@Frank S: Das kommt dann aber schon auf die Ansprüche an. Man muss nicht gerade Leisehörer sein um mit 100 dB Maximalpegel gut leben zu können und das kann die KE bei 2 kHz noch alleine toppen, ohne den mithelfenden MT.
@Loiti: Ersetze "super" durch "breite". Ob das super ist, kommt auf das Ziel, die restliche Kombination und nicht unwesentlich auch auf den Hörraum an. Dem Rest würde ich zustimmen.
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
die trennung tt-mt ist unkritisch. es ist kein problem den strahlerabstand klein gegen die halbe wellenlänge zu halten.
kalotten strahlen nicht generell breiter. der einsatzbereich ist einfach ein anderer.
bei einer angestrebten trennung von 3khz stellt sich die frage konus vs kalotte imho ohnehin nicht mehr.
Original geschrieben von AH (...)Oberhalb ka = 1 beginnt sich eine Richtwirkung auszuprägen (und auch weitere Probleme), daher sollte man hier trennen. Dies ist die auf den Umfang normierte Wellenlänge, also die Wellenlänge, die dem Strahlerumfang entspricht. Berechnungsgrundlage ist der effektive Strahlerdurchmesser, d.h. Konusdurchmesser + halbe Sicke. Demnach kann man einsetzen:
15"-Konus: bis ca. 300Hz
12"-Konus: bis ca. 400Hz
10"-Konus: bis ca. 540Hz
8"-Konus: bis ca. 650Hz
6,5"-Konus: bis ca. 800Hz
5"-Konus: bis ca. 1200Hz
4"-Konus: bis ca. 1500Hz
Bei Kalottenstrahlern beginnt das Bündelungsmaß etwas später (um ka = 1,5) zu steigen, dafür dann aber stärker. Demnach ergibt sich:
3"-Kalotte: bis ca. 2200Hz
2"-Kalotte: bis ca. 3300Hz
1,5"-Kalotte: bis ca. 4400Hz
1"-Kalotte: bis ca. 6600Hz
0,75"-Kalotte: bis ca. 8800Hz
0,5"-Kalotte: bis ca. 13,2kHz
(...) Wenn man sich nicht danach richtet, fällt der Diffusfeldfrequenzgang im Einsatzbereich des Strahlers und man muß zumindest dafür sorgen, daß der nächste Weg in der Richtcharakteristik paßt (z.B. Waveguide).
Zwar sind moderne Tiefmitteltöner als Biegewellenwandler ausgelegt und gehorchen nicht dem Modell des Kolbenstrahlers, jedoch fungiert der Konustrichter als (meist ziemlich mieses) Horn für den im inneren des Konus abgestrahlten hochfrequenten Schall, womit man dann doch Bündelung und Kurzzeitreflexionen im Trichter hat.
Lineare Verzerrungen aufgrund von Teilschwingungen auf der Membrane werden auf diese Weise ebenfalls elegant umgangen, ebenso die genannten Kurzzeitreflexionen im Konustrichter.(...)
Irgendwann (wesentlich später) habe ich eine Simulation der "Atlas Mini" gemacht, und habe dort zwei Versionen simuliert. Eine nach den Vorgaben von Andreas, und eine andere, die davon erhebliche Abweichungen hatte. Der Unterschied war auf den Diagrammen kaum wahrnehmbar. Sowohl im Bündelungsmaß als auch bei der Energieverteilung.
Unter dem Vorbehalt, dass Boxsim es einigermaßen Wahrheitsgetreu darstellt, kann man sagen, dass die oben aufgeführte Tabelle zwar die Grössenordnung beschreibt, aber auf keinen Fall zwingend ist.
Ich wage zu behaupten, dass sogar grössere Abweichungen keine hörbare Verschlechterung verursachen werden.
P.S.: diesen Abschnitt finde ich ganz besonders putzig:
Bei Kalottenstrahlern beginnt das Bündelungsmaß etwas später (um ka = 1,5) zu steigen, dafür dann aber stärker. Demnach ergibt sich:
3"-Kalotte: bis ca. 2200Hz
2"-Kalotte: bis ca. 3300Hz
1,5"-Kalotte: bis ca. 4400Hz
1"-Kalotte: bis ca. 6600Hz
0,75"-Kalotte: bis ca. 8800Hz
0,5"-Kalotte: bis ca. 13,2kHz
Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde) Harry's kleine Leidenschaften
Die nötigen Spitzenpegel werden stets unterschätzt. Ein einfache Tasse, die am Boden zerschellt, erreicht mühelos diese Schalldrücke. Zahlreiche Instrumente ebenso.
wenn Du Instrumente oder Schallereignisse mit Originallautsärke wiedergebn möchtest; sollten die Boxen schon 110 dB über den gesammten Frequenzbereich bringen...
Zum Glück hat kaum jemand dazu die Möglichkeit; außerdem setzt schon ab 85dB eine dauerhafte Schädigung des Gehörs ein...- deshalb sind viele Orchestermusiker auch etwas schwerhörig...
Etliche Chassis, wie z.B. der GF200, der AL200, die W300s und W250S, der BGS40 und die TIW250 und TIW300, erfüllen diese Forderung; ebenso die DSM25/50, G25/50 und die KE25...
Der AL170, AL130/M und TI100 fallen dann aus dem Rennen; ebenso die W100S/130S/170S; der W200S schafft es ab ca. 500 Hz
Also wird eine unter diesen Gesichtspunktengebaute Box wohl andere Mängel aufweisen; z.B. ein ungünstiges Bündelungsverhalten...
allerdings sollte der Bereich bis 150 Hz ebenfalls mindestens 110 dB wiedergeben können; im Sinne einer originalen Wiedergabe! -> Orgel, Klavier, E-Bass, Pauken und große Trommeln kommen locker in diese Bereiche hinunter ...
ja, da kommen dann wieder die eckhörner ins spiel......
aber wenn man wirklich solche lautstärken fahren will, dann ist man glaube ich im PA-lager besser aufgehoben,
da gibt es auch gut klingende und linear abgestimmte systeme, die solche lautstärken mit links schaffen
-gegen entsprechendes kleingeld-
(und man sollte anbauen, um das ganze grümpel stellen zu können)
Die Chance ohne Tippschein im Lotto zu gewinnen ist fast genauso hoch wie mit Tippschein.
Laut DIN 15905-5 für Beschallungsanlagen in Mehrzweckhallen und Theatern darf ein Spitzenpegel (in aller Regel <200ms) zu keiner Zeit bei keiner Frequenz 135dB(C) überschritten werden. Ein LEQ von 99dB(A) wird (2h Exposition) als unkritisch angesehen. Wenn man nur gelegentlich (in aller Regel alle 2 Monate) so laut hört.
Dies sind recht konservative Annahmen bei denen eine Gehörgefährdung (wieder in aller Regel) ausgeschlossen ist. Wenn man dies nun für den Home-Hifi-Bereich umlegt sieht man, dass Hören in "normaler" Lautstärke recht problemlos mit hohen Spitznpegeln möglich ist. 85dB(A) Durchschnittslautstärke sind schon viel, und das kann man dann wirklich 8h täglich hören (solange man Musik hört, steht man ja auch an keiner Maschine). Rechnet man jetzt nochmal eine Dynamik von 35dB drauf kommt man auf 120dB Spitzenpegel der vom Ohr problemlos verkraftet wird und vom Lautsprecher auch wiedergegeben werden muß.
Eine KE kann hier schon an die Grenzen kommen, wenn sie tief getrennt wird. Je komprimierter die Musik ist, desto unkritischer ist der Maximalpegel. Der "freie" und "unangestrengte" Eindruck entsteht jedoch durch unvzerzerrte Spitzenpegel.
Die Maximalpegelforderungen werden tatsächlich unterschätzt. Die Durchschnittpegel hingegen überschätzt. Selbst bei gehobener Lautstärke ist der Durchschnittspegel bei wenig komprimierter Musik erstaunlich niedrig.
Dies soll keineswegs verharmlosend klingen. Ich rate stets (und praktiziere) einen verantwortungsvollen Umgang mit Schalldruckpegeln. Die Größenordnungen sollten aber bekannt sein. Mit "sowieso immer alles zu laut" kommt man ja auch nicht weiter.
farad
btw: Mitteltonkalotten sind prinzipiell die "besseren" Mitteltöner. Ihr großer Nachteil ist tatsächlich die hohe untere Grenzfrequenz. Genau deswegen SIND sie aber die "besseren" Mitteltöner. Es ist als weder ein Vorteil noch ein Nachteil sondern einfach ne Eigenschaft aufgrund derer sie in eine Kombination passen oder eben nicht.
wenn Du schreibst, daß man bei einem Durchschnittspegel von 85db(A) stundenlang Musik hören kann, dann lese Dir mal die Unfallverhütungsvorschrift BGV B 3 "Lärm" durch...
Es hat schon seinen Grund; daß laur Berufsgenossenschaft ab einem Durchschnittspegel von 85dB(A) das Tragen von Lärmschutz VORSCHRIFT ist...
um noch einmal auf das Thema zurückzukommen; 35 dB entsprechen einem Leistungsfaktor von ~3160, d.h. wenn ein Verstärker 1W braucht, um an einer Box einen Schalldruck von 85dB/1W/1m zu erzeugen; so wären ungefähr 3,2kW Verstärkerleistung nötig; um diese 35dB Dynamik zu erzeugen....
Selbst wenn die Box bei 1W/1m 95dB erreichen würde; so werden immer noch 320W Verstärkerleistung benötigt...
Von daher halte ich die 120 dB für kaum erreichbar; lasse mich da aber gerne eines anderen belehren...
110 erscheinen mir realistischer - jedenfalls im Hifi-Sektor...
Wesentliche Änderungen der RL 2003/10/EG
Das Überschreiten eines Beurteilungspegels von
80 dB(A), dem unteren Auslösewert, verpflichtet zu-
künftig zu folgenden Maßnahmen:
Gehörschutz zur Verfügung stellen
Informations- und Unterweisungspflicht
Anspruch auf vorbeugende audiometrische Unter-
suchungen
Führen einer Gesundheitsakte.
Ich muss bei unserer Abnahme fragen, wie viel dB die Maschinen für die Motorenproduktion haben dürfen...
Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde) Harry's kleine Leidenschaften
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