BG 20 revisited
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Da hier gerade Belle CR semilight und Gehäuse genannt werden, wieviel liter haben die eigentlich?
Von 16 -20,2 liter habe ich bis jetzt gelesen und wüßte es gerne genau.
(Gehäuse trocknen gerade und können noch in der Tiefe gekürzt werden)
Schallwandgröße Belle CR, also 478mm x 260 mm und momentan innen 209 tief. -
Da der Kollege mechanic dankenswerterweise diesen Thread eröffnet hat, in dem es nur um die Modifikationen des BG20 geht, habe ich Deine Frage und auch ein paar ältere zu dem Thema aus meinem LaBelle Thread hierher verschoben.
Mit einer ruhigen Hand und einem geeigneten Skalpell kann man auch nur die Dustcap entfernen. Du musst halt nur sicherstellen, dass nach innen kein großer Rand stehen bleibt, der bei negativer Auslenkung am Filz streift. Wenn der Lautsprecher einigermaßen geschützt ist vor kleinen Fremdkörpern und die Optik gefällt, braucht´s dann auch keine Dustcap. Die ganzen Unterschiede im Frequenzgang sind erstens sehr klein und zweitens erst deutlich weiter oben, als es bei einer LaBelle relevant wäre.
Bezugsquellen für Neodym und Dekanol kenne ich keine für Endverbraucher. Den Neodymring brauchst Du aber nicht bei der LaBelle CR Semilight - die habe ich ohne entwickelt. Einen Zusatzmagneten darf man nicht einfach so anbringen, der verändert alles! Die Weiche muss dafür ganz anders ausfallen, und das Gehäuse evtl. sogar auch. Also LaBelle CR Semilight mit meiner Weiche definitiv OHNE Zusatzmagnet!
Gruß, MartinEinen Kommentar schreiben:
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Ich hab da auch ein paar Fragen zum BG20 tuning.
Mir gefällt der Schwirrkonus und ich möchte diesen ungern entfernen.
Ist es möglich nur in der Mitte auszuschneiden um den Filz einzubringen?
Wie ist die Bezugsquelle für die Neodymring und noch wichtiger: wo das Dekanol 689 her bekommen?Einen Kommentar schreiben:
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@Frank: Grundsätzlich alles i.O. - mein Anliegen war eigentlich nur, dass auch heute ein gut gemachter Schwirrer noch seine Daseinsberechtigung hat. Klar können die KE´s dieser Welt das besser, aber halt nur in Arbeitsteilung.
Was aber nicht stimmt (Wette verloren
), und das ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen, der B200 ist nicht flach, sondern eine richtig schöne Tröte, die mich von der Form und der Textur her an etwas anderes erinnert. Bei genauer Betrachtung sieht es so aus, als ob er die Membran und die Sicke vom BG 20 hat, und abweichend das System Magnet, Schwingspule & Dustcap wohl optmiert wurde und ein ordentlicher TIW-Druckgusskorb verwendet wird. Außerdem macht die Sicke einen klebrigeren, glänzenden Eindruck (Bedämpfung mit Dekalin ?) Ist der B200 also eigentlich ein auf Breitband optimierter Super-BG 20 mit daraus resultierenden gewissen Nachteilen im Bassbereich ?
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Stimmt. Aber das ist doch kein Gegenbeweis dafür, dass so ein Schwirrkonus halt rumresoniert.
Dass der B200 obenrum lange (oder länger nachschwingt), liegt an dessen Geometrie. Ohne den jemals in der der Hand gehabt zu haben oder ihn bei Treffen in Haan genauer angesehen zu haben, würde ich darauf wetten, dass der Membrankonus ein eher sehr flacher Trichter ist. Je flacher, desto biegeweicher ist die Struktur für Belastungen aus Richtung der Schwingschule. Außerdem ist die recht leichte Membran auch noch eher dünn.
Deshalb bricht sie halt in viele Moden auf. Das macht es ihr überhaupt erst möglich einigermaßen brauchbaren Hochton abzustrahlen. Die Kunst des Konstrukteurs ist es nun diese Resonanzen "günstig" zu auszulegen.
Ein sehr stabiler Subwoofer mit einem eher tiefen Trichter (und dickerer Membran) ist biegesteifer und bricht deshalb meist in nur eine, dafür um so üblere, Resonanz auf.
Ich will nur die Ehre des Schwirrers retten; richtig gemacht ist er eine vergleichsweise einfache (und keine schlechte) Lösung, um hohe Töne aus großen Pappen zu holen (deswegen ist der B200 ja eine solche Meisterleistung, weil er das ohne schafft !)
P.S. Der Schwirrer von meinen BG20 war zu Lebzeiten Nawi

...[/QUOTE]
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Hochtonkegel
Der Hochtonkegel stellt eine Oberflächenvergrößerung für den HT dar: http://www.visaton.de/de/techn_grund...neu/H/162.htmlEinen Kommentar schreiben:
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Der B200 klingelt doch auch ohne Schwirrkonus ordentlich nach - ein großer Breitbänder macht das halt. Ich will nur die Ehre des Schwirrers retten; richtig gemacht ist er eine vergleichsweise einfache (und keine schlechte) Lösung, um hohe Töne aus großen Pappen zu holen (deswegen ist der B200 ja eine solche Meisterleistung, weil er das ohne schafft !)
P.S. Der Schwirrer von meinen BG20 war zu Lebzeiten Nawi

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Stimmt. Nur manchmal da ist es eine Nawi.
Und auch eine Membran an sich resoniert lustig vor sich hin. Deshalb hat der gemeine Konus eine aufgeklebte Kalotte. Die stabilisiert die Sache. Und selbst wenns keinen Konus sondern ein Phase Plug gibt, dann sind am Membranhals i.d.R. Stabilisierungsmaßnahmen zu finden. Zumindest, wenn der Konstrukteur sich was dabei gedacht. Besonders elegant haben die Visatöner das mit dem abgekanteten Membranhals beim Ti100 gelöst.
Deine Gegenbeispiele sind keine. Schau Dir die Wasserfallspektren all dieser Breitbänder an. Da wo der Konus nicht mehr viel Schalldruck bringt, wasserfällt es lustig vor sich hin. Egal welcher vermeintliche große Breitbänder, die schwingen alle massiv im Hochton nach.Einen Kommentar schreiben:
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@ Frank:
Sorry: aber was bitte schön ist eine Lautsprechermembran anderes, als ein irgendwie gewölbter Kegelstumpf, an den innen eine Schwingspule angeklebt ist !
Es gibt entsprechend hervorragende Breitbänder mit Schwirrkonus (Coral Flat´s, Ciare, Fostex oder auch den guten alten FR10). Der BG kann das obenrum nur weniger gut, hat aber a) andere Qualitäten und ist b) dafür als Gitarrenlautsprecher wahrscheinlich auch gar nicht ausgelegt.
@ zxlimited:
Überredet, die Pentas werden kastriert
! (hab mir das in BoxSim nochmal angeschaut, ist wirklich marginal). Es wäre halt nur schön, wenn irgendwer eine Bezugsquelle oder eine praktikable Alternative zu Dekalin auftuen könnte - die Sickenreso zwischen 300 und 500 Hz ist neben der fehlenden Hinterlüftung wahrscheinlich die wichtigste Störgröße.
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Ich kenne eigentlich nur Schwirrkonusse? koni?, die Höhen herbeiresonieren. Wenn man diesen offenen, umgedrehten Kegelstumpf so ansieht, dann kann der ja auch nicht anders, als in Bewegung herwumzuwabbeln.
die Dinger sind prizipiell nichts, was man aus heutiger Sicht haben müsste.Einen Kommentar schreiben:
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Selbstverständlich habe ich damals jeden einzelnen Modifikationsschritt messtechnisch überprüft und beurteilt, ob er sinnvoll ist oder nicht. Ob ich die Messungen allerdings in den Tiefen meines Mess-PCs auf Anhieb wiederfinde...
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man selbst (oder gerade!) bei einer Pentaton die Modifikationen vornehmen sollte (natürlich ohne den Zusatzmagneten, der würde eine komplette Neuabstimmung erfordern!). Der geringe Abfall bei ca. 8kHz ohne Kegel ist zu verschmerzen, da selbst die 2 inneren BG20 da schon deutlich unter Summenpegel liegen.
Gruß, MartinEinen Kommentar schreiben:
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Wenn man sich den Ursprung anschaut (CT 230), sieht man, dass das Entfernen des Kegels für die Höhenabstrahlung nicht wirklich viel ausmacht - der BG geht dann halt bei 8 statt bei 10 kHz drastisch in die Knie; wirkliche Höhen darüber bringt er eh nicht. Von allen Anwendungen, die ich kenne, könnten höchstens die beiden inneren BG´s der Pentaton leiden, die werden bei 10 kHz rausgenommen ...
Selbst in der K+T von damals steht "eher optische Gründe"!
Viel wichtiger erscheint mir die fehlende Hinterlüftung, sprich die luftdichte Dustcap (wie Martin ja sehr schön erklärt).
Deshalb beides weg und durch die Textilkappe belüften (reduzierte Unlinearitäten und mechanische Verluste), wobei das Gewicht der Textilkappe gefühlt in etwa dem der weggeschnittenen Teile entspricht.
@ zxlimited: hast du deine modifizierten BG´s mal gegen den Ursprung gemessen, das würde mich sehr interessieren, insbesondere wieviel die starre Dustcap zur Höhenabstrahlung beiträgt (wahrscheinlich mehr als der Kegel
)
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Ich zitiere mal einfach den Martin
...Denn der BG20 ist ja aus Kostengründen überhaupt nicht ventiliert, und das ist der Hauptgrund für die sehr viel höheren mechanischen Verluste und die dadurch geringere mechanische Güte als beim B200. Tatsächlich lässt sich durch Entfernen der Dustcap und damit des Luftstaus darunter die mechanische Güte von ca. 3,0 auf 4,4 steigern, Rms sinkt dadurch von 1,0 auf 0,67. Dass man das so überdeutlich hört, hätte ich selbst nicht gedacht. Unbelüftet hört sich ein Sinus irgendwo zwischen 50 und 300 Hz merklich gequetscht, komprimiert, gedämpft an. Ohne Dustcap klingt er komplett frei und sauber. Der Unterschied ist wirklich gewaltig, das hört definitiv Jeder auf Anhieb!...Einen Kommentar schreiben:
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Das mit der neuen (Luftdurchlässigen)Dustcap hat was mit der Klirrverringerung die damit einhergeht zu tun.Einen Kommentar schreiben:


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