Durch die unterschiedliche Filterung der oberen und unteren Tieftöner entsteht ja bewusst ein frequenzabhängiges vertikales Abstrahlverhalten (Floor-Reflection-Control). Die oberen Tieftöner werden deutlich früher ausgeblendet als die unteren. Dadurch ergeben sich im Grundtonbereich zwangsläufig (und gewünscht) unterschiedliche Phasenlagen und Interferenzen zwischen den einzelnen Chassis sowie den Bodenreflexionen.
Ich vermute daher, dass die Hörplatzmessung im Bereich etwa zwischen 150 und 400 Hz teilweise „zu wenig“ Pegel zeigt, obwohl subjektiv durchaus genügend Grundtonenergie vorhanden ist. Das würde auch erklären, warum die Messung im Grundton etwas schlanker aussieht, Stimmen und Instrumente klanglich aber trotzdem überhaupt nicht dünn wirken.
Interessanterweise empfinde ich gerade Männerstimmen, Gitarren oder Klavier aktuell eher als sehr sauber und körperhaft, ohne künstliche Wärme oder Oberbass-Aufdickung. Genau das war eigentlich auch ein Ziel der Abstimmung.
Aber du hast natürlich recht: Im Grundton können schon kleinste Veränderungen erstaunlich viel bewirken. Ich werde deshalb definitiv noch etwas experimentieren und mir die von dir genannten Interpreten gezielt anhören. Vielen Dank!
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