aber so wie's aussieht, ist wohl am AL130 in der jetzigen form nichts oder nicht viel zu verbessern
es läuft dann ja wohl auf eine völlig neue membran raus,
und ich glaube fast, dass visaton da keine allzugroßen ambitionen hat,
solange sich der AL30 noch gut verkauft...
edit:
stimmt das mit dem Thiel???
hat der wirklich 9,1cm² membranfläche????
das ist ja eher ein FRWS 5 als ein AL130
und bei so einer kleinen membran wäre es dann natürlich auch nicht schwer, die resonanzen ganz nach oben zu schieben, wo sie nicht mehr stören
Die 9 cm2 beim Thiel halte ich fürn Druckfehler, ist mir auch schon aufgefallen.
Die Schwingspule hat ganz normale 25mm Durchmesser, das ergibt allein für den Hochtöner ca. 7 cm^2. Dann wird der Mitteltöner mind. 20 cm^2 haben.
@ Fred
Nein ich kann nicht nochmal ran, da ich vom "Großen" keine Messung hier zu Hause hab wie ich schon schrieb...
Kann bitte jemand von den Mitlesern solch eine Messung herbeiscannen?
@ hermes
Weißt Du, ob der Thiel 2.4 genauso bedämpft wurde, wie das grössere Coax-Teil (sry. die Bezeichnungen konnte ich mir noch nie merken)?
Interessant zum Vergleich wäre bestimmt auch der konkave TMT-Keramiker vom BRD-Thiel (schade, wenn ich es gewusst hätte - habe alle HH&Co vor geraumer Zeit entsorgt...)
Mensch Fred, entsorgt! Schon mal geschäftstüchtig an verkaufen gedacht?
Ganz sicher weiß ich nicht, ob der kleine Thiel bedämpft ist, ich meine aber irgendwo im Netz eine Schnittgrafik des Teils gesehen zu haben. Die Membran besteht wohl aus einem ALu-Schaum-Sandwich, das nach außen dünner wird.
Sie muss eigentlich auch bedämpft sein, da man ja nicht mal im SHT ein verzögertes ausschwingen sieht. Ich denke, dass auch der Hochtöner bedämpft ist, denn man kann sehr wohl resonanzähnliche zacken sehen, nur schwingt alles tadellos schnell aus. Ich kenne keine unbedämpfte 25mm-Metallkalotte, die bis 40 khz kein verzögertes Ausschwingen zeigt...
Soweit ich mich erinnere zeigt auch der große Thiel einen welligen SHT, schwingt aber auch fehlerfrei aus.
Hier zeige ich mal einen Versuch, die Resonanzen des TI 100 zu glätten. Ganz perfekt ist der Frequenzgang noch nicht und die Sache ist noch alles andere als serienreif. Es handelt sich noch um eine Bastelei. Ob sich das jemals in der Serienproduktion realisieren lässt, ist die große Frage. Davor müssen erst noch viele Versuche erfolgreich durchgeführt werden. Würde sich ein erhöhter Aufwand und damit eine moderate Preiserhöhung bei diesem Ergebnis wirklich lohnen? Ich meine, dass die jetzigen Resonanzen nicht wirklich stören, wenn man den TI 100 nicht so weit oben betreibt. Weniger Resonanzen würden sich allerdings messtechnisch sehr gut machen und als Breitbänder wäre der TI dann auch nicht schlecht.
Die Frequenzgangmessungen sehen im Tief- und Grundtonbereich anders aus als im Datenblatt (z.B. Internetseite), weil sie nicht in der üblichen schmalen Schallwand sondern in der großen DIN-Schallwand entstanden sind.
ein bisschen was hat sich schon getan
kommt halt drauf an, ob das mit einem einfachen "stück schaumstoff an der richtigen stelle auf die membran pappen" getan ist
oder ob das größere konstruktive veränderungen nach sich zieht.....
Die Chance ohne Tippschein im Lotto zu gewinnen ist fast genauso hoch wie mit Tippschein.
danke für die Messungen, das sieht doch interessant aus! Mir wäre das etwas erhöhte Kosten wert.
Wie gesagt, die Resonanzen stören bei weitem nicht nur, wenn man die Treiber hoch trennt.
Interessant finde ich, dass hier viele Resonanzen bedämpft zu sein scheinen.
Da hätte ich noch eine Frage an Visaton:
Die Erklärung mit der Vogel-Flatter-Resonanz ist sehr einleuchtend. Was ist aber mit den anderen Resonanzen bei Metallern? Oft gibt es ja viele unterschiedlich starke Resonanzen... Das sind doch dann auch ähnliche Aufbruchsresonanzen wie bei Papier oder?
Habt ihr in desem Zusammenhang schon mal mit Keramik-Membranen experimentiert? Keramik hat vom Eigenschaftskatalog Vorteile gegenüber Metall: Höhere Schallgeschwindigkeit, viel höhere Dämpfung, weniger elastisch.
ICh winde die Wasserfall-Messungen der Thiel-Treiber in diesem Zusammenhang interessant. Gibts bei www.accuton.de zu sehen. Aber der Rest der Thielschen Treiber, vor allem der Antrieb ist weit weg von der Qualität des TI 100. Interessant an den Keramik-Membranen-Messungen finde ich, dass diese Membranen oberhalb ihrer Hauptresonanz kaum mehr Aufbruchartefakte zeigen, hier scheint die erhöhte Dämpfung des Materials tatsächlich von Vorteil zu sein.
@ All
Der AL 130 ist ja auch aus Alu. Nun kann man die Membran im eingebauten zustand nicht eloxieren, schließlich braucht man dazu ein Schwefelsäurebad. Gibts denn eigentlich eine andere Möglichkeit Aluminium mit nennenswerter Schichtdicke zu eloxieren? Vielleicht, indem man irgendeinen Katalysator aufträgt? Ich würde mir davon wirklich was verprechen. Auch die nur oberflächlich eloxierten Alcone-Membranen zeigen was das "Aufbruchgespratzel" angeht Vorteile, nur die Hauptresonanz schlägt leider voll durch.
Zustimmung. Der FG sieht glatter aus. Das könnte im Prospekt überzeugen.
In Sachen Dauer des Nachschwingens finde ich allerdings hermes' simple Klebeband-Styroring-Methodik gar nicht mal schlechter, wenn man das bei seinen Messungen mit 'vorher' / 'nachher' mal gegenüberstellt:
du hast die Messung mit der Dustcapbedämpfung reingestellt. Das wäre in der Tat eine minimale konstruktive Veränderung.
An der eigentlichen Membranresonanz hab ich damit aber nix geändert, der Peak im Frequenzgang bei 7 khz...
Ich hab inzwischen auch einiges probiert, die Resonanz is echt übel...
Das einzige womit ich sie bisher komplett weggekriegt hab war das Fixieren der Membran am äußeren Rand. Das entspricht der Erklärung von Visaton über die Entstehung der Resonanz. Fixieren geht aber nur bis 1 khz wirklich verzerrungsfrei. Darunter macht es probleme und im Bass, naja
An der eigentlichen Membranresonanz hab ich damit aber nix geändert, der Peak im Frequenzgang bei 7 khz...
Nicht so bescheiden, immerhin schwingt die Resonanz lt. deiner Wasserfallfotos schneller aus.
Aber es geht schon noch besser. Bei Interesse lichte ich meine Exemplare ab und lasse Dir die Bilder privat zukommen (die Probanden befinden sich a.G. einer geschäftstüchtigen Aktion außerhäuslich)
Das einzige womit ich sie bisher komplett weggekriegt hab war das Fixieren der Membran am äußeren Rand. ... Fixieren geht aber nur bis 1 khz wirklich verzerrungsfrei. Darunter macht es probleme und im Bass, naja
Hatte ich ja bereits geschrieben, dass B&W das so macht. Konsequenter Weise mit mehr Fläche und bewusstem Verzicht, einem Mitteltöner Baßhübe abverlangen zu wollen (richtiges Festhalten will natürlich gelernt sein...). Für mein Geschmack ein Hinweis auf einen AL130M MK2...
Übrigens: Falls irgendwann mal wieder ein Auktionsangebot auf ein Einzelexemplar ansteht, gerne Nachricht per PN (um das Übel an der Wurzel anzupacken, brauche ich ein wahres ... Schlachtexemplar )
Ich habe den Eindruck, dass man mit der obigen Verbesserung nicht so recht zufrieden war. Deswegen haben wir heute noch mal einen weiteren Versuch gewagt:
TI 100 Modifikation 2
Sieht doch schon sehr gut aus, nicht wahr? Die Frequenzgangmessung wurde wie fast immer ohne Glättung durchgeführt. Das erkennt man u.A. an dem steilen Abfall am oberen Ende des Übertragungsbereichs. Ein Breitbandlautsprecher kann im Hochtonbereich nie so ein gutes Ausschwingverhalten haben, wie beispielsweise ein Hochtonkalotte.
@ hermes: Ob noch andere Resonanzen bei Metallmembranen auftreten? Sicherlich, aber ganz Genaues weiß ich auch nicht darüber. Die "Vogelschwingung" ist mit Abstand die am meisten störende, wie man am neuen Beispiel sehen kann. Vor allen Dingen, wenn sie weg ist.
Wir haben schon vor einigen Jahren mit Keramikmembranen ausgiebig Versuche gemacht. Und zwar haben wir Vollkeramik verwendet. Das wurde im Plasmaverfahren auf eine Form aufgetragen. Dass Keramik eine höhere Körperschallgeschwindigkeit hat, stimmt natürlich. Aber die innere Dämpfung ist bei Keramik im Gegenteil viel geringer als bei anderen Materialien. Die Materialresonanzen lagen bei unseren Mustern zwar bei höheren Frequenzen, waren aber weitaus schwächer bedämpft. Im Gegensatz zu unseren Hoffnungen, die damals sehr stark gedämpft wurden.
das Ausschwingverhalten ist wirklich prima. Man beachte, dass der Frequenzgang eigentlich bei -9dB liegt. Die Resonanz geht dann bis auf etwa -3dB hoch, das heißt auch, dass bei glattem Frequenzgang auch das Ausschwingen "schneller" passiert. Nach 10 Perioden ist also Schluß, bei 2 Perioden gehts erst los, das ist prima. Der Abfall zeigt aber eher -25dB als -30dB.
Kennst du die neuen 1" und 1,4" Treiber von 18sound? Die Titanmembran ist auf Ober- und Unterseite nitriert, was einen extrem steifen Sandwich erzeugt und beim 1" Treiber ein ausgezeichnetes Ausschwingverhalten bis 20kHz hin. Die Membran arbeitet wirklich als Kolbenstrahler.
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