Was habt ihr eigentlich alle gegen B&W Speaker?
Nach einer verlängerten Einspielzeit spielen die ganz
anders als im Laden (viel besser). Das einzige Problem
ist der leider leicht aufdringliche Mitteltöner und der
schwache Bass (speziell bei der 804 leider zu mager).
Wenn ich die Kohle hätte, wäre ich wohl bei der KEF
Reference 203/205 gelandet...(träum!)
@ Pfuller
Der Selbstbau ist absolut und in jeder Hinsicht lohnend. Gerade für die sogenannten "High ender". Ich war ebenfalls lange auf der Suche nach meiner Traumbox. War in vielen teuren Fachgeschäften und wollte eigentlich irgendwann über ebay eine teure Audio Physic oder Dynaudio, aber eigentlich die B&W Nautilus 804 ersteigern. Diese war in den Testberichten die Beste von den noch Bezahlbaren. Da ich vorher auch schon einige Lautsprecher gebaut habe (alles Visaton) war ich hin und her gerissen zwischen "wirklichem High end" und Selbstbau. Bis zu dem Tag als ich in Haan die VOX 252 gehört habe. (Concorde war mir von der Größe zu wuchtig) Was wir dort gehört haben, war wesentlich besser als alles vorher, was ich in den teuren High end Läden gehört hatte. Und dann auch noch an einfacher Elektronik und Verkabelung.
Gebaut habe ich die VOX 252 MTI und bin wirklich restlos begeistert.
Hören solltest Du sie aber auf jeden Fall vorher. Ich glaube der südlichste MTI Besitzer im Forum ist Moser7. Das wäre dann nicht ganz so weit wie bis nach Haan.
Hier im Forum kann man wirklich ganz tolle Hinweise und Hilfe finden. Ich bin zwar nicht so ein "verrückter Wastler" , wie die meisten die hier posten. Ich höre lieber sehr viel und ausführlich Musik (von Pop bis sehr viel Klassik)
Noch ein Tipp, wenn Du holzhandwerklich nicht ganz so beschlagen bist, wie z.B. We-Ha oder Mr. Woofa, dann würde ich mir die Gehäuse eh von einem versierten Tischler machen lassen. Auch in dieser Frage werden Sie hier im Forum kompetent geholfen.
Bei einem so edlen Lautsprecher wie der Vox 252 MTI oder Concorde muß auf jeden Fall auch das Finish stimmen.
Diese Speaker würde ich auf jeden Fall bei Visaton anhören. Besonders die Monitor wirkt da sehr polarisierend. Hörer 1 schätzt die Ehrlichkeit und Auflösung, Hörer 2 verteufelt den schrillen Klang bei schlechten Aufnahmen und schlechter Aufstellung.
B&W stellen i.A. recht VERFÄRBTE Lautsprecher her. Die Neutralität bleibt dabei auf der strecke. Insofern kann es nötig werden, die Hörsitzung längerfristig anzulegen um sich auch mal an ein neutrales Klangbild zu gewöhnen. Ein Quervergleich mit einem wirklich guten Kopfhörer ist hilfreich.
Es ist ein wichtiger Sachverhalt, daß die Visatonboxen der gehobeben klasse neutrale Lautsprecher sind. Nur sehr wenige Hersteller legen heute noh Wert auf echtes HiFi. Besonders im HighEnd Bereich wird schöngefärbt und kaschiert.
Die JM-Lab Grand-Utopia ist ebenfalls ein faszinierender -wenn auch überteuerter- Lautsprecher.
Es gab allerdings EINEN wirklich guten Lautsprecher von B&W: die Matrix 800. Nicht das verdreckte Heimkino-Spielzeug, sondern die echte Ur-Matrix. Das war ein überragendes system und heute kreigt man es gebraucht hinterhergeworfen. Am Telefon geben die B&W Techniker auch ganz klar zu, daß die neuen Boxen nicht mit der alten Konstruktion mithalten können.
Klangliche Risiken hat man beim Selbstbau nicht mehr als beim fertikkauf. Probehören ist eben unerläßlich. Die Bausätze sind gut abgestimmt und das ergebnis des Selbstbaus wird dem der Testbox von Visaton entsprechen. Nur bei der Verarbeitung kann es nötig werden, das Gehäuse vom Tischler anfertigen zu lassen. Das habe ich auch bei der Monitor gemacht. Selbstbau kam mir in dieser Klasse nicht in Frage; dafür fehlt mir das Talent und die Geduld. Habe Hehäuse + Chassis dann bei Plus Elektronik gekauft. Die Vox 300 (steht beim Bekannten) wurde gehäusemäßig vom ostsansässigen Tischlermeister angefertigt.
Ich habe eben mit unserem Besucher telefoniert. Er hat die Nautilus 804. Er sagte, dass er jetzt nach dem Vergleich die 804 insgesamt etwas besser als die MTI findet, soweit er das beurteilen kann, weil er beide Boxen in unterschiedlichen Räumen gehört hat. Zu Hause hat er aufwändige Absorber und dadurch ist er einen sehr präzisen Bass gewohnt. Dummerweise haben wir die MTI ohne die Bassabsenkung vorgeführt, weil die Boxen ganz frei im Raum standen (uns gefällt das besser so, ist aber Geschmackssache). Mit Absenkung hätte ihm die Basswiedergabe wahrscheinlich besser gefallen. Auf jeden Fall ist er von dem MHT 12 begeistert. Er sagt auch heute noch, dass er nach dem Hörtest lieber die MTI bauen würde, statt 3600 EUR für eine Fertigboxen auszugeben.
Original geschrieben von pfuller Was habt ihr eigentlich alle gegen B&W Speaker?
Hi Peter !
Ich glaub das die "Abneigung" mancher ( ich will mich da nicht ganz ausschließen ) gegen B&W-Lautsprecher oft was mit Entäuschung zu tun hat. In der "Fachpresse" werden diese Lautsprecher oft als das NonPlusUltra gelobt und bejubelt, entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung. Die Realität ist dann oft ernüchtend.
Ich hab vor Jahren mal die Nautilus 801 ( mit 2 Accuphase M1000 + Accuphase Vorstufe + Burmester Wandler / Laufwerk ) hören können und war vom Bass begeistert, der Rest war für meinen Geschmack aber nicht besser als bei vielen anderen, zum Teil deutlich günstigeren, Lautsprechern. Als ich nach dem Hörtest wieder zuhause war und meinen damalige VOX251 (altes Model noch mit G25 FFL) anwarf fehlte mir subjektiv nix. Das hat mich dann doch sehr nachdenklich gemacht.
Was mir von B&W immer gut gefallen hat war ( wie Frank S auch schrieb ) die alte Matrix und die kleinen Kompaktboxen Mitte bis Ende der 90ziger in der BudgetKlasse. Ach ja ... die BlueRoom HousePod ( die ersten dieser knallblauen/ferrariroten einäugigen Gummibären) waren auch klasse. Gehörten aber, glaub ich, zum ProfessionalBereich von B&W.
Ich glaube auch, das man als Selberbauer mit einer gewissen Erwartung an solche 'Industrie-Boxen' herangeht,
nach dem Motto: "Wenn meine Selbstgebauten schon so gut klingen, was muss das Teil für xx.xxx €uro erst bringen ... "
Und dann hört man sie und muss feststellen, das dem in den allermeisten Fällen wohl scheinbar dann doch nicht so ist ...
Tipps & Tricks für alle Wastels in Wolfgangs Bastelkeller , denn wie der Schreiner kann es keiner
Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....
Hi pfuller,
"Stereo" hat die VOX251/252, 200 und Topas getestet und sie haben alle hervorragend abgeschlossen, sogar gemessen an ihrem Preis. Der war bei der VOX200 6400DM!
Schu mal hier vorbei.
Auch in anderen Foren wird gerne gegen B&W speaker gewettert. Dem steht der überwältigende kommerzielle Erfolg entgegen. Irgendwie ist unser Land von den Dichtern und Denkern zu den Nichtgönnern und Neidhammeln mutiert.
Ich kenne zwar nur die 801 und die ist wirklich nicht ein Musterknabe an Linearität. Da gerade am oberen Ende nicht alle Lautsprecher gleich klingen dürfen (CI!) muss eben ein firmeneigener Klang zur Erhöhung des Wiedererkennungswertes her. Wo kämen wir denn hin, wenn die alle gleich klingen würden? Also das sounden locker sehen, außerdem macht die 801 wirklich Spaß, linear hin oder her.
Original geschrieben von Battlepriest Wo kämen wir denn hin, wenn die alle gleich klingen würden?
Den Satz unterschreib ich sofort, keine Frage.
Aber wenn ich für ne Engländerin so viel Geld wie für die B&W 801 ausgeben würde ... dann lieber `ne rustikale Schönheit
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