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  • monoton
    antwortet
    Zitat von VISATON Beitrag anzeigen
    @ AlphaRay: Der Exciter sollte vor allem in der Mitte gut anliegen. Das erreicht man am besten mit Doppelseitigem Klebeband. Allerdings kann man dann nicht mehr so leicht verschiedene Materialien testen, weil man den Exciter schlecht wieder lösen kann. Es geht, aber man muss sehr vorsichtig mit einem Messer die Montagefläche ablösen, möglichst ohne sie zu stark zu verbiegen. Aber zu oft darf man das nicht machen.

    Zitat von VISATON Beitrag anzeigen
    Vermutlich sind die Drähte außen am Übergang zum Terminal gebrochen. Das passiert schon mal, wenn man die Exciter oft aufklebt und wieder löst. Wir werden das kulant behandeln, weil es ja ein Schaden ist, der im Dienste der Wissenschaft aufgetreten ist. Ich melde mich per PN.
    Hmm, könnte man solchen Schäden vielleicht insofern entgegenwirken, wenn man für die "allgemeineren" Tests z.B. erstmal eine 60x60x1mm Balsaplatte auf dem Exciter verklebt, auf die man dann wiederum alle anderen Platten/Materialen mit beidseitigem Klebeband verklent, oder gehts dabei eher darum, dass die Montagefläche beim Demontieren plan und nicht schief im Exciter-Gehäuse liegen soll?

    Gruß,
    monoton

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Hallo,
    Feinheit: meines Wissens ist nicht zufälliges, sondern chaotisches, also determiniertes Verhalten angestrebt. Nur so ließe sich ein zeitlich konstantes Abstrahlverhalten und damit Klangbild realisieren.
    Der Erzitterer hat im Flächenschwerpunkt sicher auch nicht die optimale Position, das wäre ja zu einfach. Ich fürchte viel Probieren, um den für den "optimalen" Klang besten Anregungspunkt zu finden, jedenfalls liest sich das bei den in verschiedenen Foren veröffentlichten Versuchen so.
    Gruß, Timo

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  • fabi
    antwortet
    Eine ebene Fläche ist keine Schallführung. Ich sagte, dass es klanglich einen Unterschied macht, ob das Abstrahlverhalten durch zufällige Phasenlage einer ebenen Fläche oder durch eine Schallführung entsteht. Der Vorteil, der durch Exciter angeregten Flächen, soll sein, dass sie auch seitlich noch vergleichsweise viel Schall abstrahlen, der Abstrahlwinkel also breit ist (durch Interferenzeffekte). "Breites Abstrahlverhalten" lässt sich auch durch Schallführungen erreichen. Die Phasenlage ist dann entlang der Wellenfront stets gleich (kohärent) und weitestgehend interferenzfrei. Wenn das Horn rotationssymmetrisch und die Steigung stets konstant ist, spricht man von konischen Hörnern/Schallführungen. (einfachste Bauform)

    Die Phasenlage bei Excitern ist auf der ganzen Oberfläche mehr oder weniger "zufällig". Selbstverständlich folgt sie den Regelmäßigkeiten eingespannter Platten, je nach Randbedingung, Materialeigenschaften und Anregungspunkt ergeben sich Muster, bekannt aus der Mechanik. Mit der Phasenlage des Eingangssignals hat das aber nichts mehr zu tun, der abgestrahlte Schall hat also - etwa unter +-60° - keine definierte Phasenlage mehr relativ zum elektrischen Eingangssignal.

    Leicht zeigen kann man diesen Effekt, wenn man das akustische Nahfeld eines solchen Exciters mit einem Mikrofon abtastet. Das ist leider sehr aufwendig.

    Ich wollte einen einfache Exciter sowieso einmal kaufen, vielleicht mache ich mal eine Abtastung im Vergleich zu einer Schallführung. Die Platte muss dann ziemlich klein sein, ich denke 40x40cm könnte ich noch wenigstens in einer Ebene messen. Wenn man den Exciter mittig platziert könnte das Ergebnis recht aussagekräftig sein.

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  • Toni Visa
    antwortet
    Was ich nicht verstanden habe, habe ich zitiert. Dann halt fürs erste die Details.

    Wo ist die Schallführung bei einer ebenen Fläche?

    Was ist phasenkohärent 120° konisch?

    Ebensowenig weiss ich nicht wieso Du solche Angaben machst: "zufälliger Phasenlage unter +-60° ".

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  • fabi
    antwortet
    Welchen Teil hast du jetzt nicht verstanden?

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  • Toni Visa
    antwortet
    Zitat von fabi Beitrag anzeigen
    ... Wenn du einen Lautsprecher konstruierst, der eine Schallführung hat, die bei 10kHz immer noch phasenkohärent 120° konisch macht, wird das komplett anders klingen, als eine Schallquelle, die auf Grund von rein zufälliger Phasenlage unter +-60° "irgendwas laut" macht...
    Wovon sprichst Du da bitteschön?

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  • fabi
    antwortet
    fosti,

    es spricht nichts gegen breites Abstrahlverhalten, es spricht etwas gegen die Art, wie es erzeugt wurde. Das Abstrahlverhalten alleine macht noch keinen "guten Klang" sondern die Direktheit am Hörplatz ist entscheidend. Wenn du einen Lautsprecher konstruierst, der eine Schallführung hat, die bei 10kHz immer noch phasenkohärent 120° konisch macht, wird das komplett anders klingen, als eine Schallquelle, die auf Grund von rein zufälliger Phasenlage unter +-60° "irgendwas laut" macht.

    Echte Flächenstrahler klingend genau entgegengesetzt. Das gibt schon die Theorie zum Kolbenstahler her, alle praktischen Versuche bestätigen den erwarteten Klangeindruck auch.

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  • Fosti
    antwortet
    Zitat von fabi Beitrag anzeigen
    ich habe noch eine Idee: Man könnte doch eine komplette Sperrholzplatte mit zig dieser Exciter versehen. Die werden dann über Digitalcontroller mit Allpassfiltern und Phasendreher versorgt; das macht alles noch zufälliger. Idealerweise lötet man jetzt an jeden auch noch ein anderes Kabel von einem anderen Hersteller an und die Allpassfilter verändert man auch noch über die Zeit. Eine Spielwiese sonders gleichen, da kann man Jahrelang rumpfuschen bis man schwarz wird.
    Das ist eben nicht erforderlich, wenn man vorher ein geeignetes Plattenmaterial identifiziert. Und breites Abstrahlverhalten ist doch nicht per se schlecht. Ich habe allerdings eine solche Schallquelle noch nicht wirklich gehört. Ich bin ja auch ein Freund eher stärker bündelnder LS, um die Raumeinflüsse zu minimieren, aber warum nicht mal mit diffusen DMLs experimentieren? Allerdings würd ich es eher mit rückwärtig geschlossenen Versionen probieren.

    Womit ich mich aber tatsächlich nicht anfreunden kann sind große Flächenstrahler (Elektrostaten etc.). Die alten segmentierten Quads habe ich jedoch noch nicht gehört.

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  • Toni Visa
    antwortet
    Könntest Du mal beschreiben oder skizzieren wie Dein Versuchsaufbau ausschaut?

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  • AlphaRay
    antwortet
    Zitat von fabi Beitrag anzeigen
    ich habe noch eine Idee: Man könnte doch eine komplette Sperrholzplatte (...)
    Sperrholz klingt nicht schön...die Materialien muss man genau umgekehrt wählen wie beim Lautsprecherbau.
    MDF ist für Exciter das bisher schlechteste, gefolgt von Sperrholz. Alle Sandwitches mit Schaumkern waren mittelmäßig. Gefolgt von diversen Kunststoffen und Echtholz, welche bisher am besten klingen.

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  • fabi
    antwortet
    ich habe noch eine Idee: Man könnte doch eine komplette Sperrholzplatte mit zig dieser Exciter versehen. Die werden dann über Digitalcontroller mit Allpassfiltern und Phasendreher versorgt; das macht alles noch zufälliger. Idealerweise lötet man jetzt an jeden auch noch ein anderes Kabel von einem anderen Hersteller an und die Allpassfilter verändert man auch noch über die Zeit. Eine Spielwiese sonders gleichen, da kann man Jahrelang rumpfuschen bis man schwarz wird.

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  • fabi
    antwortet
    fosti,

    das ist eine ziemliche Werbebroschüre. Wie man darauf kommt, eine 2-Wege Box mit 10cm TMT mit einer Platte von 58cm x 66 cm und zwei Schwingspulen zu vergleichen ist mir jetzt nicht ganz klar. Selbstverständlich ist bei einer fast 60(!) x größeren Fläche der THD für gegebenen Pegel geringer.
    Auch das der Pegelabfall im Nahfeld bei einer Art Flächenstrahler geringer ist überrascht nicht wirklich, oder?

    Das breite Abstrahlverhalten im Hochtonbereich beruht auf der zufälligen Phasenlage, "diffuse, breite Abstrahlung" ist eine Katastrophe für jegliche Art der hochwertigen Wiedergabe. Für Restaurants mag das ja in Ordnung gehen, aber wenn von einer besonders hohen Sprachverständlichkeit gesprochen wird, muss man sich doch sehr wundern. Das widerspricht so ziemlich allem was über Sprachübertragung bekannt ist. Deutlichkeitsmaß C50!

    Es kommt mir ein wenig so vor als würde jemand behaupten, in einem Hallraum könnte man wunderbar Musik hören, weil der Frequenzgang ja überall gleich ist.

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  • AlphaRay
    antwortet
    Moin,

    ich habe gestern beim Thema 'Visaton EX 60s "Backbones"' eingetragen, dass ich Fichtefurnier jetzt als Membrane getestet habe und diese nicht ganz so neutral wie Balsa klingen - hier ein Nachtrag nach einen längeren Test:

    Hab beide EX60er mal auf je ein Blatt Fichtefurnier geklebt und hab die seit gestern am laufen...ich muss sagen es gefällt mir doch ein wenig besser als Balsa. Vor allem die hohen Töne sind kristallklar - ein tick detailreicher als bei Balsa (hängt vielleicht auch mit der Stärke zusammen. Balsa war bei 3 mm, das Furnier ca. 0,8 mm).
    Sonst klingen die nicht schlechter als die Balsa, dafür aber zu einem super preis. ich glaube es waren nicht mal 10 eur für die 20/25 Blatt (22x39 cm).
    Die Basswiedergabe ist auch ganz ordentlich..evtl Tick besser als beim Balsa, was aber damit wohl zusammen hängt, dass das Furnier steifer als das Balsa-Stirnholz ist. Habs im Moment ohne Subwoofer am laufen und vermisse fast nichts. Stell ich Basswiedergabe ab und Trennfrequenz auf 60 fehlt dann einiges - spielen also schon sehr tief.
    Das ganze sollte sich noch verbessern wenn ich es mit z.B. Polycarbonat lamiere. Habe erst die Tage endlich wieder Zeit zum basteln - werde dann auch wieder mit aktuellen Fotos berichten

    Zum Thema mehr Lautstärke durch zwei odere mehrere Exciter je Membrane: ich würde je Exciter eine eigene Membrane verwenden! Habe es mit je einem EX60 und EX45er gemacht - klingt sauberer als wenn beide an einer Membrane kleben UND man hat wie bei jeder Schallquelle doppelte Lautstärke. Zudem kann man zwei Exciter auf eigenen Membranen besser mit der Frequenzweiche Trennen da sich die Frequenzen nicht überlagern.
    Überlege mir einen Zwei oder sogar Drei-Wege Exciter als Front-Lautsprecher zu bauen (EX60 + EX45 bzw. 2 x EX 60er und 1 x EX45). Sieht bestimmt auch nett aus mit drei 20x40 cm Membranen übereinander in einem bzw. drei Rahmen
    Für die Basswiedergabe muss anscheinend auch ein stärkeres Material her - es dämpft die hohen Töne schon von alleine, dafür ist die Basswiedergabe sauberer weil die Membrane an den Rändern kaum vibriert.
    Für den Hochtöner will ich noch Carbon probieren. Musste zwangsweise letzte Woche meine Frontschürze reparieren und ich traue mich jetzt eine größere Fläche mit Carbon zu laminieren 1-Lagig sollte reichen und sollte sogar auch besser geeignet sein als zwei oder drei Lagen, da leichter und trotzdem noch sehr steif. Werd ich dann am WE mal ein wenig basteln - vor allem den Rahmen anfangen und austesten

    -----------
    @Visaton:
    http://www.toutlehautparleur.com/exc...an-p-3098.html

    EX 60 AN...???
    Zuletzt geändert von AlphaRay; 10.02.2010, 13:01.

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  • Fosti
    antwortet
    Sorry falls Doppelposting, aber das ist ein sehr gutes Paper zu der Technologie:
    http://wvier.de/texte/NXT_Tonmeistertagung.pdf

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  • Fosti
    antwortet
    Wurde das Thema noch gar nicht verlinkt?
    http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=14504

    DMLs haben Vorteile, wenn ein kohärentes Schallfeld unvorteilhaft ist. Ich bin da grade an Piezoaktoren dran.......kann aber eine Lebensaufgabe werden.....

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