Selbstbau vs. Stangenware

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  • AlphaRay
    antwortet
    Zitat von ropf
    Ich mag den Ansatz - der eigenen Zeit keinen "Wert" beizumessen mit der Alternative des Glotzens irgendwelcher TV-Serien - nicht so stehenlassen.
    Alpharay - irgendwann wirst du feststellen, das Zeit das Wertvollste überhaupt ist.
    Das weiß ich schon seit einigen Jahren..ich bin mittlerweile 36
    Von fünf Stunden Abends Serien schauen bin ich seit Jaahren weg...dafür kümmere ich mich um meine Hobbys Fotografie, "Basteln" und Trekking/Wandern.. Alte Hobbys wie Malen kommen noch dazu...
    Dafür ist die Zeit ja da - womit soll man sie sonst füllen? Noch mehr Arbeit? Wir leben um zu leben...


    "Sind nicht eigentlich original nachgebaute Bauvorschläge ebenfalls Stangenware? Stangenware, die Industrie oder Handwerk mit erheblich weniger Arbeitstunden herstellen könnten?"
    Darum gehts immer noch nicht. Wie gesagt: bei mir war der Faktor KOSTEN das entscheidende - wie bei sehr vielen anderen, welche mit Lautsprecherbau anfangen.

    Grob nach diesem Schema wird es bei JEDEM hier im Forum gelaufen sein:

    Will ich GUTE Lautsprecher? -> JAA -> HABE ich überhaupt z.B. 5000 € ÜBER für Lautsprecher? NEIN -> Kann ich GUTE Lautsprecher für z.B. 1000 € bauen? JAA -> Habe ich überhaupt 1000 €? -> NEIN -> Habe ich z.B. 500 € für einigermaßen GUTE Lautsprecher? JAA -> Baue Lautsprecher...

    Sonst hätte jeder hier im Forum nur TIWs, MHTs und TIs bei sich stehen..

    Ich höre 80-95% meiner wachen Zeit Musik. Sei es auf der Arbeit, im Auto oder Daheim. Daheim schaue ich auch gerne mal nen Film, weshalb die Lautsprecher dort besser sein dürfen. Da es einen Hauptteil meiner Freizeit aus macht, habe ich mehr als fünf Euro für über...aber immer noch keine 5000 €...

    Normal läuft es so: brauche ich ewas unbedingt? -> JA -> Kann ich es mir leisten? -> NEIN -> Kann ich es viel günstiger selber bauen? -> JA -> bauen / NEIN? -> pech gehabt

    Ich baue vieles, weil ich mir feriges einfach nicht leisten kann und WILL. Wozu soll ich für ein bissl Blech 1500 € hinlegen (Kaffeeröster), wenn ich es für 1/10tel der Kosten selber bauen kann? Und ich habe SPASS dabei.. und ich kann es selber WARTEN und REPARIEREN..(!).

    Fertigwaren haben zwei Probleme: 1 . sind diese oft überteuert auf dem Markt..sieht man, wen diese nach einem Jahr z.B. auf 20% des ursprünglichen Preises gefallen sind. Der der am Anfang gekauft hat ärgert sich schwarz, weil er dann den "echten" Wert des Produktes sieht 2. die Garantie. Nach Ablauf der Garantie hat man oft Pech. Kann das Produkt nur noch in der Bucht oder Müllverwertung los werden. Was heute leider Standard ist.

    Gegen 1 kann man beim Selbstbau Rücksicht nehmen..Materialwahl, welche aber auch über 2. entscheidet: Qualität und Haltbarkeit. Baue ich ewas aus Holz, Stahl oder Edlestahl?
    Dazu kommt, dass es für Privatbauten keine Garantie gibt. 1. baut man es oft besser und stabiler als man es hätte kaufen können (zu einem vielfachen des Bastelpreises) und 2. kann man es jederzeit reparieren, da man ja den kompletten Aufbau kennt...


    Es geht beim selber Bauen nicht darum die Preise der Fertigwaren zu schlagen..es geht darum, sich etwas zu leisten, was man sich sonst nicht leisten kann oder so nicht auf dem Markt existiert, wie man es gerne hätte. Die Zeit spielt keine Rolle, da Basteln Spaß macht und man von dem erstellten Gegenstand eine laaange Zeit Spaß haben wird, da man es jederzeit auch selbst reparieren kann, was gleichzeitig besser für die Umwelt ist.

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  • ropf
    antwortet
    Ich mag den Ansatz - der eigenen Zeit keinen "Wert" beizumessen mit der Alternative des Glotzens irgendwelcher TV-Serien - nicht so stehenlassen.
    Alpharay - irgendwann wirst du feststellen, das Zeit das Wertvollste überhaupt ist.

    Selbstbau in Zeiten eines unüberschaubar breiten Angebots in Qualität und Preis ist generell eine Frage des eigenen Wertesystems. Geht es um den Konsum "guten Klangs" oder (eines mehr oder weniger guten) Designs? Ist Arbeit Mittel zum Zweck? Oder ist sie ein Ausdruck der Freiheit, die Welt um sich herum zu erkennen und zu gestalten? Je nach dem steht sie in der Abrechnung auf der Soll- oder auf der Haben-Seite ...

    Sind nicht eigentlich original nachgebaute Bauvorschläge ebenfalls Stangenware? Stangenware, die Industrie oder Handwerk mit erheblich weniger Arbeitstunden herstellen könnten?

    Fakt ist, das der Vorteil der krass höheren Produktivität nur bei Massenware zum Tragen kommt. Fakt ist auch, das in unserem Wirtschaftssystem Arbeit mit ganz erheblichen Nebenkosten belastet ist. Damit meine ich nicht nur Steuern und Sozialabgaben sondern vor allem Zinslasten, die über alle möglichen indirekten Kanäle im Endeffekt rund 40% der Poduktpreise ausmachen. Unterm Strich muss man etwa 4 Stunden selbst bezahlt arbeiten, um 1 Stunde gleichwertige Fremdarbeit bezahlen zu können - was den möglichen Produktivitätsvorteil teilweise oder gänzlich auffrist ...

    Imho kann man mit Stangenware durchaus leben, solange man sich exakt im Mainstream bewegt. Weicht man auch nur wenig ab, wird es teuer und murksig - oder sehr teuer - so dass sich Selbstbau auch unter Berücksichtigung der eigenen Arbeit durchaus rechnen kann.

    Beispiel gefällig? Man nehme pitsches 3-Wege-dsp-Einbauendstufe - stelle fest, das Vergleichbares kaum auf dem Markt ist - vergleiche sie mit dem Angebot an aktiven DSP/3-Wege-Boxen auf der "sehr teuren Seite" - und dem "teuren Murks" aus DCXen, externen Endstufen, massiven Kabelverhauen inlusive mehrfacher DA- und AD-Wandlung ... und wenn das nicht reicht stellle man sich ein Heimkinosystem in dieser Technik vor
    Zuletzt geändert von ropf; 13.08.2015, 12:50.

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  • kmm
    antwortet
    Zitat von squeeze
    .."geschwollen" oder (mit deinen Worten) artiziell..
    der besagte Satz war schon so gemeint, wie er da stand. Man muß allerdings
    höllisch aufpassen, daß nicht, wie in deinem Fall, nach Abklingen der Schwellung (fi),
    Falsches dasteht: (artiziell)

    Zitat von squeeze
    Völ geht es ja noch mehreren so!
    da bin ich überzeugt von
    Zuletzt geändert von kmm; 12.08.2015, 16:35.

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  • squeeze
    antwortet
    @kmm: Redest du eigentlich außerhalb des Forums auch so "geschwollen" oder verpackst du dein geschreibsel einfach gern (mit deinen Worten) artiziell??? Den ab und zu scheinen mir deine Worte schon etwas schwer verständlich!

    P.s. Das ist jetzt nicht böse gemeint. Nur hab ich mich schon des öfteren dabei erwischt mitten in einem deiner Beiträge einfach aufzuhören zu lesen, weil mir da zu komisch geschriebenes zeug stand!

    Völ geht es ja noch mehreren so!

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  • kmm
    antwortet
    eine allgemeingültige Aussage läßt sich schon der individuellen "Leidensfähigkeit"
    wegen nicht treffen. Den einen schert die artifizielle Erscheinung im sonst
    rundgestylten Wohnzimmer wenig. Andere legen mit WAF-"Schmiergeldern" beim
    Eigenbau letztlich doch noch drauf. Nicht wenigen fehlt die nötige Hingabe
    sich fachlich aufs erforderliche Niveau zu heben. Kurz: xy Selbsbauer, xy Antworten
    zur Frage, xy-? schließen von sich auf alle andern .

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  • AlphaRay
    antwortet
    Sieben identische gebrauche zu bekommen wird aber schwierig...

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  • albondiga
    antwortet
    Zitat von AlphaRay
    Damit kriegt man nen Heimkino aber auch nicht voll...
    Mit gebrauchten Alto I geht das recht schnell...

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  • AlphaRay
    antwortet
    Zitat von horr
    Wenn es nur um den Preis geht, kauft euch gebrauchte Selbstbau-Lautsprecher
    Damit kriegt man nen Heimkino aber auch nicht voll...

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  • yoogie
    antwortet
    Schon, aber: lediglich die Tieftöner sind von einer anderen Marke
    und eine geknickte DSM 50.
    Aber sonst...

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  • horr
    antwortet
    Wenn es nur um den Preis geht, kauft euch gebrauchte Selbstbau-Lautsprecher

    Beispiel
    Visaton Atlas Compact MK II Haupt-/Stereolautsprecher

    Beendet: 07. Jun. 2015 20:26:08 MESZ
    Verkauft für:EUR 150,00
    http://www.ebay.de/itm/Visaton-Atlas...p2047675.l2557

    Die sind nicht zu schlagen

    MFG

    Christoph

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  • linux1972
    antwortet
    Ich stelle mal die These auf, dass man für die Hälfte bis 2/3 des Preises eines Fertig-LS einen klanglich vergleichbaren SB-LS, mit entsprechendem Arbeitsaufwand auch einen optich vergleichbaren SB-LS bauen kann.

    Dass das im Einzelfall beliebig anders ausgehen kann, ist auch klar. Alleine die Fragen, was ist eigendlich "klanglich vergleichbar" oder "was ist besserer oder schlechterer Klang" oder "gefällt besser oder schlechter" ist ja nicht so einfach zu beantworten. Kann man das an irgendwelchen Merkmalen der Konstruktion oder der Chassis festmachen oder am technischen Aufwand der betrieben wird (sofern man den als nicht-Insider überhaupt bewerten kann)?

    Auch darf man hier nicht irgendwelche Super-Schnäppchen von Rudis-Resterampe zum Vergleich heranziehen, die gibt's bei Einzelchassis auch, dass es aber dann das ist, was man eigentlich haben möchte, ist eher unwahrscheinlich.


    Ob Selbstbau z.B. in der 200€-Klasse noch Sinn macht, ist schon fragwürdig.
    Allerdings habe ich mich mit 14Jahren (vor 29Jahren) als Schüler schon gefeut, dass ich für 100DM das Stück genauso gut klingende BS-LS hatte wie mein Bruder, der 200DM das Stück für seine Magnat Sonobull 20 ausgegeben hat.

    Gruß

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  • albondiga
    antwortet
    Es gibt einen Preisbereich, bei dem kann man mit Selbstbau das Preis/Klang-Verhältnis von Fertigboxen schlagen. Das gilt nicht für z.B. aktive Nahfeldmonitor in der 150 EUR Klasse oder in der Preisklasse der großen Neumann-Monitore. Was man an Gehäusequalität erzeugen und erdulden kann, hängt ebenso von der persönlichen Selbstbauernase ab wie die Notwendigkeit einer virtuellen Schwanzverlä... äh eines Statussymbols.

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  • AlphaRay
    antwortet
    Das ist aber ne komische Konstruktion

    <table cellpadding="0" cellspacing="0"><tbody><tr class="even"><td class="key">Bestückung:</td><td class="value">1x Hochtöner mit 25 mm Seidengewebekalotte
    3x 220 mm Tieftöner mit Polypropylenmembran</td></tr></tbody></table>
    Da wird also ein 220mm Tieftöner als Mitteltöner genommen? Mh..zu Trennfrequenzen steht da nix.

    Den hätte ich z.B. mit 3 x W200S gebaut (auch wenns nicht sehr sinnvoll ist - W130S/170S wäre als MT besser) + G20SC.
    Sind 3 x 40 € + 1 x 40 €. 40 € MDF + 20 € Folie/Furnier + 10 € Klemmen + 10 € BR-Kanal.
    160 + 80 = 240 €. Wäre man bei der Hälfte. Mit W130S wärens noch mal 18 € weniger.

    Auch wenn man es netter haben will und mit zwei GF200 + AL130 + G20SC baut sind es: 2 x 80 € + 80 € + 40 € = 280 € für Chassis. Dazu 100 € für Weiche. 40 € MDF + 20 € Folie oder Furnier. 10 € Klemme + 10 € Bassreflexkanal.
    280 + 100 + 80 = 460 € ...da kommt man schon in den Bereich der richtigen Box. Müsste man sich nur fragen, was denn besser klingt

    Anders sieht dann aber wieder aus, wenn man das als Set haben will - 5.1 kostet bei denen gleich 2344 €. Bei so einem Preis schlucken gleich viele und drehen sich um
    http://www.nubert.de/nubox-683-set/s1611/?category=212

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  • linux1972
    antwortet
    @Daniel Düsentrieb

    Natürlich baue ich Dir für 250€ das Stück Materialaufwand solche Gehäuse !

    Ist alles eine Frage des Arbeitsaufwandes den wir ja hier nicht in die Diskussion mit einbeziehen.

    Ganz klar ist man mit dem Bau solcher Gehäuse mehrere Monate beschäftigt.

    Sicherlich muß man dann auch ne Menge Gehirnschmalz investieren, wie man solche Gehäuse herstellt, benötigt man Vorrichtungen, Schablonen, kennt man jemanden mit einer CNC-Fräse, usw.

    Aber das ist ja ein Merkmal eines Hobbys, es geht nicht darum möglichst schnell fertig zu werden.

    Und wenn dann so ein Ergebnis dabei rauskommt und das dann noch für die Hälfte des finanziellen Aufwandes genauso gut klingt, dann kann man auch stolz darauf sein.

    Gruß

    Achim

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  • Daniel Düsentrieb
    antwortet
    @ AlphaRay

    so kommen wir der Sache schon näher.
    Warum nimmst Du aber eine Designerbox und vergleichst die mit Selbstgebasteltem?
    Dann vergleiche doch schlichte Lautsprecher mit der Selbstbaubox, z. B. eine Nubert nuBox 683 für ~ 500 €.
    Dann wird der Vergleich etwas ehrlicher

    MfG
    DD

    PS: ich höre momentan mit Lautsprechern, die mich keine 100 € gekostet haben.

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