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Studio 3, wer hat sie gebaut?

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  • MJ77
    antwortet
    Sehr schön, womit wir dann ja beim "Materialklang" wären. Zur Erinnerung. Mal hier. Interessante Beiträge.. http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=29292&page=5 P.S.: Schuldigung, war die Seite..http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=29292&page=6
    Zuletzt geändert von MJ77; 21.12.2018, 20:32. Grund: P:S.

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  • walwal
    antwortet
    Die Firma Neumann verwendet als HT im WG eine Metallkalotte mit dämpfendem Gewebe, weil (Zitat) weiche Kalotten in der Abstrahlung unkalkulierbar sind.

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  • Sv.n.K
    antwortet
    Zitat von fabi Beitrag anzeigen
    Das kommt auf die Schallführung an. In aller Regel: Flache, harte Kalotten direkt angekoppelt ohne Frontplatte oder sonstige Elemente (Diffusoren etc), die oberhalb 20kHz aufbrechen.
    Mag ich unterschreiben.

    Danke fabi für die ausführliche Kommentierung. Hohe Gewebekalotten, wie die Dynaudio D28, sind dann wohl nicht geeignet. Schade...

    Grüße
    Sven

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  • walwal
    antwortet
    Dann ist ja alles klar.

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  • fabi
    antwortet
    Ja, perfekt ist anders. Generell scheinen Kalotten, besonders weiche und hohe schwierig zu sein.
    Das eine hängt mit dem anderen zusammen. Weiche Kalotten müssen höher sein als harte Membrane um auch höchste Frequenzen wiedergeben zu können. Metallkalotten kann, und sollte man, vergleichsweise flach auslegen.

    Zitat:
    Das erklärt auch, warum der Schalldruck auf Achse ab einer bestimmten Höhe der Kalotte abnimmt: Der Laufzeitunterschied zwischen dem Rand der Kalotte und dem mittigen, höchsten Punkt der Kalotte nimmt zu. Kurze, überschlägige Rechnung: Die Wellenlänge bei 20kHz ist 1,72cm. Ab einem Weg-Unterschied von 8,6mm wird's destruktiv... Das passt schon zu den Simulationen.
    Das ist ein Effekt, aber nicht der einzige. Auch der Impedanzanstieg spielt eine Rolle und die Membran wird groß gegen die Wellenlänge, man kommt in die Gegend von ka=1.

    Was ist noch zu sehen? Der Schalldruck auf Achse nimmt mit immer breiterer Abstrahlung zu hohen Frequenzen hin immer stärker ab. Klar, irgendwo muss die Energie ja herkommen für die breitere Abstrahlung.
    Die Abstrahlung schaut hauptsächlich breiter aus, weil der Schalldruckpegel auf Achse absinkt.


    Das Fazit bis dahin: Die Form (Höhe) der Kalotte hat einen gewichtigen Einfluss auf das Abstrahlverhalten unter Winkeln.
    Selbstverständlich.

    Es gibt - eine ideale Membran angenommen - eine ideale Höhe für ein möglichst breites, gleichmäßiges Abstrahlverhalten bis 20 kHz.
    Natürlich nicht. Was ist ideal? Es hängt vor allem von der Größe ab. Je nach Membrandicke, Form und Material (E-Modul, Querkonktraktionszahl und Dichte) schwingt die Membran weniger und weniger Kolbenförmig. Macht man die Kalotte höher wird die Abstrahlung breiter und das Aufbrechen verschiebt sich zu höheren Frequenzen hin, man verliert aber Pegel auf Achse. Macht man die Kalotte flacher hat man eine schönere, ebenere Wellenfront und liegt das aufbrechen etwa knapp über 20kHz kann man auf Achse erheblich Wirkungsgrad dazu gewinnen, das Abstrahlverhalten wird aber enger.

    Und jede Menge weiterer Fragen: Was passiert, wenn sich die Membran nicht ideal verhält und aufbricht?
    Das hängt vom Membranmaterial ab, vor allem von der internen Dämpfung. Hartmemrane haben meistens vor allem eine einzige, sehr stark ausgeprägte Membranresonanz und dabei einen starken Pegelanstieg. Weiche Kalotten, etwa aus Kunstseide, brechen schon viel früher auf (oft schon bei 2...3kHz) aber die Dämpfung der Moden ist so stark, dass die Kolbenförmige Bewegung immernoch überwiegt. Die Wellenfront ist aber nichtmehr eben, das ist nicht ideal für die Ankopplung an eine Schallführung.

    Wie verhalten sich konkave (inverse) Membranen?
    anders aber ähnlich. Inverse Membrane kann man nur aus Hartkalotten machen, Weiche Membrane fallen zu höheren Frequenzen hin sehr stark ab, darum sieht man es von keinem Hersteller. Metallkalotten brechen genau gleich auf, unabhängig ob sie konkav oder konvex eingebaut sind, das Abstrahlverhalten ändert sich aber. Das kann man sich leicht vorstellen, wenn man die Membran als eine Ansammlung vieler, kleiner Punktquellen annimmt.

    Was passiert, wenn die Kalotte nicht plan auf der Frontplatte, sondern (wie ganz oft) etwas versenkt angebracht ist?
    Je nach Ausprägung der Stufe macht es entweder gar nichts aus oder man sieht eine Unstetigkeit im Frequenzgang. Meistens ist es nicht schlimm weil die Stufe klein ist und nur bei hohen Frequenzen einen Einfluss hat. Bei hohen Frequenzen strahlt die Kalotte aber sowieso schon ziemlich gerichtet ab.


    Warum werden so viele Kalotten eher 'flach' gebaut?
    Weiche Kalotten sind nicht flach gebaut. Bei harten Kalotten bekommt man damit einen flacheren Frequenzgang hin.

    WIe sieht der Vergleich der Simulationen zu realen Messungen aus?
    Das kommt auf die Simulation und den Simulanten an. Wenn man sich mit COMSOL auskennt und alles fein säuberlich eingibt, dann kann man Metallhochtöner sehr genau vorhersagen. Weiche Kalotten sind schwieriger, geht aber in gewissen Grenzen auch.

    Und welche Form der Kalotte ist denn nun für die Anbringung an Schallführungen besonders gut geeignet?
    Das kommt auf die Schallführung an. In aller Regel: Flache, harte Kalotten direkt angekoppelt ohne Frontplatte oder sonstige Elemente (Diffusoren etc), die oberhalb 20kHz aufbrechen.

    Grüße!
    fabi

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  • walwal
    antwortet
    Zitat von Sv.n.K Beitrag anzeigen
    Beim Überfliegen der Messergebnisse bekommt man den Eindruck, dass auch ein WG für die G20 nicht einfach ist.

    Grüße
    Sven
    Ja, perfekt ist anders. Generell scheinen Kalotten, besonders weiche und hohe schwierig zu sein.

    Zitat:
    Das erklärt auch, warum der Schalldruck auf Achse ab einer bestimmten Höhe der Kalotte abnimmt: Der Laufzeitunterschied zwischen dem Rand der Kalotte und dem mittigen, höchsten Punkt der Kalotte nimmt zu. Kurze, überschlägige Rechnung: Die Wellenlänge bei 20kHz ist 1,72cm. Ab einem Weg-Unterschied von 8,6mm wird's destruktiv... Das passt schon zu den Simulationen.

    Was ist noch zu sehen? Der Schalldruck auf Achse nimmt mit immer breiterer Abstrahlung zu hohen Frequenzen hin immer stärker ab. Klar, irgendwo muss die Energie ja herkommen für die breitere Abstrahlung.

    Das Fazit bis dahin: Die Form (Höhe) der Kalotte hat einen gewichtigen Einfluss auf das Abstrahlverhalten unter Winkeln. Es gibt - eine ideale Membran angenommen - eine ideale Höhe für ein möglichst breites, gleichmäßiges Abstrahlverhalten bis 20 kHz.

    Und jede Menge weiterer Fragen: Was passiert, wenn sich die Membran nicht ideal verhält und aufbricht? Wie verhalten sich konkave (inverse) Membranen? Was passiert, wenn die Kalotte nicht plan auf der Frontplatte, sondern (wie ganz oft) etwas versenkt angebracht ist? Warum werden so viele Kalotten eher 'flach' gebaut? WIe sieht der Vergleich der Simulationen zu realen Messungen aus? Und welche Form der Kalotte ist denn nun für die Anbringung an Schallführungen besonders gut geeignet?


    https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/...eht-das/page25

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  • laguna 0294
    antwortet
    Hallo
    Zumal ihm (CBM)beim direktem Hörvergleich doch auch wieder ein mehr an
    Luftigkeit und raumfüllenderen Klang auffiel,gegenüber der Studio 3.
    Das hier der Hochton etwas hinterher hinkt,hat sicherlich auch mit der
    Weiche der Studio 3 zu tun,3 Kondis in Reihe sind nicht Klangfördernd,
    etwas was mir bei der Studio 2 auch auffiel,es führt zu einer leichten
    Rauhigkeit im Klangbild.Trotzdem ist der Wunsch nach einer Wg Variante
    da,vielleicht klappt es ja,würde mich auch mal interressieren,wie dann
    sein Urteil ausfällt.
    Gruß

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  • Sv.n.K
    antwortet
    Beim Überfliegen der Messergebnisse bekommt man den Eindruck, dass auch ein WG für die G20 nicht einfach ist.

    Grüße
    Sven

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  • walwal
    antwortet
    @sven

    Da kannst du nachsehen:

    http://www.visaton.de/vb/showpost.ph...&postcount=128

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  • MJ77
    antwortet
    Dürfte heute keine große Sache mehr sein, eine einigermaßen kompetente Fräsbude suchen, Masse oder WG mitnehmen und fräsen lassen. Ich habe hier einen um die Ecke, der fräst alles Mögliche, Holz, Kunststoff, was man eben möchte. Gut, das einrichten von so einem WG wird nen bischen dauern, aber ich sage mal 50 bis max. 100€ fürs Paar, und alles ist schick. Mir hat der mal was rundes aus Plexiglass gefräst, habe ich 50€ für bezahlt.

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  • Sv.n.K
    antwortet
    Zitat von walwal Beitrag anzeigen
    Kannst du 3D Kopierfräsen?
    Man könnte das WG mit einer CNC abtasten. Ähnlich hier https://www.youtube.com/watch?v=ApBfHW7AhsM. Ist bei mir aber mit einer hohen Lernkurve verbunden - vielleicht gibt es ja noch andere greifbare Varianten.

    Wie gut funktioniert denn das WG mit der G20?

    Grüße
    Sven

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  • walwal
    antwortet
    Na klar könnte ich das, wenn ich wollte.

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  • yoogie
    antwortet
    Auf so eine direkte Frage kann ich nur: "Nein" sagen

    Aber ich habe eine Studio 3 gebaut, könntest Du das?

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  • walwal
    antwortet
    Kannst du 3D Kopierfräsen?

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  • yoogie
    antwortet
    Her damit!!!
    Würde der Vision BS nämlich auch stehen, ist aber nicht mehr meine.

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