Das war die Idee: Wenn Chassiskosten, Gewicht und Verstärkerleistung keine Rolle spielen, bekommt man aus dem gleichen Volumen mehr Maximalpegel?
das kommt natürlich drauf an bei welcher Frequenz.
Dann gibt's noch die zwei Seiten, aber nicht derselben Medaille:
Messwerte(incl.Leistungsbedarf) und Klang. Daher auch die konträren
Meinungen im Netz. Zumindest sollte man nicht vollständig ignorieren,
daß auch Ingenieure vom Fach dem Uprs "erlegen" sind oder waren.
Erfunden wurde der Uprs (Örps) von Finn Hoffmann in den 80er Jahren für
die Beschallung im PA-Bereich.
mfgm
so dicht wie beim Urknall kommen wir nicht mehr zusammen
Man sollte nicht zu viel auf Meinungen im Netz geben...
Meiner Erfahrung nach ist Bass stärker hör- und fühlbar, wenn er höhere nichtlineare Verzerrungen enthält. Das ist auch logisch, denn K2 von 20 Hz sind 40 Hz. Ersteres hört und spürt man selbst bei hohen Pegeln kaum, letzteres dagegen deutlich.
Ich weiß das, weil ich selbst Bass mit extrem niedrigen THD in meinem Keller erzeugen kann. Wenn man das mal gehört hat, merkt man erst, wie falsch viele Vorstellungen vorher waren. Viele Gäste haben sich schon gewundert, wie wenig man 20 Hz bei mir doch hört und spürt. Und das bei 120 dB. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass die Oberwellen so gering ausfallen.
Also wenn der URPS mit äquivalenter Membranfläche deutlich anders klingt, erzeugt er wahrscheinlich einfach enorm viel Klirr. Das ist nicht gut und auch nicht mystisch, sondern einfach nur schlecht. Verzerrungen kann ich auch per Effektgerät hinzumischen, die muss ich nicht fest einbauen.
Was mich am meisten ärgert bei diesen vielen schwammigen Aussagen bezüglich URPS ist die falsche Annahme, dass der Pegel mit 12dB/Oktave fällt, wenn man ein Chassis in zu kleine Gehäuse steckt.
Hallo Lutz,
ich habe das ebenfalls falsch abgeschrieben. Eigentlich müsste doch der Abfall beim geschlossenen Gehäuse immer 12 dB/Okt. betragen. Durch die Volumenverkleinerung erhöht sich doch nur fc und dies ist doch eigentlich kontraproduktiv. Damit erschließt sich für mich kein Vorteil.
Die Simulationen zeigen 4x einen Abfall von ziemlich genau 12dB/Okt im Bereich 20-40Hz. Aufgrund der unterschiedlichen Volumina ergeben sich natürlich andere Eckfrequenzen weshalb die Kurven nicht übereinander liegen. Gleiches gilt für die etwas anderen Kurvenverläufe um die Eckfrequenz aufgrund der unterschiedlichen Qtc's.
Ich stimme ansonsten dafür, deinen Nick in "Cato" zu ändern; derjenige, der im Senat immer mit "...im übrigen bin ich der Meinung, dass MEG gehört werden muss!" geschlossen hat . (copyright by mechanic)
Ich stimme ansonsten dafür, deinen Nick in "Cato" zu ändern; derjenige, der im Senat immer mit "...im übrigen bin ich der Meinung, dass MEG gehört werden muss!" geschlossen hat . (copyright by mechanic)
Fosti, der Linkwitz Artikel ist gut aber nicht vollständig. Er geht von 12.5mm xmax aus. Das ist eine grobe Vereinfachungen. Limitierend ist sowohl 75% Cms als auch 82% Bl und die Induktivität. Wieviel Verzerrungen will man zulassen und was ist das mechanische Limit für Anschlagen der Zentrierspinne an der oberen Polplatte oder gar der Spule an der unteren Polplatte. Die elektrische Belastbarkeit der Spule ändert sich je nach Hub und Ventilation erheblich. Für Neodymantriebe ist Demagnetisierung je nach Arbeitspunkt des Magneten, Temperaturgrad und Strom durch die Spule eine weitere Limitierung.
man muss ja nicht den Peerless als Simulationsobjekt nehmen. In den verlinkten Excel-Dateien, kann man ja die Daten eines beliebigen LS eingeben und wegen mir auf die von Dir gesetzten Limitationen eingeben (woher hast Du diese Werte?). Es bleibt aber so, dass:
- im Tiefbass die mechanische Begrenzung im Allgemeinen zuerst greift
- ein guter Antrieb Bxl vorteilhaft ist (und hier ergänze ich mal Linkwitz: durch ein starkes Luftspaltfeld B und nicht durch ein hohes l der Spule, was sich oft in einer hohen Induktivität äußert und was auch eher nachteilig ist.)
Zitat von fabi
F.... Für Neodymantriebe ist Demagnetisierung je nach Arbeitspunkt des Magneten, Temperaturgrad und Strom durch die Spule eine weitere Limitierung.
Dieser Punkt wäre ebenfalls durch ein starkes Luftspaltfeld und eine kleine Spule nicht relevant. Ich habe Neodym in Aktoren auf Zylinderköpfen eingesetzt. Trotz der Temperatur gab es nie Probleme. Ich meine, die meisten Neodymantriebe bei LS sind einfach zu schwach ausgelegt wg. Sparzwang.
Viele Grüße,
Christoph
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Bei 75% Cms und 82% Bl betragen die Verzerrungen 10% - mathematisch hergeleitet von Klippel.
Und das erreichen viele Tieftöner gar nicht. Gerade viele Langhuber erzeugen schon vorher 10% THD. Die Peerless XXLS* sind dagegen eher Positivbeispiele.
Und das erreichen viele Tieftöner gar nicht. Gerade viele Langhuber erzeugen schon vorher 10% THD. Die Peerless XXLS* sind dagegen eher Positivbeispiele.
Ich glaube du hast da was anderes gemeint, was du da geschrieben hast
Viele Tieftöner erreichen gar nicht ihren (rechnerischen) X-max, da sie vorher schon 10% Verzerrungen haben, eben weil sie vorher eine andere Grenze erreichen (z.B. eben 75% Cms oder 82% Bl).
Bei 75% Cms und 82% Bl betragen die Verzerrungen 10% - mathematisch hergeleitet von Klippel.
Grüße
Ah...Danke!
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