Ich wüsste jetzt nicht, was dagegen spricht, mit einem guten Elektrohobel Bahn für Bahn ca. 1mm abzunehmen. In der Zimmerei hatten wir früher einen überbreiten Mafell-Hobel, mit dem hätte man jede Concordeseite in einem einzigen Rutsch hobeln können
Bei der Front wird es schwer, den Hobel sauber über die Chassisfräsungen zu bekommen. Hier wäre eventuell die Oberfräse besser: rechts und links Führungshölzer anspannen, und dann auf kürzeren Querhölzern Bahn für Bahn runterfräsen. Das wird eine ziemliche Sauerei...
Ich glaube das ich dann lieber wieder Pattex verwende. Problem beim letzten mal waren die Fügestellen des Furniers, das Malerband hat irgendwann nicht mehr gehalten und das Furnier hebte sich dahet an der Fügekante ab. Lässt sich das Furnier mit Vliesrückseite auch mit Pattex kleben?
Ich glaube das ich dann lieber wieder Pattex verwende. Problem beim letzten mal waren die Fügestellen des Furniers, das Malerband hat irgendwann nicht mehr gehalten und das Furnier hebte sich dahet an der Fügekante ab. Lässt sich das Furnier mit Vliesrückseite auch mit Pattex kleben?
Du hast die Furnierstreifen mit Malerband gefügt, und das dann zwischen Tragermaterial und Furnier mit verklebt? Das kann nicht gut gehen.
Entweder mit Furnierband auf der Oberseite fügen und das Band später ablösen oder abschleifen. Oder bei unterseitiger Verklebung ein gelochtes Furnierband verwenden.
mit Pattex geklebtes Furnier lässt sich mit einem Steckbeitel einfach wieder abnehmen, Problem ist, wie geschrieben, der Pattex auf dem Holz, habe es mit Schleifen versucht, unmöglich, das Zeug schmiert einfach das Schleifpapier zu und das wärs, wenn das mal drauf ist hilft nur noch abfräsen oder Hobeln wie geschrieben. Furnier in der Breite zu finden das breit genug ohne Fügen ist wird meist schwer. Dieses Seireifo oder wie es geschrieben wird gibt es sehr breit, nur sieht man eben das es bearbeitet ist und keine natürliche Holzstruktur aufweist. Das ist natürlich Geschmackssache. Wünsche dir viel Glück um das Ergebnis zu erreichen das du dir vorstellst. Auch sollte das Furnier längere Zeit offen im Raum liegen um sich anpassen zu können. Mein letztes Furnier bekam überall Risse nachdem es mit Pattex verklebt war, ich denke ich habe es einfach zu schnell nach dem Auspacken verarbeitet. Ist es noch nicht verklebt kann es sich frei entspannen ohne fixiert zu sein. Obwohl ich nicht mehr furnieren wollte, wegen mehrerer Rückschläge werde ich es wieder probieren, mit Vermeidung der Fehler die ich vorher gemacht habe.
Hab heute zufällig mit einem Schreiner gesprochen, zwecks furnieren. Er meinte Pattex ist absolut ungeeignet zum Furnieren, er bleibt zu flexibel sodass das Furnier noch arbeiten kann, was ich bei meinem Versuch mit dem Mehrfachfügen mehrerer Furnierstücke zu einem ja sehen konnte, überall klafft jetzt ein 1mm Spalt der direkt nach dem Verkleben nirgends war. Er meint das die einzig "richtige" Verklebung das einseitige Aufbringen des Weisleim (mindestens B3 was immer das zu sagen hat, noch nicht gegoogelt) auf die Trägerplatte darstellt, dünn und gleichmäßig. Nicht lange warten, Furnier drauf und Druck draufbringen, mit vielen Zwingen und einer dicken Platte zur Druckverteilung. Er zeigte mir von ihm selbst gemachte Fügungen die mittlerweile 30 Jahre alt sind, auch mit Wurzel Holz, wie bei mir, da gibt es nicht den geringsten Spalt. Muss mir zum Furnieren dementsprechend Zwingen und Platten besorgen um das EINMAL richtig zu machen, auch den richtigen Kleber. Gepfuscht wurde schon genug, jetzt mal so machen wie es ein Profi macht, der hat zwar ne Presse, aber die muss man eben bestmöglich nachbauen.
das entspricht den Erfahrungen, die ich vor fast 30 Jahren mit meinen Boxen gemacht hab - bei denen hat sich das Pattex allerdings durch Sonneneinstrahlung lokal aufgeweicht (hatte das Furnier zudem noch dunkel gebeizt).
B bzw. neu D steht für Belastungen und den potentiellen Kontakt mit Feuchtigkeit - je höher die Zahl desto beständiger gegen Wasser, D3 zählt schon als wasserfest. Bindan ist ansonsten sehr ähnlich zu Ponal, subjektiv meine ich, härtet er etwas fester aus - möchte das aber nicht beschwören.
Leim und dann Druck drauf - hört sich glaube ich trivialer an, als es ist. Wenn Du die fertige Box furnierst, und in einer Wand eine leichte Senke hast, wird es nicht einfach sein, das Furnier dort hart anzupressen... Luftblasen sind ein weiteres Thema Steht mir auch noch alles bevor. Mich würde es ja mal reizen, Knochenleim (stinkt beim ansetzen ) auszuprobieren, härtet noch stärker aus, lässt sich über den Feuchtigkeitsgehalt aber wohl gut in der Konsistenz einstellen. Frag mich nicht nach der Verträglichkeit auf MDF - suche da auch noch Infos... Auf YouTube findest Du von einem Möbelrestaurateur jede Menge Lehrfilme dazu!
hast du schonmal versucht, mit einer Heißluftpistole dem Pattex Herr zu werden?
Furnier in großen Größen gibt es als "gefälschtes" Furnier aus Streifen zusammengeleimt bei http://www.designholz.com - Saraifo genannt.
Holzleim ohne Presse geht auch mit der Bügelmethode. Beides dünn einpinseln, trocknen lassen (ein paar Minuten, bis man es anfassen kann, aber noch nicht ganz durchgehärtet ist). Dann mit Bügeleisen und einem Stück Backpapier zwischen Furnier und Bügeleisen festbügeln.
Kerze: "Wasser soll gefährlich sein!?!". Andere Kerze: "Kannste von ausgehen!"
Furnieren mit Weissleim und Pressen geht nicht bei fertigen Boxen, weil die Flächen nicht Plan genug sind und man den nötigen Druck nicht aufbringen kann. Nötig sind 5 kg pro qcm. Wenn schon Weissleim, dann nur die Bügelmethode, das KANN funktionieren. Meine Erfahrungen waren aber damit schlecht, vor allem wenn gefügt werden muss. Das sollte man möglichst vermeiden. Für uns sind kaschierte Furniere eindeutig besser, leider auch teurer.
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