Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

VOX 253MTI aktiv

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • hreith
    Registrierter Benutzer
    • 31.07.2004
    • 608

    VOX 253MTI aktiv

    Ein freundlicher Zeitgenosse hat mir zur Aktivierung seine VOX253MTI zur Verfügung gestellt. Dabei wird die Trennung zwischen Bass und Mittel-Hochtonbereich aktiv, die zwischen Mittel- und Hochtöner passiv gemacht.


    Die Weiche habe ich dann erstmal grob mit Boxsim durchgerechnet und bin dabei zu folgendem Ergebnis gekommen:


    Bass und Mittel-Hochtonbereich werden mit je 18dB/Okt. bei etwa 200Hz getrennt. In der Regel benutze ich meist 12 oder 24dB-Filter. Hier klappt es aber mit den 18dB-Filtern prima.

    Boxsim ist wirklich ein tolles Programm. Laden, installieren, loslegen. Alles geht ohne dokulesen, einfach so wie es sinnvoll ist. Daran könnten sich viele andere Programme ein Beispiel nehmen.

    Vergleicht man das mit der passiven, dann ergibt sich folgendes:


    Die Linearität sollte also noch etwas besser werden. Gerade der Tieftöner wird sauberer beschnitten und stört so im Mittentonbereich weniger. Die Änderungen am Übergang zum Hochtöner zeigten durch die leichten Anpassungen auch noch bessere Werte.

    Im praktischen Aufbau hat sich dann auch ziemlich das Ergebnis eingestellt, dass die Simmulation vorhergesagt hat. Der Verlauf von Bass und Mitteltöner stimmen sehr gut. Nicht ganz zufrieden war ich mit dem Hochtöner. Da hat sich ein kleiner Pickel bei 2.8kHz gezeigt, der in der Simmulation so nicht drin ist. Das ist wohl der Grund, warum in der passiven HT-Weiche der Saugkreis genau auf die 2.8kHz abgestimmt ist! Ich habe dann den von mir vorgesehenen 15uF gegen einen 6.8uF getauscht, den 1,5 Ohm zur Dämpfung habe ich gelassen. Damit sind die Messungen dann prima. Hier eine Messung etwa 60cm seitlich vor dem HT:



    Den relativ starken Höhenanstieg darf man nicht überbewerten, der HT hat ja eine gewisse Richtwirkung und da kommt etwas mehr Pegel auf Achse meist ganz gut.

    Den minimalen Buckel um 150 .. 300Hz hatte ich mal begradigt - dann hat mir aber bei Stimmen schon die Wärme gefehlt. Den sehr sauber spielenden Mitteltönern scheint ein dB-che hier gut zu tun.
    Für meinen Geschmack würde ich den Hochtöner noch etwas absenken. Mein Raum ist aber sehr hell.
    Trotz der etwas starken Höhen zieht die Abbildung ganz rechts und links nicht in die Hochtöner sondern bleibt räumlich stabil - das hat man selten
    Der Eigentümer der VOX bescheinigte der ersten Grobabstimmung schon ein Mehr an Sauberkeit im Grundtonbereich und Vorteile im Bass gegenüber der passiven Version.

    Vor Ort wird dann noch der Bass-Pegel und der Übergang zum Mitteltöner an die Umgebung angepasst. Aber eine Woche sind die Vox erstmal mir
  • ZOOOM
    Registrierter Benutzer
    • 20.10.2003
    • 132

    #2
    Ein freundlicher Zeitgenosse hat sich der Teilaktivierung meiner MTI angenommen....

    Ich habe sie gestern zu ihm gebracht..nachdem wir die Aktivierung per Mail länger geplant hatten. Da ich nicht der Held bin im Frequenzweichenentwicklung und Elektronik hat der nette Zeitgenosse dann doch die Hauptarbeit gemacht und ich mich auf den Handlangertätigkeiten wie Weichen löten und Tragehilfe beschränkt.
    Zur Vorgeschichte..
    Nach langen passiven Zeiten hatte ich eine "aktive" Phase. Da standen bei mir im Laufe der letzten 3 Jahre im Wohnzimmer eine aktive Duetta, eine Aktive Manger 103 und eine aktive Newtronics Temperance. Jedes System hatte Licht und Schatten, aber eines hatten alle gemeinsam. Einen trockenen tiefen Bass, der sehr kontroliert und durchhörbar war und gut am "Gas" hing. Trotz vielen Hörsitzungen in all den Jahren, konnte kein passives System diese Qualitäten im Bass bieten. Ich war "versaut" .
    In einer frustigen Phase bin ich dann kurz vom aktiven Weg abgekommen und hatte einen genialen AMP von der Hifiakademie erworben. Dazu kaufte ich mir die Vox MTI, die ich im Mittelhochton wirklich klasse fand...nur der Bass kam nicht in die Puschen und schmierte einiges zu. Trotz Saugkreis im Bass war ich nicht zufrieden. Also doch wieder aktiv!
    Das erste Testhören gestern lief ausgesprochen postiv! Die schon tollen Qualitäten im Mittelhochton kamen deutlich besser zur Geltung. Ich vermute das "fehlende" Kondensatoren und Saugkreise einiges dazu beitragen. Da nun der Bassfilter eine deutlich bessere Sperrwirkung hat, schmiert er auch nicht mehr so stark den Grundton zu. Alles klang klar, rund und trotzdem mit Wärme. Mein erster Gedanke! Das isses!
    Bin schon sehr gespannt, wie sich die Vox in meinem Hörraum präsentiert und finde die Woche schon jetzt als sehr lang...

    Gruß

    Volker

    Kommentar

    • doctrin
      Registrierter Benutzer
      • 06.05.2006
      • 2786

      #3
      Was für Komponenten wurden denn genutzt und wie teuer war denn der Spaß.
      Du hattest schon eine Duetta ?!?! und wie schlägt sich die VOX gegenüber dem Rest deiner Lautsprechervergangenheit?


      MfG
      Norman
      Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

      Rette deine Freiheit . De

      Du bist Terrorist!!!

      Kommentar

      • TKsys
        Registrierter Benutzer
        • 04.11.2004
        • 90

        #4
        ...genau. Bitte mehr Details: Trennfrequenz und Flankensteilheit der aktiven Weiche, verwendete Produkte usw.

        Bin sehr gespannt,
        Gruß TKsys

        Kommentar

        • ZOOOM
          Registrierter Benutzer
          • 20.10.2003
          • 132

          #5
          @Doctrin:

          Die aktive Version der Vox habe ich noch nicht in meinem Hörraum zu Hause gehört..
          Daher kann ich nur mit dem gehörten von gestern vergleichen.

          die aktive Duetta. Toller Bass, tolle Höhen. Losgelöstes Klangbild...aber!!!
          Die Mitten....da Walter Fuchs eine Phasensubtraktionsweiche einsetzte war die Flankenstelheit und Güte des Filters nicht beeinflussbar. Der Eton 17er wurde einfach zu nahe an der Membranresonanz getrennt. Die Mitten röhrten etwas, klangen eher hart und es fehlte an Feinauflösung. Das Konzept war einfach auf Passiv ausgelegt und es wurde eine Aktivversion aufgezwängt. Mit einem anderen Mitteltöner würde die Kiste richtig gut klingen. Die TIs lösen besser auf und klingen feiner. Der ER4 hat vielleicht nur einen hauch Vorsprung vor dem MTH, aber nichts was mir meine Haare noch grauer werden liese..

          Die Mangerkombi...
          Breitbänder klingen immer harmonischer... Punkt! Der Sweetespot war brutal und die Höhen auserhalb der Achse unterbelichtet. Die Ankopplung des Basses fand ich auch nicht sonderlich gelungen. Der Manger hat was, was andere nicht haben, ihm fehlt aber auch was, was andere bieten...
          Die MTI klingt offener und aufgelöster. Macht mehr Spass...ob das aber auch ehrlicher ist....???

          Die Temperance hatte einen fantastischen Bass. 3 7 Zöller in einer TL aktiv. Die kleine Kiste klang schon toll. Löste mir aber nicht gut genug auf..was ich evtl auch auf die Elektronik mit TDAs zurückführe. Bei meiner jetzigen Elektronik wird man mit Details überhäuft.
          Das macht einfach mehr Spass.

          Die Kosten? Zusätzlich zu den Voxen nochmal ca. 1600 für die 4 Endstufenkanäle von Hifiakademie..incl. der Aktivfilter...und schönen Gehäusen.
          Dann hat man aber auch Elektronikmäßig auch ausgesorgt und spart einiges an Frequenzweichenbauteilen..

          Und selbst mit einer Ultrateuerreference Endstufe klingt die Passive nicht so gut wie die (Teil)Aktive.

          Gruß

          Volker

          Kommentar

          • doctrin
            Registrierter Benutzer
            • 06.05.2006
            • 2786

            #6
            Meiner Meinung komme Details eher aus den Lautsprechern aber Klang von elektronischen Bauteilen ist wieder eine andere (Diskussions)Sache

            aber mal OT: da du ja auch mal eine TL besessen hast, wie ist denn nun der Bass der ganzen (wirklich guten) "BR-Kisten" gegenüber einer "Orgelpfeiffe" (TL), mir gehts da wirklich mehr um den Klang und die Trockenheit (wir wollen mal mächtigen Bass aussen vor lassen).
            Bin nämlich auch am überlegen, ob ich mir den ganzen Aufwand einer TL "antun" soll. (Besitze selbst eine "fertige" TL und naja bin mir noch nicht sicher ob ichs wagen soll oder nicht doch ein BR-Dröhnchen *schwerzhaft* zu bauen, vielleicht klingen ja beide im HighEnd-Bereich gleich...impulstreue ist eh schlechter als die der geschlossenen).

            MfG
            Norman
            Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

            Rette deine Freiheit . De

            Du bist Terrorist!!!

            Kommentar

            • Farad
              Registrierter Benutzer
              • 09.09.2001
              • 5775

              #7
              Hallo.

              Vorsicht mit der Messung. Sie ist schon über eine halbe Oktave geglättet und zeigt trotzdem Abweichungen von 15dB Spitze-Spitze.

              Auf dieser Grundlage würde ich keine Pegelanpassung vornehmen.

              Entweder du wuchtest die Box mal ins Freie und machst eine Ground-Plane-Messung oder du versuchst eine Nahfeldmessung direkt vor dem Basschassis. Das ist bei einer Seitenbox aber sehr gewagt und ich empfehle es mal eher nicht.

              Auch die Ground-Plane-Messung wird mit der VOX wohl nicht ganz einfach. Ich würde sie hinstellen und dann von einem Kollegen so stark anwinkeln lassen, dass die KE genau aufs Mikro zeigt. Legen ist wohl keine gute Idee. Der Grundton wird dann stärker als im Wohnraum und man regelt den Basspegel unter Umständen zu hoch ein.

              Achte auf jeden Fall auf eine saubere Übernahme im Freifeldfrequenzgang. Oft entpuppt sich eine vermeintlich bessere Lösung auf Dauer als schlechter, weil auf den Hörplatz eingemessen und die erste Wellenfront ausser acht gelassen wurde. Die Trennfrequenz der passiven Weiche kann bestimmt nicht ohne weiteres übernommen werden. Im derart tiefen Übernahmebereich sind Interferenzen weniger das Problem als eine stark ansteigende Gruppenlaufzeit. Ich würde die Flankensteilheit entgegen den Verlockungen der Aktivtechnik nicht zu hoch ansetzen.

              Entschuldige, wenn es jetzt nach Erbsenzählerei klingt, aber bei einem solchen Aufwand wäre es schade, wenn man den Bass "aus Bequemlichkeit" falsch einpegelt.

              Steigt der MHT wirklich um 3dB/Oktave an? Ist das Mikro kalibriert

              gruß, farad

              Kommentar

              • CheGuevara
                Registrierter Benutzer
                • 25.10.2001
                • 760

                #8
                Original geschrieben von Farad
                Vorsicht mit der Messung. Sie ist schon über eine halbe Oktave geglättet und zeigt trotzdem Abweichungen von 15dB Spitze-Spitze.
                smoothed 1/12 oct
                Alle Datenpakete sind gleich,
                aber manche sind gleicher.

                Kommentar

                • ZOOOM
                  Registrierter Benutzer
                  • 20.10.2003
                  • 132

                  #9
                  @ Farad

                  Der Hochtonanstieg kommt vom Großteil durchs Micro.....


                  Die Enpegelung des Basses erfolgte meines Wissens nach auch
                  nach der Simulation durch Boxsims.
                  Aber da kann sich Hubert eher darüber auslassen...

                  Ich hab ja wie gesagt zu wenig Ahnung..

                  Gruß

                  Volker

                  Kommentar

                  • Farad
                    Registrierter Benutzer
                    • 09.09.2001
                    • 5775

                    #10
                    @CheGuevara

                    Oh, da habe ich mich schlichtweg verlesen. Sorry.

                    -> Stärker Glätten und das Einpegeln dürfte schon deutlich leichter gehen.

                    1/12 ist m.M.n für einen Wohnraum zu wenig geglättet.

                    farad

                    Kommentar

                    • hreith
                      Registrierter Benutzer
                      • 31.07.2004
                      • 608

                      #11
                      Elektronik:
                      die 4 Endstufen werden in ein 44cm-Gehäuse gesetzt und sehen dann etwa so aus:



                      4x 250W sind für (fast) alle Lebenslagen mehr als der Nachbar verträgt.
                      In der Nähe der Buchsen sieht man auf dem Board ein Steckmodul. Da kann man auch den aktiven Filter einsetzen, der etwa so aussieht:



                      Getrennt wird bei 200Hz mit 18dB.
                      Die Messung erfolgt im normalen Wohnraum und mit einer sehr schwachen Glättung von 1/12 Okt. Solche Messungen sind für einen Prospekt definitiv nicht geeignet. Wenn man seinen Raum kennt und schon einiges an Messungen gemacht hat, kann man das aber gut interpretieren. Man sieht dann auch schmale Pickel (z.B den wegopperierten bei 2.8kHz), der bei stärkerer Mittelung der Messung untergehen würde. Das schöne an PC-Messungen ist ja, dass man nach der Messung die Darstelluhng hinterher an die unterschiedlichen Bedürfnisse anpassen kann. Möchte man jede Resonanz sehen, gibts eine schwache Mittelung; möchte man grob einpegeln, mittelt man eben stärker.
                      Das Mikro ist nicht kompensiert und überlagert die Messung mit einem eigenen Höhenanstieg. Auch weist der HT bei so geringem Messabstand natürlich einen stärkeren Höhenanstieg auf als am Hörplatz in etwa 3..4m Abstand. Hier möchte ich aber auch nicht groß eingreifen und dem Ding seinen Verlauf und seine Natur belassen.
                      Die Mitteltöner sind doch recht klein. Von daher tuen ihnen die 18dB im aktiven Filter bezüglich des Klirr im Grundton sehr gut. Weniger Flankensteilheit könnte hier Sauberkeit/Belastbarkeit kosten. Solange man die Parameter in den Filtern schön auseinanderzieht, bleibt die Gruppenlaufzeit auch im Rahmen. Die Flanken fallen damit zunächst eher flach, nach dem Übergang aber entsprechend steiler. So kann man gute Phasenverhältnisse mit hoher Belastbarkeit verbinden.
                      Letztlich ist ein 3Wege-System in Bezug auf den Phasengang aber nie so gut wie ein Breitbänder mit Bassunterstützung. Dazu hier die Sprungantwort der VOX:



                      Zum Vergleich die Sprungantwort eines Elektrostaten mit Bassunterstützung und aktiven 24/18dB-Filtern:



                      Solche Messungen sind genauso wie Frequenzgang, Klirrverlauf... nur Einzelbetrachtungen und lassen nur bedingt einen Rückschluß auf den Klang zu. Den muss man am Ende dann doch mit den eigenen Ohren beurteilen

                      Kommentar

                      • Norbert
                        Registrierter Benutzer
                        • 16.06.2003
                        • 1968

                        #12
                        Hi ZOOOM,
                        1600 Tacken für die Aktivierung ist ganz schön heftig. Visaton hat doch für die VOX (252 Center) eine Passivweiche entwickelt, die das Gleiche wie deine Aktivierung macht.
                        Kein Plan!

                        Kommentar

                        • doctrin
                          Registrierter Benutzer
                          • 06.05.2006
                          • 2786

                          #13
                          @Norbert

                          Was meist du damit, genau?
                          Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

                          Rette deine Freiheit . De

                          Du bist Terrorist!!!

                          Kommentar

                          • Norbert
                            Registrierter Benutzer
                            • 16.06.2003
                            • 1968

                            #14
                            18 db/Oktave Filter zwischen Bass und Mitteltonbereich. Volker (der Chassisquäler) hatte mir die Schaltung sogar schon für die normalen Voxen empfohlen.
                            Kein Plan!

                            Kommentar

                            • doctrin
                              Registrierter Benutzer
                              • 06.05.2006
                              • 2786

                              #15
                              Achsooo....aber hier geht es einfach nur um eine Teil-Aktivierung, also eine Erhöhung und Verbesserung der Ankopplung des Basschassis um mehr ging es dem Volker net.

                              MfG
                              Norman
                              Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

                              Rette deine Freiheit . De

                              Du bist Terrorist!!!

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X