Hoher Besuch aus Geithain . . .

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  • Fosti
    antwortet
    Um hier die Diskussion weiterzuführen (weil das IMHO außerst interessant ist):

    Ich denke wir sind uns einig ( :angel ) dass das Abstrahlverhalten ein nicht zu vernachlässigendes Konstruktionsmerkmal eines LS ist!

    Ein konstantes oder zumindest leicht ansteigends BM scheint mit großer Sicherheit unter den meisten Abhörbedingungen besser zu funktionieren, als ein willkürlicher Tannenbaum....auch da denke ich herrscht Einigkeit.

    Jetzt ist die Frage: Ist das "zappelige" BM der MEGs bewusst getrimmt oder ebenso willkürlich und nur à la BOSE gute "verkauft"?

    Der Erfolg der BR-25 und der RL-900/RL901 scheint aber eher auf das erstere schließen zu lassen. Mit der BR-25 wurde sich zu einer Zeit schon um die Abstrhlcharakteristik eines (diesbezüglich insbesondere kritischen 2-Weg-)LS Gedanken gemacht, als andere noch nicht einmal darüber nachgedacht hatten.

    Auch AH als Verfechter des frequenzneutralen BMs hat an der "zappeligen" RL901 nichts auszusetzen gehabt. Die kleineren 2-Wegeriche haben ihm allerdings nicht so gut gefallen. Allerdings liegt das mMn daran, dass AH Lautsprechern wohl anhören kann, wenn sie über ka=1 betrieben werden. Ich kann das an meinen RL-940 Klonen http://www.diy-hifi-forum.eu/forum/s...ead.php?t=4629 z.T. programmabhängig auch nachvollziehen (aber eben nicht immer). Meine KH310 Klone waren diesbezüglich programmunabhängig....bündeln aber weniger, was bei größeren Abhörentfernungen auch wieder nachteilig ist...alles Kompromisse.

    Also bitte weiterdiskutieren...endlich mal wieder was Interessantes!

    Deshalb noch einmal großer Dank an HSB und VISATON für diesen Test! rost

    Viele Grüße,
    Christoph

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,
    so pralle finde ich die Bündelung der MEG angesichts des Aufwandes und dem lauten Gegacker nun doch nicht.

    Hab mir mal eigene 360 Grad-Messungen eines Lautsprechers mit 50 cm breiter Schallwand angesehen.
    Die untere refexionsfreie Messgrenze war 88 Hz.
    Da komme ich bei der Frequenz auf eine Rückwärtsdämpfung um 9 dB

    Der Durchschnittspegel, bei dem Horizontal- und Vertikalmessungen je 360 Grad ausgewertet wurden, liegt bei der Frequenz 4 dB unter Achsenpegel.

    Gruß
    Peter Krips

    Nachtrag: Bei 200 Hz sind es dann 10,5 dB Rückwärtsdämpfung und Durchschnittspegel 5 dB unter Achsenpegel....

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  • FoLLgoTT
    antwortet
    Ich habe eben noch mal das Bündelungsmaß bei 50 Hz nachgerechnet. Die MEG entspricht tatsächlich einer Niere. Der Subwoofer von Seeburg dagegen entspricht eher einer Superniere bzw. Hyperniere.

    Von daher revidiere ich meine Aussage, dass keine Niere zu sehen ist. Sie ist zu sehen, nur bündelt eine Niere eben nicht besonders stark.

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  • walwal
    antwortet
    ".....In unserem Messraum kann oberhalb 70 Hz in jedem möglichen Abstand gemessen werden (bis max. 6 m von Ecke zu Ecke). Unterhalb 70 Hz machen sich die dann vorhandenen Raumresonanzen störend bemerkbar. In 1 m Abstand kann man noch bis 20 Hz messen und die leichte Welligkeit der Kurve ignorieren. ...."

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  • FoLLgoTT
    antwortet
    Nachtrag: ab welcher Frequenz sind die Messungen in dem RAR von Visaton eigentlich sinnvoll?

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  • FoLLgoTT
    antwortet
    Zitat von AH
    Hier liegt offenbar ein Fehler vor.
    Hi Andreas,
    nein, da ist kein Fehler.

    Die +/-180° waren die ursprüngliche Auswertung, von der ich auch meine Schlüsse bezüglich des Bassbereichs gezogen habe (und die anderen Teilnehmer hier im Thread auch). Die Auswertung mit +/-90° habe ich explizit angefordert, weil mich viel mehr das Abstrahlverhalten oberhalb des Grundtons interessiert als das im Bassbereich.

    Wenn man sich das von dir verlinkte Polardiagramm anschaut, so funktioniert die Niere im Bassbereich fast gar nicht. Eine Nierenform ist unter 100 Hz nicht zu erkennen (eher ein "angeditschter" Kreis ) und -8 dB rückwärtige Dämpfung sind jetzt auch nicht gerade viel.

    Wenn man sich dagegen das von Fabi verlinkte Diagramm des Seeburg-Subwoofers mit aktiver Auslöschung anschaut, sieht das um einiges effektiver aus. Da werden rückwärtig immerhin -20 dB bei 40 Hz erreicht.

    Angehängte Dateien

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  • AH
    antwortet
    Hallo,

    vielen Dank. Hier nochmal der Link:





    Nach dem dort dargestellten Polardiagramm funktioniert die Niere. Und so steht es da auch:

    -> <= 200 Hz schön gleichmäßig abgeflachter Kreis mit mindestens 8 dB Abschwächung nach hinten
    -> >= 400 Hz "Einschnürungen" bei +/- 150° (durch den rückseitig "teiloffenen" Mitteltöner?)


    Die Frage von Nils kann also beantwortet werden:

    Wie auch immer, ich finde es merkwürdig, dass bei der Messung von der Bassniere kaum etwas zu erkennen ist.

    In der im Forum verlinkten Messung scheint das so, weil nur bis +/- 90° dargestellt wird:

    https://www.visaton.de/vb/showpost.p...3&postcount=15

    Hier liegt offenbar ein Fehler vor. Das im Forum verlinkte Bild ist nicht geeignet, um einen Nierenlautsprecher zu charakterisieren. Der Orginalartikel von www.hifi-Selbstbau.de zeigt, daß die Niere (relativ gut) funktioniert.

    Liebe Grüße

    Andreas

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  • F_M
    antwortet
    Hiho,

    die Messung bis 180° ist im Bericht zu finden, welcher im Eröffnungsbeitrag verlinkt ist.

    Grüße

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  • AH
    antwortet
    Wie auch immer, ich finde es merkwürdig, dass bei der Messung von der Bassniere kaum etwas zu erkennen ist.

    Hallo Nils,

    beziehst Du dich auf diese Messung von Pico?



    Das ist nur eine Messung bis 90° nach der Beschriftung der Graphik, da mißt man bei einer Niere auch nicht sooo viel. Man muß bis 180° Messen. Pico ist hier wohl ein schwerer Anfängerfehler unterlaufen oder die Beschriftung der Graphik ist falsch immerhin schreibt er entgegen der Achsbeschriftung:

    Wir haben natürlich bis +/- 180° dargestellt weil es uns ja um die Bassniere ging (Effekt bei +/- 180 °).

    Vom Abstrahlverhalten im Mittelthochtonbereich bin ich ziemlich sicher, daß das nicht stimmt. Sieht ganz nach einer normalen 90°-Messung aus. Die ist fehlerhaft, wenn man eine Nieren messen möchte.

    Liebe Grüße

    Andreas

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  • FoLLgoTT
    antwortet
    Zitat von Fosti
    Zitat von Joachim Kiesler aus einem Interview mit Fritz Fey vom Stuio Magazin (04/2004):
    Hmm, "vermeiden des Druckstaus"... da fallen mir einige abartige Sprüche zu ein!

    Aber im Ernst, nennt man nicht genau das auch "akustischen Kurzschluss"?

    Abgesehen davon sind harmonische Verzerrungen gar kein Problem für tiefe Frequenzen im Raum, da der Druckkammereffekt die Grundwelle gegenüber den Harmonischen anhebt. K2/K3 sinken also automatisch unterhalb eines Niveaus, das die Hörschwellen unterschreiten sollte. Viel schlimmer sind da die unharmonischen Störgeräusche, die auftreten, wenn der lineare Hub langsam zuneige geht.

    Es ist aber richtig, dass das asymmetrische Kompressionsverhalten der Luft K2 erhöht. Das kann aber theoretisch auch mit einem asymmetrischen Antrieb kompensiert werden. Das ist uns Selbstbauern leider vorenthalten, weil wir die Treiber nicht mit den Parametern bestellen können, wie wir wollen. Aber ich schätze, das gehört zu den letzten paar Prozent, die den Selbstbau vom professionellen Bereich trennt.

    Wie auch immer, ich finde es merkwürdig, dass bei der Messung von der Bassniere kaum etwas zu erkennen ist. Und ich verstehe auch nicht, warum MEG das inzwischen nicht aktiv macht. Der horrende Preis kann ja nicht von den Materialkosten kommen...
    Zuletzt geändert von FoLLgoTT; 17.01.2015, 11:16.

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  • Fosti
    antwortet
    Zitat von walwal
    ...
    Eine Spekulation zu Geithain: Vielleicht ergibt sich der klangliche Unterschied bei kardioider Abstrahlung mittels Fließwiederstand ja auch mit dadurch, dass im Gehäuse keine so hohen Wechseldrücke entstehen, und so weniger `Dreck´ durch die Membran nach außen gelangt?..."
    Zitat von Joachim Kiesler aus einem Interview mit Fritz Fey vom Stuio Magazin (04/2004):
    ...Die Fläche der Öffnungen auf der Rückseite repräsentiert in etwa die Fläche der Membran des Tieftöners und dient praktisch als mechanische Gegenmembran. Damit realisieren wir eine sehr gute Durchströmung und vermeiden dabei auch noch den in geschlossenen Systemen entstehenden Druckstau, der zu einer Unsymmetrie führt und die K2 bei sehr tiefen Frequenzen schnell hochlaufen lässt. Dies ist übrigens ein positiver Nebeneffekt, den wir in dieser Ausprägung gar nicht erwartet hätten. Hinterher kann man sich dann klar machen, dass physikalisch gesehen klar ist, dass das passieren musste.

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  • walwal
    antwortet
    Fundstellen im www

    "....Eine Spekulation zu Geithain: Vielleicht ergibt sich der klangliche Unterschied bei kardioider Abstrahlung mittels Fließwiederstand ja auch mit dadurch, dass im Gehäuse keine so hohen Wechseldrücke entstehen, und so weniger `Dreck´ durch die Membran nach außen gelangt?..."

    "....Bei PA ists klar warum man auch den Bass gerichtet abstrahlen will - im Raum siehts da schon anders aus. Das beginnt damit, daß im modalen Bereich des Raums von der Niere nix übrig bleibt, und endet bei der Frage, ob man mit gut eingerichteten CBs bei selben Treiberaufwand nicht ein viel besseres Ergebniss erreichen könnte...."

    "..Die Cardioidabstrahlung kann sich nur bilden wenn man viele Meter Abstand zu nächsten Reflexionsfläche einhält.

    Recht einfach ists über das Konzept der Phantomschallquelle erklärbar. Eine Wand ist für Schall ein Spiegel. Wenn man eine Halbkugel auf einen Spiegel legt sieht man eine Kugel. Genauso verhält es sich für Halbkugelstrahler und Wände. Da die Wellenlängen im Bass sehr groß sind funktioniert das für Schall auch noch bei ordendlichen Abständen....."

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  • ropf
    antwortet
    Klar - danke. Manchmal sieht man das Naheligende nicht.

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  • FoLLgoTT
    antwortet
    Zitat von ropf
    Ähm - wie baut man ein frequenzabhängiges Delay bzw. eine frequezunabhängige 90° Verschiebeung?
    Macht nicht genau das ein schnöder Allpass?

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  • ropf
    antwortet
    Ähm - wie baut man ein frequenzabhängiges Delay bzw. eine frequezunabhängige 90° Verschiebeung?

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