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LowQ-BR vs. CB

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  • Fosti
    Registrierter Benutzer
    • 18.01.2005
    • 3068

    LowQ-BR vs. CB

    So, hier soll es um eine flache BR-Abstimmung gehen, welche gegenüber einer CB-Lösung den Vorteil eines höheren Maximalschallpegels bzw. bei vergleichbaren Pegel einer CB eine einhergehende Hubreduzierung hat. Nachteilig könnte eine Portreso im Übertragungsbereich sowie die sonst bei CB vorteilhafte Abstimmung auf die doppelte Freiluftresonanz sein. Von den systembedingten unterschiedlichen Abfallflanken mal abgesehen. Da Visaton leider kein geeignetes LowQ-Chassis im Programm habe, verwende ich den Monacor SPH-300CTC mit dem Datensatz aus einem Test der K&T für beide Schwingspulen in Parallelschaltung (Bild1).

    Bilder 2 und 3 zeigen den Amplitudenfrequenz- und -impedanzgang sowie die max. SPL und Maximalbelastbarkeit: Durchgezogen Linien zeigen die Kurven der BR-Box (45 Liter und fb=40 Hz), die gestrichelten die der CB (45 Liter).

    Beide Versionen sind elektrisch etwa bis 30Hz maximal belastbar (Ich habe vorsichterweise "nur" 100W angenommen, in Bild 3 werden nur 50W angezeigt, da Boxsim sich auf 8Ohm bezieht).

    Die Diskussion ist eröffnet!
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    DSP loudspeaker crossovers done right
    http://www.grimmaudio.com/site/asset...8/speakers.pdf
  • Timo
    Registrierter Benutzer
    • 22.06.2004
    • 7793

    #2
    hallo, du weißt vielleicht dass ich meine letzten boxen immer sooo abgestimmt habe, auch die stella, mit dem TIW200 ist genau so abgestimmt, ... auch für mich gibt es eine ganze menge vorteile, natürlich auch einen nachteil, die BR reso, vielleicht sogar im übertragungsbereich des TMT. Nur als Subbass eingesetzt kann so eine reso evtl komplett umgangen werden, mein TIW und mit reso um die 250 hz sollte voll durchschlagen. ich baute das erste gehäuse mit BR Kanal hinten. die reso kann man auch wie vorausgesagt bei 250 hz mit rund 5 dB erhöhung messen, schon rund 10 - 20 cm hinter der box ist von dieser überhöhung nichts mehr zu messen.



    Vorteile sind, erheblich höherer maxpegel im bass, durch die hubreduzierung, des BR-Konzepts. Weniger klirr im bass durch die hubreduzierung. mit diesem konzept sind die gehäuse immer angenehm klein ähnlich groß wie CB. umkehrschluss, ich kann einen kleineren bass verwenden bei gleichem maxpegelanspruch was auch niedrigere chassiskosten bedeutet.

    gruß timo

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    • Peter K
      Registrierter Benutzer
      • 18.10.2000
      • 927

      #3
      Hallo Christoph,

      versuche mal in beiden Varianten 34 Ltr Volumen, ohne Bedämfung, ohne Vorwiderstand und die BR mit 20 Hz Tuningfrequenz....

      Gruß
      Peter Krips

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      • Fosti
        Registrierter Benutzer
        • 18.01.2005
        • 3068

        #4
        Hallo Peter,

        das sieht dann in Boxsim so aus wie Bild 1 unten zeigt: Bei der Tuningfrequenz weniger als die üblichen +6dB. Aber hoch ist der Schalldruckgewinn i.A. nicht zu einer CB. Die GLZ wird ziemlich hoch ausfallen.

        Was ich bei meiner Abstimmung noch gesehen habe ist, dass wenn ich die Box mit Dämmmaterial versehe, wirkt sich das natürlich auf den Kennschalldruck aus und der Abfall wird flacher (Bild 2) ähnlich Deiner Abstimmung, aber auch (positiv!) auf die GLZ! (Bild 3)

        Viele Grüße,
        Christoph
        Angehängte Dateien
        DSP loudspeaker crossovers done right
        http://www.grimmaudio.com/site/asset...8/speakers.pdf

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        • Fosti
          Registrierter Benutzer
          • 18.01.2005
          • 3068

          #5
          Bei Tannoy hat man sich damals auch schon Gedanken dazu gemacht:
          http://www.44bx.com/tannoy/lowq.html

          Und etwas Input was in Richtung von Peter's Abstimmung geht:
          Like all of the larger ATC monitor designs, the SCM25A employs a ported cabinet to optimise the loading of the bass driver. However, ported cabinets inherently have a resonant frequency, which is determined by the cabinet and port dimensions. Some speaker designers use this resonance deliberately to 'prop up' and artificially enhance the bass response, especially in small-cabinet designs. However, ATC don't use the port to extend the bass as such, but rather tune it to load the bass driver correctly to control its motion, with the primary aim of reducing distortion — although some gentle low-frequency extension is a handy side-effect.

          In technical terms, the difference is that the port resonance in ATC designs is well damped, with a relatively low Q of around 0.5, giving a fairly gentle and natural-sounding bass roll-off with very good extension. In contrast, most ported speakers are designed with more aggressive port tuning, Q values of 0.7 or higher being quite typical. These higher values reduce the port damping, allowing the resonant energy to enhance the low end, often giving the impression of a more powerful, 'thumpy' bass response. The down side is a much steeper roll-off which actually reduces the total bass extension quite dramatically.

          SCM25As are provided with dense foam bungs which can be placed in the ports, if desired, to convert the cabinet to a sealed format. This option is included mainly for applications where the speaker is rackmounted and the port can't work correctly anyway. Installing the bung eliminates the port function, altering the bass alignment, and this results in a very slightly reduced bass output below 110Hz (-1.5dB at 80Hz). However, because sealed cabinets have a slower roll-off rate than ported cabinets, the bass extension below 40Hz is actually enhanced slightly (+1dB). Sealed cabinets enjoy better LF phase accuracy than ported cabinets (although the difference here is quite subtle), but the resulting sub-optimal bass driver loading also reduces the power handling and increases distortion slightly. Most of my listening was performed with the ports venting normally.
          http://www.soundonsound.com/sos/may1...scm25a.htm#Top
          DSP loudspeaker crossovers done right
          http://www.grimmaudio.com/site/asset...8/speakers.pdf

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          • Timo
            Registrierter Benutzer
            • 22.06.2004
            • 7793

            #6
            Hallo Christoph, ich teile das Hifigeschwafel von Tannoy nicht komplett, denn im letzten Absatz wird verschwiegen, dass wenn man aus BR eine CB macht in gleichem Gehäuse das CB sehr viel weniger kann: Geringerer Maxpegel im Bass, erhöhter Klirr im Bass, ...
            Ansonsten klingt dies für mich eher nach Marketing als nach Technik.

            Wir können doch heute über die richtig gute Simulationsmöglichkeit mit AJHORN oder anderen Simus sehr viel besser voraussagen, als noch vor Jahren, wie die Abstimmung der reinen Box ohne Raumeinfluss wird. Ob eine flache oder eine steile Abstimmung besser ist entscheidet doch eher der Raum als die Box selbst.

            Meine Erfahrung ist an der Stelle eher, dass ein zu großes Gehäuse, fast egal bei welchem Bass, meist sehr weich und weniger detailreich klingt, weil eben im Subbass üblicherweise auch die Raumeffekte zunehmen, ein verschmieren des Bassignals. Eine dann flachere Abstimmung ist demnach in vielen üblichen Räumen vorzuziehen.

            Ich erzähle hier immer wieder das Beipiel "Watt Puppy Nachbau" von Klang und Ton, in Gelsenkirchen gehört. Ich habe mich extrem gefreut diese zu hören und war schlussendlich masslos enttäuscht, eine Bassbox wie ich sie schlechter noch nicht gehört habe. Nur noch ein Dröhnen und ein überdecken der Bassenergie auf den kompletten Frequenzbereich, weil sie Fehlabgestimmt auf diesen Raum absolut nicht passte.

            Gruß Timo

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