das wichtigste ist, das dir der Klang gefällt. Die Messungen könnte aber ergeben, das du leiche höhen-verluste hast. Die allegemeine Aussage ist ja, das der Frequenzgang des Chasis ansteingend sein soll ( habe ich mal irgendwo gelesen ).
Messungen sind schon wichtig, aber man darf nicht anfangen, am Ende nur das zu hören, was die Messung zeigt.
ich hab Deine Projektbeschreibung schon überflogen. Leider bin ich der englischen Sprache nicht so zugetan, dass ich den Fachtext genau deuten kann. Ich kann dem nur entnehmen, dass der rote Bereich um 1000 Hz berücksichtigt werden muss. Allerdings ist mir nicht klar, was an dieser Stelle zu tun ist.
zur Not auch mal mit Google oder Bing übersetzen. Das Ergebnis kann sich lesen lassen.
Wichtig sind alle farblich gekennzeichneten Bereiche, da sie unserem Hörempfinden in einem diffusen Klangfeld entsprechen.
Du wirst also erst mal messen müssen und dann den F-Gang den Farben nach ein wenig tunen. Blau wird passiv allerdings etwas schwierig, was schade ist. Denn genau der Bereich gibt dem LSP etwas, was viele Kritiker von Omnis vermissen: Besseren Fokus in der Phantomschallquelle.
Wichtig ist auch zu wissen, daß blau, grün und gelb voneinander abhängig sind. Das wird also etwas Abstimmarbeit erfordern.
Rot kann man isoliert betrachten. Da musste ich nichts tun, sind einfach Beugungseffekte irgendwo.
jetzt bin ich wirklich bald dem Verzweifeln nahe. Ich habe den Impedanzgang und den Frequenzgang meines FX120 Projektes gemessen. Der Impedanzgang war i.O., die Abstimmfrequenz von 60 Hz stimmte mit dem errechneten Wert überein.
Allerdings ist der Frequenzgang völlig übergeschnappt. Obwohl die Freifeldmessung des Herstellers recht geradlinig wirkt, hat mein Frequenzgang einen dicken Bauch bekommen und fällt extrem nach oben ab. Die Daten werde ich nun mal in Boxsim importieren und dann versuche ich mich Deiner Zielkurve zu nähern.
Ich vermute, das wird schwieriger als ich angenommen habe.
wie hast Du denn gemessen (Abstand, Mic-Höhe) ? Das ganze sieht mir irgendwie zu rund aus. Fast, als gäbe es gar keinen Reflektor. Und einen Bafflestep bzw. seinen Überrest kann ich auch nicht erkennen.
Wie ist der Abstand des Reflektors zur Membrane ? Hast Du damit mal gespielt, um zu sehen, wie sich das auf den F-Gang auswirkt ?
Die Freifeldmessung des Herstellers ist wahrscheinlich in einer "großen" Normschallwand gemacht und nicht zu vergleichen.
Dein Reflektor ist wahrscheinlich auch nicht 1. Wahl. Einen Hyperboloid würde man besser für eine Koax Chassis nehmen, so wie in der Redondo eines verbaut ist, zu der der Reflektor gehört.
der Frequenzverlauf ist doch in erster Nährung genau so, wie man es von einem BB erwarten kann, der per Reflektor zum 360 Grad-Strahler umfunktioniert wird.
Jeder Treiber, auch BB's bündelt oberhalb seiner Bündelungsfrequenz (warum heißt die wohl so ???) mehr und mehr und, wenn er noch zu Höhenwiedergabe in der Lage ist, dann nur noch in einem ganz schmalen Winkelbereich.
Er bündelt also wie ein "Laserschwert".....
Damit einher geht die sich aus der Treibermechanik ergebende Tatsache, das die über alle Raumwinkel gemittelte Gesamtschallenergie oberhalb der Bündelungsfrequenz mit steigender Frequenz abfällt.
Nun verteilt man die wenige vorhandene Hochtonenergie auf 360 Grad.
Was soll denn dabei anderes herauskommen, als ein deftiger Höhenabfall ?
Das funktioniert nur dann halbwegs, wenn der BB zum HT hin einen kräftigen und kontinuierlichen Höhenanstieg hat (ab der Bündelungsfrequenz !!) , entzerren muß man dann aber wohl immer noch.
mir kam das auch schon so vor. Alles sieht viel zu glatt aus.
Aber nun mal zu den Messbedingungen. Der Diffusorkegel entspricht nicht der Zeichnung, es ist der MT130. Dieser hat eine etwas hyperbolische Form. Die Mikrofonhöhe entsprach der Mitte des Diffusors. Mikrofonabstand ein Meter. Gating bis zur ersten Reflektion.
Ich kann sagen, dass ich die Messungen mit unterschiedlichen Abständen und verschiedenen Gatings ausgeführt habe, aber ohne groß Veränderungen des Frequenzganges festzustellen.
Zu dieser Messung habe ich keinen Vergleich, da ich mir einen Messraum neu eingerichtet habe. Der Messraum hat ein niedriges RT 60 mit 0,2 sek., vielleicht rührt der glatte F-Gang daher.
Für die tiefen Frequenzen habe ich noch eine Nahfeldmessung hinzugefügt, der Mik-Abstand betrug 10 cm, dichter ging es nicht.
Auffällig ist eine kleine Senke bei 2kHz. Nach einer Drehung des Lautsprechers um 90 Grad war die Senke weg. Vermutlich eine Reflektion der Diffusorhalter.
OK, hört sich alles gut an. Die Nahfeldmessung hat allerings nur eine bedingte Aussagekraft im Vergleich zu "normalen" LSP.
Die Senke bei 2KHz: hatte ich auch so interpretiert.
Gut, dann würde ich mal noch eine Vergleichsmessung ohne Diffusor machen. Dann sieht man ja den Einfluss der "Hyperbolognese" direkt. Wie gesagt, vielleicht wärst Du mit einem 90° Kegel besser bedient, da in den Höhen mehr rumkommt.
OK, aber bitte zeig auch nochmal einen F-Gang ohne Reflektor. Am besten einmal kombiniert mit Boloide und einmal mit Kegel damit man die unterschiedlichen Wirkweisen sieht. Das wäre super.
es kommt immer so, wie es eben nicht passieren soll. Meine Messung mit dem sehr glatten Verlauf war eine Fehlmessung. Leider zeigt einem ARTA alles an, selbst wenn es der größte Unsinn ist. Da ich den Messraum neu eingerichtet habe, dachte ich "es muss wohl so sein", aber weit gefehlt.
Jetzt habe ich einen Berg und Tal Frequenzgang, wie man den seinem Feind nicht wünscht. Aber so gnadenlos ist halt die Realität.
Den Diffusor habe ich entfernt und der Frequenzgang sieht nach wie vor unmöglich aus. Immer wieder Einbrüche, die sich mit Regelmäßigkeit wiederholen. Ich vermute hier spielt der Kanteneinfluß eine Rolle. Dem Chassis spendiere ich jetzt mal eine kleine Schallwand. Die Messung mit und ohne Schallwand dürfte einiges erklären.
die ganze Sache erinnert mich an Murphys Gesetz: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“
Jetzt habe ich die ARTA Daten in Boxsim importiert.
Man kann bei 200 Hz eine tiefe Senke erkennen. Die ist aus meiner Sicht bedeutungslos, da hier die ARTA Daten unplausibel werden. Bei 1700Hz scheint sich ein Baffle Step breit zu machen. Der Berg bei 7,5kHz erscheint jedoch als Membranresonanz. Eigenartigerweise findet man diese Resonanz beim Herstellerfrequenzgang nur unter 30 und 60 Grad. Sollte diese auf Achse entfallen???
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