Stelle ich mir das dann richtig vor:
die schwingspule bleibt ortsfest stehen, und der membran-rand mit der sicke bewegt sich auf und ab, so als wenn das chassis normalen (bass-) hub vollführen würde
damit schließe ich darauf, dass am außeren membran-rand zug- und druck-spannungen entstehen, stimmt das???
somit ist der AL bei seiner reso quasi ein "umgedrehter manger wandler" mit schwingspule außen und einspannung in der mitte
oder liege ich da völlig falsch???
Die Chance ohne Tippschein im Lotto zu gewinnen ist fast genauso hoch wie mit Tippschein.
Danke Visaton, für die Erklärung, wenn ihr tatsächlich so viel Probiert habt, dann versteh ich natürlich, warum ihr so eine Aktion nicht macht.
Dass man eine Resonanz wie die beschriebene nicht mit beschichtungen in den Griff bekommt ist einleuchtend. Allerdings kommen einem wenn man sich das Vogelprinzip vorstellt schnell ein paar dämpfende Verstrebungen von tiefer liegenden Schwingspulenbereichen zur Membran in den Kopf.
z. B. so:
Sowas sollte je nach Materialwahl doch eine "Vogel-Resonanz" der Membran wegdämpfen...
Ich hab mir mal den AL 130 nochmal angeschaut, ein bischen habt ihr das ja schon umgesetzt indem die Sickenverklebung am Übergang Schwingspule/Membran weit hochgezogen ist. Aber ok, du kannst ja eh nicht darüber reden bevors auf dem Markt ist.
Grüße
Hermes
Edit:
Oder so, wenn man den Schwingspulenträger nicht so lang machen will:
dass bei so einer art reso der gummi-ring am membran-rand nichts bringt, das ist irgendwie klar....
was man machen könnte: die membran konischer machen (tieferer trichter)
oder vielleicht würde eine nawi-membran mit radial verlaufenden prägungen was bringen
da könnte dann auch eine (flächenmäßig) große und hochbedämpfte staubschutzkalotte ihr vorteile voll ausspielen
Die Chance ohne Tippschein im Lotto zu gewinnen ist fast genauso hoch wie mit Tippschein.
@ hermes: Das mit dem Schaum (und anderen Materialien) habe ich schon probiert - die Resonanz ließ sich nicht beeindrucken. Man muss sich mal vor Augen führen: wegen der großen Fläche außen reichen schon mikroskopisch kleine Amplituden aus, um eine Überhöhung von 10 dB zu bekommen.
Das leuchtet ein, aber der Schaum sollte zumindest das Ausschwingen der Resonanz extrem verkürzen. Ich denke klanglich wären die Resonanzen nicht mehr problematisch, wenn sie so schnell ausschwingen wie der Mittelton, denn dann gilt für den K3 der die Resonanzen anregt wieder die gängige Hörschwelle von 0,3%.
Ich poste gern nochmal die Messung mit meinem Styroporring am AL 130:
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Mit Styroporring ist die 8 khz-Resonanz im Verhältnis zum Mittelton niedriger und schwingt deutlich schneller aus. AUßerdem liegen die kleinen Resos bei 15 khz deutlich niedriger.
Ich muss betonen, dass der Ring nicht mal richtig fest geklebt war, das war mit Tesafilm aufgeklebt. Auflagefläche war die Ringkante ungefähr in der Mitte zwischen Schwingspulenansatz und Membranrand. Man könnte das wohl noch verbessern...
Die Prägung dürfte an der von Visaton beschriebenen Resonanzbewegung mit SChwingspulenansatz als Achse nichts ändern.
Es gibt aber eine Möglichkeit die ich für sehr effektiv halten würde:
Bei der von Visaton beschriebenen Resonanz entstehen starke Zug- und Druckkräfte in der Membran. Würde man die Membran von der Schwingspule nach außen aufschneiden und irgend ein hoch dämpfendes Material zur neu-Bindung nutzen, dann würden diese Kräfte weggedämpft und die Resonanz wäre verschwunden.
An der Biegesteifigkeit würde das nichts ändern.
Man könnte z. B. die Membran aus vielen Trapezen bauen, die alle mit ganz leichter Überlappung mit einem hochdämpfenden Kleber verklebt werden, sodass es der Blende eines Fotoapparates ähnelt. Bei der Resonanz würden dann Scherkräfte zwischen den Trapezen entstehen, die der Kleber dämpft.
Original geschrieben von SvenT oder vielleicht würde eine nawi-membran mit radial verlaufenden prägungen was bringen
da könnte dann auch eine (flächenmäßig) große und hochbedämpfte staubschutzkalotte ihr vorteile voll ausspielen
was is mit der idee??
theoretisch müsste das genau ins schwarze treffen,
wenn ich mir das recht überlege
Die Chance ohne Tippschein im Lotto zu gewinnen ist fast genauso hoch wie mit Tippschein.
Das mit der großen Staubschutzkalotte trifft, ja, das entspricht der zweiten von meinen beiden Skizzen, wobei ich denke, dass eine dünnere Staubschutzkalotte, die dafür mit SChaum gefüllt ist besser wäre.
Mit "radiale" Prägung bin ich grade nicht sicher was du meinst. Das Problem bei Prägungen ist sowieso immer, dass das Material das selbe ist. D. h. man kann die Stabilität erhöhen und so die Resonanz nach oben Verschieben, aber mehr Dämpfung entsteht dadurch nicht.
ich dachte an eine nawi membran (wie die aussieht, das kannst du dir an nem BG20 ansehen)
bei der nawi membran dürfte die größte verformung der membran (die vogel-flügelschlag-reso nach F. Hausdorf) irgendwo in der mitte der membran auftreten (größte winkeländerung)
und da kommt dann die prägung zum zuge, um die steifigkeit der membran in die 3. dimension zu erweitern
(ich mein halt einfach irgendwelche sicken/rillen, die vom membranrand nach innen laufen)
dadurch müsste die membran sehr steif werden, und die sich ausprägende resonanz (bei genügend geringer membran-masse) bei ziemlich hohen frequenzen liegen
und ist es nicht im allgemeinen so, dass bei einer verschiebung der reso nach oben, deren amplitude sinkt,
und man sie außerdem besser bedämpfen kann, da bei hohen frequenzen die innere dämpfung von vielen dämpfungs-materialen höher liegt, als bei tiefen frequenzen????
und ich mein: wenn die reso weiter oben liegt, dann hätten wir doch zumindest schon mal einiges an bandbreite gewonnen, bzw. man kann die reso mit der frequenzweiche besser unterdrücken
(auch wenn sie noch nicht gedämpft ist)
Zur dämpfung: bei der oben genannten membran, die ja sehr steif wäre, treten auch schon da, wo die dustcap sitzt (bei der reso) relativ große radiale verschiebungen auf, die man mit einer dustcap aufnehmen könnte, und mit deren innerer dämpfung bedämpfen
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