Hallo,
das Thema hatten wir bei zwei Treffen in unserer regionalen Selbstbaugruppe auch schon durchgekaut, haben da aber auch noch keine endgültige praktikable Voraussagemöglichkeit gefunden, trotz des Einsatzes von z.T. hochinteressanter Simusoftware.
- Raummoden, hast du genannt
- Druckkammereffekt, hast du genannt, spielt aber erst bei Wellenlängen eine Rolle, die nicht mehr in den Raum passen
- Nahe Begrenzungsflächen: Heben bei tiefen Frequenzen den Pegel an. Bei den Wellenlängen, um die es da geht, ist in einem Raum eigentlich jede Fläche "nah".
So wird aus einem im Freifeld abgestimmten Rundstrahler (im Bassbereich) leicht ein Pi/2 oder Pi oder Pi/4 Strahler. Was das bedeutet, kann man sich gerne mal in Hornsimuprogs ansehen.
- Auslöschungen/Überhöhungen durch Reflexionen. Da kommen dann auch alle Begrenzungsflächen in Frage.
Das Dumme ist, daß das tatsächliche Raumverhalten eine Überlagerung all dieser Effekte ist und es nicht immer leicht abzugrenzen ist, welche der Raumschweinreien gerade für was verantwortlich ist.
Obendrein existiert noch die Schwierigkeit bei den Messungen, welches Zeitfenster das "richtige" ist. Welche Messeinstellung korreliert also mit dem Höreindruck ?
Du solltest die Messung evtl. noch mal ohne Glättung machen, möglicherweise "versammeln" sich durch die Glättung mehrere Moden zu gemeinsamen Peaks....
Leider hilft nur probieren und messen.
Viele Grüße
Peter Krips

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