Aber irgendwann einmal kommt fuer uns alle das Alter, in dem sich ein BG20 "normal" anhoert.
Nein, so alt wird keiner. Außer We-Ha vielleicht, aber der hats ja auch verdient.
Vielleicht.
HiFi mit BG20 ist wie: Ich stell mir zwei Marshall-Türme ins Wohnzimmer, links und rechts daneben zwei normale 3-Wegriche mit abgeknipsten Mitteltöner, und drehe die Marshalls so leise, dass sich im Zusammenspiel sämtlicher Boxen ein einigermaßen brauchbares Klangbild ergibt. Und schwupps: wir haben eine Fliege mit sechs Klappen und (min.) 12 Röhren.
Waveguide ungleich klassischer Mehrweger. Hast Du 'mal ein Beispiel fuer ein wellengefuehrtes Konstrukt, das folgendermassen ausschaut - ohne die Stoerung bei 11kHz
Ok, ok. Klassisch ist das noch nicht. Aber zumindest seit 15 - 20 Jahren auch nicht mehr neu.
Hast Du 'mal ein Beispiel fuer ein wellengefuehrtes Konstrukt, das folgendermassen ausschaut?
Nein, aber das ist ja nur eine Frage des Konzepts.
Aber andere Frage: warum sollte man so eine stark ansteigende Bündelung bewusst entwickeln? Das ist ja nichts, was gut wäre.
Ziel ist ja ein möglichst konstantes Abstrahlverhalten. So ähnlich wie hier beim Limmer 033. Ein guter Zweiweger strahlt also schon deutlich konstanter ab als ein großer Breitbänder. Und das geht eben auch sehr eng.
Ok, ok. Klassisch ist das noch nicht. Aber zumindest seit 15 - 20 Jahren auch nicht mehr neu.
Schon klar, aber wir reden hier ja von DIY mit beschraenkten Mitteln.
Zitat von FoLLgoTT
Aber andere Frage: warum sollte man so eine stark ansteigende Bündelung bewusst entwickeln? Das ist ja nichts, was gut wäre.
Gute Frage. Die meisten hoeren in akustisch voellig unbehandelten Raeumen. Alles was den Hoerer mehr Direktschall hoeren laesst stellt meines Erachtens erst einmal eine Verbesserung dar. Billiger und einfacher als mit einem Breitbaender ist das nicht zu bewerkstelligen.
Schon klar, aber wir reden hier ja von DIY mit beschraenkten Mitteln.
Beschränkt ist relativ. Woran es den meisten bezüglich Waveguides mangelt, ist das Wissen und der Umgang mit CAD- und BEM-Software. Das ist aber alles erlernbar (wie schon einige wenige vorgemacht haben). Ein bisschen Rumspielen mit AxiDriver hilft schon enorm, ein Gefühl für die Kontur zu bekommen.
Und am Ende wird das Teil einfach CNC-gefräst (Anbieter gibt es dafür genug). Das könnte man natürlich auch selbst bauen, ist aber viel zu umständlich.
Im Moment entwerfe ich z.B. einen Waveguide für einen Linienstrahler und möchte damit das praktisch immer vernachlässigte horizontale Abstrahlverhalten im Hifi-Bereich angehen. Es wird sich zeigen, was der Prototyp so hergibt...
Gute Frage. Die meisten hoeren in akustisch voellig unbehandelten Raeumen. Alles was den Hoerer mehr Direktschall hoeren laesst stellt meines Erachtens erst einmal eine Verbesserung dar. Billiger und einfacher als mit einem Breitbaender ist das nicht zu bewerkstelligen.
Naja, das ist mir zu einfach gedacht. Man erkauft sich die vielen Probleme eines Breitbänders nur für die (frequenzselektive) Bündelung. Da empfehle ich eher, einen 10" + 1" im Horn zu bauen. Das ist auch extrem einfach, noch gut bezahlbar und dem Breitbänder in eigentlich allen Belangen überlegen.
Und im Grunde baut sich doch sowieso kaum jemand einen reinen Breitbänder, sondern immer noch einen Subwoofer dazu. Billiger ist das dann auch nicht mehr als ein gutes 2-Wege-Konzept.
Beschränkt ist relativ. Woran es den meisten bezüglich Waveguides mangelt, ist das Wissen und der Umgang mit CAD- und BEM-Software. Das ist aber alles erlernbar (wie schon einige wenige vorgemacht haben). Ein bisschen Rumspielen mit AxiDriver hilft schon enorm, ein Gefühl für die Kontur zu bekommen.
Und am Ende wird das Teil einfach CNC-gefräst (Anbieter gibt es dafür genug). Das könnte man natürlich auch selbst bauen, ist aber viel zu umständlich.
Im Moment entwerfe ich z.B. einen Waveguide für einen Linienstrahler und möchte damit das praktisch immer vernachlässigte horizontale Abstrahlverhalten im Hifi-Bereich angehen. Es wird sich zeigen, was der Prototyp so hergibt...
Sehr loeblich - bitte unbedingt berichten!
Zitat von FoLLgoTT
Naja, das ist mir zu einfach gedacht. Man erkauft sich die vielen Probleme eines Breitbänders nur für die (frequenzselektive) Bündelung. Da empfehle ich eher, einen 10" + 1" im Horn zu bauen. Das ist auch extrem einfach, noch gut bezahlbar und dem Breitbänder in eigentlich allen Belangen überlegen.
Und im Grunde baut sich doch sowieso kaum jemand einen reinen Breitbänder, sondern immer noch einen Subwoofer dazu. Billiger ist das dann auch nicht mehr als ein gutes 2-Wege-Konzept.
Aus der Richtung komme ich gerade und bin nun (wieder) bei 8"-Breitband gelandet. Sub ist eh klar, sonst brauch man erst gar nicht aufstehen.
Du willst echt Deine Nathans gegen einen 8"BB unter Beibehaltung Deiner Subs eintauschen?!
Ich hätte auch gerne die WG's aus Nil's 3-Wegerich und habe auch eine wie von ihm empfohlene 2-Wege-Kombi aus W250S4 + RCF HF101.
Zur Zeit -wenn es die Zeit erlaubt- spiele ich wieder etwas damit rum (die untere Box):
Ich stimme ansonsten dafür, deinen Nick in "Cato" zu ändern; derjenige, der im Senat immer mit "...im übrigen bin ich der Meinung, dass MEG gehört werden muss!" geschlossen hat . (copyright by mechanic)
Die meisten hoeren in akustisch voellig unbehandelten Raeumen. Alles was den Hoerer mehr Direktschall hoeren laesst stellt meines Erachtens erst einmal eine Verbesserung dar. Billiger und einfacher als mit einem Breitbaender ist das nicht zu bewerkstelligen.
Genau diese Meisten mit den akustisch völlig unbehandelten Räumen hören Musik eben nicht mit dem Kopf im Schraubstock eines sogenannten "Hörplatzes". Bündelung ist kagge!
Gerade in beinahe unbehandelten Räumen spielen 10"/1" TMT/Hornkombis massiv ihre Vorteile aus. Richtige Aufstellung natürlich vorausgesetzt.
Einen breiteren „Sweetbereich” als mit einer eben solchen Kombi hatte ich noch nie.
Ein Breitbänder der 8"-Klasse funktioniert nach meiner Wahrnehmung nicht mal an einem einzigen Punkt annähernd zufriedenstellend. Am „besten” noch weit abseits des vermeintlichen Sweetspots, vorzugsweise in einem anderen Raum.
Bei Breitbändern größer als 3" bekomm ich zunehmend die sprichwörtliche Krätze. Das hat weder mit Genuss, noch mit HiFi was zu tun, eher was mit Kopfschmerzen und ärgerlicher Unzufriedenheit über das rausgeschmissene Geld…
Du willst echt Deine Nathans gegen einen 8"BB unter Beibehaltung Deiner Subs eintauschen?!
Habbich schon laengst Die Nathans dudeln als Surrounds waehrend vorne 3 Seas-BB werkeln. Schon erstaunlich wie gering der Unterschied mit EQ wird.
Groessere Abweichungen in der Praesentation machen Absorber, Lautsprecher/Hoerer-Position.
Genau diese Meisten mit den akustisch völlig unbehandelten Räumen hören Musik eben nicht mit dem Kopf im Schraubstock eines sogenannten "Hörplatzes". Bündelung ist kagge!
Don't shoot the messenger. Ich habe Stereo nicht erfunden. Es ist nun mal eine 1-Platz-Loesung. Alles andere kann man machen, dafuer wird aber keine Tonkonserve produziert.
Gerade in beinahe unbehandelten Räumen spielen 10"/1" TMT/Hornkombis massiv ihre Vorteile aus. Richtige Aufstellung natürlich vorausgesetzt.
Einen breiteren „Sweetbereich” als mit einer eben solchen Kombi hatte ich noch nie.
Ein Breitbänder der 8"-Klasse funktioniert nach meiner Wahrnehmung nicht mal an einem einzigen Punkt annähernd zufriedenstellend. Am „besten” noch weit abseits des vermeintlichen Sweetspots, vorzugsweise in einem anderen Raum.
Bei Breitbändern größer als 3" bekomm ich zunehmend die sprichwörtliche Krätze. Das hat weder mit Genuss, noch mit HiFi was zu tun, eher was mit Kopfschmerzen und ärgerlicher Unzufriedenheit über das rausgeschmissene Geld…
Setzt Dich mal auf mein Sofa und dann hat sich das mit der Kraetze voraussichtlich ziemlich schnell erledigt.
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