Seitenbass - warum so problematisch?

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  • Fosti
    Registrierter Benutzer
    • 18.01.2005
    • 3204

    #16
    Zitat von walwal
    Die Angaben von AH stammen noch aus der Steinzeit, heute gibt es Boxsim, da werden alle Fragen beantwortet.
    Wenn der LS nicht unter Winkeln vermessen wurde, rechnet Boxsim auch nach Steinzeit mit Schallwandeinfluss.......was soll es auch anderes machen. Siehe Simulation des B200.....
    Ich stimme ansonsten dafür, deinen Nick in "Cato" zu ändern; derjenige, der im Senat immer mit "...im übrigen bin ich der Meinung, dass MEG gehört werden muss!" geschlossen hat . (copyright by mechanic)

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    • Timo
      Registrierter Benutzer
      • 22.06.2004
      • 11023

      #17
      Grundsätzlich muss jeder für sich entscheiden was er haben möchte, Front- oder Seitenbass, beides hat Vor- und Nachteile.
      Da ich gerade eine Seitenbassbox hier habe, die MegaAria aus dem anderen Thread versuche ich mal an diesem Beispiel die Vor und Nachteile herauszuarbeiten, und auch die Lösungen zu präsentieren. Zuerst mal zwei Messungen übereinandergelegt. zum Einen eine Einmassung des Basses am Hörplatz, das ist bei mir ziemlich genau unter 15 Grad auf die Box gesehen (Gemessen wurde bis 300 Hz) und nicht auf Achse, und dann die "normale" Messung auf Mitte Höhe HT und MT, in einem Meter Entfernung. Habe die gleiche Messung auch nochmals deutlich näher gemacht, mit fast gleicher Amplitude:

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Messung über alles, Basseinmessung und Messung bis 20kHz übereinandergelegt _ was braucht man mehr 25052021.JPG Ansichten: 0 Größe: 33,3 KB ID: 691262
      und die Simulation dazu:
      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Simulation tiefe Trennung mit LR2 100 Hz Amplitude.JPG Ansichten: 0 Größe: 67,3 KB ID: 691263

      was fällt sofort auf? Der Basspegel wurde auf zwei Arten deutlich angehoben, zum einen aus elektrischer Sicht um rund 5dB bei 30 Hz aber auch um rund 5 dB durch die wand- und bodennahe Position des Basses. Und zusätzlich durch eine Raummode die sich genau hier bei 30 Hz (plus) befindet. (zur Erinnerung, der TIW300 sitzt in einem 25 Liter geschlossenen Gehäuse und geht bis 30 Hz vollkommen neutral runter, ein Teil dieser Abstimmung macht der Seitenbass, den größten Einfluss im Bass hat aber der Standplatz im Raum)

      Beide Messungen habe ich nach der Einmessung am Hörplatz gemacht, sprich die elektrischen Korrekturen sieht man an diesen Messungen. Man sieht im direkten Vergleich zwischen der Vorhermessung und der Nachhermessung (nicht angehängt) dass der Grundton bei 150 Hz (plus) deutlich reduziert wurde, um die 5-6 dB, das kommt größtenteils vom Seitenbass, wenn die Bässe nach "Innen" zeigen. Eine Grundtonaufdickung entsteht auf der Seite des Basses. Diese MUSS irgendwie Breibandig egalisiert werden. Über einen DSP, wie ich mit der Antimode, oder durch eine schlanke Ober-Bass- und Grundtonabstimmung, wie bei meiner Stella TIW200B80.

      Wenn man diesen Berg nicht egalisiert kommt der Tiefbass im Vergleich zum Oberbass natürlich zu schwach rüber, ... kommt jetzt zusätzlich eine zu tiefe Abstimmung was wiederum Pegel bei unter 50 Hz frist, hört man von Tief-Bass nur noch den Nachhall der tiefsten Mode im Raum. Und dies ist das wummernde zB einer Vox 253.

      Diese beiden Themen müssen geklärt werden, wenn man einen Seitenbass anstrebt. Grundtonabsenkung und nicht zu tiefe Abstimmung des Basses im Gehäuse, am Besten ist ein Seitenbass in einem kleinen geschlossenen Gehäuse aber sehr großer Bass, geht aber auch eine knackig hohe BR Abstimmung mit kleinerem Bass, analog Stella TIW200B80.

      Ich lasse es nicht gelten über den Seitenbass zu Quatschen und immer kommt die Aussage, "das ist doch nichts", "das kann nichts werden", wenn man obige Themen begreift und egalisiert ist der Seitenbass absolut gleichwertig zum Frontbass.

      Man hat sogar ein Vorteil, die Optik ist recht schmal, aus zwei Gründen, das Gehäuse wird vom Volumen kleiner und die Box hat die Möglickkeit schmal zu bleiben und dies kommt dem Rundstrahlverhalten des Mitteltons entgegen.

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      • Bernd
        Registrierter Benutzer
        • 08.01.2021
        • 684

        #18
        Hallo!

        Die Idee hatte ich schon im "High End"-Tread geäussert: Warum nur ein Lautsprecher? Wenn Seitenbass, könnte man auch zwei Rücken an Rücken verbauen. Die eventuellen Probleme mit einem Kippmoment wären eliminiert und wenn man dann die Lautsprecher noch gegeneinander fixiert, wären auch die Seitenwände entlastet. Bei T+A werden in der Spitzenbox vier 10"-Zöller so verbaut. Ich habe nicht weiter gesucht, aber andere "High End"- Hersteller machen das vielleicht auch.

        Gruss Bernd

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        • walwal
          Registrierter Benutzer
          • 07.01.2003
          • 28952

          #19
          Das wird schon oft gemacht, aber die Box muss breit genug sein.
          „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

          Alan Parsons

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          • Bernd
            Registrierter Benutzer
            • 08.01.2021
            • 684

            #20
            Man käme so auf 25 cm mit Visaton-Lautsprechern. Das ist ja in etwa die Breite der Vox.

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            • Fosti
              Registrierter Benutzer
              • 18.01.2005
              • 3204

              #21
              SBIR technisch wären 2 TIW200XS nach hinten und weiter unten günstig und oben nach vorn B200 oder AL200 + KE-WG oder eine WHy Kombi.....mit 25cm käme man dann auch auch hin.
              Der Lautsprecher-Randinterferenz-Effekt (SBIR) ist einer der wichtigsten – und am häufigsten missverstandenen – Faktoren in der Raumakustik. Für jeden, der ein Heimkino, einen Hörraum oder ein Aufnahmestudio einrichtet, ist es entscheidend zu wissen, wie sich die Lautsprecheraufstellung auf den Frequenzgang auswirkt, um einen klaren, detailreichen Klang zu erzielen. In diesem Artikel erklären wir dir, was SBIR ist, warum es wichtig ist und wie du deine Lautsprecher positionieren solltest, um die negativen Auswirkungen zu minimieren. Was ist SBIR? SBIR (Speaker Boundary Interference Response) ist ein Begriff, der beschreibt, wie die Nähe eines Lautsprechers zu einer harten Begrenzung (Wand/Decke/Boden) den Frequenzgang verändert, insbesondere im Tieftonbereich. Das ist etwas, was nicht viele Leute verstehen oder bei der Planung eines Raums berücksichtigen. Schall strahlt von einem Treiber auf unterschiedliche Weise ab. Höhere Frequenzen verhalten sich wie Strahlen und bewegen sich in geraden Linien von einem Punkt aus. Je tiefer man im Frequenzspektrum kommt, desto eher strahlen sie wie eine Kugel ab. Bei Frequenzen unter etwa 500 Hz erhält man eine ziemlich kugelförmige Abstrahlung. Bei 125 Hz ist sie rein kugelförmig. Stell dir nun vor, dass Schall mit etwa 100 Hz von einem Lautsprecher direkt auf dich zukommt. Es gibt andere Wellen, die sich um das Gehäuse wickeln, von der Vorderwand abprallen und dann zu dir zurückkommen. Wenn sich zwei Wellen derselben Frequenz auf diese Weise treffen (eine direkt, eine von der Vorderwand reflektiert), entsteht eine Schnittstelle zwischen den beiden Wellen (manche bezeichnen dies als Interferenz). So funktioniert es Konstruktive Interferenz tritt auf, wenn die beiden Wellen zufällig in Phase zueinander sind. Dies führt zu einer Verstärkung dieser Frequenz oder einem Peak im Frequenzgang. Destruktive Interferenz tritt auf, wenn die beiden Wellen um 180 Grad phasenverschoben sind. Dies führt zu einer teilweisen Auslöschung dieser Frequenz (die reflektierte Welle hat eine geringere Amplitude), was zu einem Einbruch oder einer Nullstelle bei dieser Frequenz führt Dies kann zu STARKEN Schwankungen im Frequenzgang führen. Manchmal kann man dies jedoch zu seinem Vorteil nutzen. Wenn du mit der Positionierung der Lautsprecher im Verhältnis zur Vorderwand (hinter den Lautsprechern) und zur Seitenwand spielst, kannst du die Veränderungen im Frequenzgang „abstimmen“. Dies kann von Vorteil sein, wenn du versuchst, den Gesamtfrequenzgang zu glätten.  Nehmen wir an, du hast an deiner Hörposition bei einer bestimmten Frequenz eine Spitze. Wenn du einen Platz findest, der eine gute Klangabbildung bietet und mit der Videopositionierung harmoniert, wodurch aufgrund von SBIR ein leichter Einbruch entsteht, ist der Nettoeffekt ein gleichmäßigerer Frequenzgang an deinem Platz. Das ist so ähnlich, als würdest du einen EQ verwenden, ohne einen in dein System einbauen zu müssen. Im Allgemeinen ist es am besten, wenn der Abstand von der Lautsprecherfront zur Vorderwand, von den Treibermitteln zur Seitenwand und von den Treibermitteln zum Boden drei unterschiedliche Maße sind, damit keine bestimmte Gruppe von Obertönen verstärkt wird, indem alle Begrenzungsflächen denselben SBIR-Effekt erzeugen. Wenn du immer noch Probleme hast, kannst du die Wände direkt neben und/oder hinter den Lautsprechern mit geeigneten Materialien behandeln, um die Intensität der reflektierten Welle weiter zu reduzieren, sodass ihre Wechselwirkung mit der direkten Welle minimiert wird. Wenn du beispielsweise ab 125 Hz Probleme hast, darunter aber alles in Ordnung ist, dann ist vielleicht eine dünnere Platte angebracht. Wenn du durchgehend Probleme hast, ist vielleicht etwas Dickeres angebracht.  Denk auch daran, dass es Wechselwirkungen zwischen dem Subwoofer und den Wänden sowie zwischen dem Subwoofer und den Hauptlautsprechern und deren Wandresonanzen geben wird.Werkzeuge für Hilfe- Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, probier doch mal Tools wie Room EQ Wizard (REW) aus, um die tatsächliche Raumakustik zu messen, oder schau dir ein Tutorial oder einen SBIR-Rechner im Internet an, um die Wechselwirkung deiner Lautsprecher mit den umgebenden Wänden zu modellieren. Diese Daten können dir helfen festzustellen, ob du unter SBIR-Effekten oder allgemeineren Problemen mit der Raumakustik wie Raummoden leidest. Außerdem erhältst du so Informationen darüber, wie andere Aspekte des Systems, wie zum Beispiel die hohen Frequenzen, funktionieren. Unser Team bei GIK Acoustics bietet eine kostenlosen akustischen Beratungsservice an, um dir dabei zu helfen, die ideale Konfiguration für deinen spezifischen Raum zu entwerfen. Ob kleiner Raum, Heimkino oder Tonstudio – wir beraten dich zu der besten Lautsprecherplatzierung, der optimalen Raumakustik und geben dir Produktempfehlungen. Wenn du dir unsicher bist, frag einfach nach Hilfe! Das Verständnis der Speaker Boundary Interference Response (SBIR) ist ein entscheidender Schritt bei der Optimierung deines Soundsystems. Zwar kann die Platzierung allein nicht alles lösen, doch eine kluge Lautsprecherpositionierung – in Kombination mit strategisch platzierten Akustikpaneelen, Bassfallen und Raumakustikmaßnahmen – trägt wesentlich dazu bei, einen ausgewogenen, kraftvollen Klang zu erzielen. Indem du kritische Abstände vermeidest und destruktive Interferenzen minimierst, kannst du sicherstellen, dass dein direkter Schall den Hörer klar erreicht und der reflektierte Schall richtig gesteuert wird. Lass dein Setup nicht unter einem vermeidbaren Frequenzgangabfall leiden – beginne mit einer soliden Aufstellung, behandle den Raum und genieße das volle Potenzial deiner Verstärker, Subwoofer und Lautsprecher. Brauchst du Hilfe bei deinem Projekt? Lass es uns wissen. Wir sind hier, um dir dabei zu helfen, den Klang zu entfalten, für den dein Raum geschaffen wurde.
              Ich stimme ansonsten dafür, deinen Nick in "Cato" zu ändern; derjenige, der im Senat immer mit "...im übrigen bin ich der Meinung, dass MEG gehört werden muss!" geschlossen hat . (copyright by mechanic)

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              • walwal
                Registrierter Benutzer
                • 07.01.2003
                • 28952

                #22
                Ich habe mal 2 Boxen simuliert auf Basis des "default" Beispiels. Aber ohne MT und HT. Eine mit Frontbass und eine mit Seitenbass. Beide habe ich auf gleichen Frequenzgang gebracht, damit die These, es läge an der Abstimmung, überprüft werden kann.

                Links Frontbass, Rechts Seitenbass

                Frequenzgang (- 500 Hz)
                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: seitenbass Fgang-Efgang.jpg Ansichten: 0 Größe: 62,2 KB ID: 691279

                Der Energiefrequenzgang ist mit Seitenbass fast identisch wie der F-Gang auf Achse, also mehr Bassenergie im Raum.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: seitenbass bündelung.jpg Ansichten: 0 Größe: 70,7 KB ID: 691280

                Die Bündelung mit Seitenbass ist nicht vorhanden, sogar negativ. Tonmeistervorgabe ist 6 dB ab 250 Hz. Mehr Bassenergie im Raum.

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: seitenbass sono.jpg Ansichten: 0 Größe: 68,4 KB ID: 691281

                Das Sonogramm zeigt mit Seitenbass eine Überhöhung von 80 - 180 Hz über alle Winkel, eine sehr starke Überhöhung von 100 bis über 500 Hz auf einer Seite, aber nicht entsprechend weniger Pegel auf der anderen Seite.

                Fazit: Der Seitenbass ist die akustisch schlechtere Variante bei Vollbereichsboxen.


                „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

                Alan Parsons

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                • mechanic
                  Registrierter Benutzer
                  • 25.07.2014
                  • 2471

                  #23
                  Meine Erfahrung ist auch der unkritische Seitenbass. Habe ich öfter gebaut und nie das VOX-Problem gehabt. Bei Timo hatten wir auch mal ne VOX bei einem Treffen, die Timo´s Kathedrale (freistehend) dermaßen vollgedröhnt hat, wogegen die Stella mit dem TIW200 an der Seite in gleicher Aufstellung einen sauber konturierten Bass zeigte.

                  Ich denke, die VOX-Reihe ist definitiv sehr (zu) tief im Freifeld abgestimmt (das Thema wurde hier schon öfter angesprochen) und neigt deshalb in vielen Hörräumen zu Problemen. Nicht ohne Grund finden sich ja schon bei der Bausatzbeschreibung Hinweise, wie man zuviel Bass bekämpfen kann.

                  Die wirkliche Schwäche ist die oft begrenzte Dynamik bei zu kleinen Frontchassis durch zu niedrige Trennung. Der Ansatz impulskompensiert ist ein sehr guter - nur bauen halt gute, einigermaßen große Basschassis in der Regel recht tief und haben als Tandem dann auch einen recht hohen Volumenbedarf. Timmi hat da das ein oder andere gebaut, z.B. mit Mivoc AW3000 und SWM68. Spannend wäre für mich die Mezzoforte mit (einem) W250S an der Seite und abweichend nicht die Kombination W170S / SC10N vorne drauf, sondern einen WHy-Koax ...

                  Mal schauen, wie sich meine Triton´s in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft bei Timo so schlagen, in meiner Garage klingen die auch im Bass phänomenal, da brummelt und dröhnt nix! Also wie Timo sagt: Machen, hören & messen, bewerten und nicht zuviel auf Meinungen geben; Meinungen gibt es viele, Erfahrungen sind besser und führen zu Ergebnissen .
                  Gruß Klaus

                  Kommentar

                  • walwal
                    Registrierter Benutzer
                    • 07.01.2003
                    • 28952

                    #24
                    Ich bestreite gar nicht, dass eine tiefe Abstimmung die o.g. Probleme verstärkt. Wobei die gezeigten Probleme gar nicht im unteren Bassbereich, sondern über 80 Hz auftreten. Es war auch keine Vox. Wer unbedingt eine Seitenbassbox haben will, muss aber mit möglichen Problemen rechnen. Aber auch ein EQ kann die Fehler bei der Bündelung nicht kompensieren.

                    Mit Erfahrungen ist so eine Sache. Ich muss nicht die Erfahrung sammeln, dass es weh tut, wenn ich aus den 2. Stock springe. Mir reicht die theoretische Betrachtung dazu.
                    Zuletzt geändert von walwal; 07.06.2021, 14:20.
                    „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

                    Alan Parsons

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                    • kboe
                      Registrierter Benutzer
                      • 28.09.2003
                      • 1913

                      #25
                      @walwal:
                      Thx!
                      Ich fasse für mich anschaulich zusammen:

                      TT ( mit Schallwand ) bündeln bereits im Bereich ab 200Hz lt. deiner Simu.
                      Daher muss dieser Bereich beim Seitenbass angehoben werden, damit er auf Achse der Gesamtbox ( =90° zum Bass )nicht zu leise wird. Dadurch gibts in dem Bereich zu viel Energie im Raum.

                      Bin überrascht. Bei 200 Hz beträgt die Wellenlänge 1,7 m. Dass da Bündelungseffekte bereits eine merkliche Rolle spielen, hätte ich nicht so ohne weiteres angenommen.

                      Gruß
                      B
                      Mir kommt kein HiRes in die Anlage. Ich brauch meine Hochtöner noch länger.

                      Kommentar

                      • mechanic
                        Registrierter Benutzer
                        • 25.07.2014
                        • 2471

                        #26
                        Zitat von walwal
                        Mit Erfahrungen ist so eine Sache. Ich muss nicht die Erfahrung sammeln, dass es weh tut, wenn ich aus den 2. Stock springe. Mir reicht die theoretische Betrachtung dazu.
                        Die Empirik beim Seitenbass kostet eine Lebenstunde (und etwas Spanzuschnitt), der Sprung das Leben / ggf. viele Lebensjahre. Da kann man methodisch schon etwas anders vorgehen ...
                        Gruß Klaus

                        Kommentar

                        • Chaomaniac
                          Registrierter Benutzer
                          • 01.08.2008
                          • 2905

                          #27
                          Zitat von Fosti
                          …Nachzulesen ist das "Bündelungsmaß der Kolbenmembran" im Zwicker/Zollner Kapitel 2.11.3
                          Ich muss gestehen, das Buch ist mir zu teuer für ein Thema, das mich nicht mehr so interessiert wie früher.
                          Gaaaanz viel Zeug zu verkaufen...

                          Kommentar

                          • Whoofmax
                            Registrierter Benutzer
                            • 16.01.2008
                            • 992

                            #28
                            Die Probleme im Bassbereich kamen bei mir erst mit der Vox 253, vorher hatte ich die Vox 200, da war es gefühlt noch nicht so schlimm...
                            2 legit 2 quit

                            Kommentar

                            • Timo
                              Registrierter Benutzer
                              • 22.06.2004
                              • 11023

                              #29
                              Zitat von mechanic
                              ... Mal schauen, wie sich meine Triton´s in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft bei Timo so schlagen, in meiner Garage klingen die auch im Bass phänomenal, da brummelt und dröhnt nix! Also wie Timo sagt: Machen, hören & messen, bewerten und nicht zuviel auf Meinungen geben; Meinungen gibt es viele, Erfahrungen sind besser und führen zu Ergebnissen .
                              Absolut meine Vorgehensweise. Man muss es selbst erlebt haben, ... natürlich mit den Verbesserungen, die ich schon angesprochen habe. Die gleichen Fehler muss man nicht wieder machen.

                              Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern als wir den Zweiweger aus GF250 und KE25 hier im Forum besprochen haben, eine Grundauslegung konnte das damalige Boxsim schon sehr gut und ich fuhr damit zu Visaton zum Vermessen, und mit einer kleinsten Änderung spielte diese dann an einem Karlsruher Treffen. Keine Spur von "kann aber garnicht klappen", und "theoretisch unmöglich", und viele Theoretiker sprachen der Box ab dass diese überhaupt klingt, und? Sie war sehr gut und ich habe sie gerne gehört, https://boxsim-db.de/gf250ke25-regalbox/
                              Auch diese Regelbox hatte einige herausragende akustische Vorteile, wie zB waren Pegel/Dynamiksprünge "laut-leise" eine absolute Stärke dieser Box, ... die Abstrahlung hat man akustisch zwischen der Box sitzend unter 15 Grad nicht gehört.

                              ein gutes Beispiel wie dies hier mit dem Seitenbass, für mich hat Seitenbass sehr viele akustische Vorteile, nicht nur Optische.

                              Kommentar

                              • walwal
                                Registrierter Benutzer
                                • 07.01.2003
                                • 28952

                                #30
                                Zitat von Whoofmax
                                Die Probleme im Bassbereich kamen bei mir erst mit der Vox 253, vorher hatte ich die Vox 200, da war es gefühlt noch nicht so schlimm...
                                Die 253 hat die schlechteste Phasenbeziehung, bis zu 140 Grad daneben.

                                „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

                                Alan Parsons

                                Kommentar

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