Visaton in der A-Klasse

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  • yoogie
    antwortet
    Zitat von Obelix
    Sieht man aber eh nur, wenn man sich unter die Tür legt und nach oben schaut.
    Also sei vorsichtig, wenn Du jemand überfährst und fragst beim aussteigen, wie es ihm geht, könnte kommen: "Mir geht so lala, aber Deine Boards, da sind ein paar ansehnliche Schnitte drin!"

    Aber im Ernst.

    Tolle Dokumentation. Hoffentlich hast Du mehr Stunden Zeit zum hören der Teile, als Zeit gebraucht zum bauen der Teile. Eigentlich bin ich froh, daß ich sowas im Auto nicht bauen darf, das erspart mir also viel Arbeit. Ich habe nur die vorhandenen Lautsprecher gegen solche aus dem Visato Programm ersetzt. Also kein Kickbass, geschweige denn Tiefbass. Immerhin darf ich im Wohnzimmer....

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  • Obelix
    antwortet
    Hallo,

    es ist vollbracht! Ich habe es doch noch geschafft einen Helfer zu organisieren, der mir beim beziehen geholfen hat. Und es hat sehr gut geklappt. Ich musste das Leder nur unten schneiden. Und selbst diese Schnitte sind ansehnlich geworden. (Sieht man aber eh nur, wenn man sich unter die Tür legt und nach oben schaut.)
    In den sichtbaren Bereichen hat alles sehr gut geklappt. Lediglich beim übergang vom Chassis zur geraden Fläche gab es eine Stelle, die etwas besser geschliffen sein sollte. Habe ich wohl übersehen. Aber es ist wirklich nicht schlimm.
    Das Fazit der Bezieh-Aktion ist aber auf jeden Fall, dass man hierfür zu zweit sein muss. Durch den wärmeaktivierten Kleber hat man eindeutig immer mindestens eine Hand zu wenig. Man muss das Leder teilweise mit zwei Händen in zwei verschiedene Richtungen ziehen. Dann muss man es mit dem Fön erwärmen und mit einer Walze andrücken. (Je höher der Druck, desto besser klebts)

    So sieht der bezogene Board-Teil aus:

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    Wie gesagt noch mal sorry, dass hier kein Visaton-Treiber zum Einsatz kommt. Aber in den geschätzen 7l Volumen gibt es leider keinen passenden 20er Treiber im Programm, der auch bis knapp unter 90Hz spielt, um einen guten Übergang zum Subwoofer hinzubekommen.
    Aber wenigstens die restlichen 2 Wege sind aus dem Visaton-Programm.

    Das Board wie auf dem Bild wiegt mit Chassis übrigens stattliche 11kg!

    Jetzt noch schnell den oberen Teil der Türverkleidung anschrauben:

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    Und dann kann das Board montiert werden.

    Die Tür geht zu, leider schleift es noch an zwei Stellen, dass muss ich mir noch mal genauer anschauen. So sieht es im Auto aus:

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    Das Leder passt tatsächlich wesentlich besser zum Sitz-Leder, irgendwie ist das immer so eine Sache mit dem fotografieren...

    Jetzt ging es erst mal ans grobe anpassen der Anlage und probehören. Ich bin heute ca. 1 Stunde herumgefahren, habe gehört und immer wieder Pegel, Trennfrequenzen und Polaritäten geändert. Jetzt klingts erst mal einigermassen erträglich. Die Feineinstellung macht dann erst Sinn, wenn das zweite Board fertig eingebaut ist.

    Aber der Klang geht schon sehr stark in die gewünschte Richtung. Es "knallt" wieder schön. Lediglich beim Übergang vom Board zum Subwoofer habe ich noch starke Probleme. In der richtigen Polarität, so dass sich beide Bässe addieren (hört man sehr gut) ist der Subwoofer leider extrem ortbar, obwohl ich die Trennfrequenz sogar testweise auf 70Hz gesenkt habe. Und anders herum gepolt kommt der Bass von vorne, fehlt allerdings bei manchen Lieder durch die Auslöschung fast komplett.
    Hier würde sich wieder Jan's erwähnte Laufzeitkorrektur bezahlt machen. Mal schauen...

    Viele Grüße
    Andreas

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  • Obelix
    antwortet
    Ich habe dann noch rings um das Baord vom Plastik der Original Türverkleidung ca. 1mm mit dem Dremel abgefräst. Da wird dann das Leder umgeschlagen und ich denke wenn die TVK plötzlich einen Millimeter weiter weg von der Tür ist rasten die Clipse nicht mehr richtig ein.

    Außerdem habe ich die Ringe für die Chassis noch besser befestigt. Ich habe noch zusätzlich zwei Holzstücke mit Glasfaserspachtel eingeklebt und die Ringe damit verschraubt. Den Trick mit der Spachtel habe ich mir von Mr. Woofa abgeguckt.

    Vorher habe ich natürlich schon mal die Dämmung rein gestopft, jetzt kommt man ja nicht mehr so gut hin:

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    Jetzt heißt es nur noch ein mal kurz die letzten gespachtelten Stellen schleifen und noch mal gucken, ob das Board im Auto auch passt, die Tür zu geht und überall mindestens 1mm Luft für das Leder ist.

    Und dann kann ich das Board beziehen. Ich habe dieses Wochenende leider keine Hilfe und alleine ist es mir zu gefährlich. Wenn jetzt beim Beziehen was schief geht war die wochenlange Arbeit umsonst, siehe die kleinen Gehäuse für die B80. Bei den Boards muss es einfach perfekt klappen.

    Aber ich habe ja noch ein anderes Board, das quasi noch fast nicht gespachtelt ist...

    Viele Grüße
    Andreas

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  • Obelix
    antwortet
    Hallo Sunder,

    das stimmt. Die Dinger sind wirklich ganz schön schwer. Wenn das Leder drauf ist werde ich sie mal auf die Waage legen.

    Die ganze Woche gabs keinen Bericht, da ich geschliffen, gespachtelt, geschliffen, gespachtelt, geschliffen, gespachtelt.... habe.
    Da sieht man auch auf Bildern nicht viel Unterschied. Aber heute habe ich an den letzten drei winzigen Stellen Spachtel aufgetragen, da mir das vorhin beim zurechtschleifen der sichtbaren Kanten, an denen das Leder umgeschlagen wird, abgeplatzt ist.

    So sieht es im moment aus:

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    Fühlt sich mit der Hand komplett glatt an. Bis auf die untere Seite, da gibt es ein paar Stellen. Aber da sieht man es eh nicht. :-)

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  • Sunder
    antwortet
    Hi,

    was wiegt denn so ein Board etwa? Sieht nicht sooo leicht aus.

    MfG

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  • Obelix
    antwortet
    Hallo,

    mal wieder ein kleiner Zwischenbericht. Das rechte Board habe ich heute mit Feinspachtel bearbeitet. Morgen werde ich diese dann das erste mal schleifen und dann heißt es nur noch "Löchlein" ausbessern, damit ich dann am Wochenende beziehen kann:

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    Viele Grüße
    Andreas

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  • Obelix
    antwortet
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    Danach habe ich das ganze mit Glasfaserspachtel "zugeschmiert":

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    Jetzt ist erst mal Pause. Morgen habe ich theoretisch keine Zeit. Ich hoffe aber, dass ich trotzdem ein Stündchen Zeit finde um noch mehr Spachtelmasse auftragen zu können. Noch zwei bis drei mal Spachteln und ich kann das rechts Board schon mal grob schleifen und anfangen fein zu spachteln.

    Viele Grüße
    Andreas

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  • Obelix
    antwortet
    Hallo Sunder,

    Draht war der richtige Hinweis. Ich habe ja noch Lochblech da! Das habe ich benutzt.

    Vorher habe ich aber erst das linke Board fertig an die Tür angepasst. Und es passt nun:

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    Und die Tür geht zu:

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    Aber das linke Board war anders/mehr verzogen wie das linke. Hier muss ich mir noch was überlegen. Der Sitz kann nach dem Spachteln wohl nicht mehr verstellt werden:

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    Dann habe ich noch die B80 endlich ins Auto gebaut:

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    Zum Klangtest bin ich noch nicht gekommen. Ich habe nur schnell die alte Anlage vorne (TT + HT in der Tür) abgeklemmt und dafür die B80 angeklemmt und kurz den Pegel grob angepasst.

    Es klingt auf jeden Fall besser wie vorher. Und es ist definitiv mehr Pegel möglich. Aber ich habe max. 10 Minuten gehört. Viel kann ich also zum Klang noch nicht sagen.
    Die Balance stört etwas. Entweder die Stimme kommt etwas rechts vom Lenkrad, oder sie klebt an der rechten Box. In die Mitte bekomme ich sie nicht. Da bräuchte ich noch einen Zwischenschritt am Radio...

    Aber zu den Feinheiten sollte ich wohl erst gehen, wenn die Boards endlich spielen.

    Dann ging es gleich ans Lochblech:

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  • Sunder
    antwortet
    ich würde da draht hintackern und dann Glassmatte drüber.

    Sieht gut aus....

    MfG

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  • LANDO
    antwortet
    Super Doku!

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  • Obelix
    antwortet
    Ich habe dann das zweite Board endlich vom überschüssigen GFK befreit und auf die gleiche Methode an die Tür angepasst. Leider war es dann heute zu dunkel, um weiter zu schauen, ob es passt. Die Tür ging auf jeden Fall noch nicht zu. Ich habe die entsprechenden Stellen mit der Flex bearbeitet. Morgen wenn es wieder hell ist werde ich mehr wissen...

    Dafür habe ich schon mal angefangen die erste Schicht Spachtel aufzutragen:

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    Nur unten weiß ich noch nicht so genau wie ich das Loch stopfen soll. Fpr nur Spachtel-Masse ist es einfach zu groß. GFK? Holz? Was anderes?

    Wer hat Ideen oder Vorschläge?
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  • Obelix
    antwortet
    Hallo,

    ich bin wieder ein Stückchen weiter. Das rechte Board passt nun. Nach noch ein paar kleineren Anpassungen kann ich das Board jetzt mit den Clipsen an der Tür befestigen:

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    Und die Tür geht sogar zu!

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    Hier ist es noch etwas knapp, da muss noch ein mm runter für das Leder:

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    Hinten und am Sitz vorbei passt alles:

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    Die vordere Kante ist auch sehr gut:

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    Nur unten wirds wieder eng mit Leder:

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  • Obelix
    antwortet
    Hallo,

    es sieht aus, dass ich das ganze ohne großen Aufwand retten kann. Die Plastikverkleidung war zwar brutal fest am Board, ich habe sie aber abbekommen.
    Die Türen gehen immer noch zu, wenn die TVK Plan auf der Tür aufliegt und das Board dann absteht. Jetzt sind sie zwar leider etwas klobiger wie geplant, aber immerhin war die Arbeit und das Material nicht umsonst.

    Ich habe mir dann zwei Abstandshölzer zugeschnitten:

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    Unten ist der Schlitz an der breitesten Stelle fast 4cm breit!!

    Ich werde diesen Keil jetzt mit Spax durch die Türverkleidung in das Holz im Board schrauben. Somit ist eine Verbindung von Board und TVK wieder gegeben. Dann muss ich noch mal dran halten, bin aber guter Dinge, dass dann alles passt. Ich hatte heute nur nicht so lange Schrauben griffbereit. Muss morgen mal auf dem Dachboden wühlen.
    Wenn dann alles passt muss ich die Zwischenräume nur noch zuspachteln. Die Boards selbst sind ja schon dicht.

    Das andere Board habe ich heute angefangen mit dem Dremel und der Flex von den Überständen zu befreien. Über die Hälfte habe ich fertig. Aber mir graut es schon, das Board dann an die andere Tür zu halten...

    Viele Grüße
    Andreas

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  • MrWoofa
    antwortet
    Wenn die Gefahr besteht bei Doorboards das es sich ziehen könnte, z.B. durch einen groen Aufbau mit Formvlies, lege ich in der Mitte ne Leiste drunter und nach dem harzen wenn alles noch frisch ist rechts und links was schweres drauf das das ganze ne Vorspannung bekommt, das klappt ganz gut.

    Rettung: Ins Board ein paar X-Förmige Schnitte mitm Flex machen, gerade biegen (entweder mit der obigen Methode oder mit Keilen auseinander drücken) und dann Schlitze zuspachteln, und von oben (am besten uch von innen wenn du rankommst) noch 2 Lagen Glasfaser drüber.

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  • Sunder
    antwortet
    Hi,

    so wie ich das sehe, bist Du ein Opfer des sog. "Spring-Back Effektes" geworden.

    Darunter versteht man das Verformen von Faserverbundbauteilen während dem Aushärten durch unsymetrischen Schichtaufbau (z.b. zu starke Dickensprünge oder eine sehr dominante Faserrichtung im Gesamtlaminat).

    Ursache ist, das das Laminat beim Härten in Faserrichtung weniger schrumpft als quer zur Faser. Stellt man sich jetzt mal nur eine Lage Fasern in einer Richtungvor, bedeutet das, das die Platte nach dem Härten in einer Richtung durchgebogen ist (Badewanne).

    Verhindern kann man das nur, in dem man versucht, einen möglichst gleichmäßigen Schichtaufbau zu machen, und große Dickensprünge vermeidet.

    Selbst das "Festspaxen" bringt nix: Wenn man dann nach dem Härten die Schrauben löst, springt das Bauteil sofort in die verbogene Form (daher auch Springback genannt) weil dann die Inneren Spannungen im Bauteil versuchen, sich auszugleichen und damit das Bauteil verformen.

    Und warmauslagern zum Spannungsabbau wie bei Metallen funktioniert leider auch nicht. Schon ein Mistzeug, das, gelle?

    Wenn das mit dem Ausspachteln nicht geht, weil kein Platz, dann kannst Du in der Mitte des Doorboards einen kleinen Keil rausschneiden, dann geraderichten und von innen über den Cut ein paar Flicken drauflaminieren. Von aussen auch zuharzen und schleifen. Das ist nicht schön, sollte aber funktionieren.

    Etwa so:Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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    MfG Marko

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