Ist es jetzt sinnvoll, günstig, ungünstig, abzuraten, einen Doppelspuler-Sub mit zwei Stereosignalen zu beschicken oder nicht?
Was bisher geschrieben wurde, daraus wird ja wirklich keiner schlauer.
Ich habe bisher kein Problem darin gesehen, denn ein gegenphasiges Basssignal gibts höchstens auf TestCDs. Auf Schallplatten kann sowas gar nicht geschnitten werden, auf CD natürlich schon, wird aber bei einer Mikrofonaufnahme nicht entstehen, außer der Toningeieur hat bei einem Kanal die Phase vertauscht.
Was ich schreibe, ist nur meine Meinung. Denn wessen Meinung soll es sonst sein?
einen Grund habe ich ja genannt:
1) Weil der Lautsprecher bei einem gegenphasigen Signal abraucht, ohne dass man was merkt (wenn dagegen das Monosignal vorm Verstärker gebildet wird, kriegt der LS kein Signal und wird somit nicht belastet). Insoferne wäre es mglw. besser, dem LS nur das Monosignal zu geben (von mir aus auf beide Spulen und/oder aus 2 Verstärkerausgängen)
Ferner fällt mir noch ein:
2) weil mglw. die elektronische Monosignalbildung sauberer funktioniert, als wenn das Monosignal quasi mechanisch erst der LS selbst bildet.
Sind ja nur Überlegungen allgemeiner Natur, deren Relevanz man eben diskutieren könnte.
Was ich schreibe, ist nur meine Meinung. Denn wessen Meinung soll es sonst sein?
Laut etlichen Quellen ist nur eines falsch: beide Schwingspulen mit Sterosignalen zu betreiben, weil dann bei gegenpoligen Signalen es leiser wird und die Schwingspulen zu heiss werden. Es fliesst Strom ohne Bewegung und damit Kühlung. Also immer nur Monosignale in einen TT einspeisen!
„Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“
Ok ich versuch es mal zu verstehen. (nicht das der Satz noch falsch verstanden wird, mein das so weil ich mich da über mich selbst ärgere)
Doppelschwingspule:
1. Flexibel im Anschluss 2/4/8 Ohm - soweit klar.
2. könnte auch nur eine Spule benutzen - setzt aber ordentlich Verstärkerleistung voraus wenn die zweite Spule kurzgeschlossen würde
3. ein gebildetes Monosignal schadet nicht - auch klar
4. Stereo wäre so wie ihr sagt und andere Quellen wohl auch (hab auch nochmal goggelt) schlecht aufgrund Gegenphasiger Probleme, der Antrieb leidet wohl auch drunter weil es wohl matschig klingen kann. Ok das seh ich alles ein und verstehe es auch so.
5. dann verstehe ich aber noch nicht ganz das Bild mit der Weiche vom Sub W130X
Wenn man da nun beides Mono reingibt, ok. Aber dann verstehe ich das in der Beschreibung nicht so ganz. Ich zitiere mal einen Ausschnitt:
„Für den Bausatz „Soundbar“ ist der SUB W 130 X zum Beispiel ein optimaler Spielpartner.
Üblicherweise wird der Subwoofer einfach parallel zum vorhandenen System an den Verstärkerausgang angeschlossen (Achtung: Anschlussimpedanz des Verstärkers, sowie die Impedanz der anderen Lautsprecher beachten!). Wer jedoch noch etwas mehr aus ihm holen möchte, sollte zu einem separaten Verstärkermodul (auch Aktivmodul genannt) greifen. Damit kann eine bestmögliche Anbindung an das vorhandene System stattfinden und der eigene Geschmack individuell eingestellt werden. Die beiden Frequenzweichen können für diese Maßnahme natürlich entfallen und werden dank integrierter variabler Filter des Aktivmoduls nicht benötigt.“
Aktivmodul natürlich auch klar Aber parallel, das ist doch so wenn man es so liest?? Verwirrend.
Ich habe eigentlich ursprünglich schon angenommen, dass der Sinn der Doppelspulen bei Tieftönern AUCH darin liegt, das Monosignal zu bilden.
Schließlich gibt es aktive Weichen ohne Monosignalbildung, und hier würde es ja naheliegen, dem Sub das Sub-Signal L und Sub-Signal R auf je einer Spule zuzuführen.
Natürlich kann man auch ein elektronisches Gebastel veranstalten und L+R am Weichenausgang zusammenlegen (5 kOhm-Widerstand (oder ähnlichen) in beiden Signalwegen nicht vergessen, sonst kann es sehr unschön klingen, wenn sich die Ausgänge wechselseitig kurzschließen - konnte ich mal erleben, als ich einen Phonopre-Amp auf Mono zusammenlegte). Und dann das Monosignal auf zwei Endstufen aufteilen und damit die zwei Spulen füttern.....
Nur was hat letztlich sonst die Doppelspule für einen Sinn? Nur um aus 4+4 einmal 2 und einmal 8 Ohm zu basteln (die 4 Ohm-Variante mit nur einer Spule ist ja inferior), erscheint mir den Aufwand nicht zu rechtfertigen. Wenn ich 2 Ohm will, dann suche ich gleich unter Car-HiFi.
Was ich schreibe, ist nur meine Meinung. Denn wessen Meinung soll es sonst sein?
Ja genau so hatte ich es bisher auch verstanden, also das die Einfachheit darin liegt das der Tieftöner dann ganz simpel das Signal zu Mono macht. Warum baut ein Hersteller dann überhaupt die Dinger wenn man es auch einfacher und billiger auch mit einer Spule machen kann? Also wenn sie nicht dafür auch gedacht sind.
Die einzige Erklärung wäre, dass man zwei Endstufen (zB einen üblichen Stereoverstärker) verwenden kann, indem man beide Endstufen mit dem Monosignal beliefert (also das Monosignal mit Y-Verteiler auf beide Verstärkerkanäle gibt).
Auch nur sinnvoll, wenn man halt schon so einen Verstärker herumstehen hat, denn sonst fährt man mit einem Mono-Sub-Amp und einem einspuligen Lautsprecher wohl billiger
Was ich schreibe, ist nur meine Meinung. Denn wessen Meinung soll es sonst sein?
Stimmt das wäre dann sozusagen nur umgekehrt anstatt zwei Spulen an einen gemeinsamen Ausgang, dann halt zwei Ausgänge (Mono) an je eine Spule. Vorteil, doppelte Verstärkerleistung. Obwohl man die auch mit einem Brückbaren Stereoverstärker oder einem größerem Monoamp auch so mit einem Einspuler Tieftöner erreichen könnte. Das ist wohl wahr. Würd ich auch so sagen.
Ich hab mir gerade mal den umgekehrten Fall angeguckt. Tabula schönes Teil, aber,
Also für Gleichtakt(=Mono) Signale ist die Sache klar - es gelten die TSP für parallelgeschaltete Wicklungen - und da sich zwei Endstufen die Last teilen, sieht jede die doppelte Impedanz davon.
Differenzsignale bewirken keinen Membranhub - die Schwingspuleninduktivitäten neutralisieren sich gegenseitig - übrig bleibt Rdc der jeweiligen Wicklung. Da dürfte nix durchbrennen.
Sorry für die Verwirrung - mit übertragergekppelten Schaltungen hatte ich schon immer leichte Probleme :-)
... wussten die ganzen Hersteller und die Subwoofer aus den Sub-Sat-Systemen der 90er die ganze Sache mit den gegenphasigen Signalen nicht. Wer weiß wieviele sonst abgeraucht wären!
Hierzu eine Anekdote:
Mein Vater hat lange Jahre eine Canton-Sub-Sat Set betrieben (mit den Canton Plus S Satelitten, relativ hohe Serie). Irgendwann wurde es ausgetauscht, und ich habe es mir natürlich sofort unter den Nagel gerissen. Echt nette Böxlein, stehen jetzt bei einer Freundin, machen immer noch Spaß
Anyway, irgendwann stelle ich fest, dass der Bass lauter wird, wenn ich den Balance-Regler verstelle. Je weiter aus der Mitte, desto mehr Bass. Kabel gecheckt, nicht verdreht. Häh? Subwoofer aufgeschraubt, interne Verkabelung gecheckt. Hm, da war wohl seit Auslieferung vor zwanzig Jahren eine Schwingspule verpolt angeschlossen (Laut Beschriftung der Weiche). Rumgedreht, und Tadaaa! Bass ist bei zentrierter Balance am lautesten. Yay!
Tatsächlich kam auch verpolt angeschlossen ein hörbarer Anteil Bass aus dem Subwoofer, und abgeraucht ist er auch nicht (ok, waren jetzt auch nicht viele Pegelorgien dabei).
tl;dr: Bau das ruhig genau so, dafür ist's Gedacht.
Viel Bass kann da nicht gekommen sein, denn Musiksignale unter 80 Hz sind in beiden Kanälen bei den meisten Aufnahmen weitgehend phasengleich und gleich laut
Was ich schreibe, ist nur meine Meinung. Denn wessen Meinung soll es sonst sein?
Danke für die rege Diskussion und den Input! Der Kopf raucht in der Tat!
Zu 100% schlauer bin ich ehrlich gesagt auch noch nicht, aber die grundlegende Machbarkeit ist ja offensichtlich gegeben (hatte auch an den Sub W 130 X als Referenz gedacht).
Wird also die kommenden Wochen mal durchgeplant und zusammengebaut das Ganze!
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