Ich wollte nun mal meine „Cheetha“ vorstellen.
Ich habe die Lautsprecher schon im letzten April fertiggestellt und auch lange bei mir im Wohnzimmer gehört, bis sie neulich wieder der Atlas DSM MK3 gewichen ist.
Inspiriert vom Retrolook der berühmten Devore Orang-Utan und der Veröffentlichung vom G25NDWG wollte ich mit dem B200 etwas basteln. Der B200 braucht natürlich ordentlich Volumen um Bass zu produzieren.
Ist die Cheeta jetzt ein Cheater oder ein anderer Affe?
Vom B200 versprach ich mir mit dem ultraleichten Papiermembran einen hervorragenden Mittelton und entsprechende Dynamik. Problem ist natürlich der Bass.
Hier braucht es eine große Kiste in Bassreflex
Maße sind 80x50x32 (~95l netto) und entspricht so dem goldenen Schnitt. Will man mehr Volumen sollte man entsprechend proportional vergößern.
Die Box hat hauptsächlich nur äußerlich Gemeinsamkeiten mit einer Devore ist also ein ganz eigener Affe.
Die Weiche trennt klassisch mit 12 dB und das Gehäuse ist sehr steif gebaut.
Zusätzlich wurden die Schallwand innen noch mit Sperrholz und elastischem Kleber beklebt. Mann hätte die Schallwand noch ala Fink „schwingend“ an den Versteifungen abdämpfen können. Aber sie wurde direkt fest mit dem Korpus verleimt.
Der Boden ist „doppelt“ mit großzügigem Ausschnitt am inneren Brett und verschraubt. So kann man nachträglich noch leicht im Inneren tunen und die Frequenzweiche einbauen wenn man den Boden entfernt.
Um die Lautsprecher auf die korrekte Höhe zu bringen muss man noch einen Ständer bauen was den schicken Retrolook nochmal verbessert.
Die Front ist mit Echtholzfunier beklebt und mit Möbellack versiegelt. Der Korpus und Ständer in Antrazith lackiert und mit 2K Klarlack in seidenglanz abschließend lackiert.
Bassreflexrohr ist ein einfacher Kreischnitt in die Rückwand der mit „MDF Zusatzscheiben“ getunt werden kann. BR ist 10x5,7cm was eine Abstimmung inkl. Dämpfung von ~38hz ergiebt.
Bedämpung besteht im Bereich des B200 aus 2-4cm Basotec an den Wänden und etwas Schafswolle in der Lautsprechermitte.
Impedanz ist mit Korrekturglied sehr gleichmäßig bei 6ohm.
Sie sollte sich eigentlich gut mit Röhrenverstärkern vertragen. Ich besitze aber selbst leider keinen.
Die erste Version wurde noch bei 3500hz getrennt um den B200 mehr auszukosten aber eine Trennung bei 2670hz hat sich als klanglich besser herausgestellt.
Sie hat meiner Meinung nach ein sehr gutes Stereobild und eine klare natürliche Wiedergabe
Insgesamt ein recht einfacher und kostengünstiger Lautsprecher. Der G25ndwg hat mich überzeugt. Im Pegel ist sie natürlich ohne Subwoofer durch den B200 sehr begrenzt.
Aber ich werde demnächst kompakte Stereolautsprecher auf der Basis unserer Phönix bauen. Dann werde ich die Tiw400 der Atlas in geschlossenen Subs verbaut.
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