Mit 10 cm Absorber und 30 cm, 10 cm ist zu wenig...
Lautsprechergehäuse für Experimente, Entwicklungen oder Spaßprojekte.
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Bei dem Absorptionsmaterial ist es egal, woraus es besteht, Synthetik, Schaf, Stein oder Glas.
Entscheidend ist die Platzierung, Schichtdicke und spezifische Strömungswiderstand.
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Hallo,
also, ich muss ja sagen, mit dem Lautsprecherentwickeln wird es nie langweilig. Beim Messen und Simulieren kommt man immer wieder zu Ergebnissen und neuen Erkenntnissen, womit man nicht mit gerechtet hatte
Zunächst hatte ich um die Störung bei 250 Hz zu bekämpfen, etwas Polyesterwatte heraus genommen, um durch Schafwolle zu ersetzen. Das sind Schafwollmatten, die sind etwas dichter. Meine Idee war, dieses als Akustiksumpf im unteren Ende zu platzieren. Die Störung bei 250 Hz war davon unbeeindruckt, dafür stieg die Abstimmfrequenz auf 37,2 Hz an. Entweder liegt das an der Schafwolle selbst oder an der höheren Dichte? Die Störung ignoriere ich erst mal, ist wohl nicht so schlimm, denke ich.
Dann ist mir aufgefallen, der Mitteltöner hat so ein dünnes Blech, das lag nicht plan auf, ich habe dann Fensterdichtband drunter gemacht. An der Störung hat sich immer noch nichts geändert, aber seltsamerweise ist jetzt die Abstimmfrequenz auf 34 Hz gesunken. Kann eine Undichtigkeit die Abstimmfrequenz ansteigen lassen?
Wenn ich jetzt die Schafwollmatten wieder herausnehme, müsste ich theoretisch bei 33 Hz landen. Somit lege Boxsim wieder richtig. Sachen gibt's.
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Ja, das denke ich auch. Wird bei 250 Hz sein, die Störung bei 1 kHz kommt vom Chassis. Sieht man auch im Datenblatt.Einen Kommentar schreiben:
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Hallo,
die Vorbereitungen am Gehäuse ziehen sich ein bisschen hin. Ich habe zunächst neue Kabel nach außen verlegt, weil für die Weichenentwicklung ist es ja sinnvoll, wenn die Weiche außerhalb sitzt.
So, und die Gehäuse haben 26 mm Wandstärke, aber beim Klopftest klangen sie trotzdem wie eine Glocke. Die Gehäuse sind hoch und haben große Flächen. Da keine Verstrebungen vorhanden sind, habe ich nachträglich noch welche eingesetzt und die übrig gebliebenen Flächen mit Alubutyl (Reckhorn) beklebt. Dann bin ich zufällig über eine Rolle Malervlies gestolpert. Davon habe ich zusätzlich noch eine Schicht an den Innenwänden getackert, frei nach dem Motto " Viel hilft vielleicht ein wenig"
Und das Volumen habe ich locker mit Polyesterwatte aufgefüllt.
Eine Box habe ich fertig und schon mal die Impedanz gemessen. War schon gespannt, was dabei heraus kommt. Ich habe das BR15.34 verwendet.
Abstimmfrequenz. WinISD sagt 36.7 Hz, Basscade sagt auch 36,7 Hz und Boxsim 33,2 Hz.
Und dann die Überraschung. Gemessen habe ich 36,6 Hz.
Ich habe alles nach meinem besten Verständnis eingegeben. Fehler beim Simulieren oder Messen kann ich nicht zu 100 % ausschließen.
Ich kann nur von dem ausgehen, was ich messe. Letztendlich sind es nur Zahlen, denn was am besten klingt, kann ich nur durch Hören herausfinden. Aber bei 2-3 Hz mehr oder weniger, höre ich keinen Unterschied.
Und dann sieht man in der Impedanzmessung bei 250 Hz und 1000 Hz leichte Störungen. Können das stehende Wellen sein, oder ist da vielleicht was undicht?
Gruß
Werner
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Genau. Das habe ich hier auch schon geschrieben.ich bin genau der Meinung von Daniel, es macht überhaupt keinen Sinn die 8 Zöller immer so tief abzustimmen, gerade heute wieder an der Kenwood LS200G erlebt mit einer 40er Abstimmung für einen 130er). Der Box nimmt man komplett die knackige Abstimmung. Es ist zwar tief aber man verliert locker 10 dB Maximalpegel, ...
Ein ganz großes ABER, die Basswiedergabe macht der RAUM!!! und die Abstimmung muss zum Raum passen, da hilft keine Simulation.Einen Kommentar schreiben:
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Exakt. Und von der Hörpostion. Mal ein Sinussignal oder Rauschen im Bass abspielen und im Raum umhergehen. Furchtbar. Aber hifreich, um eine bessere Hörposition zu finden.Einen Kommentar schreiben:
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Waren das die Experience V20? Das waren 1995 meine ersten selbst gebauten Lautsprecher. Die sind sehr tief abgestimmt, irgendwo in 20er, genau weiß ich nicht, habe gerade kein Boxsim zur Verfügung.Der W200S ist in der Visatonbox drin mit zwei W200S, W130S und Hochtöner weiß ich nicht mehr (G25FFL?), ... Ein Forenfreund, der Sunder, hat mich vor Jahren gebeten da mal drüberzuschauen, da käme kein Bass raus, ... dann sagte ich, das kann ich mir nicht vorstellen, da spielen zwei 200er und die müssen Druck machen, ...
Mein Raum war damals ca. 18 m². Eigentlich waren die Lautsprecher viel zu groß für den Raum, aber damals dachte ich, je größer umso besser. Heute weiß ich, dass das quatsch ist
Ich war sehr enttäuscht, die machten überhaupt kein Bass für die Größe. Mittel und Hochton war dafür sehr gut. Später sind wir umgezogen, der Raum war 30 m² groß und dort hatte ich plötzlich viel zu viel Bass, der Bass dröhnte. Ich habe dann die BR-Rohre vollgestopft, das Dröhnen war weg, aber sie gingen nicht mehr tief genug. Damals vor 15 Jahren, hatte ich noch keine Messmöglichkeit. Jetzt weiß ich, dass ich in meinen Raum bei ca. 30-35 Hz eine fiese Mode habe, die geht um 20 dB oder noch höher rauf.
Ich wollte damit sagen, dass der Bass vom Raum bestimmt wird.
Gruß WernerEinen Kommentar schreiben:
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Der W200S ist in der Visatonbox drin mit zwei W200S, W130S und Hochtöner weiß ich nicht mehr (G25FFL?), ... Ein Forenfreund, der Sunder, hat mich vor Jahren gebeten da mal drüberzuschauen, da käme kein Bass raus, ... dann sagte ich, das kann ich mir nicht vorstellen, da spielen zwei 200er und die müssen Druck machen, ...... Wie hoch würdest du abstimmen? ... Wenn ich mir die Basscade oder WinISD Simulation anschaue, würde ich sagen, es wäre nicht zu tief abgestimmt. ... Viele solche vergleichbaren Lautsprecher sind ja ähnlich tief abgestimmt. Nun wüsste ich nicht, dass jeweils Subsonic verwendet wird.
...
Gruß
Werner
Hab dann den Messknecht mitgebracht und haben die Box im Raum analysiert, viel zu tiefe Abstimmung war das Fazit. Marco hat die Rohre nach meinem Vorschlag gekürzt und dann liefen die Boxen in diesem Raum in Höchstform auf. Ein richtig toller knackiger Bass, nach der Verkürzung der BR-Rohre. Ich kann dir nicht mehr genau sagen, ich meine es waren 25 Hz vorher und 35 Hz dann nach der Änderung oder gar 38 Hz. Das reicht bei normaler Musik vollkommen aus, und hat einen Vorteil dass der wichtige OBERBASS ansteigt und dann die Box auf einmal auch knackiger klingt.
Ich würde nicht sehr tief mit der Abstimmung gehen sondern in den hohen 30ern bleiben, ... keine Sorge, je nach Raum läuft die Box trotzdem bis unter 30 Hz, wie der kleine Doppelsub GF250 in meinem Raum beweißt!
Gruß TimoEinen Kommentar schreiben:
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Hallo Timo,
vielen Dank für die Erklärung!
Jetzt habe ich verstanden, was du meinst. Nun bin ich aber noch unsicherer, wie ich abstimmen soll
Ja, es geht dir bei der höheren Abstimmung um Maximalpegel, so wie ich dich verstanden habe.
Wenn ich mir aber die tiefe Abstimmung anschaue, sollte man dort nicht eher einen Subsonic Filter verwenden?
Wie hoch würdest du abstimmen?
Wenn ich mir die Basscade oder WinISD Simulation anschaue, würde ich sagen, es wäre nicht zu tief abgestimmt.
Viele solche vergleichbaren Lautsprecher sind ja ähnlich tief abgestimmt. Nun wüsste ich nicht, dass jeweils Subsonic verwendet wird.
Meine Lautsprecher würde ich auch nie bis Maximalpegel betreiben.
Gruß
Werner
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ich habs heute mittag schnell gemacht, da ich eh grad beim Simulieren des TIW250XS war. Die Grundaussage deckt sich aber bei allen Basschassis.
ich habe drei Simulationen gemacht, 30 Liter innen mit hoher knackiger Asbtimmung, dann 30 Liter tiefe Abstimmung und 60 Liter noch tiefere Abstimmung.
zur Erklärung, du musst dir das obere rechte Schaubild anschauen, ... bei der hohen Abstimmung um 38 Hz rum, sollte drunter ein Subsonic eingesetzt werden, dann ist aber der Maximalpegel bei um die 112 dB für einen TIW250 im knackig abgestimmten TIW250XS, (mit Bafflestep gerechnet sind es 6 dB weniger)... wird das Rohr länger, ändert sich die Abstimmung auf unter 30 Hz und es sinkt der Maximalpegel im Bass auf rund 105 dB (mit Bafflestep 99 dB), machen wir jetzt in Gedanken das Gehäuse noch größer und wir bleiben bei der tiefen Abstimmung bleibt nur noch unter 100 dB übrig, (also mit Bafllestep 94 dB), ... In BR ist aber wirklich wichtig, wenn man diese Lautstärke voll mitnehmen möchte, dass direkt etwas unterhalb der Abstimmung ein Subsonic die ganz tiefen Töne absschneidet, also ein Subsonic.
Und das meinte ich mit der Aussage man verliert 10dB! Meist ist es auch so, dass in sehr tiefen Bereichen der Raum verrückt spielt und die Nachhallzeit enorm verlängert, das passiert oft in Bereichen unter 40 Hz, fast überall, ... sodass es eine Hallsauce an tiefen Tönen gibt, man verliert die Knackigkeit des Tons, ... Ich weiß, unsere Heinkinobesitzer winken jetzt ab, und möchten diese extrem tiefe Abstimmung, ich hingegen finde diese Hallsauce bei Musik sehr störend.
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Hallo,
@walwal: Boxsim simuliert die Schallwandmaße mit, deswegen ist es wohl auch genauer. Ja, der Baffle Step wirkt höher, da steigt der Pegel an, aber unterhalb zum Tiefton hin verliert man wiederum an Pegel. Das ist wohl der Effekt, den du beschrieben hast, aber ich hätte eher 2-3 dB erwartet. Wenn man den Baffle Step bei einer 3 Wege Box nicht komplett kompensiert, dann ist es in der Summe mehr. Dieses könnte der Grund sein, warum unter 100 Hz der Pegel so stark abfällt. So stelle ich mir das vor. Aber so gesehen wäre es vielleicht doch besser, höher abzustimmen.
Nun ja, dieses Projekt ist ja auch zum Experimentieren gedacht, dann probiere ich das einfach aus. Aber ich denke auch, dass es die richtige Abstimmung nicht gibt. Es wird meistens das gemacht, was am besten gefällt.
@Timo: Okay, alles klar!
Gruß
Werner
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Der Bafflestep wirkt eher umgekehrt, bei gleichem Volumen steigt der Pegel mit größerer Schallwand zu 500Hz hin an.
Der Effekt ist aber normal, dass der Pegel zu unteren Frequenzen abfällt, warum das so ist, muss ein Theoretiker erklären. Vermulich sinkt der Wirkungsgrad, weil die Luft bei tiefen Frequenzen um das Chassis "ausweichen" kann.
Da hilft nur mehr Hub oder man muss "nach oben" den Pegel senken, was aber den Gesamtpegel senkt.Zuletzt geändert von walwal; 04.12.2024, 06:45.Einen Kommentar schreiben:
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