das sind auch gar keine Dämmwerte sondern Antwortspektren bei dem beschriebenen Versuchsaufbau, wobei versucht wurde eine konstante Anregung zu erreichen. Man darf eigentlich nur die relativen Verläufe vergleichen.
Was man jedoch unschwer sieht ist, dass bestimmte Materialen einen sehr "glatten" Verlauf zeigen während anderer mehrere Spitzen (= Resonanzen) zeigen.
Ich nehme Dachdeckerblei, klebe das elastisch mit Silikon an die Innenwände, und Ruhe ist. Die Chassis klebe ich mit Silikon in die Einfräsungen, das hilft auch, da die Verschraubungen wegfallen.
Ein totes Gehäuse macht viel aus, dünne Wände könne aber besser klingen
eine Versteifung/Aufdoppelung mit vergleichsweise billigen Stahlplatten und z.B. Bauschaum als Kleber habe ich noch nicht gesehen, jedenfalls keine Messung. Dürfte doch dadurch ein doppelter Effekt eintreten:
- Masseerhöhung für geringere Anregung (Amplituden der Eigenmoden)
- Biegesteifigkeitserhöhung zum Hinausschieben der Eigenfrequenzen in höhere Frequenzbereiche, in welchen die Dämpfung ohnehin größer und die Anregung geringer (durch z.B. hinten geschlossene HT oder Innengehäuse des MT) ist.
Und außerdem erspart man sich und anderen das Blei.
Oder?
Dachdeckerblei gibt es beim Dachdeckereinkauf, die Kosten sind gering. Blei ist ueberall (Batterien, Daecher, Bleistift ) und krank wird man, wenn man allzu gesund lebt.
Das Silikon dient einerseits als Kleber und laesst andererseits die Bleimatte Schwerbewegungen machen, die dann nicht mehr auf die MDF- Platte durchschlagen. Sowas nennt man "Constrained Layer Damping", ein Japaner hat sogar ein Patent drauf.
die Scherbewegung der Zwischenschicht ergibt sich durch den Aufbau. Dies erhöht auch prinzipiell das Dämpfungsvermögen des verwendeten Materials gegenüber einer reiner Biegebeanspruchung bei einseitiger Aufbringung desselben Materials. Nur - SILIKON HAT KEINE NENNENSWERTE EIGENDÄMPFUNG und kriegt sie auch durch den Sandwich-Aufbau nicht!!!!
Silikon ist eine gummiartige Feder! Auch Gummi hat keine nennenswerte Eigendämpfung (ca. 20-50x geringer als Bitumen). Dämpfung bedeutet, dass einer Bewegung geschwindigkeitsabhängig eine Kraft entgegengesetzt wird, das diese Gegenkraft also davon abhängig ist wie SCHNELL die Auslenkung erfolgt. Die Gegenkraft einer idealen Feder ist aber nur auslenkungsabhängig.
Ich habe auf meinem Sideboard 2 Streifen (ca. 12x30cm) von Belägen rumliegen: einmal reine Schwerschicht (viel Masse, wenig Dämpfung) und einmal Dämpfungsfolie auf Bitumenbasis (etwas weniger Masse, viel Dämpfung). Wenn ich beide Beläge platt auf den Tisch legen und am langen Ende um 10cm anhebe, dann knallt die Schwerschicht auf den Tisch zurück während die Dämpfungsfolie fast schon zurückKRIECHT -> DAS ist Dämpfung!!
Natürlich gibt es mit dem Silikon und dem Blei eine Verbesserung gegenüber der unbehandelten Fläche (nur Holz). Immerhin isr die Masse ca. doppelt so hoch. Mit Silikon als Zwischenschicht verschenkt man aber einen Großteil der Wirkung gegenüber Bitumen!!! Und die Masse des Bleis ist nicht wirlich nötig, es reicht eine steife Deckschicht.
Dämpfung bedeutet, dass einer Bewegung geschwindigkeitsabhängig eine Kraft entgegengesetzt wird, das diese Gegenkraft also davon abhängig ist wie SCHNELL die Auslenkung erfolgt.
Ist das wirklich prinzipiell so? Die Dämpfung eines elektrischen Saugkreises ist ja auch nicht pegelabhängig. Für die mechanische Dämpfung fällt mir tatsächlich kein Beispiel ein, wo keine Nichtlinearitäten auftreten. Das Bestreben ist jedoch im Lautsprecherbau (bei der Chassiskonstruktion, aber auch bei der Gehäusebedämpfung) Nichtlinearitäten möglichst zu minimieren, da sie gleichbedeutend mit Verzerrungen sind.
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