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Compound-Minibox_Simplicissima2

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,
    Zitat von jagisagi Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf,
    danke für deine Ausführungen.
    Kannst du mir etwas dazu sagen, wie es sich mit einer Veränderung der Resonanzfrequenz (größere Masse) des gekoppelten Antriebssystems verhält?
    Gibt es Erfahrungswerte?

    Herzlichen Gruß

    Jürgen
    grundsätzlich ändert sich die Resonanzfrequenz nicht, da ja neben der doppelten Membranmasse auch die doppelte Federsteife der nun zwei Chassis wirkt.
    Erst die eingeschlossene Luftmasse des Koppelvolumens bewirkt eine Masseerhöhung und somit auch eine niedrigere Resonanzfrequenz.
    Der Nachteil ist, dass diese zusätzliche Luftmasse dann aber am Wirkungsgrad knabbert.

    Gruß
    Peter Krips

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  • jagisagi
    antwortet
    Zitat von pulsar99 Beitrag anzeigen
    Hallo Jürgen,

    Franky hat den Grund schon genannt: warum für ein Chassis bezahlen, welches man nicht sieht?
    Und Simulationen lassen sich recht schnell bewältigen: in guter Näherung halbiert man Vas und den Gleichstromwiderstand Re (bei Parallelschaltung der Chassis). Das gute alte AudioCad (www.audiocad.de) hatte in den 1990er Jahren schon ein Berechnungstool für Compoundchassis, wo man sogar das Koppelvolumen berücksichtigen konnte!

    Hallo Franky,

    Compound macht ja keinen stärkeren Antrieb, weil sich ja auch die bewegte Masse verdoppelt. Zudem bringt ja zumindest bei Backloaded Hörnern das halbierte Vas keinen Gewinn, da Mund- und Halsfläche sowie Länge und Öffnungsfunktion im Wesentlichen von der Membranfläche und Resofrequenz des Chassis beeinflusst werden.

    Grüße Ralf
    Hallo Ralf,
    danke für deine Ausführungen.
    Kannst du mir etwas dazu sagen, wie es sich mit einer Veränderung der Resonanzfrequenz (größere Masse) des gekoppelten Antriebssystems verhält?
    Gibt es Erfahrungswerte?

    Herzlichen Gruß

    Jürgen

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  • Frankynstone
    antwortet
    An die Masse hatte ich nicht gedacht, sorry. Das Vas ist gegenüber der Impedanz des Hornhalses vielleicht zu vernachlässigen, womit die Einbauresonanzfrequenz also hauptsächlich von der bewegten Masse und der Last durch das Horn abhängt. Ich denke, dass das Horn aufgrund dessen mit Compound größer wird und tiefer spielt. Interessantes Gedankenexperiment, danke für den Anstoß, Ralf.

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  • pulsar99
    antwortet
    Zitat von jagisagi Beitrag anzeigen
    Hast Du eine Idee, warum das Compound-Prinzip so selten angewendet wird?
    Liegt es möglicherweise daran, dass das Ergebnis so schwer kalkulierbar ist, weil es keine entsprechenden Simulationsprogramme gibt?
    Hallo Jürgen,

    Franky hat den Grund schon genannt: warum für ein Chassis bezahlen, welches man nicht sieht?
    Und Simulationen lassen sich recht schnell bewältigen: in guter Näherung halbiert man Vas und den Gleichstromwiderstand Re (bei Parallelschaltung der Chassis). Das gute alte AudioCad (www.audiocad.de) hatte in den 1990er Jahren schon ein Berechnungstool für Compoundchassis, wo man sogar das Koppelvolumen berücksichtigen konnte!
    Zitat von Frankynstone Beitrag anzeigen
    Am besten wäre natürlich die Kombination aus Compound und Horn, weil man für ein Horn sehr viel Druck, also starken Antrieb der Chassis braucht.
    Hallo Franky,

    Compound macht ja keinen stärkeren Antrieb, weil sich ja auch die bewegte Masse verdoppelt. Zudem bringt ja zumindest bei Backloaded Hörnern das halbierte Vas keinen Gewinn, da Mund- und Halsfläche sowie Länge und Öffnungsfunktion im Wesentlichen von der Membranfläche und Resofrequenz des Chassis beeinflusst werden.

    Grüße Ralf

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  • jagisagi
    antwortet
    Zitat von Frankynstone Beitrag anzeigen
    Am besten wäre natürlich die Kombination aus Compound und Horn, weil man für ein Horn sehr viel Druck, also starken Antrieb der Chassis braucht.

    Was Fertigprodukte betrifft: Ein Chassis, was man nicht sieht, bezahlt der Kunde nicht extra. Was den Selbstbau betrifft: Ich könnte mir vorstellen, dass die Leute, denen Compound nicht zu kompliziert ist, sich dann eher zu noch komplizierteren Konstruktionen hinreißen lassen.
    Hallo Franky,

    danke für die Antwort.

    Gerade bei so einem preiswerten Projekt wie bei der Simplicissima2 wäre die Möglichkeit gegeben, das Prinzip aus zu probieren.
    Die kleinen Teile spielen dank der kleinen Breitbänder super aufgelöst und räumlich (Punktschallquelle).
    Habe sie dann mit meinem Subwoofer zusammen betrieben - überragend.
    Lohnt bestimmt den Versuch, aber mehr als das Projekt vorstellen kann ich nicht.
    Im Lencoheaven-Forum wird die Simplicissima übrigens nachgebaut, allerdings mit anderen Chassis. Bin gespannt.

    Herzlichen Gruß

    Jürgen

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  • Frankynstone
    antwortet
    Am besten wäre natürlich die Kombination aus Compound und Horn, weil man für ein Horn sehr viel Druck, also starken Antrieb der Chassis braucht.

    Was Fertigprodukte betrifft: Ein Chassis, was man nicht sieht, bezahlt der Kunde nicht extra. Was den Selbstbau betrifft: Ich könnte mir vorstellen, dass die Leute, denen Compound nicht zu kompliziert ist, sich dann eher zu noch komplizierteren Konstruktionen hinreißen lassen.

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  • jagisagi
    antwortet
    Zitat von pulsar99 Beitrag anzeigen
    Hallo Jürgen,

    schönes und interessantes Projekt!


    Zu zwei Dingen habe ich kurze Anmerkungen:

    das gilt genau genommen nur bei großen Membranauslenkungen, sprich niedrige Frequenzen. Dann sehr gut, weil sich die Unlinearitäen in der Membranaufhängung gegenseitig aufheben. Bei hohen Frequenzen können sich Unterschiede im Frequenzgang der beiden Treiber bemerkbar machen, welche die Verzerrungen dann erhöhen. In deinem Projekt aber sicherlich von untergeordneter Bedeutung, sofern die Frequenzgangkorrektur auf beide Chassis wirkt.

    Tut sie auch nicht: die 3dB beziehen sich auf den Leistungswirkungsgrad. Einen niederohmigen Verstärker vorrausgesetzt und bei Parallelschaltung der beiden Chassis hast du den gleichen Spannungswirkungsgrad: bei 2,83V wird der äußere FR10 ca. 85dB/m liefern, egal ob der innere Treiber mit dran ist oder nicht. Mit angeschlossenem innerem Chassis halbiert sich aber die Impedanz, der Strom verdoppelt sich, der Verstärker liefert also die doppelte Leistung. Macht unterm Strich eine Verringerung des Leistungswirkungsgrads um 3dB. Irgendwie will die Halbierung des Vas ja bezahlt werden.

    Weiterhin viel Freude an deinen Boxen!

    Grüße Ralf
    Danke sehr für Deinen Beitrag!

    Du scheinst Dich gut aus zu kennen.
    Ja, die Korrektur bezieht sich auf beide Chassis.
    Hast Du eine Idee, warum das Compound-Prinzip so selten angewendet wird?
    Liegt es möglicherweise daran, dass das Ergebnis so schwer kalkulierbar ist, weil es keine entsprechenden Simulationsprogramme gibt?
    Habe mit den BG20-Breitbändern ausgezeichnete Erfahrung in der Aufwertung der Basswiedergabe gemacht, ohne dass ich Monster-Gehäuse bauen musste (Hornlautsprecher werden ja - trotz aller Nachteile - gerne genommen).

    Herzlichst

    Jürgen
    Zuletzt geändert von jagisagi; 08.04.2015, 01:05.

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  • pulsar99
    antwortet
    Hallo Jürgen,

    schönes und interessantes Projekt!


    Zu zwei Dingen habe ich kurze Anmerkungen:
    Zitat von jagisagi Beitrag anzeigen
    2. Verringerung der Verzerrungen bei entprechender Anordnung (Rücken an Rücken)
    das gilt genau genommen nur bei großen Membranauslenkungen, sprich niedrige Frequenzen. Dann sehr gut, weil sich die Unlinearitäen in der Membranaufhängung gegenseitig aufheben. Bei hohen Frequenzen können sich Unterschiede im Frequenzgang der beiden Treiber bemerkbar machen, welche die Verzerrungen dann erhöhen. In deinem Projekt aber sicherlich von untergeordneter Bedeutung, sofern die Frequenzgangkorrektur auf beide Chassis wirkt.
    3. ...aber auch Reduzierung des Wirkungsgrades um 3 dB.
    Die Reduzierung des Wirkungsgrades erscheint mir zu pauschal, denn nach dem Energie-Erhaltungs-Gesetz geht keine Energie verloren.
    Tut sie auch nicht: die 3dB beziehen sich auf den Leistungswirkungsgrad. Einen niederohmigen Verstärker vorrausgesetzt und bei Parallelschaltung der beiden Chassis hast du den gleichen Spannungswirkungsgrad: bei 2,83V wird der äußere FR10 ca. 85dB/m liefern, egal ob der innere Treiber mit dran ist oder nicht. Mit angeschlossenem innerem Chassis halbiert sich aber die Impedanz, der Strom verdoppelt sich, der Verstärker liefert also die doppelte Leistung. Macht unterm Strich eine Verringerung des Leistungswirkungsgrads um 3dB. Irgendwie will die Halbierung des Vas ja bezahlt werden.

    Weiterhin viel Freude an deinen Boxen!

    Grüße Ralf

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  • jagisagi
    antwortet
    Zitat von andik Beitrag anzeigen
    Zwecks dem Rausfliegen aus dem Forum, einfach vor dem Anmelden bei "Angemeldet bleiben" das Kästchen anklicken, dann kann man auch länger schreiben bevor die automatische Abmeldung kommt.
    Danke für den Tipp!
    Gruß

    Jürgen

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zwecks dem Rausfliegen aus dem Forum, einfach vor dem Anmelden bei "Angemeldet bleiben" das Kästchen anklicken, dann kann man auch länger schreiben bevor die automatische Abmeldung kommt.

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  • jagisagi
    antwortet
    Zitat von Frankynstone Beitrag anzeigen
    Hallo Jürgen!

    Die kleine Box Simlicissima2 gefällt mir sehr gut. Hast du mal experimentiert, wie der Klang sich ändert, wenn du den inneren Treiber einfach weglässt? Lohnt sich hier der Einsatz des Compound-Verfahrens?

    Interessante Schallplatte hast du da, sehr entspannte Musik von Kari Bremnes.

    Grüße
    Franky
    Hallo Franky,
    bisher habe ich den inneren Treiber nicht weggelassen, ggf. probier ich das noch mal aus, aber- wenn am Compound-System etwas dran ist (ich bin davon überzeugt), dann kann der Bass nur schwächer werden bei so einer kleinen Box. Ist mit dem FR10 ja auch bereits bei K+T ausprobiert worden und hat mich nicht voll überzeugt.
    Ca 55 Hz aus so einer kleinen Box mit dem winzigen Lautsprecher sind eigentlich schon eine Aussage. Ist letztlich auch nicht wirklich ein Kostenfaktor bei einem Preis von knapp über 10 € pro Chassis.
    Diese Bremnes-Platte (live) ist übrigens sehr empfehlenswert.
    Danke für Dein Interesse und herzlichen Gruß

    Jürgen.

    P.S. Jeder, für den Münster erreichbar ist, ist herzlich zum Hören eingeladen!

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  • Frankynstone
    antwortet
    Hallo Jürgen!

    Die kleine Box Simlicissima2 gefällt mir sehr gut. Hast du mal experimentiert, wie der Klang sich ändert, wenn du den inneren Treiber einfach weglässt? Lohnt sich hier der Einsatz des Compound-Verfahrens?

    Interessante Schallplatte hast du da, sehr entspannte Musik von Kari Bremnes.

    Grüße
    Franky

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  • jagisagi
    antwortet
    Zitat von Sunder Beitrag anzeigen
    Baue gerade einen compound sub mit 2 w100s. Bin auch gespannt....

    Meines Wissens nach wurde das c-prinzip entwickelt, um aus antriebsschwachen Chassis mehr rauszuholen.....
    Mfg
    Antriebsschwach ist nicht das Problem, der zweite Treiber verursacht natürlich zusätzliche Kosten, bei teuren Treibern ist das ein Problem.
    Das Haupziel des Compound-Verfahrens ist tatsächlich die Reduzierung der Gehäusegröße.
    Gruß

    Jürgen

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  • jagisagi
    antwortet
    weiter zu Simplicissima2

    War noch gar nicht fertig, aber wurde wieder raus geworfen.
    Die Lautsprecher basieren auf den Visaton-Chasis FR10, welche auch von K+T mehrfach für Cheap-Trick-Anwendungen eingesetzt wurden.
    Ich denke, meine Boxen brauchen sich nicht zu verstecken, sie haben nach geringfügiger Frequenzkorrektur einen Übertragungsbereich von 55 bis 20000 Hz (+/- 3 dB) bei etwa 82 dB.
    Die Kosten belaufen sich auf etwa 50 € pro Box, man kann sie in die Schrankwand stellen.
    Der Klang verfügt über ein gutes Bassfundament, die Auflösung und Räumlichkeit sind hervorragend, typisch Breitbänder. Was bei Besprechungen meistens nicht erwähnt wird: Bitte nicht den Schub im Bass erwarten, den größere Chassis liefern!
    Hier nochmals ein Bild:

    Bei Interesse bitte melden, ich gebe dann gerne weitere Details preis.
    Herzlichst

    Jürgen
    Zuletzt geändert von jagisagi; 05.04.2015, 00:45.

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  • Sunder
    antwortet
    Baue gerade einen compound sub mit 2 w100s. Bin auch gespannt....

    Meines Wissens nach wurde das c-prinzip entwickelt, um aus antriebsschwachen Chassis mehr rauszuholen.....
    Mfg

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