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Wann klingt eine Aufnahme gut?

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  • walwal
    Registrierter Benutzer
    • 08.01.2003
    • 28847

    Wann klingt eine Aufnahme gut?

    Die Aufnahmequalität ist EIN sehr wichtiges Kriterium. Wer aber glaubt, dass hier alles wie im Original klingen muss, sollte nicht weiterlesen.

    "...Dies zeigt, dass auch bei Klassikeinspielungen – und bei Pop extrem – ein Klangbild geschaffen wird, das nur im Kern dem entspricht, was wir im Konzertsaal hören..."

    https://www.avguide.ch/magazin/wie-e...er-klangkultur
    „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

    Alan Parsons
  • ubix
    Registrierter Benutzer
    • 26.03.2008
    • 3732

    #2
    Da wird teilweise viel komprimiert, "optimiert" , und hin und wieder auf Lautstärke getrimmt.
    Mit Freundlichem Gruß,

    Ubix
    __________________________________________________ ____

    Spielt der Bass zu tief, kommt der Nachbar und droht mit Krieg.

    Kommentar

    • walwal
      Registrierter Benutzer
      • 08.01.2003
      • 28847

      #3
      Man sollte sich von der Vorstellung lösen, dass die "Band" auf der Bühne steht und genau das aufgenommen und wiedergegeben wird. Manche hören ja genau, wo der Musiker steht/sitzt. Unsinn - alles Illusion. Aber wenn es gut gemacht ist, ist es ein Genuss.
      „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

      Alan Parsons

      Kommentar

      • OldSchool
        Registrierter Benutzer
        • 13.08.2016
        • 25

        #4
        Ja, die Sache mit den Aufnahmen.

        Hier mal eine Liste mit Punkten zum Thema:

        1.) Leute behaupten, daß alte Schallplatten besser klingen als CD's

        - Wenn Aufnahmen viel Dynamik - also ohne Kompressor - aufgenommen wurden u.a. mit Großflächenmikrophonen, guter Mic-Aufstellung im Studio/Raum, dann ist der "Sound" an sich viel dynamischer, lebendiger und macht mehr Spaß zu höhren als eine komprimierte CD Version.
        - Mit der Qualität, die ein Tonträger technisch speichern kann, hat es wenig zu tun.
        - Technisch ist eine CD natürlich besser als eine Schallplatte.
        - Auch die Qualität in der ganzen Messkette spielt eine Rolle vom Mic über Pult über DSP und Speicherart.

        2.) Abnahme und Qualität einer Stimme / Spielart Klavier / Aufnahme

        - Heute - durch Komprimierung - nimmt man die Dynamik, um eine höhere Maximal-Lautstärke zu erzielen und eine Übersteuerung zu vermeiden.
        - Schöne Aufnahmen sind Stimmen von sehr guten Sängerinnen mit gutem Mikro, die auch hohe Lautstärken verzerrungsfrei aufnehmen. Dann kommt durch den Gesang der Sängerin die Dynamik und Dramaturgie und Gefühle in den Song. Dazu noch ein Klavier mit gleicher Abnahme per Mic und je nachdem wie stark die Pianistin anschlägt kommt das Spiel mit hoher Dynamik auf die Platte / CD / MP3 / Flac.
        - Das alles ohne Kompressor. D.h. die Aufnahme-Kette muss diese Dynamik Verzerrungsfrei darstellen. Dann kommen erst die lautesten Stellen auf 0 dB und die leisen stellen sind dann sehr leise. Dann macht man die Anlage lauter und hört sich die leisen Passagen schön an und wenn dann in Tasten und die Stimme sich erhebt, dann ist es Ohrenschmaus. (Wenn die Anlage die Dynamk ohne Verzerrungen in die Wohnung sendet)

        3.) Bühnen-Aufnahmen

        - Man kann jedes Instrument einzeln aufnehmen und mischen und dann z.B. dem Gitarristen der auf der rechten Bühnenseite steht die Balance etwas nach rechts geben. D.h. der Abmischer bestimmt, wo eine Person zu stehen scheint.
        - Will man einem Guitarristen (Akustik) eine Position geben, muss man schon 2 Mic's verwenden. Bei Elektro-Guitarre muss der schon seinen Lautsprecher selbst auf der Bühne hinter sich stellen.

        - Übrigens: viele Titel aus den 70igern und 80igern haben damit gespielt. JamesLast z.B. und viele andere. Heute weniger. D.h. der Abmischer bestimmt, wo eine Person zu stehen scheint.

        - Mic. je Instrument ist sehr teuer, da man je Instrument ein Mic benötigt und auch große Mischpulte benötigt.
        - Dann mehrere Kugel-Mikrophone über der Bühne / Orchester (oder nur eines Zentral) welche man / was man hinzumischt
        - Dann Mics im Saal, um ggf, einen originalen Hall mit rein zu bekommen
        - usw. usw. usw.

        4.) Gegenteil:

        - Abelton 40 Spuren
        - Alle Instrumente aus dem Sythi
        - Instrumentenaufnahmen vom Konzertflügel je Ton und dann je Ton verändert (z.B. 1 Klavierton, den man mit 10 unterschiedlichen definerten Anschlagkräften aufgenommen hat mit 1 Mic. vor dem Flügel und einem im Flügel) sorry die Fachbegriffe kenne ich nicht
        - Dann die Stimme getrennt in voller Dynamik ohne Kompressor im Studio mit großem Mic. ohne Hall

        - Nun kann man komprimieren / release je Spur einstellen inkl. Threshold je Spur
        - Die Stimme komprimieren / shiften / usw. usw. beliebig viele Filter drüber legen (hoch / tief / etc.)

        5.) 2-Kanal-Aufnahme und Wiedergabe auf Kopfhörer

        - Aachner Stereo Kopf. Kann man ja mal nachlesen
        - Dann noch ein Mic. für die Bässe und diese hinzumischen für den Körperschall für Hifi-Anlagen statt Kopfhörer


        Das ganze kann man beliebig kompliziert machen. Aber die Hits der Jahrzehnte sind meistens qualitativ aufwendig aufgenommen und oft sehr differenziert.

        Schöne bekannte Lieder sind von Whitney Houston / Mariah Carry / C. Dijon / Michael Jackson / Queen / etc. die über Oktaven klar, laut und sauber singen können.

        Möchte man nun Orchester mit hoher Dynamik darstellen, reichen eigentlich Hifi-Anlagen (weiche Aufhängung) nicht aus, wobei die VISATON Atlas Compakt MKV schon ganz nahe ran kommt, wenn man mit großen Amps Gas geben kann.

        Somit müsste man mehr Richtung PA gehen. Also JBL Everest DD67000 bzw. natürlich von VISATON die Monitor 860 ;-) Dann kommen die 110-125 dB aus dem Konzertsaal auch super rüber (wenn die Ausnahme stimmt). Denn die Posaunen, oder Wagner mit dem großen Chor oder Trompeten, die erzeugen diese Lautstärken. Nur warum rennt keiner weg? (Bzw. die ALTEN, die eingeschlafen sind, werden dann wieder wach) Das liegt daran das eine Posaune oder eine Trompete oder eine ausgebildete Sopranistin nicht verzerrt.

        Somit benötigt eine HighEnd-Anlage (Weich / Hart) immer einen sehr hohen Störspannungsabstand, damit man die leisen Passagen mit hoher Lautstärke an der Endstufe auch hören kann, ohne das Eigenrauschen des eigenen Systems. Wenn dann die Aufnahme gut ist, hört man z.B. den Taktstock, Atmen, digfferentiert Hintergrundgeräusche und wenn der Chor und das Orchester Fortissimo speilen, dann wackeln die Wände.

        Und dann ist es halt schön ohne Verzerrungen bei hoher Dynamik.

        Daher sind die Suche nach Titeln, die einem gefallen, das erste und dann die Aufnahmequalität.

        Ein richtig oder falsch gibt es nicht. Denn am Ende sollte die Hif-Kette, die Musik und der Sound jedem subjektiv selbst und persönlich gefallen. Auch nicht jeder kann sein Wohnzimmer gegen die bessere Hälfte akustisch verbessern oder riesige Anlagen aufstellen. Dafür gibt es ja dieses Hobby in dieser gewaltigen Breite. Und genau das macht es aus. Von den Titeln, über die Aufnahmen und die Abspielketten.

        So in etwa ist meine Sichtweise auf dieses Thema, was zu komplex ist, um es durch wenige adjektive zu beschreiben zu können.

        Kommentar

        • kboe
          Registrierter Benutzer
          • 28.09.2003
          • 1915

          #5
          Ein Freund hat die Ausbildung zum Tontechniker gemacht. Seine Abschlussarbeit war eine Aufnahme einer Band.
          Sein wichtigster Satz:
          Glaub ja nicht, dass eine Tonaufnahme auch nur in irgendeiner Weise ein Dokument ist....
          Mir kommt kein HiRes in die Anlage. Ich brauch meine Hochtöner noch länger.

          Kommentar

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