Schalldämmung Boden

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  • IFF
    antwortet
    Na dann: herzlichen Glückwunsch!

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  • nlcarbon
    antwortet
    So, kurzer Bericht... der Boden ist mittlerweile Verlegt und es war ein voller Erfolg

    Der Aufbau ist nun wie folgt:

    14mm Mehrschichtparkett vollflächig verklebt mit MS-Klebstoff "elastisch" auf
    19mm Spanverlegeplatte diese liegt auf
    20mm Isover EP1 Estrichdämmplatten

    Ich habe natürlich penibelst auf einen Randdämmstreifen geachten und auch weitere aufbauten wie "Kaminholzlager" etc sind von der Wand entkoppelt so das keine feste Verbindung zwischen Dämmboden und Wänden besteht.

    Aus der Wohnung darunter ist nun absolut nichts mehr zu hören selbst wenn bei mir in der Wohnung Totenstille ist. Früher konnte man wiegesagt den Gong der Tagesschau des TVs deutlich hören und den Sprecher fast verstehen! (TV unten halt immer recht laut da alte Leute )

    Der Aufwand hat sich in jedem Fall gelohnt und die ca 35-40mm mehr Aufbauhöhe sind zu verschmerzen.

    Gruß Nils
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  • PTebbe
    antwortet
    Hallo,

    ohne genauere Prüfung der baulichen Gegebenheiten würde ich auch den Trockenestrich ausführen.

    Wenn beispielsweise das Dachgeschoss nachträglich ausgebaut wurde, dann wird die Statik nicht mit den normalen Flächengewichten für den Boden im Dachgeschoss und die weiterführenden Lasten berechnet sein (150 kg/m²).
    Dann kann ein Nassestrich schon mal 60-70 kg ggü dem Trockenestrich an Flächengewicht mehr bringen ...

    Beim Trockenestrich ist die Randausbildung zu den aufstehenden Wänden für die Erzielung des (Luft-)Schallschutzes wichtig. Nach System arbeiten!

    Viel Erfolg ..

    Gruß
    Peter

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  • nlcarbon
    antwortet
    Ja das hört ich doch ganz gut an, ich bleibe beim Trockenestrich. Vielleicht messe ich vorher und nacher mal

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  • PTebbe
    antwortet
    Das Luftschalldämmmaß wir durch schwimmende Estriche um 4 - 6 dB verbessert; das Trittschalldämmmaß um 4- 9 dB beim Trockenestrichsystem und bis zu 16 dB beim Naßestrich.

    Der Naßestrich bringt auf jeden Fall ein deutlich höheres Flächengewicht mit sich. Das sollte dann statisch geprüft werden. Außerdem muss der Estrich in Dachgeschoss gepumpt werden (zweite oder dritte Etage?) und macht ziemlich Dreck.

    http://www.baunetzwissen.de/standard...ng_977379.html

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  • nlcarbon
    antwortet
    Also das Haus ist um 1960 gebaut. Von außen sieht man die Fuß- und Mittelfetten und das Dach setzt wiegesagt auf der obersten Etage auf, wie genau kann ich nicht sagen. Mit dem Ringanker und gewissen Fugen etc kann natürlich gut sein. Das eine abghängte Decke das beste wäre kann ich schon nachvollziehen, ist aber derzeit nicht machbar (könnte man später noch zusätzlich machen) wenn die mittlere Etage mal renoviert wird.
    Mir ging es jetzt eher darum die gesamte obere Etage im zuge der Umbaumaßnahmen eine Art "Trockenestrich" zu verpassen. Einen Effekt muss das ja haben. Gegen Trittschall mit Sicherheit deutlich, Luftschall von unten nach oben und umgekehrt kann ich schwer einschätzen aber schlechter kann es ja nicht werden

    Gruß Nils

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  • PTebbe
    antwortet
    Zitat von nlcarbon
    Hi Peter,

    nein die Sparren der Dachkonstruktion gehen nicht in die Etage drunter, sie fangen sozusagen direkt ab der obersten Etage an.

    Gruß Nils
    wenn die Sparren direkt auf der obersten Etage anfangen, dann werden die auf einen Ringanker aufgesetzt sein. Ist vielleicht nur ein mit der Betonplatte verdübelter Balken und die Spreizkräfte der Dachkonstruktion gehen über die Betonplatte.
    Sowas ist bestimmt nicht frei von Fugen. Und Fugen sind der natürliche Feind des Schallschutzes.
    Wenn die Betonplatte auf die Außenwände gegossen ist, sollte der Anschluss dicht sein. Ist es ein mehrschaliges Mauerwerk - vorgesetzte Klinkerschale - so ist da eine Luftschicht, über die - siehe vorstehend - Fugen der Sparrenauflage Schallnebenwege realisiert sind.

    Allein eine 18 cm Betondecke wird aufgrund der Masse einen Schalldämmwert von > 50 dB aufweisen.
    Hören deine Großeltern mit 90 dB, was schon sehr laut wäre, dann kommen noch rd 40 dB an. Ist eigentlich leise, aber klar über der Hörschwelle und somit störend, wenns bei dir leise ist ...

    Das Thema ist komplex. Mit einer Massenerhöhung wirst du nicht wirksam arbeiten können. Selbst wenn du nochmal 10 cm Beton oder Estrich drauf geben würdest, würde die Statik des Hauses das nicht hergeben.

    Am geeignetsten würde ich wirklich die schon angesprochene abgehängte Decke bei den Großeltern einschätzen. Aber auch da gilt, umso besser (fugendichter und entkoppelter) ausgeführt, desto besserer Schallschutz ...

    Wenn da keine bösen Schallnebenwege vorliegen.

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  • LittleJoe
    antwortet
    In diese Bautagebuch für ein Studio in Holland wurde die Entkopplung sehr konsequent umgesetzt (schon auf Seite 1 geht es los):

    https://www.gearslutz.com/board/phot...on-thread.html

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  • ropf
    antwortet
    Nick, du hast mich falsch verstanden. Ich rede von einer abghängten Decke bei deinen Eltern. Für ein vergleichbares Maß an LUFT-Schalldämmung bräuchtest du SEHR viel mehr an Masse im Fussboden selbst, wie aurelian schon sagt.

    Was du beschreibst, hilft in erster Linie gegen Trittschall, aber kaum gegen Luftschall, besonders im Bass.

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  • nlcarbon
    antwortet
    Ja auf so eine Lösung wird es hier jetzt auch herauslaufen. 20mm Estrichdämmplatten Isolver EP1, darauf 2x oder 3x Rigips also 25-30mm je nach verwendeter Platte und darauf dann OSB3 Verlegeplatten in 18-22mm. Das ist eine sehr kostengünstige Methode und auch einfach verlegbar. Ein Weiterer Vorteil ist auch das ich nicht alles auf einmal machen muss wie beim Estrich gießen, das heißt ich kann hier Bad und Küche erstmal außen vor lassen und diese Räume dann nächstes Jahr noch problemlos hinterher machen.

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  • ropf
    antwortet
    Zitat von aurelian
    Natürlich kann man auch mit extrem viel Masse was erreichen, aber mit der richtigen Kombination aus Masse und Feder erreicht man dasselbe bei weniger Masse und Kosten
    Meinst du nicht eher ein 2-Massensystem mit einer Feder dazwischen? Wirkt wie ein 12db Tiefpass gegenüber einem 6db ... mag der Boden noch so schwer sein.

    Die Feder sollte natürlich möglichst weich sein, was etwas im Widerspruch zu den sonstigen Anforderungen an einen Fußbodenaufbau steht. Wenn es um Luftschall geht, ist deshalb eine abgehängte Decke (unter dir) schwer zu toppen.

    Wir haben in einem Tanzproberaum mit 2x12mm Rigips, elastisch aufgehangen und mit Steinwollefüllung im Zwischenraum, eine Verbesserung der Luftschalldämmung von ursprünglich 48db auf etwa 65db erreicht. Was schon ziemlich gut ist, denn jedes weitere db wird immer teurer, gerechnet in benötigter Masse und Federvolumen..

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  • nlcarbon
    antwortet
    Hi Peter,

    nein die Sparren der Dachkonstruktion gehen nicht in die Etage drunter, sie fangen sozusagen direkt ab der obersten Etage an.

    Gruß Nils

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  • PTebbe
    antwortet
    Zitat von nlcarbon

    Achso, die Giebelwände (also da wo keine Dachschräge ist - heißen die so?) sind natürlich auch noch gemauert. Um den Boden hat sich nie jemand groß gedanken gemacht bezgl. Schall. Daher liegt das Parkett aktuell auf einem alten Teppich. Aber es kommen ja diverse Rigipswände weg, Boden komplett raus usw und dann stellt sich die Frage was ist Preis/Leitungs als Aufbau für die Betondeke empfehlenswert.
    Ich verstehe das richtig:

    Du bewohnst das Dachgeschoss mit den Dachschrägen, also eine Sparrenkonstruktion.
    Dein Boden ist die Decke deiner Großeltern und besteht aus 18 cm Stahlbeton.

    Frage: Gehen die Dachschrägen auch in das Geschoss unter dir - zu deinen Großeltern weiter, oder setzen die Sparrenkonstruktion in deinem Dachgeschoss auf einen massiven Drempel auf?

    Würde die Sparrenkonstruktion weiter runter gehen, wäre damit eine erstklassige Schallbrücke gebaut.

    Gruß
    Peter

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  • nlcarbon
    antwortet
    Super danke für den Tip, also min 20mm

    Gruß Nils

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  • IFF
    antwortet
    Schau dir die dynamische Steifigkeit an, von 15mm auf 20mm halbiert diese sich, das macht bzgl. Trittschall dann schon nochmals was aus:
    http://www.isover.de/Portaldata/1/Re...ustic_EP_1.pdf
    Die erhöhte Zusammendrückbarkeit ist für die üblichen Flächenlasten im Wohnbau unkritisch.

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