Original geschrieben von Lonzo So ein Spektrogramm, das ich weiter hinten reingestellt habe, gibt sehr viele Information her! Das bringt mich auf folgenden Gedanken: Könnte man nicht einfach ein beliebiges Signal durch einen Kondensator hindurch per Soundkarte aufzeichnen? Vielleicht kann man ja auf die Art einen Unterschied sichtbar machen?
Gruß, Lonzo
Ja dann dokumentiere bitte hier ein paar mehr Spektrogramme!!!
Original geschrieben von Lonzo So ein Spektrogramm, das ich weiter hinten reingestellt habe, gibt sehr viele Information her! Das bringt mich auf folgenden Gedanken: Könnte man nicht einfach ein beliebiges Signal durch einen Kondensator hindurch per Soundkarte aufzeichnen? Vielleicht kann man ja auf die Art einen Unterschied sichtbar machen?
So ein Spektrogramm gibt viele Informationen her, das stimmt schon, aber leider keine genauen. Anhand eines Spektrogramms kann man sicher mit etwas Übung erkennen, ob die Berliner Philharmoniker oder AC/DC aufspielen. Aber ob 20kHz bei einem Kondensator 0,01dB stärker gedämpft werden als bei einem anderen, das sieht man leider nicht.
Das wäre ja auch absoluter Schwachsinn hierfür AC/DC zu verwenden! Ich habe da eher an ein MLS-Signal gedacht. Es dürfte wohl auch kein Problem sein, das Signal aus meinem Messsystem zu generieren. Das mag ja vielleicht auch sein, das die ersten Versuche etwas ungenau wären. Aber wenn man dann das Ganze noch etwas verfeinert, sehe ich hier eine gute Chance etwas sichtbar zu machen, was anders so nicht möglich ist!
...und wo liegt dann der Unterschied zu den Messungen die ich durchgeführt habe? Ob du jetzt ein MLS-Signal nimmst, oder ich einen Gleitsinus, was spielt das für eine Rolle?
Hallo Farad,
ich meine BT hat auch schon messtechnisch so ziemlich alles versucht, dem Phänomen auf die Schliche zu kommen. Mein Gedanke es mal per Spektrogramm zu versuchen, ist lediglich als Suche nach einer zusätzlichen Möglichkeit zu verstehen. Inwieweit man einen vielleicht sichtbaren Unterschied hört, ist mir dabei erst einmal völlig egal!
Auch habe ich mir bisher noch nicht die Mühe gemacht, Kondensatoren hin und her zu löten, um sie gehörmassig zu vergleichen. Ich gebe MKP´s den Vorzug, weil sie zumindest rein technisch bessere Eigenschaften haben als Elkos. Das reicht mir persönlich schon als Begründung.
Das, was Thomas auf der Messe mit der Umschaleinheit vorhat, finde ich erst einmal von der Idee her sehr gut! Kann man doch bequem per Fernbedienung schnell zwischen den Kondensatoren hin und her schalten. Andererseits bin ich aber der Meinung, dass da nicht viel bei rumkommt. Besser wäre es in meinen Augen zwischen zwei komplette Weichen umschalten zu können. Aber auch hier dürfte dann nicht viel Aussagekräftiges rauskommen! Denn es dürfte sehr schwierig sein, eine so komplexe Weiche, wie die der Topas Plus, wertemäßig, Standard und High-End, gleich zu trimmen.
Dass zwei gleich aussehende Frequenzgänge nicht unbedingt gleich klingen müssen, das habe ich schon vor Langem herausgefunden. Ob das aber bei Kondensatoren auch so ist, kann und will ich nicht beurteilen. Zumindest weiß ich, dass sich viele Dinge auf dem Gebiet nicht einfach mal so eben per Messtechnik erklären lassen.
Hier noch ein sehr schöner Aufsatz zum Thema: „Zeitliche Wahrnehmung“
Dass zwei gleich aussehende Frequenzgänge nicht unbedingt gleich klingen müssen, das habe ich schon vor Langem herausgefunden.
Das liegt aber hauptsächlich am Abstrahlverhalten. Wenn dieses ausgeschlossen wird, zum Beispiel im reflexionsarem Raum, kommt es bei völlig unterschiedlichen Konzepten jedoch noch zu einer geringfügigen Klangänderung durch die Form der Schallwellen. Wird auch dies ausgeschlossen, weil der Frequenzgang mit einem Kunstkopf aufgenommen wird, ist KEIN Unterschied mehr zu hören. Der Phasengang scheint keine besonders große Rolle zu spielen. Die RWTH-Aachen hat vor ziemlich genau einem Jahr umfangreiche Versuche zum Thema durchgeführt, weil sie den Klangcharakteristika von Studiomonitoren auf die Spur kommen wollten.
ich meine BT hat auch schon messtechnisch so ziemlich alles versucht, dem Phänomen auf die Schliche zu kommen.
ohne ihn jetzt besonders gut zu kennen, will ich das doch ein wenig bezweifeln. Welchen Vorteil hätte er davon, wenn China MKTs plötzlich gleichgut sind wie Mundorfbauteile?
Die Erfahrung zeigt, dass bei elektrisch gleicher Impulsantwort kein Unterschied auszumachen ist. (Verzerrungen aussen vor) Auch der vielgepriesene Verstärker und Controllerklang löst sich bei näherer Betrachtung in Luft auf. Hierzu bedarf es keine Selbstbauzeitschrift, darüber haben sich schon ganz andere Spezialisten die Köpfe zerbrochen.
Ich hatte die drei Ausgaben mit BTs Bauteiltests neulich noch einmal herausgesucht, weil mir im Hinterkopf rumgeisterte, daß er damals tatsächlich seriös gearbeitet und signifikante Unterschiede bei den Qualitäten gemessen hatte. Beim erneuten Durchsehen kam mir das ganze aber doch sehr wertend und damals schon Herstellerbezogen voereingenommen vor. Bei den Messwerten fehlt jede Erörterung, was denn davon viel, hörbar oder sonstwie relevant sei.
Ich habe leider nichts digital zur Hand, müsste ich noch machen. Ich denke einzelne Diagramme könnten wir hier schon zeigen, ganze Artikel lieber nicht. Kann aber paar Tage dauern.
Original geschrieben von Farad
Die Erfahrung zeigt, dass bei elektrisch gleicher Impulsantwort kein Unterschied auszumachen ist.
Das fällt also ebenfalls flach:
Original geschrieben von spendormainia Sofern es sich um herkömmliche Analogkonzepte, unkritische Lasten und geforderte Lautstärken innerhalb der Reserven des Netzteils handelt, ja.
weil "über alles" gemessen wird.
Die Unterscheidung zwischen den Konzepten ist bei black-box-Betrachtung auch nicht sinnvoll.
@Farad:
Theoretisch dürfte so manches, was du so schreibst, vielleicht zutreffen. Die Praxis spricht aber eine deutlich andere Sprache!!!
Und was BT betrifft, da werde ich morgen noch etwas zu schreiben.
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