Spulentest

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  • walwal
    antwortet
    Spart auch kein Cu, weil das Dicke in das Lange wandert

    Im Ernst, es gibt Formfaktoren für Spulen, die sollte man berücksichtigen zur Optimierung der Materialersparnis.

    Aber in der Produktion wird nicht gern mit so vielen Variablen gearbeitet, also Standardformen.

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  • Moppel
    antwortet
    Warum sind Spulen mit hoher Induktivität dann nicht eher hoch/lang statt wie üblich flach/breit?

    Gibt es Formeln, nach denen man Spulen berechnen kann, die die o.g. Parameter berücksichtigen? Hoch/lang würde ja kostbares Kupfer sparen.

    Gruß,
    Moppel

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  • Susie Q
    antwortet
    Original geschrieben von Susie Q
    Nette Alternative: Klebt man zwei Rollenkerne axial direkt aneinander, ergibt sich ein neuer Spulen-Formfaktor, d.h. z.B. bei Serienschaltung müssen kleinere Induktivitäten zum Gesamtwert zusammenaddiert werden, als bei räumlich getrennten Rollenspulen - der Formfaktor hat nach meinen Messungen ziemlich genau den Wert 1.5
    Original geschrieben von VISATON
    Ich habe heute mal ganz schnell einen Test gemacht.
    Ferrit Rollenkernspulen LR 1,5 mH:
    Der Faktor ist 1,55

    Meine Zweifel, dass der Gewinn bei Rollenkernspulen nicht eintreten könnte, waren also nicht begründet, im Gegenteil!
    Ich wüßte nicht, warum ihr etwas anderes messen solltet, nicht wahr!

    Zum Klirrfaktor der Ferritspulen: Wir erhalten durch diese Maßnahme eine höhere Induktivität als die Summe der beiden Spulen. Das Ferritmaterial ist aber nur doppelt so groß. Deswegen erwarte ich auch einen höheren Klirrfaktor als die einzelnen Spulen haben.

    Messerscharf gedacht, gratuliere. Wie bei jeder anderen Spule mit einer höheren Induktivität auch. Bei zwei räumlich getrennten Spulen gibt's zwar weniger Klirr, dafür aber auch weniger Induktivität, logisch, oder?

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  • VISATON
    antwortet
    Ich habe heute mal ganz schnell einen Test gemacht.

    Luftspulen SP 1,5 mH mit 1 mm Draht:

    SP1 = 1,475 mH

    SP2 = 1,488 mH

    Übereinander gestapelt haben beide zusammen nicht die Summe von 2,963 mH sondern 3,915 mH. Das entspricht einem Faktor von 1,32


    Ferrit Rollenkernspulen LR 1,5 mH:

    LR1 = 1,471 mH

    LR2 = 1,491 mH

    Auch hier beträgt die "Stapel-Summe" nicht 2,962 mH sondern 4,595 mH. Der Faktor ist 1,55

    Meine Zweifel, dass der Gewinn bei Rollenkernspulen nicht eintreten könnte, waren also nicht begründet, im Gegenteil!

    Zum Klirrfaktor der Ferritspulen: Wir erhalten durch diese Maßnahme eine höhere Induktivität als die Summe der beiden Spulen. Das Ferritmaterial ist aber nur doppelt so groß. Deswegen erwarte ich auch einen höheren Klirrfaktor als die einzelnen Spulen haben.

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  • SvenT
    antwortet
    Original geschrieben von HCW
    @sven: Bei Stiftkernen ist es so, wie Du beschreibst.......
    ja schon, aber trotzdem hat man doch eine höhere fluss-belastung des kernmaterials und es kommt bei derart kombinierten spulen schon bei kleineren strömen als dem nennstrom zu sättigungs-effekten
    (denke ich zumindest und das erscheint mir auch sehr plausibel)

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  • walwal
    antwortet
    So, die Spulen sind auf dem Weg...zu Visaton. Bin gespannt.

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  • HCW
    antwortet
    @sven: Bei Stiftkernen ist es so, wie Du beschreibst.
    Bei Rollen- Topf- oder Pilzkernen wird ein Teil der Feldlinien ja horizontal umgelenkt, dann wird es komplizierter. Und die Verklebung hat auch bei Sintermaterial einen schwer voraussagbaren Einfluss. Ich habe schon einige Kerne (reparatur-)geklebt, das klappt sehr gut, aber nicht 100%.

    Gruß, Christian

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  • walwal
    antwortet
    Wenn man eine Meßmöglichkeit hat - eine gute Methode, beliebige mH-Werte einzustellen, sonst Murks

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  • SvenT
    antwortet
    naja eben nicht

    die spulen sollen ja axial konzentrisch übereiandergeklebt werden
    und dann wird (wegen der "unendlich großen" permeabilität des kernmaterials) der fluss der einen spule durch den kern der anderen spule geleitet und sättigt diesen (wenn der fluss zu groß wird)

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  • VISATON
    antwortet
    Bei Rollenkernen hat jede Spule ihren eigenen Kern. Gerade deshalb glaube ich eigentlich nicht, dass die gegenseitige Beeinflussung so groß ist.

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  • SvenT
    antwortet
    bei kernspulen hätte ich vor allem meine bedenken wegen der magnetischen sättigung,
    bei guter "bündelung" des mag. flusses (war das nicht die flussverkettung???) durch das kernmaterial muss ja der fluss der von allen wicklungen der beiden kerne erzeugt wird nacheinander durch beide kerne fließen

    bei zwei gleichen spulen würde das (wenn man jeglichen streufluss vernachlässigt) heißen, dass bei gleicher Strombelastung durch das kernmaterial der doppelte fluss muss
    -> gefahr der sättigung

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  • VISATON
    antwortet
    Bei Luftspulen funktioniert diese Methode wunderbar. Man sollte nur die Möglichkeit haben, das Ergebnis genau messen zu können. Ich habe allerdings meine Zweifel, ob das aber bei Rollenkernspulen auch geht, weil die Magnetfelder der Spulen stärker getrennt sind. Aber Versuch macht kluch ...

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  • SvenT
    antwortet
    beim aufkleben aber bitte auch auf den wickelsinn der spulen achten,
    also nicht einfach spulen verschiedener hersteller blind mischen,
    sonst kommt unerwartetes dabei raus
    (nämlich nix)

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  • Susie Q
    antwortet
    Jedenfalls sind die Folienspulen gut für das Gewissen, wenn auch schlecht für den Geldbeutel.

    Gewissensbisse würden mir allein diese dekadente Ressourcenverschwendung machen. Oder meine Faulheit, Dingen auf den Grund zu gehen.

    Übrigens: würden Klirrfaktoren nicht standartmäßig unterhalb Zimmerlautstärke angegeben, käme so mancheiner in's Grübeln ... Imho für vernunftbegabte Menschen kein Grund, Mundorf und Konsorten Geld in den Rachen zu werfen (die haben ihre Klientel... *lach*), die Frage lautet: Wie lassen sich ohne großen Aufwand die Spezifikationen so verbessern, damit Meßwerten, Klang und Geldbeutel (+ wer's braucht: Gewissen) Genüge getan wird? Antwort: Die magnetisierbare Masse des Kernmaterials wird einfach verdoppelt, die Sättigungsströme ebenfalls, indem zwei Rollenkerne verwendet werden, Serienschaltung oder Paralellschaltung spielt keine Rolle (...), Hauptsache man addiert die notwendigen Einzelwerte entsprechend. Der doppelte Preis liegt damit immer noch weit unter dem anderen Zeug, von Sonderposten abgesehen (die es auch bei Rollenkernen geben mag - dann aber mit Markenqualität auf Nummer Sicher gehen, denn schlechtes Kernmaterial stellt im Ggs. zu Luftspulen alles wieder in Frage).

    Nette Alternative: Klebt man zwei Rollenkerne axial direkt aneinander, ergibt sich ein neuer Spulen-Formfaktor, d.h. z.B. bei Serienschaltung müssen kleinere Induktivitäten zum Gesamtwert zusammenaddiert werden, als bei räumlich getrennten Rollenspulen - der Formfaktor hat nach meinen Messungen ziemlich genau den Wert 1.5 - Beispiel:
    (1.2mH + 1.5mH seriell) x 1.5 = 4.05mH - die preiswerte Alternative zu einer teuren 3.9mH Kupferbandspule
    Daß dabei nicht genau der Normwert herauskommt, ist relativ Wurst, da innerhalb der Normwert-Toleranzen liegend (wer den exakten Wert zu brauchen glaubt, wickelt jeweils ein paar Windungen ab...)

    Hinweis: Die Werte der Einzelspulen sollten sollten dabei in allen Fällen möglichst den gleichen Normwert besitzen und um höchstens einen Normwert voneinander abweichen, damit sich das elektromagnetische Feld gleichmäßig über die Gesamtspule verteilt (also nicht (2.2mH + 3.3mH seriell) X 1.5 = 8.25mH, sondern (2.7mH + 2.7mH seriell) x 1.5 = 8.1mH).
    Einfache Erklärung: Die Rollenspule mit der höchsten Induktivität im Duett hat immer den höchsten Klirrfaktor, in der Summe ist der THD höher, als bei gleichen Werten der Einzelspulen, da diejenige mit dem größten Wert nicht gleichzeitig eine größere Kernmasse besitzt, den sie für den niedrigeren THD-Wert der Spule mit der niedrigeren Induktivität besitzen müßte. Der Formfaktor bleibt erfahrungsgemäß relativ unbeeindruckt davon.

    Mit Parallelschalten geht das natürlich auch, für einen 3.9mH-Wert z.B. so:
    (1 / (1 / 5.6mH) + (1 / 4.7mH) paralell) x 1.5 = 3.83mH
    Zuletzt geändert von Susie Q; 14.01.2007, 14:05.

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  • walwal
    antwortet
    Ich würde die LR-Visaton-Spulen nehmen, die haben hohe Sättigungsströme.

    Entscheidend ist wohl die Qualität des Kernmaterials für Sättigung und Drahtdicke für Widerstand.

    Verzerrungen sind nur von Goldohren hörbar.

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