Hoher Besuch aus Geithain . . .
Einklappen
X
-
Irgendwie habe ich es geschafft, mich durch intensives Nachdenken selbst zu verwirren (früher gab es hier doch mal diesen häßlichen Grinse-Smiley, wo ist der hin?). Wie kann das sein, daß der RL901K nierenförmig abstrahlt? Der Treiber auf der Vorderseite strahlt ja (bei 30Hz) in etwa kugelförmig ab. Macht die rückseitige Öffnung das nicht auch, nur 180° phasenverschoben (bzw. zeitversetzt, und mit weniger Pegel)? -
Ich war wohl doch auf nem falschen Dampfer ... hier zwar kein Polarplot, dafür direkt die räumliche Verteilung. Das Octave-Script anhängen funzt irgenwie nicht - schön ist es sowieso nicht (erste Gehversuche)
Die Grundwerte sind frei Nase gesetzt - Abstand der beiden Schallquellen 0,4m, hintere Quelle -6db/90°, Frequenz 100Hz, Farbabstufungen 1db, Achsen in Meter.
Was soll ich sagen - sorry für die Unruhe hier im Thread.
@Fosti: ich meinte OpenOffice-Calc kann keine Polarplots... Danke für den Link, der wird noch nützlich sein
.
Gruß
/ropfZuletzt geändert von ropf; 10.02.2015, 12:12.Einen Kommentar schreiben:
-
Einen Kommentar schreiben:
-
Hi Fosti,
die Dipolmessungen würden vielleicht meine ziemlich abgehobene Spekulation stützen, warum etwass so und so sein müsste - letztlich aber nicht zeigen, worauf ich im Kontext dieses Threds hinaus will:
- dass Asymetrien á la Trochoide oder Niere im Bassbereich ausgesprochene Nahfeldphänome sind
- die sich mit zunehmendem Abstand rasch verflüchtigen
Das lässt sich auch anders zeigen - indem man einen solchen LS durch zwei Schallquellen modelliert, die rückwärtige mit verringertem Pegel und verschobener Phase - der Schalldruck an einem beliebigen Punkt im Raum ergibt sich dann aus der betrags- und phasenrichtigen Addition der Einzelquellen. Also ganz ähnlich dem, was du physisch mit 3 W170S in und elektronischer Phasendrehung einem anderen Tread gezeigt hast.
Hab mal versucht, das in einem Calc-Sheet zu modellieren - um schliesslich festzustellen, dass die Software keine Polarplots kann. Und bei Versuchen mit Octave/Matlab schägt die Lust immer ganz schnell in Unlust um ...
Gruss
/ropfEinen Kommentar schreiben:
-
Moin ropf,
überlege gerade, meine von Axel ausgelegten Ripole wieder aufzubauen. Wie sollten die Messungen aussehen, die Dich interessieren?
Viele Grüße,
Christoph
P.S.: Der Buckel bei 40Hz kam damals vom AM120 eingebauten Hochpass (Bassboost)Einen Kommentar schreiben:
-
Im Fernfeld nimmt der Schalldruck in beiden Fällen mit 1/r bzw. um 6db bei Entfernungsverdoppelung ab, wobei der Dipol gegenüber dem Monopol ein etwas höheres "Bündelungsmaß" zeigt (glaub 2,3db oder so).Zitat von FostiOhne jetzt die Formel auszukramen würde ich sagen eher umgedreht: Der Monopol nimmt auf Achse schneller ab als der Dipol...
Aber 1m Abstand ist bei tiefen Frequenzen eben noch kein Fernfeld. Den exponentiellen Abfall im Nahbereich hab ich mir zusammengereimt aus einer Arbeit, die sich mit der Schallabstrahlung bei Biegewellenwandlern vom Manger-Typ befassst und irgendwo in walwals Link-Thread verlinkt ist (sic).
Speziell ging es um die Abstrahlung unterhalb der Koinzidenzfrequenz, also wenn die Biegewelle kürzer ist als die entsprechende Schallwelle in Luft. Da ist direkt an der Platte sehr wohl ein Druck messbar, der aber im Wesentlichen nur Luft hin und herschiebt und mit der Entfernung exponentiell abnimmt.
Vom Prinzip her ist das genau so ein akustischer Kurzschluss wie zwischen Vorder- und Rückseite eines Dipols, nur dass er hier zwischen den Wellenbergen und -Tälern EINER Seite auftritt ... die Frage ist, ob diese Verallgemeinerung tatsächlich zutrifft. Deshalb bin ich so neugierig auf Dipolmessungen in verschiedenen Abständen
Einen Kommentar schreiben:
-
Danke für die Arbeit die ihr euch macht!
Sehr Aufschlussreich. Sind ja immerhin um 6dB.
Ich hatte schon immer den Verdacht, dass ein Variovent mehr macht, als nur die Güte zu senken.
Grüße LutzEinen Kommentar schreiben:
-
Wir haben unsere LaBelle nachträglich nochmal identisch zur 804 K gemessen, um die Auswirkung der rückwärtig bedämpften Geithain darzustellen.
Die LaBelle hat ähnliche Maße, ebenfalls 3x 20 cm Systeme und war in unseren Augen der sinnvollste Vergleichspartner.
Die Messung fand unter folgenden Bedingungen statt:- Drehachse auf Gehäusemittelachse (nicht aufs akustische Zentrum verschoben (also nach hinten), da wir dies bei der 804 K auch nicht gemacht haben)
- Messabstand 1 m
- Messhöhe zwischen den beiden Tieftönern
- Freifeldbedingungen
Hier die Richtdiagramme (Glättung 1/3 Oktave):
rot = ME Geithain 804 K
schwarz = Visaton LaBelle
31,5 Hz
50 Hz
80 Hz
125 Hz
250 Hz
Angehängte Dateien- ME Geithain 804 K - LaBelle (31,5 Hz) 150131.gif (19,9 KB, 1201x aufgerufen)
- ME Geithain 804 K - LaBelle (50 Hz) 150131.gif (19,7 KB, 1176x aufgerufen)
- ME Geithain 804 K - LaBelle (80 Hz) 150131.gif (19,9 KB, 1207x aufgerufen)
- ME Geithain 804 K - LaBelle (125 Hz) 150131.gif (20,0 KB, 1181x aufgerufen)
- ME Geithain 804 K - LaBelle (250 Hz) 150131.gif (19,6 KB, 1174x aufgerufen)
Einen Kommentar schreiben:
-
Ach stimmt, hatte ich ja schon gelesen.
Hm, ich hätte ja noch zwei TIW400 (eigentlich drei) und zwei TIW360… Da müßte ich mir noch was für Mittel- und Hochtöner überlegen, das Ganze komplett aktiv und in ansehnliche Gehäuse rein, wenn es was taugt.
Wobei mir ja sowohl die TIW360 als auch die TIW400 optisch so gut gefallen, daß ich sie gerne vorne in der Box hätte. Und irgendwann wäre wohl auch mal 5.1 fällig…Einen Kommentar schreiben:
-
Das größere Verschiebevolumen nach vorne. Ich habe das ja mit 2 identischen Treibern nach vorne und eins nach hinten aufgebaut. Schau mal weiter oben im Thema, hatte auch ein Foto eingestellt: http://www.visaton.de/vb/showpost.ph...6&postcount=30Einen Kommentar schreiben:
-
Jetzt muß ich nochmal auf die aktive Niere zurückkommen: Wenn jemand das mit einem 30er und einem 40er machen will, welcher TT sollte nach hinten? Oder lieber zwei gleichgroße Treiber verwenden?Einen Kommentar schreiben:
-
Also soweit ich weiß, haben die bei MEG die Breite des Brettchens extra so gewählt, damit das BM so wird, wie sie es haben wollen. Der Grund wurde ja schon diskutiert (Psychoakustik). Ich denke schon, daß die das auch anders hinbekommen würden, wenn sie wollten. Waveguides schließen sie kategorisch aus, weil das deren Meinung nach unweigerlich zu Klangverfärbungen führt, aber das ist ja bekannt.Jetzt ist die Frage: Ist das "zappelige" BM der MEGs bewusst getrimmt oder ebenso willkürlich und nur à la BOSE gute "verkauft"?
Der Erfolg der BR-25 und der RL-900/RL901 scheint aber eher auf das erstere schließen zu lassen. Mit der BR-25 wurde sich zu einer Zeit schon um die Abstrhlcharakteristik eines (diesbezüglich insbesondere kritischen 2-Weg-)LS Gedanken gemacht, als andere noch nicht einmal darüber nachgedacht hatten.
Ich schließ mich dem jetzt nicht an, dafür hab ich zuwenig Ahnung davon.
Mich wundert es allerdings ein wenig, daß die Geithainer die Baßniere nicht aktiv machen, das scheint ja gar nicht so aufwendig zu sein wie ich dachte. Nur teuer. Und außerdem finde ich die Kombination 15-Zöller und 13-cm-MT etwas extrem. Aber anscheinend bringt der kleine Mitteltöner genug Pegel. Mit weniger als 90dB/W/m geben die sich soweit ich mich erinnern kann nicht zufrieden, deswegen sind sie (zumindest einer der Mitarbeiter) auch der Meinung die KE habe eine zu niedrige Resonanzfrequenz und dadurch zuwenig Pegel.
Ich hatte mal die Mittel-Hochton-Kombi mit einer Schallwand mit den Abmessungen dieses Brettchens in Boxsim simuliert. Ich weiß allerdings nicht mehr, was dabei rauskam. Aber das kann man ja leicht wiederholen.
Ich würde mir die Teile auf alle Fälle gerne mal in Ruhe anhören (fragt sich nur wo, daheim hätte ich keinen Platz).Einen Kommentar schreiben:
-
Ohne jetzt die Formel auszukramen würde ich sagen eher umgedreht: Der Monopol nimmt auf Achse schneller ab als der Dipol....Einen Kommentar schreiben:
-
Hiho,
mich würde der Abstand interessieren, in dem die Winkelmessungen aufgenommen wurden. Weil - der Theorie nach sollte doch im Bass der Schalldruck des Dipolanteils sehr viel schneller mit der Entfernung fallen als der des Monopolanteils (1/e^r vs. 1/r).
Also dürfte eigentlich nach ein paar Metern kaum noch etwas übrig bleiben von der Kardioide, oder bin ich komplett aufm falschen Dampfer?Einen Kommentar schreiben:
-
Hallo Christoph,
ich habe eine durchstimmbare Aktivweiche und daraus hat sich ergeben, daß Lautsprecher als Schall abstrahlendes Ding (wohl aufgrund interauraler Laufzeit- und Pegeldifferenzen) erkennbar werden wenn gilt:
Konus > ka = 1
Kalotte > halbe Wellenlänge = Durchmesser
Die genaue Ursache für den Unterschied zwischen Konus und Kalotte kenne ich nicht.
Das zappelige Bündelungsmaß des RL 901 stört mich. Der RL 900 hat eine kleine Hornschallführung und nach Lau und Huhn ein sehr frequenzlineares Bündelungsmaß. Ich wäre dafür, dem RL 901K die alte Hornschallführung (ca. 1982) wieder anzubauen.
Die kleineren Geithain gehen nicht. RL 903 kann ein Klavier nicht wiedergeben (tut bei einer Frequenz in den Ohren weh), RL 906 klingt gegen RL 901 sehr dunkel und sehr diffus im kleinen Hörraum von MEG. Der Unterschied ist riesig. Die neueren MEG sind m.E. schlecht konstruiert, die drei Hochtöner des hier dieskutierten LS haben eine zu kleine Schallwand und strahlen daher Schall nach hinten in den Konustrichter ab, der wird dort irgendwie reflektiert.
Der RL 901 hat eine ausreichend große Schallwand für die Kalotte und einen Mitteltöner mit Nierencharakteristik. Ich habe daher immer nur - und tue dies weiterhin - den RL 901 empfohlen. Am besten mit dem alten kleinen Horn des RL 900.
Die Nierencharakteristik des RL 901k halte ich für gegeben, sie entspricht aber eher einer breiten Niere. Der Vorzug dürfte vor allem zwischen 100Hz und 250Hz im Vergleich zum RL 901 sehr deutlich hörbar sein.
Liebe Grüße
AndreasEinen Kommentar schreiben:
Einen Kommentar schreiben: