstellen, ohne den Raum zu verhunzen.

    Die Concorde stehen näher zusammen als auf dem Bild. Hörplatz ist vor dem Glastisch, da wird der Sessel hin geschoben.
    Zuletzt geändert von walwal; 28.01.2008, 12:36.

    Einen Kommentar schreiben:


  • walwal
    antwortet
    So ist es. Die Decke absorbiert Frequenzen über 100, darunter verringert sie "nur" den Nachhall im Tiefton.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Beatmaster007
    antwortet
    Original geschrieben von walwal
    Messung (anderes Niveau als Tabelle oben):


    [...] Deutlich die Auffüllung der Senke bei 85-95 Hz. Was die Theorie bestätigt, "bekämpfe die Spitzen, dann sind die Senken weg".


    Das ist ja interessant. Mir fiel schon im ersten Diagramm auf, dass beim Helmholtzabsorber die Resonanzspitzen gemindert werden und Senken "aufgefüllt" werden. Wie kommt das zu stande?

    Anscheinend tritt dieser Effekt bei der Akustikdecke (gelb) nicht auf. Hier werden die meisten Frequenzen gedämpft.

    Einen Kommentar schreiben:


  • walwal
    antwortet
    Hier die erste Zusammenfassung:

    Messung am Hörplatz in µV von 30-105 Hz
    Boxen Vorderkante 0,9 m vor Wand, Mikro 2,8 m

    Blau: Ohne Maßnahmen
    Rot: Mit 3 Helmholtzabsorbern (84 Hz, Vlies locker gefüllt)
    Gelb: Mit 3 Helmholtzabsorbern und Akustikdecke



    Deutlicher Erfolg, der 84 Hz-Peak und die 58 Hz werden abgeschwächt. Auch die Decke wirkt.
    Bei den ersten Messungen habe ich bei 85 Hz aufgehört.
    Störend noch die Reso bei 105 Hz, dazu später mehr.

    Also was tun? 105 Hz laufen lassen, im Raum rumhören. Am lautesten ist es in den Raumecken hinter den Boxen, etwas leiser am Hörplatz und im Nebenraum, wobei alle 2 m ein Wellenberg ist.

    Die Reso sollte also direkt hinter den Boxen bekämpft werden.
    Wobei es ein Wohnzimmer bleiben soll. Wir schwierig. Erst mal sehen, was hilft.

    4 schwere Polster (Schaumstoff/Vlies) von der Sitzgruppe schräg in die Ecke hinter den Boxen gestellt. Man fühlt die Vibration und hört, das es leiser wird.

    Messung (anderes Niveau als Tabelle oben):


    Polster hilft. Aber nur etwas. Unter 50 Hz kein Unterschied, daher nicht dargestellt. Deutlich die Auffüllung der Senke bei 85-95 Hz. Was die Theorie bestätigt, "bekämpfe die Spitzen, dann sind die Senken weg". Was hilft besser? Plattenabsorber? HHA?
    Fortsetzung folgt.


    Habe einen Plattenabsorber gebaut, 40x60 cm, 5 cm tief mit Steiwolledämpfung. Leider war die Reso viel niedriger als nach Formel. Hartfaserplatte mit Holzklotz beschwert: 60, ohne Klotz 80 Hz. Es scheint so zu wirken wie 4 Kissen! Wenn ich den Plaabs. hinter die Box stelle und die Schwingung mit der Hand unterbinde, wird es deutlich lauter.

    Jetzt wird 10 cm tief gebaut...

    Zuletzt geändert von walwal; 24.01.2008, 13:30.

    Einen Kommentar schreiben:


  • walwal
    antwortet
    Hier folgt das Horrorkabinett der Raumresonanzen.

    Messung mit unkalibriertem Mikro mit Sinustönen.
    Frequenzen 30 bis 105.
    Messwerte in µV, keine Umrechnung in dB gemacht, da es nur auf Vergleiche ankam. In dB sieht es nicht so wild aus.

    1.
    Boxen Vorderkante 0,9 m vor Wand, Mikro 2,8 m
    2.
    Boxen Vorderkante 0,9 m vor Wand, Mikro 2,5 m
    3.
    Boxen Vorderkante 1,5 m vor Wand, Mikro 2,8 m
    4.
    Boxen Vorderkante 1,5 m vor Wand, Mikro 4,0 m
    5.
    Boxen Vorderkante 1,9 m vor Wand, Mikro 4,0 m

    Ergebnis:

    Position
    1 ist am besten (so hörte ich bisher)
    2 hat bei 100 weniger, aber bei 85 zusätzliche Resos, aber mehr Tiefbass
    3 hat sehr starke Reso bei 105
    4 +5 extreme Resos bei 80 dabei weniger Tiefbass

    Mit 1 oder 2 kann man leben, muss ich auch, die anderen Aufstellungen sind schlechter und nicht praktikabel. Es klingt aber seit der Absorberdecke viel besser als es aussieht.

    Überraschend ist, dass die weit vor der Wand stehenden Boxen so gewaltige Resos bilden.


    Bei Gelegenheit stelle ich mal alle Messungen zusammen.
    Zuletzt geändert von walwal; 21.02.2008, 12:45.

    Einen Kommentar schreiben:


  • walwal
    antwortet
    Ja, da hast du Recht.

    Einen Kommentar schreiben:


  • doctrin
    antwortet
    Ich meinte nur, dass man seine Maßnahmen vor dem praktischen Einsatz mal überprüfen kann.
    Soll heißen,man sieht ungefähr die Probleme des Nachhalls und kann weitere Schritte planen

    Einen Kommentar schreiben:


  • walwal
    antwortet
    Ja, das meine ich. 2 verbundene Räume mit Durchbruch, einer schräde Decke bis 4,5 m Höhe, dann noch die Galerie drin...

    Und wenn ich die Nachhallzeit berechne, was mach ich dann, mich scheiden lassen? Denn die Decke wird zwar toleriert, aber das gab Haue.

    Ich bin da mehr der Praktiker, wenn es mir gefällt, ist es ok.

    Den Raumresos jag ich noch nach, müsste mich wohl 2 m vor die Rückwand setzen und die Boxen 2 m von der anderen Wand weg.
    Glücklicherweise geht das gut auf dem Teppichboden mit dem glatten Boden der LS, so was hatte ich schon geahnt bei Bau.

    Trotz 45 kg.

    Einen Kommentar schreiben:


  • doctrin
    antwortet
    Original geschrieben von walwal
    Ja ich wiederhole mich wie der Prediger in der Wüste.

    Die Akustikdaten sind mir schon klar .

    http://www.mhsoft.nl/default1.asp

    Danach habe ich die Spaltbreite berechnet für Schlitzabsorber.

    Cara würde sicher an meinem Raum verzweifeln - oder ich.
    Meinst du wegen den vielen Polygonen?
    Für die Nachhallzeit ist das recht egal, nur Frequenzberechnungen könnten dauern.

    Einen Kommentar schreiben:


  • inthro
    antwortet
    Hallo,

    wie misst man/du eigentlich die Nachhallzeiten an den unterschiedlichen Orten im Hörraum?

    die Nachhallzeit zu messen ist etwas aufwändiger.
    Die Wasserfalldiagramme, die man oft als Angabe der Nachhallzeit zu sehen bekommt, zeigen nur das Abklingen über den Frequenzbereich an einem Punkt im Raum.
    Dabei haben das Abstrahlverhalten der LS und Pegeldifferenzen durch Raummoden und stehende Wellen noch einen zu grossen Einfluss auf die Messung, als das man vom Nachhall des Raumes sprechen kann.

    Für eine genauere Messung müsste eigentlich ein Dodo zum Einsatz kommen, das, genauso wie das Mikro, an mehreren Punkten im Raum positioniert wird. Die so erhaltenen Messergebnisse werden dann gemittelt.
    Ein weiterer (nicht unwichtiger) Punkt ist der Pegel der Messungen.
    In Abhängigkeit des Ruhepegels im Raum (oft ca 30-40 dB) sollte der Pegel des Messsignals 60 dB über dem Ruhepegel liegen. Also 90-100 dB. Im Bassbereich für einige LS schon eine Herausforderung.
    Alles was weit unter den +60 dB liegt, muss hochgerechnet werden und wird damit ungenau.

    Arta bietet die Möglichkeit, die Nachhallmessungen als File für Tabellenkalkulationsprogramme zu speichern, die man dann dort mitteln lassen kann. Damit lässt sich schon ein recht genauer Wert der T60 feststellen.



    Grüsse Andy
    Zuletzt geändert von inthro; 16.01.2008, 10:18.

    Einen Kommentar schreiben:


  • walwal
    antwortet
    Ja ich wiederhole mich wie der Prediger in der Wüste.

    Die Akustikdaten sind mir schon klar .

    http://www.mhsoft.nl/default1.asp

    Danach habe ich die Spaltbreite berechnet für Schlitzabsorber.

    Cara würde sicher an meinem Raum verzweifeln - oder ich.

    Einen Kommentar schreiben:


  • doctrin
    antwortet
    Du wiederholst dich ...
    du kannst es ja auch mal mit CARA versuchen, dort kann man wenigstens bestimmte Materialien auf ihre Wirkung testen. Vorraussetzung ist natürlich, dass man die Akustikdaten des Werkstoffs kennt.

    Einen Kommentar schreiben:


  • walwal
    antwortet
    Ich messe den Nachhall nicht. Ich habe nur festgestellt, dass meine Absorberdecke die Resonanzen beim Messen mit Sinustönen nicht wesentlich beeinflusst, aber eindeutig wirkt. Ähnliches lese ich auch in der Literatur. Also muss es die Nachhallzeit sein. Hören kann man das auch beim Klatschtest unter der Decke und im restlichen Raum.

    Ganz wichtig ist die Hörpostion. Bin heute wie ein Irrer mit der Wünschelrute durch den Raum getigert, am Hörplatz hab ich genau das Maximum der 100 Hz-Resonanz, weiter an die Boxen ran geht nicht, weiter weg schon. Es geht weiter...
    Zuletzt geändert von walwal; 16.01.2008, 06:42.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Beatmaster007
    antwortet
    Hallo walwal,

    wie misst man/du eigentlich die Nachhallzeiten an den unterschiedlichen Orten im Hörraum?

    Einen Kommentar schreiben:


  • walwal
    antwortet
    Das war schon so lange her, ich blicke selber nicht mehr durch

    Es ist so: die 80 Hz konnte ich bekämpfen, die 57 Hz nicht. Natürlich ist das Material ohne Einfluß.

    Am besten wirken die HHa mit Schlitz am Boden, nur bei 57 hz (zB) ist der Schlitz so klein, dass er kaum Energie einfängt, bei 80 (korrigiert) ist die Öffnung größer. Wäre der Absorber statt 100 1000Liter groß, könnte auch die Öffnung und dann würde er........

    Nee, da hilft nur noch ein Plattenabsorber. Meine Schlitzdecke wirkt wohl auch nur durch Verringerung der Nachhallzeit, denn die Resonanz bei 100 Hz ist immer noch brutal. Trotzdem klingt es viel besser. Ganz wichtig ist die Hörpostion. Bin heute wie ein Irrer mit der Wünschelrute durch den Raum getigert, am Hörplatz hab ich genau das Maximum der 100 Hz-Resonanz, weiter an die Boxen ran geht nicht, weiter weg schon. Es geht weiter...
    Zuletzt geändert von walwal; 16.01.2008, 06:41.

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X