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Hörvergleich von Lautsprecherkabel

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  • Reim
    Registrierter Benutzer
    • 29.06.2001
    • 1505

    Hörvergleich von Lautsprecherkabel

    Hallo zusammen,

    auf diesen Test habe ich mich schon lange gefreut, seit einiger Zeit schwebte mir vor, einmal "bezahlbare" Kabel miteinander im Hörtest zu vergleichen. Dieses Erlebnis möchte ich gern mit euch teilen.

    Zur Kabelauswahl:
    Ich entschied mich für verschiedene Kabel da mir folgende Kriterien wichtig erschienen:
    • wohnraumfreundliche Querschnitte bis 2x3qmm
    • problemlos als Meterware verfügbar
    • vom Aufbau her für das Selbstkonfektionieren geeignet
    • möglichst unterschiedliche Konstruktionen
    Ich wollte unbedingt einmal erhören, ob sich das eine oder andere Kabel in der Kette bemerkbar macht, ob und welche Konstruktion den Signalfluss möglichst wenig beeinflusst. So entschied ich mich für folgende Kabel.
    1. Oehlbach SP25 – also die wohl einfachste und bekannteste Art von Lautsprecherkabel von der Rolle mit 2x2,5qmm. Der Preis liegt hier bei ca. 3€/m.
    2. SC Elephant 415 – Rundkabel mit 4 Adern, die paarweise über Kreuz verschaltet werden, für eine geringere Induktivität, mit 2x3qmm. Der Preis liegt hier bei ca. 5€/m.
    3. Inakustik Atmos Air Exzellenz – Kabel mit größeren Abstand und expliziter Luftkammer zwischen den Leitern, sowie einer speziellen Wickeltechnik der Litzen, für eine geringere Kapazität, mit 2x3qmm. Der Preis liegt bei rund 7€/m.
    4. Reckhorn L3 – Flechtkabel, welches von HH empfohlen wurde, aufgrund der 8 geflochtenen Adern für geringe Induktivität beworben wird, mit somit 2x3qmm. Der Preis liegt hier bei knapp 4€/m.
    Um die Handhabung beim bevorstehenden Test zu erleichtern, mussten die Kabel natürlich sauber konfektioniert werden, dazu später weiter unten mehr,

    Hier nun einige Bilder der fertig konfektionierten Kabel:

    1. Oehlbach SP25


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Oehlbach_SP25_fertig.jpg Ansichten: 1 Größe: 69,6 KB ID: 735917

    2. Sommer Elephant 415

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: SC_Elephant_415_fertig.jpg Ansichten: 1 Größe: 70,2 KB ID: 735918

    3. Inaktustik Atmos Air

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Inakustik_fertig.jpg Ansichten: 1 Größe: 70,6 KB ID: 735919

    4. Reckhorn L3

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Reckhorn_L3_fertig.jpg Ansichten: 1 Größe: 61,5 KB ID: 735920

    Zuletzt geändert von Reim; 26.03.2026, 17:46.
    Viele Grüße

    vom Reim
  • Reim
    Registrierter Benutzer
    • 29.06.2001
    • 1505

    #2
    Weiter Konfektionierung.

    Konfektioniert habe ich die Kabel (so wie oben zu sehen) alle mit der gleichen Sorte von Bananenstecker, die Litzen habe ich mit Aderendhülsen sauber gecrimpt.

    Wichtig war mir hier eine möglichst identische Konfektionierung, damit evtl. Einflüsse durch andere Verbinder ausgeschlossen werden konnten.


    Die Kabel habe ich dann zusammen mit dem Banana weiter mit Schrumpfschlauch geschützt.

    Auch das Auge darf sich erfreuen, so nutzte ich bei dem Inakustik und Sommer Kabel einen Gewebeschlauch.


    Beim Inakustik möchte ich ergänzen, dass die Y-Splitter hier eine echte und für mich notwendige Ergänzung darstellen, denn durch den besonderen Kabelaufbau ist die abisolierte Litze recht schützenswert, kleine und unwillkürliche Biegeradien am Stecker und Kabel sind ohne nicht zu vermeiden und belasten das Kabel im Besonderen. Der Y-Splitter schützt und stabilisiert die Litze, so dass in der Summe eine solide Handhabung gegeben ist. Bei allen anderen Kabel gab es keine vergleichbaren Besonderheiten.

    Bilder vom Prozess:

    1. Inakustik Atmos Air - Abisoliert, mit Schrumpfschlauch geschützt und gecrimpte Aderendhülse, später Gewebeschlauch, den Y-Splitter und Bananas.


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Inakustik_3.jpg Ansichten: 0 Größe: 55,1 KB ID: 735929

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Inakustik_4.jpg Ansichten: 0 Größe: 61,8 KB ID: 735933


    2. Reckhorn L3 - entflochten, verdrillt, gecrimpt, hier mit einer Aderendhülse mit Kragen um die Kabel sauber zu führen, später Bananas dran und mit Schrumpfschlauch geschützt.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Reckhorn_L3_2.jpg Ansichten: 0 Größe: 47,9 KB ID: 735931

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Reckhorn_L3_1.jpg Ansichten: 0 Größe: 53,5 KB ID: 735930


    3. Oehlbach SP25 - abisoliert und mit Aderendhülsen versehen

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Oehlbach_SP25_1.jpg Ansichten: 0 Größe: 50,7 KB ID: 735932


    Viele Grüße
    Reim
    Zuletzt geändert von Reim; 26.03.2026, 17:41.
    Viele Grüße

    vom Reim

    Kommentar

    • Reim
      Registrierter Benutzer
      • 29.06.2001
      • 1505

      #3
      ... Hörtest-Lautsprecher

      Zum Hörtest nutze ich einmal meine Concerto nebst der Animo, also eine ausgewachsene Standbox sowie eine vergleichsweise kleine Regalbox, auch hier interessiert mich, gibt es unterschiedliche Aussagen zu den Kabel oder spielt die Box selbst keine Rolle.

      Animo - Regalbox mit AL170 und 2x KE25SC - Visaton Diskussionsforum

      Concerto - 3 Wege Box TIW250XS 2x TI100 und ScanSpeak - Visaton Diskussionsforum
      Viele Grüße

      vom Reim

      Kommentar

      • Ph-il
        Registrierter Benutzer
        • 19.10.2020
        • 191

        #4
        Einen mess und hörbaren unterschied hatte ich feststellen können zwischen 2,5mm standard kupfer und 2,5mm Silberbeschichtetem Kupfer. Beides von Oehlbach.


        wenn ansonsten die Querschnitte und Materialzusammensetzung gleich ist, wird sich vermutlich nicht viel tuen.

        viel spaß beim testen.
        Fände es super wenn auch gemssen wird bei dem test, um das gehörte auch grafisch darzustellen. Am besten nicht nur mit Mikrofon sondern auch mit Oszilloskop

        Kommentar

        • BananaJoe
          Registrierter Benutzer
          • 01.01.2004
          • 500

          #5
          Auf jeden Fall schön konfektioniert!

          Bin gespannt ob du einen Unterschied hörst.

          Kommentar

          • donhighend
            Registrierter Benutzer
            • 09.03.2009
            • 593

            #6
            Es wird keine Unterschiede geben, außer denen, die die Psychoakustik beisteuert.
            Gruß Alex

            Kommentar

            • GF250
              Registrierter Benutzer
              • 29.03.2017
              • 864

              #7
              In meiner Gläubigenzeit hab ich versuche mit kreuzverschaltetem Netzwerkkabel und das schlimmste war ein kreuzverschaltetes Ölflex 25×1mm2, null Unterschied zum 2×1,5mm2 Standart Lautsprecher- oder Euro Anschlussleitung. Bin gespannt zu welchem Ergebnis Reim hier kommt.

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              • Niwo
                Registrierter Benutzer
                • 15.07.2005
                • 914

                #8
                Das 25x1 habe ich auch noch zuhause liegen.
                Ergebnis siehe oben.
                Sobald ein Kabel ausreichend Querschnitt hat, dass kein nennenswerter Spannungsabfall stattfindet, ist alles gut.
                Ich baue schöne Boxentürme; Bässe massieren eure Seele, ich bin die Abrissbirne für die deutsche Szene! (Peter Fox)

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                • ubix
                  Registrierter Benutzer
                  • 26.03.2008
                  • 3720

                  #9
                  Wichtig wäre ja zu wissen, welche Kapazität und Induktivität die verschiedenen Kabel eigentlich haben. Und ab welchen Werten macht sich so etwas überhaupt technisch bemerkbar. Hörvergleiche sind da immer sehr subtil, da dabei auch die Psychologie eine Rolle spielt. Und die Zeit, die es zum Wechsel der Anschlüsse benötigt, sofern man das nicht mit Umschaltern macht.

                  Morgens hört man z.b. anders als Abends, usw. Eigentlich müsste so etwas auch im Blindtest gemacht werden, aber natürlich ist es sicher interessant, wieweit man da Unterschiede wahr nimmt, auch wenn das vielleicht nur psychologische Effekte sind. Man könnte in der Tat theoretisch auch Kabel aus KFZ Starterkabel 16mm² konfektionieren, um diese als Vergleich zu nehmen. Zu mindestens wären die billiger als irgendwelche 2000€/meter Monsterkabel.
                  Ich kann mich persönlich daran erinnern, das ich mal bei einem Lautsprecherbau vor lauter Hörversuchen bald gar nicht mehr wusste, was nun gut oder schlecht war. Irgendwann hatte ich sogar zu UKW Senderrauschen als Vergleich gegriffen
                  Mit Freundlichem Gruß,

                  Ubix
                  __________________________________________________ ____

                  Spielt der Bass zu tief, kommt der Nachbar und droht mit Krieg.

                  Kommentar

                  • Reim
                    Registrierter Benutzer
                    • 29.06.2001
                    • 1505

                    #10
                    Hallo zusammen,

                    Mir ist völlig klar, das Thema "Kabelklang" wird womöglich intensiv umd kontrovers diskutiert und hat das Potenzial manche Gemüter zu erregen.

                    Ich bin fest der Überzeugung, das ein Kabel nicht klingt! Es kann im einfachsten Fall die Signale unverfälscht übertragen, aber eben auch beeinflussen. Es geht also darum, ein Kabel zu nutzen, welches das Musiksignal möglichst nicht beeinflusst.

                    Für mich habe ich das Thema mal eher theoretisch betrachtet, ergänzt gern, falls ich etwas übersehen oder vergessen habe.

                    Ein Kabel kann man näherungsweise als Ersatzschaltbild für ein kurzes Stück so beschreiben.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 20260330_104053.jpg
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Größe: 77,6 KB
ID: 736236

                    Hier vernachlässigt man noch verschiedene Effekte, wie, dass der ohmsche Widerstand mit der Frequenz steigt oder auch die Mikrofonie.

                    Ich für meinen Teil kann mir durchaus vorstellen, dass Impulse durch ein Kabel verformt werden, das Umladen der Kapazität oder das Überwinden der Gegeninduktion braucht Energie, auch Übergangswiderstände beeinflussen frequenzselektiv, das habe ich kürzlich bei meiner Concerto festgestellt und hier im Forum geteilt (Löten von Kabel).

                    Die Kapa und die Induktivität habe ich mit meinem hobbyistischen Mitteln gemessen, sie weichen durchaus voneinander ab und zeigen die Unterschiede der verschiedenen Bauformen.

                    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 20260404_154614.jpg
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ID: 736237

                    Die Frage ist nun, spielt das hier im Hörtest überhaupt eine Rolle, ist der Einfluss der verschiedenen Parameter hörbar?

                    Viele Grüße
                    Reim
                    Viele Grüße

                    vom Reim

                    Kommentar

                    • DanielK78
                      Registrierter Benutzer
                      • 11.03.2021
                      • 521

                      #11
                      Wenn du mal die ganzen Weichenbauteile anschaust und auch das Chassis selbst und dann noch überlegst wo das Signal vorher noch in der Endstufe durchgefûhrt wird... In welchem Verhältnis soll da die kurze Zuleitung in den Klang eingreifen?

                      Kommentar

                      • goofy_ac
                        Registrierter Benutzer
                        • 17.02.2018
                        • 1248

                        #12

                        Rechnen wir doch einmal durch:

                        Die kleinste Luftspule (als Referenz, Kabel haben üblicherweise keinen Ferritkern) im Visatonprogramm hat eine Induktivität von 0,1mH (100uH). Eng tolerierte Spulen werden mit +/-2% gefertigt, entsprechend +/-2uH

                        Das liegt von der Größenordnung her bei den Werten, die Du für das ganze Kabel gemessen hast, bedeutet also, dass das ganze Kabel die Toleranzfeldbreite einer einzigen Luftspule der kleinsten Größe bestellt.

                        Spannend wird es allerdings, wenn man mal drüber nachdenkt, wie besagtes Kabel verlegt wurde. Denn wir wissen, je mehr Schläge um einen virtuellen Mittelpunkt herum, desto größer wird die Induktivität (…und am Ende halt auch von der Geometrie her eine Spule geboren wird)

                        Also könnte ein „böser“ Effekt wohl in vergleichbarer Weise ebenso durch unsaubere, kurvenreiche Verlegung entstehen. Die Rechnung mag aber jemand anderer anstellen - ich bevorzuge nicht umsonst den Maschinenbau

                        Viele Grüße - Axel

                        Kommentar

                        • Clara
                          Registrierter Benutzer
                          • 31.01.2015
                          • 43

                          #13
                          Da steht alles drin was man wissen muss

                          https://www.yumpu.com/de/document/re...udio-magazin/1

                          inklusive Formeln

                          Kommentar

                          • ubix
                            Registrierter Benutzer
                            • 26.03.2008
                            • 3720

                            #14
                            Ein 1,38 nF Kondensator hat bei 20khz 5760 Ohm. Erst bei 28 Mhz würden z.b. 4 Ohm erreicht. 4.8uH hat bei 20 khz 0,08 Ohm. Das alles sollte im Prinzip keine hörbaren Auswirkungen haben. Vielleicht würden Fledermäuse eine Veränderung hören
                            Mit Freundlichem Gruß,

                            Ubix
                            __________________________________________________ ____

                            Spielt der Bass zu tief, kommt der Nachbar und droht mit Krieg.

                            Kommentar

                            • GF250
                              Registrierter Benutzer
                              • 29.03.2017
                              • 864

                              #15
                              Ein 2-Kanaliges Oszilloskop, Eingang gegen Ausgang in Echtzeit zur Frequenz zu sehen, Kabellänge nach belieben. Schwierig wird es nur an ein Oszi zu kommen. Haben früher ein solches Experiment gemacht mit verschiedenen Kabeln, mit bis 20 kHz unrelevanten Veränderungen.

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