Breitbänder mit BG20
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Ich habe den Thread gerade entdeckt. Ein paar Tage Wartezeit bis erste Reaktionen kommen, sollten schon erlaubt sein.
Die Box ist optisch natürlich kein Meisterwerk. Um mal auszuprobieren, wie es klingt, jedoch völlig ausreichend.
Die Position des Hochtöners gleich weit von oben und links entfernt kann sich negativ auswirken, unterschiedliche Entfernungen ziehen resultierende Wellen im Frequenzgang etwas glatt. Kommt auf die Bündelung an. Die Ankopplung nur über einen Kondensator ist gut für den Impedanzfrequenzgang (grob wie ein RC-Glied zur Reduktion des Impedanzanstieges zu den Höhen), was an Röhrenverstärkern mit geringem Dämpfungsfaktor relevant ist.
Es ist schon relativ durchdacht, den inneren Breiti nach oben strahlen zu lassen und nicht zum Hörer hin. Ich würde zumindest die Ober- und Rückseite der koppelnden Kammer mit einem Dämpfungsmaterial belegen, welches im Mittelhochtonbereich sehr stark absorbiert, jedoch im Bass weitgehend wirkungslos ist, um die Kopplung nicht zu verschlechtern. Es wäre vielleicht geschickter gewesen, als Innentreiber einen Tieftöner mit vergleichbarem Wirkungsgrad in den Tiefen zu verwenden, anstatt des sehr Mittenlastigen Breitbänders.
Mir fehlen Angaben zum Hochtöner und Kondensator davor, sowie zur Position des angegebenen Dämpfungsmaterials im Korpus. Ein Messschrieb des Impedanzfrequenzgangs wäre fein. -
Ein Gast antworteteHallo kmm,
wie Threadsteller schreibt sind die beiden BG20 ohne Weiche paralell geschaltet, Compound braucht sehr wenig Koppelvolumen, so wenig wie möglich und ist nur im Bass machbar. Nachdem die beiden also fullrange laufen und sich quasi gegenseitig beschallen ist anzunehmen das der daraus resultierende abgestrahlte F-Gang unter aller S.. sein wird.
Es geht ja viel und so, aber das geht mit Sicherheit net gut! Aber wenns ihm gefällt.
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hallo,
schade daß es keine Resonanz auf das vorgestellte Projekt gibt.
Hätte mich sehr interessiert, da ich ein BG20 Fan bin.
Leider ist das im link angegebene Forum englischsprachig, und wie es
aussieht nur mit Anmeldung einsehbar.
mfg MichaelEinen Kommentar schreiben:
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Breitbänder mit BG20
Hallo Forumsmitglieder,
habe gerade mein letztes Projekt beendet: Ein Breitbandlautsprecher mit hohem Wirkungsgrad (z.B. für kleine Röhrenverstärker) und geringen Kosten <100 € pro Box im Rohbau.
Das Projekt ist im Compound-Verfahren erstellt, d.h. 2 BG20 sind über ein geschlossenes Gehäuse akustisch miteinander verbunden. Das Gehäuse selbst ist unten offen, wie bei Breitbändern früher üblich. Die Koppelung der beiden Treiber über das Luftpolster gibt dem Bass mehr Schub bei gleichzeitiger gegenseitiger Kontrolle der Lautsprecher. Mitten und Höhen werden dabei nicht verstärkt. Das Prinzip wurde u.a. von der Firma Linn verwendet. Das Gehäuse ist teilweise bedämpft.
Man sollte dabei bedenken,dass die beiden Treiber durch Parallelschaltung nur noch einen Nennscheinwiderstand von 4 Ohm haben und man sollte beachten, dass sie wirklich für relativ schwache Verstärker gedacht sind, denn Breitbandlautsprecher haben im Bass nicht den Hub wie Tieftöner. Ich betreibe sie an einem Röhrenverstärker mit max. 5 W Ausgangsleistung pro Kanal. Die Höhe der Box mit 110 cm wurde gewählt, weil so die Chassis in Ohrhöhe der sitzenden Hörer sind.
Der Klang der Lautsprecher ist beeindruckend, typisch für Breitbänder ohne Frequenzweiche ist der hohe Dynamikumfang und die Klarheit und Präsenz von Stimmen und akustischen Instrumenten. Zum Ausgleich des Höhenabfalls des BG20 ab 9 KHz wurde ein kleiner Bändchenhochtöner über einen Kondensator angekoppelt. Insgesamt war es für mich ein preiswertes Experiment mit ganz erstaunlich positivem Ergebnis.


Herzliche Grüße
Jürgen
P.S. Eine Diskussion zu den Boxen kann auch im Forum http://www.lencoheaven.net verfolgt werden.Zuletzt geändert von jagisagi; 06.09.2013, 21:32.Stichworte: -
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