habt ihr euch mal die Messung der Classic 200GF in der aktuellen HH angesehen, für eine Visatonabstimmung relativ "unglatt". Schwankungen bis zu 5dB hat dabei Bernd Timmermanns gemessen, untypisch Visaton, wie ich meine.
War das ein Grund für die kürzlich hier vorgestellte Weichenänderung der Classic?
Den Test in HH habe ich noch nicht gelesen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie man bei der Classic 200 GF Schwankungen von 5 dB messen kann. HH hat dasselbe Paar Boxen zum Test bekommen, mit dem wir auch unsere Messung gemacht haben:
walwal: Ich habe Deine Simu leicht korrigiert, indem ich für den TI 100 und die G 20 SC die neusten Daten verwendet habe. Der Unterschied ist aber nur gering. Die Simu entspricht erstaunlich genau unserer Messung (siehe unten).
Bei der Classic 200 (mit AL 200 und KE) haben wir kürzlich die Trennung zum Hochtöner etwas nach oben verschoben. Dadurch hat sich der Frequenzgang unter 30° verbessert, aber nicht bei 0°. Das sollten wir bei der Classic 200 GF auch machen.
Gabs so eine ähnliche Diskussion nicht schon mal zur Aria MHT?
Hmm. Ich finde nicht daß man die Messungen in der HH so lesen sollte, daß es sich um eine Schwankungsbreite von±2,5dB handelt. Die beiden sehr schmalbändigen Senken bei 5-6kHz und 8,5kHz wären aller wahrscheinlichkeit nach bei einer Glättung von 1/24oct. oder 1/12oct. schon nicht mehr sichtbar (die Messung der HH sieht ungeglättet aus, die Visaton Messung leicht geglättet, ist ja nicht schlimm, da es die Ablesbarkeit erleichtert). Gerade solche schmalbändigen Senken verändern sich oft aber auch schon bei veränderten Messabständen oder etwas versetzten Mikro-Positionen. Von den Beiden angesprochenen Senken mal abgesehen, hat auch die Messung der HH nur eine Welligkeit von ± 1,5dB, wie bei der Visaton Messung. "Herausragende" Eigenart beider Messungen ist wohl die kleine Überhöhung bei 600- 700Hz...
Was mir persönlich weniger gefällt, ist der Bereich von 2- 3kHz, da dort der Winkelschall über dem 0°-Schall liegt, also der Energiefrequenzgang in diesem Bereich wohl einen Peak hat.
Alles in allem finde ich den Test von Herrn Timmermanns gut gelungen, da er auch bestimmte konstruktive Details erläutert.
Das sind nur minimale, kaum hörbare Abweichungen. Sieht man auch in Boxsim deutlich, besonders im Energiefrequenzgang. Schade, dass Visaton das ignoriert hat.
Das bestärkt mich wieder einmal in der Meinung, wie wichtig ein gerader Energiefrequenzgang ist.
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
von meiner Seite kann ich nur sagen, dass man solche Schwankungen, gerade im sensiblen MT Bereich hören kann. Eine Senke ist da leichter zu verschwerzen, das hört sich im einfache Fall dann eher "sanft" an, eine Überhöhung im ohrsensibelsten Bereich zwischen 1-3kHz empfindet man oft als "schrill" oder "nervend", zumal es sich laut HH Messung um 5dB handelt.
Ich denke Visaton wird genaus so offen mit diesen Themen umgehen, wie sie es immer getan haben.
Mich stört eher der Anstieg im Energie-F-Gang. Das ist sicher hörbar. Der 5 dB-Peak geht nicht über einen weiten Bereich und ist nicht so drastisch.
Die Macke wird sicher bald behoben:
Zitat von VISATON
Den Test in HH habe ich noch nicht gelesen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie man bei der Classic 200 GF Schwankungen von 5 dB messen kann. HH hat dasselbe Paar Boxen zum Test bekommen, mit dem wir auch unsere Messung gemacht haben:
walwal: Ich habe Deine Simu leicht korrigiert, indem ich für den TI 100 und die G 20 SC die neusten Daten verwendet habe. Der Unterschied ist aber nur gering. Die Simu entspricht erstaunlich genau unserer Messung (siehe unten).
Bei der Classic 200 (mit AL 200 und KE) haben wir kürzlich die Trennung zum Hochtöner etwas nach oben verschoben. Dadurch hat sich der Frequenzgang unter 30° verbessert, aber nicht bei 0°. Das sollten wir bei der Classic 200 GF auch machen.
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Leider konnten wir die Weichenänderung der Classic 200 nicht mehr bei der Version GF durchführen, weil die Boxen schon bei HH waren. Übrigens kann ich in der 0°-Messung von HH keine Überhöhung von 5 dB erkennen. Bei 30° gibt es den Buckel von 3-4 dB, den wir durch eine höhere Trennfrequenz eleminieren wollen. Wie wichtig der 30°-Frequenzgang wirklich ist, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. In einem typisch gut bedämpften Wohnzimmer ist eine Abweichung in dieser Größenordung meiner Meingung nach nicht relevant für den Klang. Aber auf alle Fälle sollte man die 30° auch im Auge behalten und wenn möglich dann auch optimieren.
Die Unterschiede in der Messungen von HH und Visaton kommen sicher auch daher, dass HH in nur einem Meter Abstand in Höhe des Hochtöners misst und wir in 3 Metern. Die Messung in 3 m ist realistischer, weil sich die unterschiedlichen Laufzeiten des Schalls der verschiedenen Chassis relativieren.
Wir veröffentlichen die Messungen nicht - wie oben vermutet - geglättet. Wir sehen uns allerdings bei der Entwicklung die Messungen auch mal sehr stark geglättet an. Dann lässt man sich nicht so leicht durch die kleinen "Zappeleien" ablenken und sieht viel besser die allgemeine Tendenz. Aber veröffentlicht werden die ungeglätteten Kurven.
....von meiner Seite kann ich nur sagen, dass man solche Schwankungen, gerade im sensiblen MT Bereich hören kann. Eine Senke ist da leichter zu verschwerzen, das hört sich im einfache Fall dann eher "sanft" an, eine Überhöhung im ohrsensibelsten Bereich zwischen 1-3kHz empfindet man oft als "schrill" oder "nervend", zumal es sich laut HH Messung um 5dB handelt.
pauschal würde ich da nicht urteilen. Es kommt immer noch auf das Verhältnis von Diffusschall zu Direktschall und den Abhörwinkel an.
Eine Senke klingt IMHO auch selten sanft, sondern meist inhomogen.
Lommersum und Krönke - zwei alte Hasen - kompensieren auch oft die Kantendiffraktion im Abhörwinkel und dulden eine Überhöhung unter Winkel. Beide arbeiten viel mit Messtechnik, besitzen aber auch eine enorme Hörerfahrung.
Die Unterschiede in der Messungen von HH und Visaton kommen sicher auch daher, dass HH in nur einem Meter Abstand in Höhe des Hochtöners misst und wir in 3 Metern.
...da kann man sich ein schmunzeln ja kaum verkneifen. ganz ehrlich: 1m ist für die vollständige (und wie du schon sagtest, der praktisch wohl am häufigsten entsprechenden abhörposition) integration der schallfelder nicht ausreichend, zumindest nicht bei LS dieser größenordnung (frage des treiberabstandes).
Ich kann mich an den Artikel "Boxenklinik" in HH erinnern, indem B.Timmermanns die Weiche der B&W optimierte und deutlich machte, dass B&W offensichtlich auf den Fehler hereingefallen sei und nur in 1m statt in realistischer Hörentfernung gemessen habe.
Somit denke ich, dass HH schon bewußt ist Standlautsprecher in entsprechender Entfernung zu messen und dann auf die Schalldruckkurve auf 1m zu kalibrieren.
Wäre schön, wenn sich HH hier melden könnte!
Vorschlag:
Admin, könntest du die Classic200GF in 1m bitte mal messen, wenn dann der gleiche Frequenzgang wie abgedruckt in HH zu tage tritt, wäre die Erklärung gefunden und Mutmaßungen hätten ein Ende.
Beim Besuch unseres Forums werden Cookies gesetzt. Dies sind kleine Textdateien, die lokal auf Ihrem Rechner in den Browserverlauf gespeichert werden. Die auf unserer Forums-Website eingesetzten Cookies sind technisch erforderlich und gewährleisten den Betrieb und die Komfort-Funktionalitäten des Forums.
Während Ihres Forum-Besuchs werden keine Cookies zu Marketingzwecken oder für Statistiken und Analysen gesetzt. Auch werden keine Daten an Dritte übermittelt.
Detaillierte Informationen zu unserer Verarbeitung von personenbezogenen Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Wenn Sie auf „Einverstanden“ klicken, stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung und dem Einsatz von technisch erforderlichen Cookies zu.
Kommentar