ich bin bei der Planung eines Mini-Ripol mit 2x WS17E und 2x FRS8 mit Einfachweiche
für einen kleinen Raum - grundsätzlich kenne ich die Nachteile der Bauform
aber ich finde es trotzdem spannend :-)
Nun die Frage - kann dies so funktionieren? Das das Teil nicht sehr Pegelstark
wird ist mir bewusst.
Zwei 17er sind einfach sehr wenig Fläche für einen Dipol. Ich würde die Nobox 170 als Basis nehmen, den TT-Part der Weiche übernehmen und dann den FRS8 "dran entwickeln". Das funktioniert dann sehr wahrscheinlich gut. Wenn man anstelle des FRS8 (den ich sehr schätze), dann noch den B80 verwendet, könnte das was richtig Edles werden .
da hat Uwe sich ja richtig Zeit genommen dir zu erklären warum es sich bei deiner Simulation um keinen Dipol handelt.
Wenn ich mich recht entsinne simuliert man einen Dipol bei Boxsim so:
1. Eine Basreflex-Box anlegen
2. Die Abstimmfrequenz auf 1 MHz legen (das Volumen ist eher egal)
3. Dem gemeinsamen Außengehäuse eine sehr geringe Tiefe geben
4. Bassreflexkanal direkt gegenüber, ansonsten mit der selben Platzierung wie das Chassis
In deinem Fall ist das resultierende Ergebnis eher ungefriedigend....
Bei ~ 100 Hz schon - 6 dB.
es geht um einen Ripol!
Nicht um einen Lautsprecher, der 10 m^3 groß ist. Wo soll man so ein Geschoss denn aufstellen? Erst die Annahmen der Simulation prüfen. Jetzt war die ganze Arbeit umsonst.
Entschuldigt meine sehr kurze Antwort oben, aber Dieter hat das ja schon ergänzt.
Ein Dipol hat zu Frequenz 0 hin immer einen akustischen Kurzschluss. Die Schallemission lebt von der Phasendifferenz der beiden Schallanteile von Vorder- und Rückseite. Deshalb ist es keinesfalls egal, wo im Raum der Schall da herauskommt. Eine Dipol-Simulation ohne korrekte Gehäuseabmessungen und darin korrekte Positionierung der Schallaustritte wird nichts.
Mein Vorschlag zur Simulation eines Ripols (Ich verstehe darunter eine besondere Form des Dipols bei dem das Chassis 90° zur Abstrahlrichtung sitzt und mit einer Seite nach vorn und der anderen Seite nach hinten abstrahlt) wäre, einen biventilierten Bandpass zu verwenden. Der Grund ist, dass im Ripol das Chassis beidseitig eine Luftlast sieht, die so im klassischen Dipol (siehe Dieters Post oben oder Boxsim FAQ 011) nicht gegeben ist. Ich habe das mal exemplarisch für den Bassteil der PETIT ORGUE gemacht. Die Weiche vor dem Ripol ist natürlich nicht Original, denn die kenne ich nicht. Im Tiefbassbereich muss die Originalweiche aber so etwas ähnliches machen. Die Schallaustrittspunkte und Schallwandgrößen entsprechen der Petite Orgue, auch die Volumina sind aus der Petite Orgue entnommen und die Abstimmfrequenzen der beiden Teile des biventilierten Bandpass entsprechen den lambda/4-Resonanzen der Kammern. Die gemessenen Frequenzgänge sind abgeschaltet. Das macht im biventilierten Bandpass sowieso Sinn, im Moment allerdings besonders, wegen des Bugs in Boxim 2.00 mit Chassis die auf der breiten Seite der Testbox gemessen wurden.
Man erkennt, dass bis ca. 200Hz eine recht brauchbare Simulation herauskommt, darüber wird das Modell unexakt.
Die Simulation unterstellt, dass es keine Kantenbeugung nach unten gibt, die Box also nach unten unendlich weiter getht. Das habe ich gemacht um zu berücksichtigen, dass der Ripol ja wahrscheinlich auf dem Boden steht.
Petite Orgue Bassteil "best guess":
Dann habe ich mal versucht, was passiert, wenn man das Gehäuse auf Faktor 3/4 verkleinert und einen WS13E-8 einsetzt. Dei Beschaltung habe ich so angepasst, dass etwa der selbe Wirkungsgrad herauskommt, der WS13E-8 hat normalerweise mehr. Die Abstimmfrequenzen steigen dann auf das 4/3-fache und die Volumina sinken auf 42,1875%. Die Wandstärke beträgt 14,25mm. Für eine endgültige Konstruktion wird man da wohl noch ein bisschen anpassen müssen. Über 250 Hz sieht die Simulation peinlich gut aus. Dem würde ich definiiv nicht trauen. Bei einer wirklichen Konstruktion ist natürlich auch die Beschaltung noch optimierungsbedürftig - zumindest mal was die Bauteilpreise angeht.
Ripol mit 2xWS13E-8:
Nachtrag 20.1.2019: Das hier angehängte Projekt geht von einer Aufstellung auf dem Boden aus. Ein Projekt, dass die Petite Orgue frei im Raum simuliert ist in Boxsim-FAQ 12 verlinkt.
es geht um einen Ripol!
Nicht um einen Lautsprecher, der 10 m^3 groß ist. Wo soll man so ein Geschoss denn aufstellen? Erst die Annahmen der Simulation prüfen. Jetzt war die ganze Arbeit umsonst.
Ich hatte nur eine andere Weiche mit Boxsim simuliert , auf den bestehenden Daten basierend. Aber wenn es falsch ist, dann ist es so, einfach zur Seite schieben.
Was soll ich sagen - Es geht sehr tief runter aber wie vorausgesagt ist der Maximalpegel sehr niedrig.
Wenn man 10 Würfel mit jeweils 2 17er pro Seite bauen würde könnte der Maximalpegel auch stimmen, diese Materialschlacht werde ich mir aber nicht mehr antun.
lg Studiowork
PS.: ich denke ich werde die 4 Stück WS17E zu einer Soundbar verbauen :-)
ich denke ich werde die 4 Stück WS17E zu einer Soundbar verbauen :-)
Oder als 2 Subwoofer auf dem Schreibtisch sollte der recht freistehen. Sollte richtig entzerrt vom Pegel her reichen und es gäbe Bass vom feinsten. Könnte man dann auch Versuche mit drehen des Subs auf der Tischplatte machen um die Dipol-8 eventuell dazu zu nutzen Tiefbassreflextionen und damit dröhnen am Schreibtisch noch zu mindern.
WoW ! Du hast den Dipol echt gebaut?
Hast du die Möglichkeit den Frequenzgag zu messen und als Bild hochzuladen?
.
Danke Uwe!
Zitat von UweG
... Mein Vorschlag zur Simulation eines Ripols (Ich verstehe darunter eine besondere Form des Dipols bei dem das Chassis 90° zur Abstrahlrichtung sitzt und mit einer Seite nach vorn und der anderen Seite nach hinten abstrahlt) wäre, einen biventilierten Bandpass zu verwenden.
Dieser Gedankengang unterstreicht den Unterschied zwischen Profi und Amateur nochmals. Danke.
MfG
wenn ich so die ursprüngliche Bestückung WS17E und FRS8 sehe, spukt mir sofort eine Art
"Mini-Nobox170" für den Schreibtisch im Kopf herum. Wäre ja im absoluten Nahfeld (ca. 50cm Hörabstand).
Habe von Simulation etc. keine Ahnung, daher wäre es ein reines Spaßprojekt, preislich überschaubar.
Frage an die Erfahrenen: Probieren oder gleich sein lassen?
Beim Besuch unseres Forums werden Cookies gesetzt. Dies sind kleine Textdateien, die lokal auf Ihrem Rechner in den Browserverlauf gespeichert werden. Die auf unserer Forums-Website eingesetzten Cookies sind technisch erforderlich und gewährleisten den Betrieb und die Komfort-Funktionalitäten des Forums.
Während Ihres Forum-Besuchs werden keine Cookies zu Marketingzwecken oder für Statistiken und Analysen gesetzt. Auch werden keine Daten an Dritte übermittelt.
Detaillierte Informationen zu unserer Verarbeitung von personenbezogenen Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Wenn Sie auf „Einverstanden“ klicken, stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung und dem Einsatz von technisch erforderlichen Cookies zu.
Kommentar