Breitbänder mit BG20
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Ich werde meine BG 20, wenn ich denn endlich mit dem Zusammenbau anfange, auch nicht glattbügeln. Zumindestens Saugkreise wollte ich eigentlich vermeiden. Aber meiner Meinung nach kommt man um einige moderate Korrekturen nicht herum, wenn man nicht nur noch mitten hören möchte. Heißt, das durch eine Drosselspule der Höhenanstig des BG 20 etwas reduziert werden muss. Die Gesamtdynamik leidet eigentlich nicht darunter , aber man muss natürlich am Verstärker insgesamt etwas lauter einstellen. Ohne diese Maßnahme müsste man wohl am Verstärker widerum die Bässe mehr aufdrehen. Oder eine Subwooferunterstützung benutzen. Frage, was ist besser?
Naja, und mein dazu geplanter Hochtöner muss ja auch zwingend in der Lautstärke gedrosselt werden, da sonst nur noch Höhen zu hören wären. An der möglichen Dynamik des Hochtöners ändert dies aber auch nichts .
Was natürlich möglich ist, das durch die Frequenzweichenbauteile ja die Phasen gedreht werden, und dies eine Veränderung der typischen Charakteristik des BG 20 bewirkt . Von daher gesehen ist ein Betreiben ohne störenden Bauteile natürlich angebracht. Wie es dann insgesamt klingt, weiss ich (noch) nicht.
Ich habe früher öfter Musik mit Musikerboxen gehört, z.B. Altec Lansing . Klang natürlich nicht direkt Hifi-mäßig, aber schon damals hatt mich der Sound fasziniert. Obwohl die natürlich auch eine Frequenzweiche hatten. Und ein riesiges Mittelhochtonhorn. Ich vermute, das hängt auch damit zusammen, das viele Hifi-Tieftöner durch Ihre teils ultraniedrigen Resonanzfrequenzen und schweren Membranen kaum in der Lage sind, schnell zu reagieren. Daher auch der Unterschied zu Breitbändern und "normalen" Lautsprechern. Ein kleiner Tieftöner mit 20 Hertz Resonanz und 18cm Durchmesser hat eben Probleme, bei hohen Lautstärken mit Zentimeterweitem Hub präzise zu arbeiten. Wo dies ein 12 oder 15 Zoll Musikerlautsprecher locker aus dem Ärmel schüttelt. Zumindenstens sehe ich das so. Anderseits kommen herkömmliche PA Lautsprecher nicht so tief in den Basskeller, wie normale Hifi-Tieftöner.
Der BG 20 liegt mit seiner für die Größe niedrigen, aber nicht übermäßig niedrigen Resonanzfrequenz wohl dazwischen, und scheint mir ein sehr gelungenes Konzept für kleines Geld zu sein.
Aber wie Du schon sagtest, letztendlich entscheidet der eigene Geschmack, und das Gehör, und die Hörumgebung. Und der Spaß an der Sache.
Gruß, Udo -
Hallo,Hallo, Ich war schon recht lange nicht mehr hier,
und dem kann ich mich anschließen. Ich denke, ich überlege auch viel zu lange, und meine BG20 mit den HTH 8.7 warten immer noch auf Ihren einsatz.
(Hat allerdings auch zeitliche Ursachen.) Ich wollte direkt alles perfekt machen, aber ich denke, ich werde mir erst ein paar billige Spanholzgehäuse bauen, und dann damit etwas experimentieren. Spätestens nächstes Jahr zum Sommerfest der Firma müssen die laufen, was aber auch bedeutet, das die Gehäuse eher ein robusteres Handling haben müssen. Schallwand etwas versenkt etc.
Die Lautsprecher von Jürgen sehen toll aus. Was ich mich nur frage, wenn man nun diese zwei Breitbänder quasy hintereinander einbaut, also das Compound Prinzip, wieso die eigentlich lauter werden? Denn der Membranhub wird ja eigentlich nicht größer dadurch.
Übrigens toll, das mal wieder etwas über den BG20 diskutiert wird.
Gruß, Udo
mit lauter werden menst du sicher einen Zugewinn in dB. Nun, der sollte im Bass stattfinden (s. Erläuterungen zum Prinzip), denn die BG20 fallen ab 1000 Hz stetig ab, was Visaton zur Durchschnittsangabe von 92 dB veranlasst, denn im Bereich von 1000 bis 9000 Hz liegen sie deutlich über 95 dB. Übrigens nicht vergessen: Der innere Lautsprecher gibt durch die offene Bauweise nach unten zusätzlichen Schall im Tieftonbereich ab, hohe Frequenzen werden durch die Schallführung und Dämmung eliminiert!
Gruß
JürgenEinen Kommentar schreiben:
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Ich weiß nicht recht, an was denkst du da?
An dieser Stelle möchte ich kurz für Interessierte zum Bauprinzip aus "Lautsprecher - Dichtung und Wahrheit" von Schwamkrug/Römer zitieren:
"Compound-Gehäuse: Diese kleine Abwandlung der geschlossenen Box genießt in der Szene einen sehr guten Ruf. Der Vorteil der Compound-Anordnung soll eine ungewöhnlich tiefe und saubere Basswiedergabe sein. ...In jedem Fall erhöht sich die bewegte Masse...Die Luft zwischen den Chassis ist eine akustische Kapazität (im Sinne von nachgiebig), die höhere Frequenzen absorbiert... Bei richtiger Abstimmung ist ein Gewinn von 6 dB zu erwarten."
Das Ergebnis: Meine Box ist kein Basswunder (kann ein Breitbänder nicht sein), geht aber überraschend tief und sauber in den Basskeller, kann also als vollwertige Box betrieben werden. Wer abgrundtiefen Bass möchte, sollte nicht lange rumexperimentieren, sondern einen geeigneten Subwoofer ankoppeln (aktiv, versteht sich). Mein Sub (wenn ich denn mal Tiefstbass möchte) koppelt bei ca 80 Hz ein, das passt optimal (wobei die BG-Compound mit Sicherheit erheblich tiefer gehen, nur nicht auf einem Niveau von über 92 dB).Einen Kommentar schreiben:
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Hallo, Ich war schon recht lange nicht mehr hier,
und dem kann ich mich anschließen. Ich denke, ich überlege auch viel zu lange, und meine BG20 mit den HTH 8.7 warten immer noch auf Ihren einsatz.
(Hat allerdings auch zeitliche Ursachen.) Ich wollte direkt alles perfekt machen, aber ich denke, ich werde mir erst ein paar billige Spanholzgehäuse bauen, und dann damit etwas experimentieren. Spätestens nächstes Jahr zum Sommerfest der Firma müssen die laufen, was aber auch bedeutet, das die Gehäuse eher ein robusteres Handling haben müssen. Schallwand etwas versenkt etc.
Die Lautsprecher von Jürgen sehen toll aus. Was ich mich nur frage, wenn man nun diese zwei Breitbänder quasy hintereinander einbaut, also das Compound Prinzip, wieso die eigentlich lauter werden? Denn der Membranhub wird ja eigentlich nicht größer dadurch.
Übrigens toll, das mal wieder etwas über den BG20 diskutiert wird.
Gruß, UdoEinen Kommentar schreiben:
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Nun, wenn ich mit Breitbändern arbeite, dann möchte ich sie pur. Falten wegbügeln bringt Dynamikverlust, will ich nicht. Im Übrigen schafft dein Hörraum eh neue Falten.
Die Frage ist auch: Höre ich die Falten überhaupt? Meiner Meinung nach hat hier die Hifi-Industrie Maßstäbe vorgegeben, die nicht unbedingt Sinn machen, genauso wie die Verar...e mit der Ausgangsleistung. Die wurde teilweise eben durch das Glattbügeln nötig. Ich stelle jedenfalls immer wieder fest, dass den glattgebügelten Boxen Leben fehlt, genau das habe ich aber bei meinen Boxen wiederentdeckt. Möglicherweise entsprechen sie so nicht den von der Industrie vorgegebenen Kriterien, klanglich aber überzeugen sie. Warum suchen so viele Hifi-Freaks immer und immer und immer noch nach dem wirklichen Klang?
Ich war übrigens nicht auf der Suche, eigentlich war ich mit meinen alten Boxen sehr zufrieden, ich wollte nur ein akustisches Bauprinzip testen und der Begeisterung vieler Breitbandliebhaber auf den Grund gehen.
Gruß
JürgenEinen Kommentar schreiben:
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@jagisagi
Interessante Box. Ich glaube ein eigener Thread wäre angemessen.
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Die Weiche entspricht der Daedalus-TL von Timmermanns. Tritherm-Spule in Reihe.. Drei Saugkreise bügeln jede Falte weg! Ich hatte damals das Geld
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Noch etwas muss ich ergänzen, eine Warnung:
Dieser Lautsprecher enthüllt schlechte Qualität der Tonträger gnadenlos!
Man mag manche nicht mehr hören, da sie flach und ohne jede Dynamik klingen.
Aber eine Schwäche hat der BG20-Compound auch: Bei gepressten Stimmen (oft bei Opern) wirkt die Wiedergabe leicht schrill. Nobody is perfekt!
JürgenZuletzt geändert von jagisagi; 21.09.2013, 23:26.Einen Kommentar schreiben:
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Nett, aber was ist das für eine riesige Frequenzweiche?Das ist die erste in der Literatur bekannte Solo20 welche auch wirklich Solo ist. Sie hat nämlich ihren Partner von der anderen Kanalseite vor längerer Zeit bei einem heißen Pegelgefecht mit dem Black Sabbath verloren. Seit dem fristete sie zurückgezogen und in ihre Hauptbestandteile zerstreut ein unwürdiges Dasein im Keller, die Nächte auf dem Ablagebrett verbracht. Eines Tages inspirierte Jagisagi den Sideshow! Dem fiel dann plötzlich auf das er seit geraumer Zeit in seiner Studentenbude ein Opfer der audiophilen Unterbetonung wurde. Euphorisch versammelte Sideshow die verbannten Soloteile auf einer großen Erhöhung. Die Wiedervereinigung konnte gefeiert werden! Zum Glück erweckte Jagisagi in Sideshow die Erinnerung wieder den kleinen Sawafuji vor dem Visatöner zu erhängen. Das war damals schon ein riesen Schauspiel.
Jetzt fühlt sich der Side wieder Puddelwohl in seinem Büffelbunker und sie leben glücklich und mono bis ans...
Gruß
JürgenEinen Kommentar schreiben:
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Das ist die erste in der Literatur bekannte Solo20 welche auch wirklich Solo ist. Sie hat nämlich ihren Partner von der anderen Kanalseite vor längerer Zeit bei einem heißen Pegelgefecht mit dem Black Sabbath verloren. Seit dem fristete sie zurückgezogen und in ihre Hauptbestandteile zerstreut ein unwürdiges Dasein im Keller, die Nächte auf dem Ablagebrett verbracht. Eines Tages inspirierte Jagisagi den Sideshow! Dem fiel dann plötzlich auf das er seit geraumer Zeit in seiner Studentenbude ein Opfer der audiophilen Unterbetonung wurde. Euphorisch versammelte Sideshow die verbannten Soloteile auf einer großen Erhöhung. Die Wiedervereinigung konnte gefeiert werden! Zum Glück erweckte Jagisagi in Sideshow die Erinnerung wieder den kleinen Sawafuji vor dem Visatöner zu erhängen. Das war damals schon ein riesen Schauspiel.
Jetzt fühlt sich der Side wieder Puddelwohl in seinem Büffelbunker und sie leben glücklich und mono bis ans...
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Hallo und danke für das Interees.Bin eigentlich auch ein BB-Fan, besonders vom BG 20.
Die Idee ist recht interessant. Eigentlich sollte man es Projekt hören, bevor man sich ein Urteil erlauben kann.
Trotzdem wäre eine Messung nicht schlecht. Alleine um zu sehen ( hören ), wo was verbessert oder verändert werden kann oder sollte.
Wie nehmt ihr die Messungen vor?
Gruß
JürgenEinen Kommentar schreiben:
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Interessant
Bin eigentlich auch ein BB-Fan, besonders vom BG 20.
Die Idee ist recht interessant. Eigentlich sollte man es Projekt hören, bevor man sich ein Urteil erlauben kann.
Trotzdem wäre eine Messung nicht schlecht. Alleine um zu sehen ( hören ), wo was verbessert oder verändert werden kann oder sollte.Einen Kommentar schreiben:
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Danke für deinen freundlichen Kommentar.Yes - You're the Man!!!
DAS ist Selbstbau! Nicht groß simulieren, diskutieren und dann doch nicht bauen - sondern MACHEN!
Ich glaube dir sofort, daß deine Boxen gut klingen! Breitbänderklang hat eben seine Eigenheiten, die man mögen muß - oder eben nicht. Und: DIR muß es gefallen!
Eine Simulationssoftware ist letzten Endes doch nur ein Computerprogramm, das seelenlos die eingegebenen Daten verwurschtelt, ohne Rücksicht auf die persönlichen Vorlieben bezüglich Musik und Klangästhetik.
Eine Simulationssoftware kann sicher bei größeren Projekten Sinn machen, um eine gewisse Vorstellung davon zu bekommen, ob etwas funktionieren könnte oder nicht - und so vor unnötigen Ausgaben für letztendlich unpassende Komponenten zu schützen.
Der "Spiel- und Experimentiertrieb" beim Boxenbau kommt dabei aber leider manchmal etwas zu kurz; schade eigentlich.
Der BG20 kostet nicht die Welt, ich spiele mit dem Gedanken, die Boxen probehalber mal aufzubauen (Spaßprojekt oder mehr).
Viel Spaß noch
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man für das Geld mehr Sound bekommen kann.
Noch eine Anmerkung: Ich hoffe du besitzt eine "Röhre"? Habe die Speaker über "Sand" gehört, ist nicht das selbe! Zwar mehr Bass, aber weniger Feinsinn. Fall du nachbauen willst und Fragen hast: jagisa@freenet.de.
Mit den Speakern höre ich jedes Surren der Gitarrensaiten, jedes Anhauchen des Sängereinsatzes, Details auf den Stücken, die vorher definitiv nicht da waren. Momentan verbringe ich jede freie Minute mit Hören, fast süchtig.
Wenn ich dann noch den Subwoofer zuschalte,... Bitte weiterlesen bei meiner Antwort für Sideshow
Herzlichst
JürgenZuletzt geändert von jagisagi; 16.09.2013, 21:06.Einen Kommentar schreiben:
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Hi und Danke für das interesse.Es ist schön zu sehen wie sich ein Pferd auch von einer anderen Seite aufzäumen lässt.
Ich vermute aus der Kanalöffnung kommen noch nennenswert Frequenzen bis 1kHz +/-!? Das sollte den Pegelanstieg des BG20 ggfls. linearisieren. Auch eine Möglichkeit.
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Sehe ich richtig, der Hochtöner ist ein Sawafuji SZ-2T? Feiner günstiger Hochtöner ab 5,5kHz!!
Der baut so flach damit lässt sich wunderbar ein Pseudo-Koax basteln. Hab das mal mit dem B200 versucht. Probier das doch mal aus, rentiert sich
Den BG noch mit einem C langsam aus dem Rennen nehmen...
Das mit dem Hochtöner stimmt. Ansonsten bin ich von dem Ergebnis selbst überrascht! Habe die Teile gerade zusammen mit meinem Sub (45cm Menbran) laufen lassen und "Aquamarin" von Friedemann gehört.
Zeitweise dachte ich, ich werde verrückt
ob des Klangorkans, der mich einhüllte. Manchmal schien mir das Gehirn mit der Klangauflösung überfordert, so viele Details strömten gleichzeitig auf mich ein.
Befinde mich sozusagen im 7.Klanghimmel.
Herzlichst
JürgenZuletzt geändert von jagisagi; 16.09.2013, 21:49.Einen Kommentar schreiben:
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