CD vs. Vinyl

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  • Frankynstone
    antwortet
    Das mit dem Differenzton 20kHz-19kHz=1kHz ist übrigens eine Intermodulationsverzerrung. Intermodulation tritt in allen nichtlinearen Systemen auf. Der Klirrfaktor ist in der Schallplattentechnologie prinzipbedingt höher, weil es mehrere nichtlineare Dinger da gibt.

    Eines davon können wir gut beeinflussen. Durch die richtige Einrichtung des Abtastsystems (Überhang, Winkel) und die richtige Auflagekraft der Nadel gelangt man zu einem Arbeitspunkt, wo die Abtastnadel korrekt in der Rille steht. Stimmen die Winkel längs und quer zur Rille nicht, erhöht sich der Klirrfaktor und damit auch die Intermodulation.

    Ebenso entsteht Klirr, wenn die Nadel kurz davor ist, zu springen. Sobald sie keinen sicheren Kontakt mehr zur Rille hat und periodisch den Kontakt verliert, wird nicht nur der Klang unsauber, sondern der Verschleiß an Platte und Nadel steigt. Wer seine Platten durch sehr wenig Auflagekraft schonen will, tut manchmal genau das Gegenteil.

    Tipps für die richtige Einrichtung findet man en masse im Netz und ich bin auch gerne behilflich.

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  • kboe
    antwortet
    Zitat von ubix
    Ich meine, mal gelesen zu haben, das Karajan seine Werke zeitweise über Lautsprecher abhörte, die zu viele Höhen hatten, und deswegen die veröffentlichten Aufnahmen oft etwas schwach waren in den Höhen.
    Bin mir aber nicht sicher, ob es Karajan war.
    Ich hab gehört, dass Karajan seine LS wohl am Boden stehen hatte und deshalb oft mehr Höhen in die Aufnahmen reinreklamiert hat, wogegen sich die Toningenieure, die mit Ohren auf HT-Höhe abgemischt haben, so gut es ging, gewehrt haben...

    Gruß
    kboe

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  • ubix
    antwortet
    Zitat von GF250
    Naja jeder hat halt seine Meinung dazu, ob nun technisch, psychologisch oder eher neutral. Davon lasse ich mich aber nicht abschrecken wieder mehr Platten zu kaufen.
    Schön das hier keine Einheitsmeinung herrscht.
    So ist es

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  • Schmidt
    antwortet
    Zitat von GF250
    Naja jeder hat halt seine Meinung dazu, ob nun technisch, psychologisch oder eher neutral. Davon lasse ich mich aber nicht abschrecken wieder mehr Platten zu kaufen.
    Schön das hier keine Einheitsmeinung herrscht.
    Immerhin bist du nicht alleine. Mein Nachbar hat von mir einen SL-1310MK2 und nach und nach ein Ortofon Rondo Red geordert(gebraucht). nach 1,5 Jahren sind es schon 1m LP's.
    Das beste ist, den Vinylverkäufern beim örtlichen Saturn habe ich jeweils auch einen alten Plattenspieler verkauft oder rep. TD 115, Onkyo CP 1057 und der für den Stifft musste ein alter Dual CS 607 riechen.

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  • Frankynstone
    antwortet
    Hi, habe mich neulich wieder mit einem Kollegen über Schallplatten unterhalten, der mit Beschallungstechnik zu tun hat.
    • Überspielt man eine Schallplatte auf eine CD und gibt dann die Schallplatte und die CD wechselweise gleichlaut wieder, so hört man keinen Unterschied.
    Wieso das? Weil die CD im Frequenz- und Dynamikbereich jeweils so fein auflöst, dass für unsere Ohren praktisch kein Fehler entsteht. Die CD genügt, um so viele Informationen zu speichern, dass uns (normalhörende, junge und gesunde Erwachsene) nichts fehlt.
    • Kauft man ein Album als CD und als Schallplatte, so klingt es von diesen beiden Tonträgern verschieden.
    Ja, ist so, weil die Schallplatte schon ihre Schwächen hat. Der Toningenieur mischt im Idealfall für die Schallplatte so ab, dass die Schwächen ausgeglichen oder kaschiert werden, damit der hörbare Unterschied recht gering ausfällt bzw. für Goldohren die Schallplatte subjektiv sogar besser klingt. Bei weniger sorgfältigen Produktionen wird der Unterschied eher zum Nachteil der Platte ausfallen.

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  • GF250
    antwortet
    Na da hast Du ja was angeleiert....
    Naja jeder hat halt seine Meinung dazu, ob nun technisch, psychologisch oder eher neutral. Davon lasse ich mich aber nicht abschrecken wieder mehr Platten zu kaufen.
    Schön das hier keine Einheitsmeinung herrscht.

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  • Mr.E
    antwortet
    Zitat von ubix
    Zerhackt wird es auch nicht, ich hatte es nur etwas plastisch beschrieben. Eine Sinuswelle wird aber sinngemäß in mehr oder weniger viele Stufen aufgeteilt. Was im Extremfall Klangstörungen verursachen kann.
    Das muß dann aber schon sehr extrem sein. Bei 44100Hz und 16bit sind die Stufen so klein, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß das nicht von den endlichen Anstiegszeiten der Ausgangsspannung eines DAC verrundet wird. Und dann wird ja auch noch tiefpaßgefiltert, das glättet die Stufen noch mehr.

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  • ubix
    antwortet
    Zitat von Fosti
    Herrje, es gab auch schon schlechte CD Aufnahmen zu seinen Lebzeiten....nimm' es als Synonym für "bekannte" und "gut verkaufbare" Künstler.....
    CD´s sind ja auch nur Tonträger, und speichern es so, wie es aufgenommen und abgemischt wird.
    Da gibt es dann auch mal schlechte, und auch (meistens) gute .

    Aber die Frage, um die es geht, CD vs Vinyl, lässt sich wohl nicht so wirklich und einfach beantworten.

    Ist wohl auch tatsächlich eine Glaubens und Gefühlsfrage.
    Deswegen beende ich meinerseits die Diskussion, da es zu keinem einvernehmlichen Ergebniss kommen kann. Jeder hat seine eigene berechtigte Meinung, die man auch akzeptieren sollte.

    Für mich ist alles gut. Vinyl, Tape und Digital

    Unabhängig von dieser Frage, welcher Lautsprecher kann diese Unverzerrtheit und diese Lautstärken wiedergeben? Die sind nämlich das letzte Glied in der Kette. Damit erübrigen sich nämlich eigentlich einige Fragen nach Vinyl oder CD. Und wir landen bei riesigen Hornlautsprechern.Start eines Düsenjägers in Originallautstäre, oder der Donner eines Gewitters?
    Nichts ist perfekt
    Zuletzt geändert von ubix; 02.06.2018, 11:31.

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  • ubix
    antwortet
    Zitat von aurelian
    Und warum genau soll ich die Sättigungseffekte mit k2 und k3 jetzt wollen?
    Ich will sie nicht, im Konzertsaal habe ich sie auch nicht.

    Was ich will:

    Dieselbe Dynamik wie im Konzertsaal (es gibt silche CDs: Telarc und BIS zB)
    keinen Klirr und sonstige Verzerrungen
    linearen Frequenzgang

    Es stimmt auch nicht, das Digitalaufnahmen zu scharf in den Höhen sind.
    jeder, der schon in Konzerten mit klassischen Musikinstrumenten saß: da ist verdammt viel an Höhen, was bei der Analogtechnik oft fehlt (vor allem wegen des Erstellens mehrerer Kopiengenerationen).
    Auch CD`s werden ja abgemischt, bevor sie gepresst werden, und man weiß nie, ob in der einen oder anderen gut klingenden, dynamischen Aufnahme nicht doch etwas analoges zugemischt wird, über Software natürlich, wie in meinem verlinkten Artikel beschrieben. Es gibt da eine Menge Helferlein in Tonstudios.
    1:1 Aufnahmen gibt es wohl eher selten.

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  • ubix
    antwortet
    Ich meine, mal gelesen zu haben, das Karajan seine Werke zeitweise über Lautsprecher abhörte, die zu viele Höhen hatten, und deswegen die veröffentlichten Aufnahmen oft etwas schwach waren in den Höhen.
    Bin mir aber nicht sicher, ob es Karajan war.
    Zuletzt geändert von ubix; 02.06.2018, 10:20.

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  • Fosti
    antwortet
    Zitat von Lui
    Dann ist der Karajan wohl wieder auferstanden
    Herrje, es gab auch schon schlechte CD Aufnahmen zu seinen Lebzeiten....nimm' es als Synonym für "bekannte" und "gut verkaufbare" Künstler.....

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  • Lui
    antwortet
    Dann ist der Karajan wohl wieder auferstanden

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  • Fosti
    antwortet
    Zitat von aurelian
    ...
    5. Kenne ich eigentlich niemanden, der behauptet Klassik-LPs klängen besser als die entsprechenden CDs (und das ist ein sinnvollerer Maßstab, als Vergleiche mit verhunzten Pop/Rockaufnahmen, denn bei Klassik wurde und wird i.a. gute Aufnahmetechnik gemacht)
    Zitat von fabi
    ...dass da 35 Jahre nach Einführung der CD immer noch so leidenschaftlich diskutiert werden kann...
    Der einzige nachvollziehbare Grund ist, dass es LP-Pressungen von Klassikaufnahmen gibt, an denen noch "richtige" Toningenieure gewirkt haben. Heute werden da doch nur zwei Mikrofone von Hobby-Tonis aufgestellt und Hauptsache Karajan und Mutter stehen auf dem Cover.....

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  • fabi
    antwortet
    ...dass da 35 Jahre nach Einführung der CD immer noch so leidenschaftlich diskutiert werden kann...

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  • JAL
    antwortet
    @GF250: Na da hast Du ja was angeleiert....

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