Interessanter als die verlinkten Plattenabsorber finde ich Verbundplattenresonatoren (VPR). Die wirken breitbandiger und können flacher ausgeführt werden.
Theoretisch ja, aber viele Daten habe ich seit Markteinfuehrung dazu leider nicht gesehen. Stahlplatten in den benoetigten Groessen sind zudem nicht gerade billig oder einfach zu handhaben.
Ich vermute der Vor-Wand-Aufbau von Newell ist effektiver:
"From bottom to top, behind the panels, there is a 2 cm layer of 60 Kg/m3 cotton waste felt, a 3,5 kg/m2 deadsheet, a 10 cm air space partially filled with 4 cm of cotton waste felt, 1,3 cm plasterboard, deadsheet, 1,3 cm plasterboard, 2 cm felt, 5-10 cm air space, and, finally, the concrete wall."
...
Bei der Tiefe kann man dann auch gleich porös absorbieren und hat den Vorteil der großen Bandbreite.
Wobei deine (sehr wirksamen) Steinwolleballen auch nicht porös im eigentlichen Sinne sind, weil sie mit Folie ummantelt sind. Dadurch wirken sie anders, nämlich an dem Ort des maxialen Druckes (an der Wand) , nicht der max. Schnelle (im Raum). Ich hoffe, das ist einigermaßen korrekt ausgedrückt.
Hauptsache, man ist sich des Problemes bewusst und tut was dagegen. Was man macht, kann sehr unterschiedlich sein (und aussehen). In einem Wohnzimmer wäre die Ballenwand nicht machbar.
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Theoretisch ja, aber viele Daten habe ich seit Markteinfuehrung dazu leider nicht gesehen. Stahlplatten in den benoetigten Groessen sind zudem nicht gerade billig oder einfach zu handhaben.
Ja, das ist leider so. Wobei ich in zwischen einen Händler ausfindig machen konnte, bei dem die Preise moderat sind. Zusammen mit Caruso Iso-Bond wäre ich da bei meiner Wand (10 m²) mit ca. 700€ dabei. Das ist für mich vertretbar, falls es gut funktioniert. Ich denke, es muss ein Testaufbau her...
Ich vermute der Vor-Wand-Aufbau von Newell ist effektiver:
Danke. Das schaue ich mir heute Abend mal in Ruhe an.
Zitat von walwal
Wobei deine (sehr wirksamen) Steinwolleballen auch nicht porös im eigentlichen Sinne sind, weil sie mit Folie ummantelt sind. Dadurch wirken sie anders, nämlich an dem Ort des maxialen Druckes (an der Wand) , nicht der max. Schnelle (im Raum). Ich hoffe, das ist einigermaßen korrekt ausgedrückt.
Wenn ich dich richtig verstehe, willst du darauf hinaus, dass die eingepackten Steinwolle quasi als Folienabsorber fungiert. Ich denke nicht, dass die dünne Folie einen nennenswerten Einfluss auf das Absorptionsverhalten im Bassbereich hat, sie ist in dem Frequenzbereich praktisch "unsichtbar". Ich hatte zuvor die Absorption mit dem Porous Absorber Calculator und ABEC in meinem Raum simuliert und die Praxis deckt sich relativ gut mit dem Ergebnis.
Die Schallschnelle ist ja auch im Tiefbass bei Wandabstand (hier 0,xx - 55 cm) immer vorhanden, nur eben nicht sehr viel. Anscheinend reicht das aber für ein messbares Ergebnis. Übrigens ist die Mode 1. Ordnung bei 40 cm Abstand zwischen Wand und Sonorock nahezu komplett verschwunden. Dafür taucht eine neue Mode auf. Wahrscheinlich, weil der Fließwiderstand von Sonorock dafür zu hoch ist und es schon wieder anfängt zu reflektieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass das mit Thermohanf nicht auftreten würde.
Aber einen Beweis für obiges hätten wir natürlich erst, wenn ich das Sonorock auspacken würde.
Die Bilder kann ich dort nur in klein sehen. Wie groß ist der Abstand des VPR zur Wand? Ich kenn die Theorie dahinter nicht, aber für gewöhnlich wirken Plattenabsorber deutlich stärker, wenn sie einen ausreichenden Abstand zur Wand haben. Das müßte doch für VPRs auch gelten, oder nicht? Wenn ich das richtig sehe, ist deiner direkt an der Wand dran.
Die Bilder kann ich dort nur in klein sehen. Wie groß ist der Abstand des VPR zur Wand? Ich kenn die Theorie dahinter nicht, aber für gewöhnlich wirken Plattenabsorber deutlich stärker, wenn sie einen ausreichenden Abstand zur Wand haben. Das müßte doch für VPRs auch gelten, oder nicht? Wenn ich das richtig sehe, ist deiner direkt an der Wand dran.
Der VPR hatte keinen Abstand zur Wand. Das soll auch so sein, denn ein VPR wirkt im Druckmaximum. Die Theorie dahinter beruht auf zwei Wirkprinzipien.
1. Die Platte selbst schwingt als Ganzes (mit ihrer Resonanzfrequenz) und wird vom Iso Bond bedämpft (Masse-Feder). Das bewirkt dort ein Absorptionsmaximum.
2. Die Eigenmoden der Platte sind über den gesamten Frequenzbereich verteilt. Das ist für die breitbandige Wirkung verantwortlich. Die Eigenmoden werden durch das Iso Bond bedämpft.
Ein Wandabstand ist also eher kontraproduktiv. Da der VPR inzwischen kaputt ist (Platte klebt nicht mehr), kann ich aber auch keine weiteren Messungen durchführen.
Hallo,
ich darf mein Thema nochmal aufgreifen:
Ich habe meine Hörraum etwas mit Eckabsorbern und Absorbern in den Spiegelpunkten optimiert. Aufgrund der Raumgröße 5,5x4,5x2,4 gibt es aber Moden bei insbesondere 31, 38 Hz. Die bekomme ich so nicht weg.
Mittels Korrektur des Sub kann ich dies am Hörplatz natürlich weg bekommen.
38 Hz kommt dann aber außermittig, also quasi für den Zuhörer links und rechts auf meinem Sofa, umso stärker zum tragen. Man merkt dies deutlich, wenn man einen Platz weiter rückt.
Ich habe jetzt an den Bau von Plattenschwingern gedacht. Hinter dem 3er Sofa ist ca. 1,2 m Luft zur Rückwand.
Ich habe also die Sofarückwand von etwa 2,5 m x 1,0 m Meter zu Verfügung um etwas dorthin zu stellen. Ich könne beispielsweise einen Plattenschwinger für 38 Hz in die Mitte und daneben zwei für 31 Hz bauen.
Würde dies helfen? Der gesamte Bereich hinter dem Sofa stünde zur Verfügung.
Was würdet ihr da machen?
Grüße
Torben
PS: Danke Jürgen für den Hinweis das Plattenschwinger an die Wand müssen. Habe ich geändert, um keine Verwirrung zu stiften.
danke für den Hinweis. Habe es geändert.
Ich habe ja in den Raumecken, Rockwollpakete von rd. 50 cm Tiefe mit voller Raumhöhe (also dreieckig, quer zu Ecke) Scheinbar sind die Teile somit nicht tief genug für die 30/38 Hz Moden.
Die 30 Mode würde ich ja auch mittig der Rückwand noch einfangen können. Die 38er hat aber lt. Hunecke Rechner ein Minimun entlang der Längsachse.
Somit müsste ich die Raumecke anders gestalten. Hinten gingen sowohl Plattenabsorber als auch noch dickere Sonorockpakete.
welches Material nimmt man als Membrane und funktioniert auch
Steinwolle als Füllung?
Nach dem Raummodenrechner müsste ich die Bassfallen in den Ecken aufstellen.
Der rote Punkt bei der Raummodenberechung ist der Standplatz des Subwoofers.
Steinwolle ist hervorragend geeignet. Und die Ecken wirken fast immer am besten - zum Glück stören sie auf wenig dort. Bei Basabsorbern brauchst du einige m².
Ist eine Schicht Vinyl mit etwa 10 kg Masse pro m². Oder mehrere Lagen Schwabbelzeug aufeinander, bis es passt. Einfacher ist da eine Schicht MDF oder Metall.
Berechnung hier: http://www.baunetzwissen.de/standard...rn_147729.html
Sollte aber so gebaut werden, dass man mit Zusatzmasse abstimmen kann.
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