@Sven: Der 4 würde ich mich auch anschließen, wobei die wohl in Konflikt mit dem Gitter kommt.
Ich könnte mir am Hals sogar so etwas (die grüne Kurve) vorstellen:
Die Mundgeometrie ist noch zu diskutieren, wenn die Schallwandbreite festgelegt ist. IMHO ist das WG148 größer als nötig, wenn es darum geht, es möglichst tief noch so bündeln zu lassen, dass die horizontale Aufweitung bei Schallwandbreite = 2 * Lambda unterbleibt.
schöner Input :-) Vor allem die Annahmen von Uwe finde ich interessant!
Also ich fasse mal die herausgelesene Marschrichtung zusammen:
Vorerst stürzen wir uns auf den Hornanfang. Also das Teilstück direkt am Hochtöner. Hierbei ist noch nicht ganz klar, ob mit/ohne Diffusor oder ganz anders. Es existieren zwar Messungen die belegen, dass es mit Diffusor besser ist. Diese sind aber mit dem Visaton-WG entstanden. Da wir uns aber scheinbar vom Gitter des KE verabschieden können, bekommen wir eine Neuerung zu den alten Messungen. Jetzt können die Hornanfänge einen kleineren Durchmesser haben (so einen habe ich ja schon vermessen, aber halt noch mit defekten Diaphragma).
Wenn wir beim Hornanfang dann einen brauchbaren Ansatz gefunden haben, passen wir den Hornmund auf die Schallwandgeometrie an.
Zusammengefasst werden zum ermitteln des Hornanfangs folgende Konturen gemessen:
Kontur 4
Kontur 2 (die interessiert mich)
Kontur 6 (von Uwe vorgeschlagen)
des weiteren wiederhole ich die Messungen mit intakten Diaphragma
Originalkontur mit 34mm Durchmesser mit Diffusor
Originalkontur mit 34mm Durchmesser ohne Diffusor
Ich frage mich noch, ob Kontur 2, 4 und 6 auch mit und ohne Diffusor interessant sind. Da müsste ich mir noch überlegen wie ich den Diffusor effizienter erstellen und demontierbar befestigen kann. Vielleicht hat da jemand eine praktische Idee.
Wieso soll ein Kolbenstrahler im Pegel abfallen? Wenn er kolbenförmig, also überall auf der Membran gleichphasig abstrahlen würde, dann hätte sie einen Frequenzgang ähnlich eines guten Folien-Hochtöners..
Zitat von F.H.
Eines muss man noch berücksichtigen: Kalotten aus steifem Material schwingen zwar kolbenförmig bis in den Bereich 20 kHz (wie fabi schon geschrieben hat), haben aber keinen konstanten Frequenzgang. Ohne Diffusor (besser Resonator genannt) vor der Kalotte fällt der Frequenzgang schon bald deutlich ab. Aus dem Gedächtnis weiß ich nicht genau, wann es z.B. mit der KE 25 SC abwärts geht. Bei 10 kHz sind es vermutlich schon -6 dB. Der Resonator, der sehr genau dimensioniert werden muss, hebt den Pegel sehr stark an.
Warum haben Gewebekalotten einen geraden Frequenzgang bis 20 kHz auch ohne Resonator? Es ist kaum bekannt, dass Gewebekalotten im oberen Frequenzbereich nicht mehr kolbenförmig schwingen sondern mit zunehmender Frequenz nur der ringförmige Bereich um die Schwingspule schwingt. Dadurch nimmt die bewegte Masse immer weiter ab, und der Pegelabfall wird kompensiert. So erkläre ich mir das.
Autor: F. Hausdorf
WG 220x150 + KE 25 SC: Diffusoruntersuchung
Blau = nicht modifiziert
Rot = komplett ohne Gitter
Grün = mit Gitter, aber ohne Diffusorring
Blau = nicht modifiziert
Rot = komplett ohne Gitter
Grün = mit Gitter, aber ohne Diffusorring
WG über halbe Sicke:
Ganze Sicke
Etwas über Kalotte
Wie zu erwarten sorgen die seitlichen 'Kammern' für Einbrüche, hier zwischen 9kHz und 15kHz und ca 19kHz bis 23kHz.
Also, das walwal-wiki in diesem Forum ist absolut genial
Dem kann ich mich nur anschließen. Diese Untersuchungen kannte ich nicht.
... mal überlegen ...
Das war aber immer mit Diffusor, d.h. außen hat die Kammer verzögert und innen der Diffusor den ohnehin schon verzögerten Schall.
Ich stimme immer noch nicht zu, dass die Kalotte bis 20 kHz an allen Stellen gleichphasig schwingen würde. Das kann nicht sein. Sonst fiele sie zwar im Energiefrequuenzgang aber nicht auf Achse.
....
Ich stimme immer noch nicht zu, dass die Kalotte bis 20 kHz an allen Stellen gleichphasig schwingen würde. Das kann nicht sein. Sonst fiele sie zwar im Energiefrequuenzgang aber nicht auf Achse.
Klippel schreibt das aber:
Oder? die Höhe ist wichtig, zumindest beim Konus, vermutlich auch bei der Kalotte. F-Gang auf Achse fällt mit 6 dB/Oktave ab Fc, ergibt sich aus Durchmesser/Frequenz und der Höhe.
Bei planen Membranen gillt das nicht, interessant.
fc=c/PixH
fc= 334/3,14 x 0,003 = Hilfe, hier hänge ich fest, komme auf 33 kHz, stimmt das? Habe mal 3 mm (0,003 m) für die Ke angenommen. Wenn die Rechnung stimmt, hat Uwe Recht und der Pegelabfall hat andere Ursachen.
Ich habe einen kleinen Beleg sogar auf der VISATON-Seite gefunden. Bei der Beschreibung der KE (KE25SC) steht:
Das Schutzgitter trägt innen einen akustischen Tiefpass in Form eines transparenten Ringes, der aber erst bei 25 kHz wirkt und dort eine Materialresonanz bedämpft.
Was auch immer eine Materialresonanz ist. Gemeint ist doch wohl die Kalotte, nichts Anderes könnte man mit dem Ring "bedämpfen", wobei bedämpfen wohl heißt, die akustischen Auswirkungen der Resonanz zu bekämpfen und den vorherigen Pegelabfall zu kompensieren.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
fc= 334/3,14 x 0,003 = Hilfe, hier hänge ich fest, komme auf 33 kHz, stimmt das? Habe mal 3 mm (0,003 m) für die Ke angenommen. Wenn die Rechnung stimmt, hat Uwe Recht und der Pegelabfall hat andere Ursachen.
Ich rechne das Gleiche aus. Ich frage mich nur, ob die Formel auch für "negative Konus-Lautsprecher" (Kalotten) gilt.
Anbei ein Bild von meinem aktuellen Diffusoraufbau aus Polystyrol. Damit kann ich auch in Großserie gehen. Wenn ihr Fantasien habt, immer her damit :-)
Ich frage mich nur, ob die Formel auch für "negative Konus-Lautsprecher" (Kalotten) gilt.
Warum sollte es das nicht? Die Formel bezieht sich nur darauf, dass schallabstrahlende Teile der Membran eine unterschiedliche Entfernung zum Mikro haben und wenn diese Lambda/2 erreicht gibt es Auslöschungen.
In der Praxis gibt es keine bei hohen Frequenzen steife Membranen, insofern ist das meiner Meinung nach nicht unser Problem.
walwal schrieb zur Anordnung mit 20mm Halsdurchmesser
Wie zu erwarten sorgen die seitlichen 'Kammern' für Einbrüche, hier zwischen 9kHz und 15kHz und ca 19kHz bis 23kHz.
Der Einbruch um 12 kHz bedeutet doch, dass zwei Schallanteile ca. 14mm Versatz zueinander haben müssen. Einmal in die Kammer hinein und wieder heraus? Das kommt aber bei den größeren Durchmessern nicht mehr hin. Bei 26mm Halsdurchmesser ist die Kammer 3mm kürzer und aus 14mm würden 8mm (beiden Richtungen). Da müsste die untere Auslöschung auf ca. 21,5kHz wandern - tut sie aber nicht. Sie wandert gerade mal auf ca. 14 kHz. Irgendwie ist die Sache komplizierter und wird mit dem Diffusor noch komplizierter.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
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